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Korruption und ihre Bekämpfung

Studienarbeit in Kriminologie

Title: Korruption und ihre Bekämpfung

Research Paper (undergraduate) , 2010 , 45 Pages , Grade: 13 Punkte

Autor:in: Artur Knaub (Author)

Law - Criminal process, Criminology, Law Enforcement

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Summary Excerpt Details

Die Korruption ist so alt wie die Menschheit und tritt in vielfältigen Erscheinungs-formen auf. Zitate wie: „...denn Geschenke machen die Weisen blind und verdrehen die Sachen der Gerechten“ oder „Keine Festung ist so stark, dass Geld sie nicht einnehmen könnte“ zeigen, dass das Thema „Korruption“ seit eher bekannt ist.

In der kriminologischen Forschung ist jedoch erstaunlich wenig über Korruption bekannt, weder über Verbreitung noch über Strukturen der Korruption bestehen verallgemeinerungsfähige Erkenntnisse. Daher finden sich nur wenige Abhandlungen und empirische Untersuchungen über Korruption, da die kriminologische Forschung sich erst seit einigen Jahren mit dem Phänomen „Korruption“ beschäftigt.
Die vorliegende Studienarbeit beschäftigt sich mit dem Phänomen „Korruption“ und Möglichkeiten bzw. Ansätzen der Korruptionsbekämpfung und -prävention.
Dafür wird zunächst die Definitionsproblematik des Begriffes „Korruption“ unter Einbeziehung verschiedener Definitionsansätze betrachtet. Danach folgt die Erläuterung der aktuellen Lage unter Einbeziehung der Hell- und Dunkelfeldproblematik. Im weiteren Verlauf der Arbeit werden die Auswirkungen der Korruption und dadurch entstehende Schäden erläutert und die Typologie korruptiven Verhaltens kategorisiert. Anschließend werden mögliche Ursachen anhand allgemeiner Kriminalitätstheorien genannt und weitere korruptionsbegünstigende Faktoren aufgezeigt. Schließlich werden repressive und präventive Methoden und Ansätze zur Korruptionsbekämpfung und Korruptionsprävention behandelt. Eine Zusammenfassung wird den Abschluss der Arbeit bilden.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. „Korruption“ – ein Definitionsdilemma

2.1 Definition im sprachwissenschaftlichen Sinn

2.2 Strafrechtlicher Korruptionsbegriff

2.2.1 Korruption im engeren Sinn (Kerndelikte)

2.2.2 Korruption im weiteren Sinn (Begleitdelikte)

2.2.3. Nachtrag zur strafrechtlichen Definition

2.3 Weiter Ansatz und Transparency International

2.4 Definition der kriminologischen Forschung

2.5 Abschließende Bemerkung zum Definitionsproblem

3. Aktuelle Lage

3.1 Weltweite Verbreitung der Korruption

3.2 Das Hell- und Dunkelfeld der Korruption in Deutschland

4. Auswirkungen von Korruption

4.1 Vorteile

4.2 Schäden

5. Typologie korruptiven Verhaltens und Tätertypen

5. 1 Situative Korruption

5.2 Strukturelle Korruption – „gewachsene Beziehungen“

5.3 Netzwerke

5.4 Organisierte Kriminalität

5.5 Die Täter

6. Korruptionsursachen unter Einbeziehung allg. Kriminalitätstheorien

6.1 Lerntheorien

6.1.1 Theorie der differentiellen Kontakte

6.1.2 Theorie der differentiellen Gelegenheiten

6.1.3 Theorie der differentiellen Verstärkung

6.1.4. Theorie der Neutralisierungstechniken

6.2 Theorie der rationalen Wahl

6.3 Anomietheorie

7. Weitere Ursachen – Korruptionsbegünstigende Faktoren

7.1 Gesamtgesellschaftliche Faktoren

7.2 Institutionelle Faktoren

7.3 Individuelle Faktoren

8. Korruptionsbekämpfung und -prävention

8.1 Korruption erkennen

8.2 Bekämpfung der Korruption in den einzelnen Bereichen

8.2.1 Gesellschaft

8.2.2 Politik

8.2.3 Öffentliche Verwaltung

8.2.4 Wirtschaft

8.2.5 Pädagogische Einrichtungen

8.2.6 Medien

8.3 Die 10 Gebote der Korruptionsbekämpfung

8.4 Die Rolle des Steuerrechts bei der Korruptionsbekämpfung

8.5 Initiativen und Instrumente der internationalen Staatengemeinschaft

8.6 Organisationen der Korruptionsbekämpfung

8.6.1. Europäisches Amt für Betrugsbekämpfung (OLAF)

8.6.2 Transparency International (TI)

8.6.3. Die internationale Handelskammer (ICC)

9. Zusammenfassung

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit zielt darauf ab, das Phänomen „Korruption“ umfassend zu durchleuchten und Möglichkeiten sowie Strategien für eine effektive Korruptionsbekämpfung und -prävention aufzuzeigen, wobei die Definitionsproblematik und die kriminologischen Hintergründe im Mittelpunkt stehen.

