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Staatsaufbau und Herrschaftsstruktur Napoleon Bonapartes während der Konsulatszeit (1799-1804) - Eine Form der zivilen Diktatur?

Title: Staatsaufbau und Herrschaftsstruktur Napoleon Bonapartes während der Konsulatszeit (1799-1804) - Eine Form der zivilen Diktatur?

Bachelor Thesis , 2010 , 73 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Tim Altpeter (Author)

History of Europe - Modern Times, Absolutism, Industrialization

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Summary Excerpt Details

Zeitzeugen wie Historikern ist es gleichermaßen nicht leicht gefallen, die Person und damit die Herrschaft Napoleon Bonapartes zu charakterisieren. Kaum eine Herrschaftsform der Weltgeschichte war so voller Widersprüche wie die, die im Laufe des 19. Jahrhunderts als „Bonapartismus“ bekannt werden sollte. Es war und ist schwer zu beurteilen, ob der napoleonische Staat bloß eine Unterbrechung der demokratisch-parlamentarischen Entwicklung Frankreichs, die autoritärste Form des aufgeklärten Absolutismus in der Tradition des 18. Jahrhunderts oder gar eine vormoderne Militärdiktatur gewesen ist. Gerade aufgrund der Erfahrungen mit dem militärischen Totalitarismus Deutschlands, Italiens, Japans und der Sowjetunion im 20. Jahrhundert wurde die Herrschaft Napoleons als deren direkter Vorläufer und „Wegweiser“ gesehen und bezeichnet. Andererseits galt Napoleons Herrschaft als Wiedergeburt des antiken Cäsarismus, als eine Form der „römischen Diktatur“, als ein „Kompromiss zwischen den Notwendigkeiten einer Wohlfahrtsregierung, die sich im Kampf mit ganz Europa befindet und den aus der Revolutionszeit überkommenen Empfindlichkeiten gegenüber der monarchischen Gewalt.“
Inzwischen hat sich trotz aller Begriffsvielfalt der moderne Begriff der „Diktatur“ für Napoleons Herrschaft weitgehend durchgesetzt. Dennoch herrscht unter den Forschern noch kein Konsens darüber, welche Art der Diktatur Napoleons Herrschaft war. Momentan konkurrieren besonders zwei Begriffe miteinander. Der Begriff der „Militärdiktatur“ geht von einer Dominanz der Uniformen in der napoleonischen Herrschaftsstruktur aus. Die größte Konkurrenz dieser Definition geht in der aktuellen Forschung vom Begriff der „zivilen Diktatur“ aus, einer neutraleren Version des romantisierenden Begriffs der „römischen Diktatur“ bzw. „Wohlfahrtsdiktatur“. Diese Bezeichnung wendet sich v.a. gegen die Behauptung, dass Napoleon seine Macht und Legitimität hauptsächlich der Armee verdankte und Frankreich nur als permanenter Sieger auf dem Schlachtfeld regieren konnte. Sie glaubt an die Dominanz von Legitimations- und Herrschaftsformen wie dem Plebiszit, dem „Appell an das Volk“ und die umfassende napoleonische Bürokratie, durch die Ruhe und Ordnung mit dem Namen Napoleons dauerhaft verknüpft wurde. Die nach wie vor anhaltende und ungelöste Debatte über eine geeignete Definition der napoleonischen Herrschaftsstruktur ist die Motivation für die vorliegende Arbeit.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

Einleitung

1. Der Pseudoparlamentarismus der Verfassungen der Jahre VIII, X und XII

1.1. Napoleonische Verfassungsgrundsätze

1.1.1. Volkssouveränität und Plebiszite

1.1.2. Wahllisten, Wahlgremien und die Notablen

1.2. Die Kompetenzen der Exekutiven

1.3. Die Kompetenzen der Legislativen

2. Das Ende aller Opposition und der „parlamentarischen Anarchie“

2.1. Die Polizei und die Kontrolle der öffentlichen Meinung

2.2. Das Ende der chouannerie und der brigandage

2.3. Die Ausschaltung der parlamentarischen Opposition

2.4. Die Zerschlagung der royalistischen und jakobinischen Verschwörungen

3. Zentralisierung: Hierarchisierung und Rationalisierung der Verwaltung

3.1. Das Ende der Finanz- und Kreditkrisen

3.2. Die Departements, Arrondissements und Kommunen

3.3. Rechtsprechung und Code Civil

4. Rückkehr zum monarchischen Prinzip

4.1. Das Konkordat, die organischen Artikel und der Friede mit der Religion

4.2. Die Stiftung der Ehrenlegion

4.3. Die Rückkehr der Emigranten

4.4. Die Wiedereinführung einer Hofstruktur

Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die Herrschaftsstruktur Napoleon Bonapartes während der Konsulatszeit (1799–1804) mit dem Ziel zu belegen, dass es sich dabei um eine Form der "zivilen Diktatur" handelte, die auf internen Stabilisierungsmechanismen basierte.

  • Analyse des Pseudoparlamentarismus und der Verfassungsstruktur.
  • Untersuchung des Repressionsapparats zur Ausschaltung politischer Opposition.
  • Untersuchung der administrativen Zentralisierung ("Granitblöcke").
  • Betrachtung der monarchischen Elemente und der Konsolidierung der Macht durch das Konkordat und die Ehrenlegion.

