Noch ein Jahrbuch? Ja und doch auch gleich wieder nein. Denn das Turfkopf-Jahrbuch ist nichts weiter als die Sammlung der gleichnamigen 20 Kolumnen, die zwischen Juni und November 2010 begleitend zur deutschen Galoppsportsaison auf www.turfcast.net in unregelmäßiger Folge erschienen sind. Kein bewegender Jahresrückblick, keine Sonderreportagen, keine Besinnungsgespräche. Einfach nur die Zusammenstellung von ein paar Blogbeiträgen für den Bücherschrank.
Die Kolumnen sind weder in der Wahl der Themen noch im Umfang ihrer Behandlung repräsentativ oder gar vollständig. Ihr Erfolg ist natürlich untrennbar mit www.turfcast.net verbunden, dem unabhängigen Informationsportal rund um den Galoppsport. In Zeiten, in denen nicht nur die Strukturen im deutschen Galoppsport immer weiter zentralisiert werden, sondern mit diesen auch der Informationsfluss; in Zeiten, in denen nicht nur hinter GaloppOnline.de und der Sportwelt, sondern auch hinter Racebets.com und German-Racing.com mehr oder minder ein und die selbe Mannschaft steckt, halten wir den unabhängigen und subjektiven Diskurs für unverzichtbar.
Inhaltsverzeichnis
Vorwort
Turfkopf - Die Kolumne I vom 17.06.2010
Ein Versprechen war das schon…
Derbysieger Wiener Walzer in Ascot
Turfkopf – Die Kolumne II vom 29.06.2010
Ballydoyle for ever
Derby-Fieber auf dem irischen Curragh und anderswo
Turfkopf – die Kolumne III vom 01.07.2010
Es war die beste Zeit…
Zum Karriereende des Ausnahmestehers Getaway
Turfkopf – die Kolumne IV vom 19.07.2010
Warme Kleidung bitte – auch bei Hitze!
Godolphin Management macht den deutschen Cracks das Leben schwer…
Turfkopf – die Kolumne V vom 19.07.2010
Schritt zur Normalität
Erstmals in der Geschichte gewinnt ein ausländisches Pferd das Derby
Turfkopf – die Kolumne VI vom 23.07.2010
Wiener Walzer will es wissen!
Nächstes Monster-Rennen für den Schlenderhaner Crack Mitte August in York
Turfkopf – die Kolumne VII vom 25.07.2010
Einfach nur zugreifen!
Auch der Münchner Dallmayr-Preis geht nach England
Turfkopf – die Kolumne VIII vom 02.08.2010
Die Diana bleibt da!
Neuer Glanz: Enora siegt im deutschen Stutenderby
Turfkopf – die Kolumne IX vom 14.08.2010
Wiener Walzer bleibt daheim…
Kursänderung: Rheinland-Pokal statt Yorker Monster-Rennen
Turfkopf – die Kolumne X vom 16.08.2010
Tierische und menschliche Nichtstarter im Rheinland-Pokal
Der Siegeszug von Godolphin setzt sich auch in Köln fort
Turfkopf – die Kolumne XI vom 19.08.2010
Pferde, die was wollen…
Sariska und andere Charakterpferde auf dem Yorker Ebor-Meeting
Turfkopf – die Kolumne XII vom 23.08.2010
Länderkampf und Ponychaos in Deauville
Dream Ahead ist der neue Star unter den englischen Zweijährigen
Turfkopf – die Kolumne XIII vom 08.09.2010
Immer auf dem Teppich bleiben
Night Magic gewinnt überlegen den Großen Preis von Baden
Turfkopf – die Kolumne XIV vom 14.09.2009
Good bye, Sariska
Dringend gesucht: Der Arc-Favorit 2010
Turfkopf – die Kolumne XV vom 27.09.2010
Autofahren mit Scalo!