  • Definitionsdilemma von Korruption aus rechtlicher und soziologischer Sicht
  • Analyse des Hell- und Dunkelfeldes der Korruption
  • Kriminologische Ursachenerklärung mittels Lerntheorien und Rational Choice
  • Präventionsstrategien und die „10 Gebote der Korruptionsbekämpfung“
  • Rolle internationaler Organisationen und Instrumente wie OLAF und Transparency International

Auszug aus dem Buch

3.2 Das Hell- und Dunkelfeld der Korruption in Deutschland

Für die tatsächliche Lagebeurteilung ist zwischen dem Hellfeld, d.h. den auf- gedeckten bzw. ermittelten Straftaten und dem Dunkelfeld, d.h. den begangenen, aber nicht entdeckten bzw. angezeigten Taten zu unterscheiden.33

Als Quelle für die Darstellung der statistischen Lage im Kriminalitätsfeld „Korruption“ kann zunächst die polizeiliche Kriminalstatistik (PKS), die jährlich vom Bundeskriminalamt herausgegeben wird und für das gesamte Bundesgebiet gilt, herangezogen werden. Sie basiert auf den Eingangswerten der von der Polizei ermittelten Fälle in einem Kalenderjahr und enthält Informationen über die Delikte der §§ 331 ff., 298, 299, 300 StGB.34 Im Jahr 2009 wurden im gesamten Bundesgebiet 2262 Kerndelikte der Korruption registriert. Im Jahr 2008 gab es 2416 registrierte Fälle. Dies bedeutet lediglich einen geringen Rückgang. Anhand der Abb. 3 ist erkennbar, dass die Zahlen der PKS starken Schwankungen unterworfen sind. Diese Schwankungen erklären sich durch komplexe Verfahren mit zahlreichen Einzelfällen, aber auch durch unterschiedliche Zählweisen in den Bundesländern und können die Realität kaum abbilden.35

Als weitere Quelle gilt das vom BKA jährlich veröffentlichte „Bundeslagebild Korruption“, welches detaillierte Informationen über Straftaten im Bereich der Korruption enthält. Hierunter fallen nur die Straftaten, die der Polizei gemeldet und nicht direkt von der Staatsanwaltschaft bearbeitet wurden. Die in den Lagebildern angegebenen Zahlen haben keinen Bezug zu den Zahlen in der PKS, sie werden mit gesonderter Zählung und aufgrund einer anderen Zielsetzung erstellt.36 Die Abb. 4 zeigt, dass 88 % der Ermittlungsverfahren dem Bereich „strukturelle Korruption“ (s. 5.2) und nur 12 % dem Bereich der „situativen Korruption“ (s. 5.1) zuzuordnen sind. Die Abb. 5 zeigt die in 2008 polizeilich registrierten Kerndelikte, wobei der Schwerpunkt der polizeilich bekannt gewordenen Fälle die allgemeine öffentliche Verwaltung, besonders das Vergabewesen, betrifft.37 Aus der Abb. 6 sind ein starker Rückgang der Fälle aus der öffentlichen Verwaltung von 80 % auf 45 %, und ein Anstieg der Fälle aus der Wirtschaft von 15 % auf 37 % erkennbar.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die historische Persistenz der Korruption und stellt die Relevanz des Themas in modernen Industrienationen dar.

2. „Korruption“ – ein Definitionsdilemma: Dieses Kapitel arbeitet die Schwierigkeit einer einheitlichen Begriffsbestimmung zwischen Strafrecht, Kriminologie und Sprachgebrauch heraus.

3. Aktuelle Lage: Hier wird die statistische Erfassung von Korruption in Deutschland durch PKS und Bundeslagebilder sowie die internationale Wahrnehmung analysiert.

4. Auswirkungen von Korruption: Dieses Kapitel erläutert sowohl die materiellen als auch immateriellen Schäden für Staat, Wirtschaft und Gesellschaft.

5. Typologie korruptiven Verhaltens und Tätertypen: Es erfolgt eine Kategorisierung von Korruption in situative, strukturelle, netzwerkbasierte und organisierte Formen sowie die Beschreibung von Täterprofilen.

