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Der Kampf der Kulturen - Zwischen Wissenschaft und Populismus

Titel: Der Kampf der Kulturen - Zwischen Wissenschaft und Populismus

Hausarbeit (Hauptseminar) , 2010 , 28 Seiten

Autor:in: Norman Giolbas (Autor:in)

Politik - Politische Systeme allgemein und im Vergleich

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Nach dem Ende des Ost-West-Konfliktes wurden vermehrt Versuche unternommen, die diffus gewordene Welt geistig neu zu ordnen. Am 11. September 1990 sprach Georg H. W. Bush von einer neuen Weltordnung und Francis Fukuyama vertrat die These, dass sich die Prinzipien von Liberalismus, in Form von Demokratie und Marktwirtschaft, bald auch in der ganzen Welt durchsetzen würden. Einen neuen Anstoß lieferte 1993 Samuel P. Huntingtons Aufsatz in der Zeitschrift Foreign Affairs, mit dem Titel „The Clash of Civilizations?“.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Kulturkreise

3. Westen, westlich, Verwestlichung

4. Die veränderte Weltpolitische Lage

5. Die Bedrohung des westlichen Kulturkreises

5.1 Wirtschaftliche Prosperität aus Asien

5.2 Bedrohung Islam

6. Konflikte und Bruchlinienkriege

7. Perspektive

8. Fazit

9. Literaturverzeichnis

Zielsetzung und Themen

Diese Arbeit setzt sich kritisch mit der Theorie von Samuel P. Huntington zum „Kampf der Kulturen“ auseinander, um zu beurteilen, inwieweit seine Hypothesen im wissenschaftlichen Kontext zur Erklärung weltpolitischer Konflikte nach dem Kalten Krieg Bestand haben. Dabei wird insbesondere hinterfragt, ob das Konzept der Kulturkreise und die Diagnose einer westlichen Bedrohung durch andere Zivilisationen empirisch haltbar sind.

  • Analyse des Huntingtonschen Kulturkreis-Konzepts
  • Untersuchung der wirtschaftlichen Herausforderungen durch den asiatischen Raum
  • Diskussion der vermeintlichen Bedrohung durch den Islam (Resurgenz)
  • Kritische Reflexion über die wissenschaftliche Fundierung von Bruchlinienkriegen
  • Diskurs der Perspektiven zur Erhaltung westlicher Werte und Institutionen

Auszug aus dem Buch

6. Konflikte und Bruchlinienkriege

Ausgehend von seiner in Kulturkreise gegliederten Weltkarte, sieht Huntington als zukünftig dominierenden Konflikttypus, Konflikte zwischen kulturellen, vornehmlich religiösen Gruppierungen. Diese können wiederum zwischen Staaten, nichtstaatlichen Gruppierungen und zwischen Staaten und nichtstaatlichen Gruppen ausbrechen. Verglichen mit anderen Kriegen besitzen diese sogenannten Bruchlinienkriege folgende Eigenschaften:

1. Es gibt ein hohes Maß an Gewalt.

2. Bruchlinienkriege zeichnen sich durch eine lange Dauer aus (gehen die Kriege innerhalb eines Staates weiter ergibt sich eine sechsmal längere Dauer).

3. Durch die fundamentalen Gesichtspunkte der Parteien, ist es schwer diese Konflikte mit Verhandlungen zu lösen.

4. Bruchlinienkriege finden fast immer zwischen Menschen unterschiedlicher Religionen statt.

5. Die schnelle Ausbreitung der Konflikte wird durch die sich im Kulturkreis befindlichen anderen Staaten unterstützt, da diese jeweils Teil einer größeren Gemeinschaft seien und ihren Bruderländern zu Hilfe eilen.

6. Ziel ist die Kontrolle über Menschen oder Gebiete. Das Gebiet, um welches es sich handelt, besitzt oft eine symbolträchtige Vergangenheit für beide Parteien. Die Lösung für die streitenden Gruppen heißt somit oft ethnische Säuberung.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung stellt die Huntingtonsche Theorie vor den Hintergrund der Neuordnung der Welt nach dem Ost-West-Konflikt und skizziert die Fragestellung der wissenschaftlichen Untersuchung.

2. Kulturkreise: Das Kapitel erläutert Huntingtons Einteilung der Welt in acht Kulturkreise und diskutiert kritisch die Definition von Kultur sowie die Rolle der Religion als zentrales Merkmal.

3. Westen, westlich, Verwestlichung: Hier werden die Merkmale des westlichen Kulturkreises sowie die theoretische Unterscheidung zwischen Modernisierung und Verwestlichung analysiert.

