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Friedrich Nietzsches Gedanke des apollinisch-dionysischen Ursprungs der griechischen Dramenkunst in seinem Frühwerk "Die Geburt der Tragödie"

Title: Friedrich Nietzsches Gedanke des apollinisch-dionysischen Ursprungs der griechischen Dramenkunst in seinem Frühwerk "Die Geburt der Tragödie"

Term Paper (Advanced seminar) , 2009 , 26 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Sarah Schneider (Author)

Theater Studies, Dance

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Summary Excerpt Details

Auf diesem bedeutungsreichen Fundament, dem Grundgedanken eines Ursprungs des Dramas, stützt sich auch die im Jahre 1872 verfasste Schrift „Die Geburt der Tragödie“ des Philosophen Friedrich Nietzsche. Hierin entwirft dieser eine Tragödientheorie der griechischen Dramenkunst und entwickelt darüber hinaus Begrifflichkeiten, welche sich noch auf die Ästhetik der Moderne wie auch auf das gesamte 20. und 21. Jahrhundert entscheidend auswirkten.
In jenem Frühwerk geht Friedrich Nietzsche von den Bildern zweier Götter aus. Zum einen von Apollon, dem reinen, heiligen, aus Delphi Kommenden und zum anderen von Dionysos, dem rauschhaften, gestaltenreichen, Fremden aus Thrakien. Über die an diese Göttergestalten gebundenen Begriffsbildungen des „Apollinischen“ und des „Dionysischen“ entwirft er seine Lehre vom Aufstieg und Verfall der griechischen Tragödie auf dem Hintergrund einer Gesamtdeutung des Griechentums.

Diese von ihm entworfene gegensätzliche Bezogenheit und notwendige Wechselseitigkeit der beiden göttlichen Sphären wird nun im Folgenden einer genaueren Analyse unterzogen werden, wobei der Frage nachgegangen werden soll, wie sich die apollinisch-dionysische Doppelstruktur als Ursprung der griechischen Tragödie offenbart.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Methodologische Vorüberlegung

2. Friedrich Nietzsche und „Die Geburt der Tragödie“

2.1 Der junge Nietzsche – Zum biografischen Hintergrund

2.2 Das geistesgeschichtliche Umfeld und philosophische Einflüsse

2.3 Die Entstehung der Schrift „Die Geburt der Tragödie“

2.4 Der inhaltliche Aufbau der Tragödien-Theorie

3. Der Gedanke des apollinisch-dionysischen Ursprungs der griechischen Tragödie

3.1 Das „Apollinische“

3.1.1 Der Gott Apollon im antiken Mythos

3.1.2 Die Bestimmung des „Apollinischen“ durch Nietzsche

3.2 Das „Dionysische“

3.2.1 Der Gott Dionysos im antiken Mythos

3.2.2 Die Bestimmung des „Dionysischen“ durch Nietzsche

3.3 Die apollinisch-dionysische Doppelstruktur als Ursprung der griechischen Tragödie

4. Nietzsches Tragödientheorie – Eine abschließende Bemerkung

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht das Entstehen und Wesen der griechischen Tragödie auf Basis der von Friedrich Nietzsche entworfenen Theorie des Apollinischen und Dionysischen. Ziel ist es, durch eine textnahe Analyse aufzuzeigen, wie das Zusammenwirken dieser gegensätzlichen Kräfte als Ursprung der antiken Dramenform fungiert und welche Bedeutung diese Theorie für die moderne theaterwissenschaftliche Forschung hat.

  • Biografische und geistesgeschichtliche Einflüsse auf Friedrich Nietzsche
  • Mythologische Analyse der Gottheiten Apollon und Dionysos
  • Die begriffliche Bestimmung des Apollinischen und Dionysischen
  • Die apollinisch-dionysische Doppelstruktur als Ursprung der Tragödie
  • Rezeption und Bedeutung für das Verständnis moderner Theaterformen

Auszug aus dem Buch

3.2.1 Der Gott Dionysos im antiken Mythos

Dionysos, der Sohn des Zeus und der Persephone, in der Orphik auch als der Zerrissenen beschrieben, wird von den Titanen, die Hera aus Eifersucht veranlasst hatte ihn zu töten, in Stücke geschnitten und verspeist. Das Herz des jungen Knaben, welches Athene gerettet hatte, verschluckt jedoch Zeus, der daraufhin einem neuen Dionysos das Leben schenkte, indem er die Sterbliche Semele, die Tochter des Königs von Theben, verführte. Hera, erbost über das Misslingen ihres rachsüchtigen Planes, verleitet Semele dazu, den Wunsch zu äußern, dass sie Zeus in seiner ganzen göttlichen Erscheinung erblicken könne. Bei der Erfüllung ihres Begehrens muss sie verbrennen. Zeus rettet jedoch das ungeborene Kind, näht es in seinen Schenkel und gebiert es. Hiernach forderte er den Götterboten Hermes auf, den jungen Dionysos zu Ino, der Schwester der Semele, zu bringen. Dort wird er schließlich von Silenos, dem Sohn des Hirtengottes Pan, in der Einsamkeit erzogen.

