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Leiharbeit als „Brücke“ in den Arbeitsmarkt

Titel: Leiharbeit als „Brücke“ in den Arbeitsmarkt

Hausarbeit , 2010 , 20 Seiten , Note: 1,0

Autor:in: Florian Leckel (Autor:in)

Soziologie - Arbeit, Ausbildung, Organisation

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Leiharbeit, Zeitarbeit, Personalleasing oder Arbeitnehmerüberlassung – sind verschiedene Begriffe für eine Beschäftigungsform, bei der die Arbeitnehmer_innen von einem Zeitarbeitsunternehmen (Verleiher) an einen Dritten (Entleihbetrieb) ausgeliehen wird, damit er dort arbeitet. Auch wenn in Deutschland nur rund 2,4 % aller sozialversicherungspflichtigen Beschäftigten in Leiharbeit tätig sind, wird über diese umstrittene Form der Beschäftigung in der Öffentlichkeit viel diskutiert. Leiharbeit war bis 2003 gesetzlich begrenzt, im Zuge der Hartz-Reformen wurden 2004 jedoch fast alle Beschränkungen aufgehoben. Begründet wurde die Deregulierung unter anderem mit der möglichen Brückenfunktion der Leiharbeit in ein Normalarbeitsverhältnis. Diese Brückenfunktion wird auch in der Wissenschaft oft angenommen oder als Fakt dargestellt. In der Arbeit „Leiharbeit:
„Brücke“ in den Arbeitsmarkt“ wird einen Überblick über die Entwicklung der Zeitarbeit geben und die Risiken von Leiharbeit betrachten, ehe verschiedenen Studien zu „Brückenfunktion“ der Leiharbeit untersucht werden. Der Autor kommt zu dem Ergebnis, dass die von der Harz-Kommission erwarteten „Übernahmequoten von 40 Prozent und mehr“ utopisch waren und die quantitativen Studien, in diesem Punkt, keinen großen Erfolg der Reformen erkennen lassen. Auch qualitative Interviews mit Zeitarbeiter_innen kommen zu diesem Ergebnis. Betrachtet man nicht nur isoliert die Brückenfunktion der Leiharbeit sondern nimmt auch noch die Kritik an Zeitarbeit ins Visier so lässt sich Leckel zufolge feststellen, dass Leiharbeit nicht nur ein schmaler Steg sondern auch ein gefährlicher ist.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Leiharbeit

2.1 Was ist Leiharbeit? - Kurzbeschreibung

2.2 Gesetzeslage und geschichtliche Entwicklung

2.3 Zahlen zur Zeitarbeit

2.3.1 Zeitarbeitsunternehmen

2.3.2 Anzahl der Zeitarbeiter_innen

2.3.3 Branchen

2.3.4 Geschlecht

2.3.5 Beschäftigungsdauer

3 Kritik an der Leiharbeit

3.1 Leiharbeit ist schlecht(er) bezahlt

3.2 Soziale Probleme

3.3 Verdrängung regulärer Beschäftigung

3.4 Mitbestimmung

4 Studien zu Brückenfunktion

4.1 Einmal atypisch, immer atypische beschäftigt?

4.1.1 Datengrundlage

4.1.2 Ergebnisse

4.2 Arbeitnehmerüberlassung – IAB 2006

4.2.1 Datengrundlage

4.2.2 Ergebnisse

4.3 Brückenfunktion der Leiharbeit - IAB 2010

4.3.1 Datengrundlage

4.3.2 Ergebnisse

5 Fazit

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht die Rolle der Leiharbeit als mögliches Sprungbrett in eine reguläre Beschäftigung. Dabei wird kritisch hinterfragt, ob die nach den Hartz-Reformen deregulierte Branche tatsächlich die erhoffte Brückenfunktion erfüllt oder ob sie eher zu prekären Arbeitsverhältnissen und strukturellen Problemen führt.

  • Entwicklung und gesetzliche Rahmenbedingungen der Leiharbeit
  • Strukturelle Analyse der Branche (Zahlen, Branchen, Geschlechter)
  • Kritische Beleuchtung von Entlohnung, sozialen Folgen und Mitbestimmung
  • Substitutionseffekte und Verdrängung regulärer Beschäftigung
  • Wissenschaftliche Evidenz zur Brückenfunktion durch IAB-Studien

Auszug aus dem Buch

3.1 Leiharbeit ist schlecht(er) bezahlt

Nach §9 Nr. 2 AÜG ist der Verleihbetrieb eigentlich verpflichtet, dem Leiharbeitnehmer_innen die gleichen wesentlichen Arbeitsbedingungen, also auch Arbeitsentgelt, wie vergleichbaren Arbeitnehmer_innen des Entleihers gelten (Equal Payment). Der Grundsatz des Equal Payment kann in Deutschland jedoch durch einen Tarifvertrag abgeändert werden, was in der Praxis die Regel ist.9 Leiharbeiter_innen bekommen so in der Regel bedeutend weniger Lohn als regulär Beschäftigte. Klaus Dörre (Universität Jena) geht davon aus, dass „Arbeitnehmer, die zu Leiharbeitstarifen beschäftigt werden und dann 30-50 Prozent weniger Geld bekommen." (Weber, 2009). Kvasnicka und Werwatz haben 2002 auf Basis der IAB-Beschäftigtenstichprobe berechnet, dass männliche Leiharbeiter 36%, weibliche Leiharbeiterinnen 29% weniger Bruttolohn erhalten als Nichtleiharbeiterinnen.