4. Die veränderte Weltpolitische Lage: Dieses Kapitel thematisiert das von Huntington beschriebene Spannungsfeld zwischen der Dominanz und dem relativen Niedergang des Westens nach dem Kalten Krieg.

5. Die Bedrohung des westlichen Kulturkreises: Es wird die ökonomische Herausforderung durch Asien sowie die als „Resurgenz“ bezeichnete politische und soziale Bedrohung durch den islamischen Kulturkreis untersucht.

5.1 Wirtschaftliche Prosperität aus Asien: Das Kapitel fokussiert auf die wirtschaftliche Dynamik asiatischer Staaten und das Selbstbewusstsein, das diese aus ihren eigenen kulturellen Werten ziehen.

5.2 Bedrohung Islam: Eine detaillierte Betrachtung des islamischen Kulturkreises, der religiösen Identitätsbildung und der Kritik am Konzept des „monolithischen Blocks“ Islam.

6. Konflikte und Bruchlinienkriege: Hier stehen die spezifischen Merkmale von Konflikten an den Trennlinien verschiedener Kulturen und deren gewaltsame Dynamik im Zentrum der Analyse.

7. Perspektive: Dieses Kapitel diskutiert Handlungsoptionen für den Westen, um seine kulturelle Integrität und Machtstellung trotz innerer und äußerer Herausforderungen zu bewahren.

8. Fazit: Das Fazit fasst die wissenschaftliche Kritik an Huntingtons Thesen zusammen und bewertet deren Relevanz sowie die Problematik seiner populären, aber oft als simplifizierend kritisierten Argumentationsweise.

9. Literaturverzeichnis: Ein Verzeichnis der verwendeten Quellen und wissenschaftlichen Publikationen zur Huntington-Debatte.

Schlüsselwörter

Huntington, Kulturkreise, Clash of Civilizations, Westen, Islam, Bruchlinienkriege, Weltpolitik, Modernisierung, Religion, Identität, Machtgefüge, Globalisierung, Konfliktforschung, Geopolitik, Kultur

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die Thesen von Samuel P. Huntington zur zukünftigen Weltordnung und bewertet deren wissenschaftlichen Gehalt sowie deren Eignung als Erklärungsmodell für weltpolitische Konflikte.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Die zentralen Themen umfassen die Identitätsbildung durch Kulturkreise, die ökonomische Konkurrenz mit Asien, die Bedeutung der religiösen Resurgenz im Islam sowie die Dynamik von Konflikten an kulturellen Bruchlinien.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist die kritische Prüfung, ob Huntingtons Konzept des „Kampfes der Kulturen“ im wissenschaftlichen Kontext Bestand hat oder ob es sich lediglich um eine populärwissenschaftliche Vereinfachung komplexer globaler Prozesse handelt.

Welche wissenschaftliche Methode wird in der Arbeit verwendet?

Die Arbeit nutzt eine politikwissenschaftliche Diskursanalyse, bei der Huntingtons Thesen mit aktueller Forschung sowie Gegenpositionen anderer Wissenschaftler verglichen und anhand empirischer Befunde hinterfragt werden.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine detaillierte Analyse der einzelnen Kulturkreise, die Untersuchung der Bedrohungsszenarien durch Asien und den Islam, die Erörterung des Konzepts der Bruchlinienkriege sowie Strategien zur Bewahrung westlicher Identität.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit am besten?

Die zentralen Begriffe sind Huntington, Kulturkreise, Weltpolitik, Islam, Westen, Geopolitik und Konfliktanalyse.

Wie bewertet der Autor Huntingtons Umgang mit der islamischen Welt?

Der Autor führt an, dass Huntington dazu neigt, den Islam als monolithischen Block darzustellen und die interne Vielfalt sowie die politische Fragmentierung der islamischen Welt weitgehend ignoriert, um ein Bedrohungsszenario zu konstruieren.

Welche Kritik üben die im Text genannten Wissenschaftler an Huntington?

Kritiker wie Dieter Senghaas oder Nicolas Schwank bemängeln die unhaltbare Empirie, die einseitige Konfliktinterpretation, die unzulässige Gleichsetzung von Kultur mit Religion sowie die methodische Beliebigkeit der Huntingtonschen Einteilungen.

Ende der Leseprobe aus 28 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Der Kampf der Kulturen - Zwischen Wissenschaft und Populismus
Hochschule
Technische Universität Chemnitz
Autor
Norman Giolbas (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2010
Seiten
28
Katalognummer
V163273
ISBN (Buch)
9783640777099
ISBN (eBook)
9783640777266
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Huntington Internationale Politik
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Norman Giolbas (Autor:in), 2010, Der Kampf der Kulturen - Zwischen Wissenschaft und Populismus, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/163273
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Leseprobe aus  28  Seiten
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