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Strategien für zukünftige Anforderungen im Gesundheitswesen

Qualifizierung für das Management in der Gesundheitswirtschaft

Title: Strategien für zukünftige Anforderungen im Gesundheitswesen

Research Paper (postgraduate) , 2008 , 116 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: M.Sc. (PH and Admin.) Rajko Pflügel (Author)

Health - Public Health

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Summary Excerpt Details

Die sich abzeichnende Veränderung der Leistungen und der Leistungsprozesse im Gesundheitssystem bedingt neue Herausforderungen an die Qualifikationen des Führungspersonals und ihrer Mitarbeiter. Unternehmen benötigen kompetente Mitarbeiter als Voraussetzung für eine effiziente und zugleich effektive Kooperation und Netzwerkbildung. Netzwerkbildung bringt für das einzelne Unternehmen in Kooperation mit anderen Institutionen, Einrichtungen und Partnern erhebliche Synergieeffekte. Mit zunehmenden Integrations- und Vernetzungsgrad im Gesundheitssektor erhöht sich jedoch zugleich der Bedarf einzelner Kooperationspartner, die ihre Verhandlungsposition nur durch Aneignung von netzwerkrelevantem Wissen adäquat festigen können.

Derzeit sind die einzelnen Berufsgruppen im Gesundheitssystem aufgrund einseitiger und nicht-fachübergreifender Qualifikationen unzureichend imstande die Schnittstellenproblematik in den Griff zu bekommen. Dazu sind explizit für diese Thematik ausgebildete Gesundheitsexperten notwendig, die mit Hilfe von dafür angelegten Aus-, Fort- und Weiterbildungsprogrammen qualifiziert werden. So formen sich neue Berufsbilder heraus, wie z. B. Netzwerk-, Case- und Disease-Manager. Bis heute fehlt es jedoch im Rahmen der Umsetzung von Integrierter Versorgung an konkreten Handlungsmustern und Rollendefinitionen für diese Aufgaben.

Folgenden Fragen widmet sich das hier vorliegende Forschungsprojekt und möchte so einen Beitrag zu den oben genannten Herausforderung leisten:
• Was sind zukünftige Entwicklungstrends in einem dynamischen Gesundheitssystem?
• Welche innovativen Organisationsformen und/ oder Produkte können herausgestellt werden?
• Wie können Unternehmen beim Aufbau innovativer Versorgungsformen unterstützt werden?
• Welche Kompetenzen braucht es, um diesen Entwicklungstrends folgen zu können?
• Welche Strukturen und Mitarbeiterprofile benötigen die Einrichtungen, um die notwendigen
Wettbewerbsparameter wie Effizienz, Qualität und Kooperation zu erfüllen?
• Wo genau liegt der Fokus der Leistungserbringer im Gesundheitswesen? Wo gibt es Probleme?
Wo liegen konkrete Bedarfe zur Hilfestellung?
• Wie kann ein Qualifizierungscurriculum entsprechend der Bedarfe aufgebaut werden?
• Wie kann das erlernte Wissen praxisorientiert erprobt werden?

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

I. Einführung in die Arbeit

1. Einleitung in die Gesundheitswirtschaft

2. Vorgehensweise

3. Forschungsprojektvorhaben und Zielsetzung

II. Entwicklungspotentiale und Qualifizierung in der Gesundheitswirtschaft

1. Einleitung

2. Wachstumsmarkt Gesundheit & Pflege: Rahmenbedingungen und Entwicklungspotentiale

2.1 Einleitung

2.2 Demographischer Wandel: Mehr alte Menschen, weniger Junge

2.3 Alzheimer – Demenz: Wandel im Krankheitsspektrum

2.4 Häusliche und ambulante Pflege: „ambulant vor stationär“

2.5 Gesellschaftlicher Wandel: Grenzen der Familienpflege

2.6 Zwischenfazit: Nachfrage und Restrukturierungsbedarf steigt

3. Die Integrierte Versorgung: Potenziale für Pflegefachkräfte

3.1 Entlassungsmanagement

3.2 Patientenedukation

3.3 Case Management

3.4 Netzwerkmanager

4. Neue Qualifikationsfelder: Fachexpertise und Managementwissen

4.1 Kooperation und Koordination

4.2 Organisations- und Personalentwicklung

4.3 Exkurs in die USA: Entwicklungspotentiale und Entscheidungskompetenzen für Pflegekräfte

4.4 Geschäfts- und Tätigkeitsfelder: Potentiale in Deutschland

5. Fazit

III. Vorgehen – Darstellung der Projektphasen

1. Zusammenfassung

2. Projektantrag mit PPÜ

2.1 Ausgangssituation und Ziele

2.2 Vorhabensbeschreibung und Gesamtkonzept

2.2.1 AP1: Recherche Gesundheitswirtschaft:Einsatzfelder Qualifizierung für das Management in der Gesundheitswirtschaft (Konzeptpapier)