Auszug aus dem Buch

1.1.1. Volkssouveränität und Plebiszite

Auf welchen Prinzipien bauten die Verfassungen Bonapartes auf, die sein System so grundlegend prägten? Was blieb vom Erbe der Revolution? War durch sie die Revolution wirklich „zu ihren Prinzipien zurückgekehrt“ und „beendet“, wie es die berühmte Proklamation Bonapartes verkündete? Was machte die Legitimität der napoleonischen Verfassungen aus, bzw. wo kam sie her? Letztlich verbleibt auch die bedeutende Frage nach der Rolle des Volkes, bzw. der Volkssouveränität in Form von Wahlen, Bürgerrechten und Ämtervergabe für ein Regime, das aus der Französischen Revolution hervorging. Auf diese Fragen und damit auf die grundlegende Frage, was für eine Rolle die Volkssouveränität, d.h. die Stimme des Volkes in der Herrschaftsstruktur Bonapartes spielte, soll im Folgenden eine Antwort gegeben werden.

Die Verfassungen der Jahre VIII, X und XII bauten grundsätzlich auf dem sieyèsschen Prinzip auf: „Von oben kommt die Autorität, von unten das Vertrauen.“ Nach dem Chaos der Revolution und den Verfassungswirren seit 1791 war man sich Ende 1799 beim Ausarbeiten der Verfassung einig, dass dem Volk nur noch geringe Rechte zugestanden werden sollten. Die Volkssouveränität sollte künftig nur noch nomineller Natur sein.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Der Pseudoparlamentarismus der Verfassungen der Jahre VIII, X und XII: Das Kapitel analysiert die Aushöhlung demokratischer Prozesse durch Verfassungsänderungen und die Einführung plebiszitärer Elemente zur Legitimation Bonapartes.

2. Das Ende aller Opposition und der „parlamentarischen Anarchie“: Hier wird der Aufbau eines umfassenden Polizeistaats sowie die systematische Unterdrückung von politischer Opposition und Verschwörungen dargestellt.

3. Zentralisierung: Hierarchisierung und Rationalisierung der Verwaltung: Der Fokus liegt auf der administrativen und finanziellen Konsolidierung Frankreichs sowie der Einführung des Code Civil als zentrales Herrschaftsinstrument.

4. Rückkehr zum monarchischen Prinzip: Es wird untersucht, wie durch das Konkordat, die Ehrenlegion und die Hofstruktur eine hybride Form zwischen Republik und Monarchie geschaffen wurde, um das Regime langfristig zu sichern.

Schlüsselwörter

Napoleon Bonaparte, Konsulatszeit, Zivile Diktatur, Volkssouveränität, Plebiszit, Zentralisierung, Polizei, Repressionsapparat, Code Civil, Ehrenlegion, Herrschaftsstruktur, Staatsaufbau, Administrative Reformen, Politische Opposition, Monarchisierung

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit?

Die Abschlussarbeit befasst sich mit der Charakterisierung der Herrschaft Napoleon Bonapartes während der Konsulatszeit und prüft, ob es sich dabei um eine "zivile Diktatur" handelt.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentral sind der Umbau des Staatsaufbaus, die institutionelle Zentralisierung, die Kontrolle der öffentlichen Meinung und die Ausschaltung politischer Gegnerschaft.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Ziel ist es, den Begriff der „zivilen Diktatur“ zu begründen, indem die Stabilisierungsinstrumente ("Granitblöcke") des Regimes während des Konsulats analysiert werden.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine historische Analyse, die auf der Auswertung primärer Quellen, zeitgenössischer Dokumente sowie einer fundierten Auseinandersetzung mit der Forschungsliteratur basiert.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung der Verfassungen, der Repressionsmechanismen (Polizei), der administrativen Zentralisierung sowie der monarchischen Rückkehrschritte (Konkordat/Hof).

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Begriffe wie Pseudoparlamentarismus, Sicherheitsstaat, administrative Zentralisierung, Plebiszite und die institutionelle Festigung durch den Code Civil sind zentral.

Warum spielt die Polizei eine so wichtige Rolle für das napoleonische System?

Die Polizei war das notwendige Instrument, um die durch die Verfassungen legalisierte, aber in der Praxis noch umkämpfte Macht Bonapartes durch Zensur und Überwachung abzusichern.

Inwiefern unterschied sich die Herrschaft Bonapartes von einer Militärdiktatur?

Die Arbeit argumentiert, dass das System weniger auf militärischer Gewalt als primäre Stütze, sondern auf einer tiefgreifenden zivilen bürokratischen Ordnung und plebiszitärer Legitimation beruhte.

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Details

Title
Staatsaufbau und Herrschaftsstruktur Napoleon Bonapartes während der Konsulatszeit (1799-1804) - Eine Form der zivilen Diktatur?
College
University of Mannheim  (Historisches Institut)
Grade
1,0
Author
Tim Altpeter (Author)
Publication Year
2010
Pages
73
Catalog Number
V163157
ISBN (Book)
9783640779703
ISBN (eBook)
9783640780105
Language
German
Tags
Konsulat Frankreich Napoleon Bonaparte Diktatur Legitimation Staatsaufbau Herrschaft zivile Diktatur Französische Revolution Kaiserreich Plebiszit Code Civil Corps législatif Senat Tribunat Fouché Banque de France Präfekten Ehrenlegion Höllenmaschine Cambacérès George Cadoudal chouannerie brigandage
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Tim Altpeter (Author), 2010, Staatsaufbau und Herrschaftsstruktur Napoleon Bonapartes während der Konsulatszeit (1799-1804) - Eine Form der zivilen Diktatur?, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/163157
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