Laut der IG Metall erhalten Leiharbeiter_innen „bei gleicher Qualifikation und gleichen Aufgaben (...) durchschnittlich 20 bis 40 Prozent weniger Gehalt als die Beschäftigten in Festanstellung“ (www.gleichearbeit-gleichesgeld.de C) und laut DGB beträgt der Lohnabstand „ im Durchschnitt über alle Branchen 29 %, im Einzelfall sogar 50 % bis 100 %. Am größten ist der Lohnabstand bei männlichen Industriearbeitern mit geringer Qualifikation. Das niedrige Lohnniveau in Verbindung mit weiteren missbräuchlichen Praktiken hat dazu geführt, dass inzwischen jeder 8. Beschäftigte in der Leiharbeit (12,6 %) trotz Vollzeittätigkeit (94% waren in Vollzeit beschäftigt) auf ergänzende staatliche Transferleistungen angewiesen ist.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Einleitung führt in die Definition der Leiharbeit ein, skizziert die gesetzlichen Veränderungen durch die Hartz-Reformen und legt das Ziel der Arbeit dar.

2 Leiharbeit: Dieses Kapitel beschreibt das Funktionsprinzip der Leiharbeit, die historische Entwicklung der Gesetzeslage sowie statistische Eckdaten zur Branche.

3 Kritik an der Leiharbeit: Hier werden zentrale Missstände wie geringere Entlohnung, soziale Spaltung in Betrieben, Verdrängung regulärer Stellen und Einschränkungen der Mitbestimmung erörtert.

4 Studien zu Brückenfunktion: Das Kapitel analysiert drei prominente Studien, um empirisch zu prüfen, inwieweit Leiharbeit tatsächlich als Übergang in ein Normalarbeitsverhältnis fungiert.

5 Fazit: Das Fazit fasst zusammen, dass die erhoffte Brückenfunktion empirisch kaum belegt werden kann und Leiharbeit als problematische, teilweise gefährliche Beschäftigungsform eingestuft wird.

Schlüsselwörter

Leiharbeit, Zeitarbeit, Arbeitnehmerüberlassung, Brückenfunktion, Hartz-Reformen, Equal Payment, Prekarisierung, Arbeitsmarkt, Stammbelegschaft, Mitbestimmung, IAB, Lohndumping, Substitutionseffekt, Normalarbeitsverhältnis, Sozialversicherung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit?

Die Arbeit analysiert die Rolle der Leiharbeit auf dem deutschen Arbeitsmarkt, insbesondere im Hinblick auf die Frage, ob sie als Brücke in eine reguläre Beschäftigung dient oder soziale Risiken birgt.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Schwerpunkte sind die rechtliche Entwicklung nach den Hartz-Reformen, die aktuelle Struktur der Branche, Kritikpunkte wie Lohnunterschiede sowie eine wissenschaftliche Evaluation der "Brückenfunktion".

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, einen Überblick über die Entwicklung der Zeitarbeit zu geben und zu prüfen, ob die in der Wissenschaft oft propagierte Brückenfunktion in die Normalbeschäftigung durch empirische Studien gestützt werden kann.

Welche wissenschaftlichen Methoden werden angewandt?

Der Autor führt eine Literatur- und Studienanalyse durch, wobei quantitative Ergebnisse aus IAB-Kurzberichten und Befragungen gegenübergestellt werden.

Was wird im Hauptteil der Arbeit thematisiert?

Der Hauptteil gliedert sich in eine deskriptive Darstellung der Branche, eine tiefgehende Kritik an den Arbeitsbedingungen und die Untersuchung von Mobilitätsprozessen in den Arbeitsmarkt anhand ausgewählter Studien.

Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit am besten?

Die Arbeit ist durch Begriffe wie Leiharbeit, Brückenfunktion, Prekarisierung, Equal Payment und Arbeitsmarktpolitik charakterisiert.

Welche Rolle spielt die Leiharbeit laut der vorliegenden IAB-Studien?

Die Studien deuten darauf hin, dass Leiharbeit für viele ehemals Arbeitslose eher einen "schmalen Steg" als eine breite Brücke darstellt und oft keine nachhaltige Integration in den ersten Arbeitsmarkt ermöglicht.

Warum wird der Begriff "schmaler Steg" anstelle von "Brücke" verwendet?

Der Autor greift damit ein Fazit der untersuchten Studien auf, um zu verdeutlichen, dass der Erfolg der Vermittlung in reguläre Jobs gering ist und oft nur einen Übergang in eine ähnliche prekäre Situation bedeutet.

Ende der Leseprobe aus 20 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Leiharbeit als „Brücke“ in den Arbeitsmarkt
Hochschule
Ludwig-Maximilians-Universität München  (Institut für Soziologie)
Veranstaltung
Hauptseminar: Soziologie des Arbeitsmarktes Sommersemester 2010
Note
1,0
Autor
Florian Leckel (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2010
Seiten
20
Katalognummer
V162731
ISBN (eBook)
9783640766024
ISBN (Buch)
9783640766314
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Leiharbeit Arbeitsmarkt Soziologie
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Florian Leckel (Autor:in), 2010, Leiharbeit als „Brücke“ in den Arbeitsmarkt, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/162731
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  20  Seiten
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