2.2.2 AP2: Bedarfsanalyse der Leistungserbringer

2.2.3 AP3: Erarbeitung eines generalistischen Curriculums „Management in der Gesundheitswirtschaft“

2.2.4 AP4: Case Study – Case Management im ländlichen Raum

2.3 Verwertungsplan

2.4 Zeitplan

3. Recherche Gesundheitswirtschaft – „Strategien für zukünftige Anforderungen im GW“ - Konzeptpapier (AP 1)

3.1 Einleitung

3.2 Konzeptpapier

3.2.1 Executive Summary

3.2.1.1 Beschäftigung

3.2.1.2 Versorgung

3.2.1.3 Wirtschaft

3.2.2 Problembeschreibung – Status Quo

3.2.2.1 Krankenhauswirtschaft

3.2.2.2 Rehabilitationseinrichtungen

3.2.2.3 Ambulante ärztliche Versorgung

3.2.2.4 Ambulante und stationäre Pflege

3.2.2.5 Vorleistungs- und Zulieferindustrie

3.2.2.6 Gesundheitstourismus

3.2.3 Potential der Gesundheitswirtschaft und Zielsetzung

3.2.4 Ideenkonzept und Empfehlungen

3.2.4.1 Krankenhauswirtschaft

3.2.4.2 Rehabilitationseinrichtungen

3.2.4.3 Ambulante ärztliche Versorgung

3.2.4.4 Ambulante und stationäre Pflege

3.2.4.5 Vorleistungs- und Zulieferindustrie

3.2.4.6 Gesundheitstourismus

3.2.5 Innovationen und Handlungsszenarien

3.2.5.1 Krankenhaus

3.2.5.2 Niedergelassene Ärzte

3.2.5.3 Pflege und Home Care

3.2.5.4 Rehabilitation und Gesundheitstourismus

3.3 Fazit

4. Auswahl der Leistungserbringer - Bedarfsanalyse (AP 2)

4.1 Rahmenbedingungen

4.3 Qualifizierungsbedarfe im Rahmen von Workshops

4.4 Qualifizierungsbedarfe im Rahmen eines standardisierten Fragebogens

4.5 Rücklauf und Evaluation der Fragebögen

4.6 Bedarfserhebung mittels eines standardisierten Interviews im Rahmen einer Expertenveranstaltung und Ergebnisse

4.7 Fazit der Bedarfsanalyse

5. Erarbeitung eines generalistischen Curriculums „Qualifizierung für das Management in der Gesundheitswirtschaft“ (AP 3)