Der Ittlinger Scalo ist im Kölner Preis von Europa nicht zu schlagen
Turfkopf – die Kolumne XVI vom 06.10.2010
Analysten-Ächzen
Überwiegend deutscher Frust am großen Pariser Arc-Wochenende
Turfkopf – Die Kolumne XVII vom 13.10.2010
Alianthus vs. Vanjura
Italien – das Sehnsuchtsland deutscher Galopper
Turfkopf – die Kolumne XVIII vom 21.10.2010
Zurück auf Los
Wer darf da ernüchtern? – Wiener Walzer beendet eine durchwachsene Saison
Turfkopf – die Kolumne XIX (online am 23.10.2010)
Renntagsgeschacher
Was Kalender erzählen…
Turfkopf – die Kolumne XX (online am 17.11.2010)
Ratloses Orakel
Die Generation der deutschen Zweijährigen bleibt konturlos
Zielsetzung & Themen
Dieses Werk dokumentiert die Rennsportsaison 2010 aus einer subjektiven Perspektive und analysiert das Geschehen auf deutschen sowie internationalen Rennbahnen. Ziel ist es, den galoppsportlichen Diskurs abseits zentralisierter Informationsströme durch eine unabhängige, kritische Stimme zu bereichern und die Entwicklungen rund um prominente deutsche Pferde wie Wiener Walzer, Getaway und Scalo kritisch zu begleiten.
- Analyse des deutschen Galoppsports im Jahr 2010
- Kritische Reflexion der Rolle internationaler Konkurrenz und Godolphin
- Sportliche Entwicklung deutscher Spitzenpferde wie Wiener Walzer
- Strukturelle Betrachtung der deutschen Rennszene und ihrer Kalendergestaltung
- Fokus auf europäische Klassiker und die internationale Bedeutung der Rennen
Auszug aus dem Buch
Turfkopf - Die Kolumne I vom 17.06.2010 - Ein Versprechen war das schon… Derbysieger Wiener Walzer in Ascot
Die Bilanz des Ascot-Starts von Wiener Walzer, dem deutschen Derbysieger 2009, liest sich auf den ersten Blick nüchtern: Fünfter in einem der prestigeträchtigsten englischen Rennen, den mit rund € 511.000 dotierten Gr. 1-Prince of Wales´s Stakes über 2012 m im Rahmen des legendären Royal Ascot Meetings. Bei genauerem Hinsehen allerdings ist das Resultat durchaus bemerkenswert: Mit zweidreiviertel Längen Rückstand auf den Sieger Byword verkürzte der Schlenderhander seinen Abstand zu dem Fabre-Hengst erheblich. Bei seinem Saisondebut im Pariser Prix d´Ispahan konnte dieser ihn noch auf zehn Längen distanzieren.
Der Auftritt Wiener Walzers am Pfingstsonntag 23.5. in Longchamp war eine Notlösung, daran hatte sein Trainer Jens Hirschberger von vornherein keinen Zweifel gelassen. Eigentlich hatte der Hengst bereits Anfang Mai im Gr. 1-Prix Ganay in Paris in die Boxen einrücken sollen, was sich aufgrund einer leichten Erkältung allerdings nicht realisieren ließ. So diente der Start drei Wochen später auf allzu kurzer Distanz (1850 m) und gegen die übermächtige Goldikova insbesondere der Vorbereitung. Seine Platzierung auf Rang drei täuschte darüber hinweg, dass sich die Bahnrekord laufende Goldikova und der von ihr nur um eine halbe Länge geschlagene Byword an diesem Tag in anderen Galoppdimensionen bewegten als der Rest des Feldes.
Zusammenfassung der Kapitel
Turfkopf - Die Kolumne I vom 17.06.2010: Analyse des Starts von Wiener Walzer bei den Prince of Wales’s Stakes in Ascot, der trotz Platz fünf als positives Zeichen für die weitere Formkurve gewertet wird.
Turfkopf – Die Kolumne II vom 29.06.2010: Erörterung der Derby-Faszination und der Herausforderungen für internationale Derbytouristen angesichts paralleler Renntermine.
Turfkopf – die Kolumne III vom 01.07.2010: Würdigung der Karriere des Ausnahmestehers Getaway anlässlich seines verletzungsbedingten Karriereendes nach einem Trainingsunfall.
