Wie ist das Verhältnis vom Glauben und Sakramente? Wie äußert sich der Glaube der Kirche bzw. der Gläubigen in den Sakramenten? Sind Sakramente ohne Glauben wirksam? Das Sakrament Taufe (Kindertaufe) und Firmung sind einerseits einzelne und selbstständige Sakramente, andrerseits gelten beide als zusammengehörig, da Firmung als die „Vollendung“ der Taufe gilt. Trotz der Eigenständigkeit und der unvermeidlichen Zusammengehörigkeit, sind beide Sakramente in Bezug auf den Glauben (Wer glaubt?) sehr unterschiedlich. Der Glaube der Kirche wie auch der personale Glaube äußert sich in beiden Sakramenten anders.
Und genau dies will ich hier herausstellen. Ich beziehe mich zunächst darauf, als erstes einen groben Überblick über den Glauben wiederzugeben. Dabei gehe ich auf den biblischen und den personalen Glauben ein, da diese beiden Glaubensformen eine wichtige Rolle in dem Glauben der Sakramente Taufe und Firmung spielen und zusammenhängend verantwortlich für den christlichen Glauben der Gemeinschaft sind.
Ein großer Teil dieser Arbeit wird sich mit dem Glauben allgemein befassen, da mir es wichtig erscheint erst mehr auf den Glauben selber einzugehen und dann zu den Sakramenten zuzuordnen, wogegen die Sakramente bzw. der Glaube in den Sakramenten durch den Eigenteil nur noch mehr verdeutlicht werden. Es wird hier in dieser Arbeit nicht direkt auf die Sakramente eingegangen, sondern nur auf die wichtigen Aspekte, die sich mit den Sakramenten und dem daraus resultierenden Glauben beschäftigen.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Was ist Glaube?
2.1 Biblisch
2.1.1 Glaube im AT
2.1.1.1 Glaubenshaltung
2.1.1.2 Das zentrale Bekenntnis „Jahwe der Gott Israels“ ( z.B. Ri 5)
2.1.1.3 Glaube als Antwort des Menschen
2.1.2 Glaube im NT
2.1.2.1 Glaube als Annahme einer Botschaft
2.1.2.2 Glaube als Zugang zur Heilsmacht
2.1.2.3 Die zentrale Bedeutung des Glaubens
2.2 Glaube als Akt der Person- ein personaler Glaube
2.2.1 Der Glaube an Gott
2.2.2 Der Glaube an Christus
3. Die Sakramente im Glauben der Kirche
4. Glaube im Sakrament Taufe- Kindertaufe
4.1 Bekenntnis des Glaubens an Gott und sein Heil
4.1.1 Taufe als Gnadentat des dreifaltigen Gottes
4.1.2 Glaube als Existenz in der Gemeinschaft
4.2 Taufe und Glaube
4.3 Wer glaubt bei der Taufe?
5. Glaube im Sakrament Firmung
5.1 Unterschied zur Taufe bzw. Beziehung zur Taufe
5.2 Firmung und Glaube
5.3 Die Wirkung des Firmsakraments
5.4 Wer glaubt bei der Firmung?
6. Fazit
Zielsetzung & Themen
Die Arbeit untersucht das Verhältnis von Glaube und Sakrament, insbesondere wie sich der Glaube der Kirche und der persönliche Glaube in den Sakramenten Taufe und Firmung äußern und entfalten.
- Biblische Grundlagen des Glaubensbegriffs
- Personaler Glaube als bewusster Akt des Individuums
- Die Rolle der Gemeinschaft bei der Kindertaufe
- Unterschiede und Zusammenhänge von Taufe und Firmung
- Die Wirkung des Firmsakraments als Vollendung der Christwerdung
Auszug aus dem Buch
5.2 Firmung und Glaube
Unser persönlicher Glaube ermöglicht uns bei der Firmung uns selber zum Christsein zu berufen. Der Getaufte hat bei der Firmung die Möglichkeit, sich sein Glauben als sein Eigen zu machen, dass was ihm in Taufe, Erziehung und christlichen Unterweisung schon beigebracht und vorgegeben wurde.