5.1 Entwicklung des Curriculums

5.1.1 Anfangskonzept Gesamtcurriculum

5.1.2 Curriculum: Spezielles Gesundheitsmanagement

5.2 Didaktisches Konzept

5.3 Programm zur Endversion des Curriculums

5.4 Der erste Schritt der Umsetzung: Lehrmaterialien

IV. Case Study (Fallbeispiel) – Case Management im ländlichen Raum (AP IV)

1. Einleitung

2. Problemstellung

2.1 Demographischer Wandel

2.2 Demenz

2.3 Verschiebung der Behandlung in den ambulanten Bereich

2.4 Wandel der sozialen Strukturen

2.5 Hausärztemangel

3. Lösungsangebot: Case Management im ländlichen Raum

3.1 Case Management

3.2 Der Case Management Prozess

3.3 Dimensionen im Case Management

3.3.1 Screening/ Identifikation

3.3.2 Assessment

3.3.3 Versorgungsplan

3.3.4 Umsetzung und Monitoring

3.3.5 Evaluation

4. Die Umsetzung

4.1 Aufgaben des Care Management

4.2 Aufgabe des Case Managements

4.3 Anwendungsbeispiel: Fallstudie Ehepaar Schmidt

4.3.1 Anamnese Ehepaar Schmidt

4.3.2 Screening Ehepaar Schmidt

4.3.3 Assessment Ehepaar Schmidt

4.3.4 Hilfeplanung mit den Betroffenen

4.3.5 Hilfeplanung in der Fallbesprechung

4.3.6 Umsetzung des Hilfeplans

4.3.7 Schlussbetrachtung

5. Fazit

V. Schlussbetrachtung

Zielsetzung & Themen

Ziel dieser Master-Forschungsarbeit ist die Entwicklung eines bedarfsorientierten Qualifizierungscurriculums für Fachkräfte und Führungspersonal im Gesundheitswesen, um sie auf die Herausforderungen einer zunehmend integrierten und vernetzten Gesundheitswirtschaft vorzubereiten. Angesichts demografischer Veränderungen und eines steigenden Professionalisierungsdrucks adressiert die Arbeit die Notwendigkeit, Managementkompetenzen jenseits rein medizinischer Expertise zu vermitteln, um innovative Versorgungsstrukturen effizient zu gestalten und die Patientenversorgung nachhaltig zu verbessern.

  • Strukturanalyse des deutschen Gesundheitswesens und Identifikation zukünftiger Entwicklungstrends.
  • Ermittlung spezifischer Qualifizierungsbedarfe bei Leistungserbringern durch Bedarfsanalysen und Experteninterviews.
  • Konzeption eines modularen, praxisorientierten Curriculums mit den Schwerpunkten Organisationsmanagement und Dienstleistungssteuerung.
  • Entwicklung und Erprobung von Case-Management-Strategien am Fallbeispiel der ländlichen Gesundheitsversorgung.
  • Förderung von Kooperations- und Netzwerkkompetenzen als kritischer Erfolgsfaktor für moderne Versorgungsmodelle.

Auszug aus dem Buch

3.3 Case Management

Der Case Manager (Fallmanager) übernimmt organisatorische und klinische Aufgaben. Zu den organisatorischen Tätigkeiten zählen die Koordination der Gesundheitsversorgung, die Zu- und Überweisung der Patienten in Versorgungseinrichtungen, die Entwicklung eines Versorgungsplans sowie die Kontaktpflege zu allen relevanten Ansprech- und Versorgungspartnern. Weiter vertritt der Case Manager die Interessen seines zu betreuenden Patienten. Dem Case Manager müssen zukünftig konkrete Entscheidungskompetenzen übertragen werden, damit er in der Lage ist sowohl den Klienten/ Patienten als auch das Netzwerk, in dem er sich bewegt, managen und steuern zu können.

Die Aufgaben und Funktionen, die ein Case Manager übernehmen sollte, sind der Umgang mit Assessment-Instrumenten (Bedarfs- und Ressourcenerhebung), die Hilfeplanung, das Monitoring, die Evaluation, die Beratung der Patienten und Angehörigen, die Dokumentation der Behandlungspfade, das Management von Netzwerken, das Entlassungs- und Überleitungsmanagement und das Qualitätsmanagement. Darüber hinaus benötigt er spezifisches Fachwissen der Pflege und Medizin. Ein Case Manager steuert zwei Dinge: zum einen den Klienten/ Patienten (Fallmanagement) und zum anderen das gesamte System (Systemmanagement). Hierbei umfasst das Fallmanagement den gesamten Prozess bei der Betreuung des Einzelfalls, wohingegen das Systemmanagement auf die Netzwerkarbeit in der Organisation abzielt. Zur Umsetzung dieser Aufgabenstellung benötigt der Case Manager Schlüsselqualifikationen, die er aus verschiedenen Handlungskompetenzen generiert. Hierzu zählen ein berufliches Selbstverständnis, Sach-, System-, Methoden-, Sozial- und Selbstkompetenz. Das Tätigkeitsprofil eines Case Managers ist sehr anspruchsvoll, da er alle relevanten Rahmenbedingungen, Bedarfe und Interventionsalternativen zu berücksichtigen hat und im Versorgungsalltag den Anforderungen der Praxis gerecht werden muss.

Zusammenfassung der Kapitel

I. Einführung in die Arbeit: Diese Einführung erläutert die Notwendigkeit einer sektorenübergreifenden Koordination der Leistungsprozesse im Gesundheitswesen und begründet den steigenden Qualifizierungsbedarf für Fachkräfte.

II. Entwicklungspotentiale und Qualifizierung in der Gesundheitswirtschaft: Dieses Kapitel analysiert demografische und gesellschaftliche Rahmenbedingungen sowie neue Versorgungsmodelle wie Case Management und Integrierte Versorgung als Treiber für den Wandel in der Branche.