Der Aufbruch des Dionysos und sein Eintreten in die Welt der Griechen gleicht einem Eroberungszug. Seine Anhänger belohnt er mit Segnungen sowie der Kenntnis des Weinbaus und der Freude am Weingenuss. Zu seinem Gefolge zählen Mänaden, Satyrn und Silenen. Er ist der Gott des Weiblichen. So zogen im Herbst Mädchen und Frauen durch die Wälder und Berge, trugen Tierfelle und einen mit Efeu bekränzten Thyrsosstab bei sich und beschworen in nächtlichen orgiastischen Riten die Gegenwart des Dionysos. Die Gegner des Dionysos werden von diesem jedoch mit Wahnsinn bestraft. Wie unerschütterlich seine Macht ist zeigt sich in der Erzählung um die tyrrhenischen Seeräuber, welche den jungen Gott nicht erkannten, gefangen nahmen und so erleben mussten, wie sich Efeu und Reben um den Mast ihres Schiffes rankten und Dionysos selbst in Erscheinung des Löwen unter sie trat.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Methodologische Vorüberlegung: Das Kapitel führt in die theatergeschichtliche Betrachtung der Tragödie ein und begründet die methodische Stützung auf Nietzsches Schrift „Die Geburt der Tragödie“.

2. Friedrich Nietzsche und „Die Geburt der Tragödie“: Dieser Abschnitt beleuchtet Nietzsches Biografie, seine philosophischen Einflüsse wie Arthur Schopenhauer sowie den zeitgeschichtlichen und inhaltlichen Kontext seines Werks.

3. Der Gedanke des apollinisch-dionysischen Ursprungs der griechischen Tragödie: Das Hauptkapitel analysiert die mythischen Grundlagen sowie die begriffliche Definition des Apollinischen und Dionysischen als zentrales Spannungsfeld der Tragödientheorie.

4. Nietzsches Tragödientheorie – Eine abschließende Bemerkung: Das abschließende Kapitel setzt Nietzsches Thesen in Bezug zur altphilologischen Forschung und unterstreicht die bleibende Bedeutung seines Modells für das Verständnis des Tragischen.

Schlüsselwörter

Friedrich Nietzsche, Die Geburt der Tragödie, Apollinisch, Dionysisch, Griechische Tragödie, Arthur Schopenhauer, Richard Wagner, Göttermythos, Musikdrama, Tragödientheorie, Ästhetik, Antike, Theaterwissenschaft, Ursprung, Dualismus.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht das Werk „Die Geburt der Tragödie“ von Friedrich Nietzsche und dessen Theorie über den Ursprung der griechischen Tragödie durch die Verbindung zweier gegensätzlicher göttlicher Prinzipien.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Die zentralen Felder umfassen die Philosophie Nietzsches, die antike Mythologie um Apollon und Dionysos, die ästhetische Theoriebildung des 19. Jahrhunderts sowie die Wirkungsgeschichte des Tragischen.

Welches primäre Ziel verfolgt die Forschungsarbeit?

Das Ziel ist es, die „apollinisch-dionysische Doppelstruktur“ als konstitutives Element der griechischen Tragödie herauszuarbeiten und deren Bedeutung für die Ästhetik und das menschliche Dasein aufzuzeigen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert im Wesentlichen auf einer textnahen Analyse des Primärtextes von Nietzsche sowie auf der Einbeziehung relevanter wissenschaftlicher Kommentare und altertumswissenschaftlicher Fachliteratur.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil widmet sich der detaillierten Analyse der Begriffe „Apollinisch“ und „Dionysisch“, ihrer mythologischen Wurzeln und ihrer wechselseitigen Synthese, die laut Nietzsche die Tragödie hervorbringt.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren diese Arbeit?

Die Arbeit ist geprägt durch Begriffe wie Wille, Rausch, Traum, Schein, Duplizität und die Dialektik zwischen Ordnung und Entgrenzung.

Inwiefern spielt Richard Wagner eine Rolle für Nietzsches Tragödientheorie?

Richard Wagner wird von Nietzsche als musikalischer Zeitgenosse angesehen, in dessen Kompositionen er das „Dionysische“ wiederentdeckt und somit eine Verbindung zwischen antiker Kunst und moderner Musik zieht.

Wie deutet Nietzsche das Gemälde „Verklärung Christi“ von Raffael in diesem Kontext?

Nietzsche nutzt das Gemälde als allegorisches Beispiel, um die räumliche und inhaltliche Spannung zwischen der göttlichen Sphäre und menschlichem Leid als visuelles Gleichnis für seine Tragödientheorie zu veranschaulichen.

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Details

Title
Friedrich Nietzsches Gedanke des apollinisch-dionysischen Ursprungs der griechischen Dramenkunst in seinem Frühwerk "Die Geburt der Tragödie"
College
Johannes Gutenberg University Mainz  (Institut für Theaterwissenschaft)
Course
Hauptseminar: Theater der griechischen Antike
Grade
1,0
Author
Sarah Schneider (Author)
Publication Year
2009
Pages
26
Catalog Number
V162407
ISBN (eBook)
9783640772377
ISBN (Book)
9783640772797
Language
German
Tags
Friedrich Nietzsches Gedanke Ursprungs Dramenkunst Frühwerk Geburt Tragödie
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Sarah Schneider (Author), 2009, Friedrich Nietzsches Gedanke des apollinisch-dionysischen Ursprungs der griechischen Dramenkunst in seinem Frühwerk "Die Geburt der Tragödie", Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/162407
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