Hausarbeiten logo
Shop
Shop
Tutorials
De En
Shop
Tutorials
  • How to find your topic
  • How to research effectively
  • How to structure an academic paper
  • How to cite correctly
  • How to format in Word
Trends
FAQ
Go to shop › Pedagogy - Orthopaedagogy and Special Education

Kampfsport als Mittel der Intervention bei aggressiven und delinquenten Jugendlichen

Title: Kampfsport als Mittel der Intervention bei aggressiven und delinquenten Jugendlichen

Diploma Thesis , 2010 , 91 Pages , Grade: 2

Autor:in: Miriam Lißmann (Author)

Pedagogy - Orthopaedagogy and Special Education

Excerpt & Details   Look inside the ebook
Summary Excerpt Details

Es kommt immer häufiger in den Medien zu Berichten, dass Jugendliche durch besonders brutale Gewalt auf sich aufmerksam machen. Nicht nur Berichte lassen die Annahme aufkommen, dass die Jugendgewalt zu einem immer größeren Problem wird, sondern Sendungen wie „Die Mädchen-Gang“ (RTL2) und „Teenager außer Kontrolle“ (RTL) geben praktische Beispiele für unkontrollierbare Aggressionen und die Überforderung der Jugend. Die Aktualität der Problematik nimmt die Gesellschaft in die Verantwortung zu handeln und für geeignete Intervention und Prävention zu sorgen. Viele unterschiedliche Projekte finden den Weg in die Medien, jedoch aufgrund der Vielzahl ist fragwürdig, welche sich als wirkungsvoll erweisen. In Anbetracht dieser Problematik werde ich in meiner Diplomarbeit die Grundlagen der Entstehung von Verhaltensstörungen und spezifiziert von Aggressionen zusammentragen, sowie die juristische Seite vorstellen. Um dann den Begriff der Prävention näher zu betrachten. Durch diese Erkenntnisse lassen sich Rückschlüsse auf eine erfolgreiche Intervention schließen. Zuletzt werde ich auf bestehende Projekte, mit Schwerpunkt auf Boxen, aufmerksam machen, die den Jugendlichen mit unterschiedlichen Ansätzen neue Perspektiven bieten. Somit werde ich mich mit folgenden Fragen auseinandersetzen:

Wann spricht man von auffälligem Verhalten?
Was sind Aggressionen und wie entstehen sie?
Wie äußert sich delinquentes Verhalten?
Welche präventiven Maßnahmen existieren?
Was kann aggressionsbereiten Jugendlichen helfen?
Was muss eine erfolgreiche Intervention leisten?
Was müssen Projekte neben dem Training anbieten?