III. Vorgehen – Darstellung der Projektphasen: Hier wird der Prozess der Curriculum-Entwicklung detailliert beschrieben, beginnend bei der Literaturrecherche über die Bedarfsanalyse bei Leistungserbringern bis hin zur didaktischen Gestaltung der Module.

IV. Case Study (Fallbeispiel) – Case Management im ländlichen Raum (AP IV): Dieses Kapitel veranschaulicht die praktische Anwendung der zuvor entwickelten theoretischen Konzepte anhand eines konkreten Fallbeispiels eines Ehepaars in einer ländlichen Region.

V. Schlussbetrachtung: Die Schlussbetrachtung resümiert die Projektergebnisse und unterstreicht die Relevanz des entwickelten Qualifizierungscurriculums für die zukünftige Gestaltung patientenorientierter Versorgungsnetzwerke.

Schlüsselwörter

Gesundheitswirtschaft, Case Management, Integrierte Versorgung, Qualifizierung, Netzwerkmanagement, Demografischer Wandel, Patientenorientierung, Versorgungsmanagement, Pflegemanagement, Prozessoptimierung, Gesundheitsversorgung, Fachkräftebedarf, Professionalisierung, Organisationsentwicklung, Sozialkompetenz.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Anpassung der Managementkompetenzen im Gesundheitswesen an veränderte Rahmenbedingungen, insbesondere durch den demografischen Wandel und neue gesetzliche Anforderungen an die Versorgungsstruktur.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Die Schwerpunkte liegen auf der Analyse der Gesundheitswirtschaft, der Bedeutung des Case Managements, der Entwicklung integrierter Versorgungsformen und der Notwendigkeit einer neuen Qualifizierung für Fach- und Führungskräfte.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage der Arbeit?

Das Ziel ist die Entwicklung eines bedarfsorientierten Qualifizierungscurriculums, das Akteure im Gesundheitswesen befähigt, innovative und vernetzte Versorgungsstrukturen professionell zu planen, zu steuern und umzusetzen.

Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?

Die Arbeit nutzt Literaturanalysen, Bedarfsanalysen mittels Fragebögen und Experteninterviews sowie die Methode des problemorientierten Lernens zur didaktischen Aufarbeitung der Inhalte.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Begründung der neuen Qualifizierungsanforderungen, die empirische Bedarfsanalyse bei Leistungserbringern sowie die konkrete Ausarbeitung und didaktische Aufbereitung des generalistischen Curriculums.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wesentliche Begriffe sind Gesundheitswirtschaft, Case Management, Integrierte Versorgung, Netzwerkmanagement, Qualifizierung, Patientenorientierung und Prozessoptimierung.

Wie unterscheidet sich Case Management von anderen Methoden im Dokument?

Während sich das Fallmanagement (Case Management) auf die direkte Steuerung des Prozesses für einen einzelnen Patienten konzentriert, zielt das Systemmanagement auf die Vernetzung von Organisationen und die Koordination der gesamten Versorgungskette ab.

Warum ist das Thema "Gesundheitswirtschaft" im ländlichen Raum besonders kritisch?

Aufgrund des Hausärztemangels, der abnehmenden Mobilität älterer Menschen und der geringeren Dichte an spezialisierten Leistungserbringern sind hier innovative Ansätze wie Case Management essenziell, um die Versorgungssicherheit langfristig zu gewährleisten.

Was ist das Besondere an dem didaktischen Konzept "Problemorientiertes Lernen"?

Es verknüpft Theorie und Praxis durch die Bearbeitung realer Fallbeispiele, wodurch Teilnehmer nicht nur Fachwissen erwerben, sondern auch lernen, komplexe Problemstellungen eigenständig zu analysieren und Lösungsstrategien im Team zu entwickeln.

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Details

Title
Strategien für zukünftige Anforderungen im Gesundheitswesen
Subtitle
Qualifizierung für das Management in der Gesundheitswirtschaft
College
University of Applied Sciences Neubrandenburg
Grade
1,0
Author
M.Sc. (PH and Admin.) Rajko Pflügel (Author)
Publication Year
2008
Pages
116
Catalog Number
V163440
ISBN (eBook)
9783640785506
ISBN (Book)
9783640785605
Language
German
Tags
Qualifizierung Gesundheitswirtschaft Integrierte Versorgung Case Management Qualifizierungsbedarfe Curriculum Didaktisches Konzept Fallstudie Case Study Netzwerkmanagement
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
M.Sc. (PH and Admin.) Rajko Pflügel (Author), 2008, Strategien für zukünftige Anforderungen im Gesundheitswesen, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/163440
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