Die Firmung ermöglicht dem Firmling seine Glaubensantwort durch die Zuwendung des Heiligen Geistes neu zu bilden.27
„[...]Die Begegnung zwischen Gott und Mensch, da kommt diese Wirklichkeit erst voll zustande, wo der göttlichen Gabe die menschliche Annahme entspricht, der Gabe des Geistes die gläubige Annahme dieses Geistes durch den Menschen- wo wir dem uns zulächelnden Gott auch zurücklächeln.“28
Die Firmung muss somit aus dem eigenständigen Glauben erfolgen und darum darf man dies nicht mit dem Entscheidungsdruck überstrapazieren.29
„Der heilige Geist, der zum Menschen gekommen ist, kommt immer wieder neu.“30
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Die Arbeit fragt nach dem Verhältnis von Glaube und Sakramenten und stellt die Taufe sowie die Firmung als zusammengehörige, aber in Bezug auf den Glauben unterschiedliche Sakramente vor.
2. Was ist Glaube?: Dieses Kapitel beleuchtet den biblischen Glaubensbegriff im Alten und Neuen Testament sowie den personalen Glaubensakt als bewusste Entscheidung der Person.
3. Die Sakramente im Glauben der Kirche: Hier wird erläutert, dass die Kirche ihren Auftrag aus der Heiligen Schrift ableitet und die Sakramente als zeichenhafte neue Lebensmöglichkeiten in Christus versteht.
4. Glaube im Sakrament Taufe- Kindertaufe: Das Kapitel behandelt die Taufe als Gnadentat Gottes und betont die Rolle der Gemeinschaft und der Eltern bei der Taufe von Kindern.
5. Glaube im Sakrament Firmung: Es wird die Firmung als Vollendung der Christwerdung dargestellt, bei der der Firmling nach der Taufe mündig zum eigenen Glauben findet.
6. Fazit: Die Arbeit fasst zusammen, dass die Sakramente aus dem Glauben entstanden sind und den Menschen auf seinem Lebensweg als Verbindung zu Gott begleiten.
Schlüsselwörter
Glaube, Sakrament, Taufe, Firmung, Christwerdung, Heiliger Geist, Heilsmacht, Initiationssakrament, Gottesvolk, Glaubensgemeinschaft, personales Ja, Bekenntnis, Apostolat, christliche Berufung, Gemeinschaft
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?
Die Arbeit untersucht das komplexe Verhältnis zwischen dem christlichen Glauben und den Sakramenten Taufe und Firmung.
Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?
Die Schwerpunkte liegen auf der Definition des Glaubensbegriffs (biblisch und personal), der Rolle der Gemeinschaft in der Kindertaufe sowie der Bedeutung der Firmung für die Mündigkeit im Glauben.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie sich der Glaube in den Sakramenten Taufe und Firmung jeweils anders äußert und wie diese beiden Sakramente den christlichen Lebensweg prägen.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es handelt sich um eine systematisch-theologische Analyse, die auf der Auswertung relevanter Fachliteratur und theologischer Grundbegriffe basiert.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung des Glaubensbegriffs, die theoretische Einordnung der Sakramente in der Kirche sowie die detaillierte Analyse der Glaubensaspekte in Taufe und Firmung.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Glaube, Sakrament, Taufe, Firmung, Christwerdung, Heiliger Geist und Glaubensgemeinschaft sind die prägenden Begriffe.
Warum wird in der Arbeit zwischen Kindertaufe und Firmung unterschieden?
Während die Taufe primär als Gnadentat Gottes in die Gemeinschaft der Glaubenden erfolgt, stellt die Firmung einen bewussten, persönlichen Akt des mündigen Christen dar.
Welche Rolle spielt der Heilige Geist bei der Firmung?
Der Heilige Geist wird bei der Firmung als Kraft vermittelt, die dem Firmling zu einem tieferen Glaubensverständnis verhilft und ihn zum Apostolat in der Welt befähigt.
- Arbeit zitieren
- Veronika Weigel (Autor:in), 2005, Glaube im Sakrament Taufe und Firmung, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/163177