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Verhaltensstörungen

1.1. Begriffsbestimmung Verhaltensstörung

1.2. Erscheinungsformen und Symptome

1.3. Entstehung von Verhaltensstörungen

1.3.1. Der medizinische Aspekt

1.3.2. Der Psychologische Aspekt

1.3.2.a. Die Psychoanalyse

1.3.2.b. Der individualpsychologische Aspekt

1.3.2.c. Der lerntheoretische Aspekt

1.3.3. Der soziologische Aspekt

1.3.4. Der pädagogische Aspekt

2. Aggressionen

2.1. Begriffsbestimmung Aggression

2.2. Formen aggressiven Verhaltens

2.3. Entstehung aggressiver Verhaltensweisen

2.3.1. Physiologie der Aggression

2.3.2. Die Ethologie der Aggression

2.3.3. Aggressionsentstehung im Phasenmodell

2.3.4. Die „Frustrations-Aggressions-Theorie“

2.3.5. Lernpsychologische Entstehungsansätze

2.3.6. Soziologische Entstehungstheorie

2.3.7. Pädagogische Entstehungstheorie

3. Delinquenz

3.1. Begriffsbestimmung Delinquenz

3.2. Delinquenz fördernde Strukturen

3.3. Theorien zur Entstehung von Delinquenz

3.3.1. Die Subkulturtheorie

3.3.2. Die Anomietheorie

3.3.3. Die Kontrolltheorie

3.3.4. Die Theorie der Persistenten Delinquenz

3.4. Kriminalitätsentwicklung in Deutschland

4. Prävention

4.1. Begriffsbestimmung und Standpunkt der Prävention

4.1.1. Primäre Prävention

4.1.2. Sekundäre Prävention

4.1.3. Tertiäre Prävention

4.2. Präventionsansatz auf der Grundlage der Aggressionstheorien

4.3. Spezifizierung der Gewaltprävention

4.4. Wirksamkeit von Programmen zur Förderung sozialer Kompetenzen

5. Erlebnispädagogik

5.1. Begriffsbestimmung Erlebnispädagogik

5.2. Sport als Erlebnis

5.3. Verhaltensänderung durch konfrontative Pädagogik

5.3.1. Boxen als Intervention

6. Bestehende Interventionsprogramme

6.1. Das Boxcamp Lothar Kannenberg – „Durchboxen im Leben“

6.1.1. Die Konzeption

6.1.2. Teilnehmerprofile

6.1.3. Die Arbeit mit den Jugendlichen

6.2. Boxclub Nordend Offenbach e.V.

6.2.1. Die Konzeption

6.2.2. Teilnehmerprofil

6.2.3. Die Arbeit mit den Jugendlichen

7. Ausblick

Zielsetzung & Themen

Die Diplomarbeit untersucht die Grundlagen von Verhaltensstörungen bei Kindern und Jugendlichen, mit einem speziellen Fokus auf Aggressionen und Delinquenz. Das primäre Ziel ist es, die Entstehungsursachen dieser Störungen durch eine interdisziplinäre Betrachtung (medizinisch, psychologisch, soziologisch, pädagogisch) zu analysieren und daraus erfolgreiche Interventions- und Präventionsmaßnahmen abzuleiten, wobei besonderes Augenmerk auf Sportprojekte wie das Boxen gelegt wird.

  • Grundlagen von Verhaltensstörungen und Aggressionen
  • Theoretische Ursachenmodelle (Medizin, Psychologie, Soziologie, Pädagogik)
  • Kriminalitätsentwicklung und delinquentes Verhalten
  • Präventionsstrategien und Interventionsmöglichkeiten
  • Erlebnispädagogische Sportinterventionen (Boxsport als pädagogisches Mittel)

Auszug aus dem Buch

1.3. Entstehung von Verhaltensstörungen

Durch die multifaktoriellen Bedingungen, die auf Kinder und Jugendliche wirken, lässt sich nur individuell und selten ein einzelner Störfaktor für die Entstehung von abweichendem Verhalten feststellen. Alle Bereiche des Alltags wirken auf das Verhaltensrepertoire ein und können Störungen oder Entwicklung zur Folge haben. „Die Einwirkung durch die Familie ist naturgemäß am größten“ (vgl. Myschker 2009, S.89), doch haben die Anlagen bzw. die Selbstbestimmung sowie alle Bezugspersonen außerhalb der Familie (Hort, Kindergarten, Schule, Großeltern etc.) einen bedeutenden Einfluss auf die Entwicklung eines Kindes. Mit zunehmendem Alter spielen Medien und die Peer-Group eine immer entscheidendere Rolle.

„Das Drei-Phasen-Modell der Genese von Verhaltensstörungen“ beschreibt in drei Schritten die Ätiologie von Verhaltensstörungen. In der Anfangsphase relativer Plastizität wirkt eine Problemkonstellation beeinträchtigend auf das Kind ein. Diese können individuell, durch die einströmenden Faktoren, wie Anlage, Umwelt und Selbstbestimmung, unterschiedliche Auswirkungen haben. Ob negative Faktoren auch zu einer Verhaltensauffälligkeit oder -störung führen, ist personenabhängig. In einer zweiten Phase werden maladaptive Verhaltensweisen ausgeformt. Der Begriff „Abweichendes Verhalten“ kann in vielerlei Hinsicht gebraucht werden, es ist aber festzustellen, dass es nur sichtbare Symptome beschreibt. Diese Symptome sollten erkannt werden bevor es zu einer Endphase kommt, in der eine Habitualisierung, also eine Automatisierung, der Verhaltensstörung stattfindet (vgl. Myschker 2009, S.89-90).

Es existieren nur individuelle Erklärungsansätze um die Ätiologie der Verhaltensstörungen erklären zu können. Dies kann nur interdisziplinär geschehen. Im fortlaufenden werden die bedeutendsten Theorien der Medizin, der Psychologie, der Soziologie und der Pädagogik vorgestellt.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Verhaltensstörungen: Dieses Kapitel definiert den Begriff der Verhaltensstörung, erläutert verschiedene Symptome und beleuchtet die komplexen, multifaktoriellen Entstehungsursachen unter medizinischen, psychologischen, soziologischen und pädagogischen Aspekten.

2. Aggressionen: Hier wird der Begriff Aggression näher bestimmt, verschiedene Formen aggressiven Verhaltens differenziert und die verschiedenen Theorien zur Entstehung von Aggressionen untersucht.

3. Delinquenz: Das Kapitel befasst sich mit der Definition von Delinquenz, analysiert fördernde Strukturen, stellt zentrale Entstehungstheorien vor und betrachtet die aktuelle Kriminalitätsentwicklung in Deutschland.

4. Prävention: Hier werden der Begriff der Prävention, ihre Standpunkte und die Einteilung in primäre, sekundäre und tertiäre Prävention erläutert, sowie die Wirksamkeit von Förderprogrammen diskutiert.