6. Korruptionsursachen unter Einbeziehung allg. Kriminalitätstheorien: Dieses Kapitel wendet Lerntheorien, Rational-Choice-Ansätze und die Anomietheorie auf korruptes Verhalten an.

7. Weitere Ursachen – Korruptionsbegünstigende Faktoren: Hier werden gesamtgesellschaftliche, institutionelle und individuelle Risikofaktoren für korruptes Verhalten identifiziert.

8. Korruptionsbekämpfung und -prävention: Ein umfassendes Kapitel, das Indikatoren, Maßnahmenbereiche, die „10 Gebote“ und die Rolle von Organisationen wie OLAF und Transparency International detailliert darlegt.

9. Zusammenfassung: Die Zusammenfassung resümiert die Komplexität des Korruptionsphänomens und betont die Notwendigkeit einer ethischen Grundhaltung.

Schlüsselwörter

Korruption, Korruptionsprävention, Strafrecht, Kriminalitätstheorien, Dunkelfeld, Wirtschaftskriminalität, Amtsdelikte, Compliance, Transparenz, Hinweisgeber, OLAF, Transparency International, Bestechlichkeit, öffentliche Verwaltung, Unternehmensstrafrecht.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit behandelt das Phänomen Korruption in all seinen Facetten und beleuchtet insbesondere die Schwierigkeiten bei der Definition, Erfassung und Bekämpfung dieses komplexen Deliktbereichs in Deutschland.

Was sind die zentralen Themenfelder der Studie?

Die Arbeit fokussiert auf die Definitionsproblematik, die kriminologischen Ursachen, die Auswirkungen auf die Gesellschaft sowie ein breites Spektrum an präventiven und repressiven Maßnahmen.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Ziel ist es, ein besseres Verständnis für das Entstehen korruptiver Strukturen zu schaffen und konkrete Ansätze für eine effiziente Korruptionsprävention in verschiedenen gesellschaftlichen Sektoren vorzustellen.

Welche wissenschaftlichen Methoden finden Anwendung?

Es wird eine kriminologische Analyse unter Einbeziehung bestehender Theorien (wie Lerntheorien oder Rational-Choice-Ansätze) sowie eine Auswertung von Statistiken und Berichten, wie dem Bundeslagebild Korruption, vorgenommen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Definition von Korruption, die aktuelle statistische Lage, die Auswirkungen, Typologien, Ursachenforschung sowie umfassende Bekämpfungs- und Präventionsstrategien.

Durch welche Schlüsselwörter lässt sich die Arbeit charakterisieren?

Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Korruptionsprävention, Dunkelfeld, kriminologische Theorien, Compliance und staatliche Integrität kennzeichnen.

Was ist mit dem „Anfüttern“ im Kontext der Korruptionsprävention gemeint?

Das „Anfüttern“ beschreibt eine präkorruptive Phase, in der durch kleine Geschenke oder Kontaktpflege eine psychologische Abhängigkeit geschaffen wird, die den Weg für spätere, strafbare Handlungen ebnet.

Welche Rolle spielt die „10 Gebote der Korruptionsbekämpfung“ in der Arbeit?

Die 10 Gebote stellen ein von Wolfgang Schaupensteiner entwickeltes Gesamtkonzept dar, das präventive und repressive Ansätze – wie Register, Transparenz und Whistleblowing-Systeme – bündelt.

Warum ist das Dunkelfeld bei der Korruption so besonders?

Da Korruption als „Heimlichkeitsdelikt“ gilt, bei dem sich alle Beteiligten strafbar machen, gibt es kaum unmittelbar Geschädigte, die Anzeige erstatten, was zu einer geschätzten Dunkelziffer von mindestens 95 % führt.

Wie bewertet der Autor die Rolle des Steuerrechts bei der Korruptionsbekämpfung?

Der Autor betont, dass das Steuerrecht eine zentrale Rolle spielt, insbesondere seit die steuerliche Abzugsfähigkeit von Bestechungsgeldern abgeschafft wurde, um keine Anreize mehr für korruptives Verhalten zu setzen.

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Details

Title
Korruption und ihre Bekämpfung
Subtitle
Studienarbeit in Kriminologie
College
Ernst Moritz Arndt University of Greifswald
Course
Kriminologie
Grade
13 Punkte
Author
Artur Knaub (Author)
Publication Year
2010
Pages
45
Catalog Number
V163295
ISBN (eBook)
9783640819195
ISBN (Book)
9783640822447
Language
German
Tags
korruption bekämpfung studienarbeit kriminologie punkte
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Artur Knaub (Author), 2010, Korruption und ihre Bekämpfung, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/163295
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