5. Erlebnispädagogik: Dieses Kapitel führt in die Erlebnispädagogik ein, beleuchtet Sport als Interventionsmittel und erörtert die Rolle des Boxsports sowie konfrontativer Pädagogik zur Verhaltensänderung.

6. Bestehende Interventionsprogramme: Hier werden beispielhaft zwei Projekte vorgestellt: Das „Boxcamp Lothar Kannenberg“ und der „Boxclub Nordend Offenbach“, inklusive deren Konzeptionen und Ansätze zur Arbeit mit Jugendlichen.

7. Ausblick: Der abschließende Teil fasst zusammen, dass eine Intervention durch Kampfsport ein effizienter Weg zur Integration ist, betont aber die Notwendigkeit qualifizierten Personals und weiterer empirischer Studien zur Wirksamkeitsprüfung.

Schlüsselwörter

Verhaltensstörungen, Aggression, Delinquenz, Prävention, Erlebnispädagogik, Kampfsport, Sozialisation, Jugendhilfe, Gewaltprävention, Intervention, Persönlichkeitsentwicklung, Triebtheorie, Labeling Approach, Respekt, Erziehung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Entstehung von Verhaltensstörungen, Aggressionen und Delinquenz bei Kindern und Jugendlichen sowie den Möglichkeiten, diesen durch gezielte pädagogische Interventionen, insbesondere durch Sportprojekte, entgegenzuwirken.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind die theoretischen Erklärungsmodelle für abweichendes Verhalten, die Analyse von Kriminalitätsformen im Jugendalter sowie die Systematisierung und Wirksamkeit präventiver Maßnahmen.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, zu zeigen, wie durch den gezielten Einsatz von Sport – speziell Boxen – als erlebnispädagogisches Mittel, Verhaltensänderungen bei Jugendlichen initiiert und gefestigt werden können, um sie wieder erfolgreich in die Gesellschaft zu integrieren.

Welche wissenschaftlichen Methoden werden verwendet?

Die Arbeit stützt sich auf eine interdisziplinäre theoretische Literaturanalyse. Sie wertet medizinische, psychologische, soziologische und pädagogische Theorien aus und kontrastiert diese mit aktuellen Interventionskonzepten.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert die Genese von Störungen, differenziert zwischen Aggression und Delinquenz, diskutiert verschiedene Präventionsformen (primär, sekundär, tertiär) und stellt konkrete Praxisbeispiele wie das Boxcamp Lothar Kannenberg und den Boxclub Nordend Offenbach vor.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie Verhaltensstörungen, Gewaltprävention, Erlebnispädagogik, Delinquenz und ressourcenorientierte Arbeit charakterisiert.

Wie unterscheidet sich die Arbeit des Boxcamps Lothar Kannenberg von regulären Sportvereinen?

Das Boxcamp ist eine vollstationäre Jugendhilfeeinrichtung, die Boxen als fest integriertes Haupterziehungsmittel in einer streng strukturierten Umgebung nutzt, um eine umfassende Lebensumstellung zu erreichen, während ein regulärer Sportverein in der Regel nur den Sportbetrieb und keine stationäre Intervention bietet.

Warum wird im Boxcamp Lothar Kannenberg so viel Wert auf Rituale gelegt?

Rituale vermitteln den Jugendlichen, deren bisheriges Leben oft maßlos und unstrukturiert war, Sicherheit, Geborgenheit und eine klare Orientierung, was für den Lernprozess und die Fähigkeit zur Selbstreflexion als essenziell erachtet wird.

Inwieweit spielt die Peer-Group bei der Entstehung von Delinquenz eine Rolle?

Die Peer-Group gilt als einer der bedeutendsten Einflussfaktoren im Jugendalter, da sie den Jugendlichen die Möglichkeit zur Statusgewinnung und Identitätsbildung bietet, oft jedoch unter Etablierung devianter Gruppenideologien, die delinquentes Verhalten begünstigen.

Excerpt out of 91 pages  - scroll top

Details

Title
Kampfsport als Mittel der Intervention bei aggressiven und delinquenten Jugendlichen
College
Justus-Liebig-University Giessen  (Heil- und Sonderpädagogik)
Grade
2
Author
Miriam Lißmann (Author)
Publication Year
2010
Pages
91
Catalog Number
V163497
ISBN (eBook)
9783640786022
ISBN (Book)
9783640786299
Language
German
Tags
Kampfsport Mittel Intervention Jugendlichen
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Miriam Lißmann (Author), 2010, Kampfsport als Mittel der Intervention bei aggressiven und delinquenten Jugendlichen, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/163497
Look inside the ebook
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
Excerpt from  91  pages
Hausarbeiten logo
  • Facebook
  • Instagram
  • TikTok
  • Shop
  • Tutorials
  • FAQ
  • Payment & Shipping
  • About us
  • Contact
  • Privacy
  • Terms
  • Imprint