Turfkopf – die Kolumne IV vom 19.07.2010: Untersuchung des Hamburger Derbys und des Einfluss des Godolphin-Managements auf die deutsche Spitze, insbesondere Wiener Walzer.
Turfkopf – die Kolumne V vom 19.07.2010: Besprechung der Aufwertung des Derby-Meetings durch zwei Gruppe 1-Rennen und den historischen Sieg eines ausländischen Pferdes im deutschen Derby.
Turfkopf – die Kolumne VI vom 23.07.2010: Ausblick auf das Juddmonte International Stakes in York und die Chancen für Wiener Walzer in einem hochkarätig besetzten Feld.
Turfkopf – die Kolumne VII vom 25.07.2010: Kritische Analyse des Dallmayr-Preises in München, der erneut an englische Gäste ging, und das Ausbleiben deutscher Erfolge.
Turfkopf – die Kolumne VIII vom 02.08.2010: Porträt der Siegerin Enora im Preis der Diana und die Bedeutung dieses Erfolgs für das Gestüt Röttgen.
Turfkopf – die Kolumne IX vom 14.08.2010: Ankündigung der Kursänderung bei Wiener Walzer: Start im Rheinland-Pokal statt in York.
Turfkopf – die Kolumne X vom 16.08.2010: Bericht über den Rheinland-Pokal, der durch ungünstiges Wetter und Absagen geprägt war, mit einem souveränen Sieg für Godolphin.
Turfkopf – die Kolumne XI vom 19.08.2010: Schilderung der Ereignisse beim Yorker Ebor-Meeting, insbesondere das unvorhersehbare Verhalten der Stute Sariska.
Turfkopf – die Kolumne XII vom 23.08.2010: Vergleich der Rennatmosphäre zwischen dem britischen York und dem französischen Deauville während des inoffiziellen Ländervergleichs.
Turfkopf – die Kolumne XIII vom 08.09.2010: Analyse des Großen Preises von Baden und des überlegenen Sieges von Night Magic.
Turfkopf – die Kolumne XIV vom 14.09.2009: Nachbetrachtung des Prix Vermeille und das enttäuschende Ergebnis der deutschen Diana-Siegerin Enora.
Turfkopf – die Kolumne XV vom 27.09.2010: Rückblick auf den überzeugenden Sieg von Scalo im Kölner Preis von Europa.
Turfkopf – die Kolumne XVI vom 06.10.2010: Bericht über das Arc-Wochenende in Paris und die überwiegend ernüchternden Ergebnisse der deutschen Teilnehmer.
Turfkopf – Die Kolumne XVII vom 13.10.2010: Analyse der deutschen Chancen in Italien im Vergleich zur Dominanz englischer Ställe.
Turfkopf – die Kolumne XVIII vom 21.10.2010: Saisonfazit für Wiener Walzer und Überlegungen für eine erfolgreichere Planung in der Zukunft.
Turfkopf – die Kolumne XIX (online am 23.10.2010): Kritik an der Umstrukturierung von Renntagen und der Zerteilung hochkarätiger Veranstaltungen im deutschen Kalender.
Turfkopf – die Kolumne XX (online am 17.11.2010): Resümee zur Generation der deutschen Zweijährigen und der Ausblick auf das klassische Jahrgang 2011.
Schlüsselwörter
Galopprennsport, Wiener Walzer, Schlenderhan, Godolphin, Derby, Preis der Diana, Getaway, Scalo, Turf, Rennbahn, Pferderennsport, Galopper, Klassische Rennen, Training, Saison 2010
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in diesem Jahrbuch grundsätzlich?
Das Buch versammelt 20 Kolumnen des Autors Rolf C. Hemke, die während der Galoppsportsaison 2010 auf dem Portal turfcast.net veröffentlicht wurden und das Geschehen im Sport subjektiv begleiten.
Was sind die zentralen Themenfelder des Buches?
Die Themen umfassen die Rennplanung und sportliche Entwicklung deutscher Spitzenpferde, die strukturelle Situation des deutschen Galoppsports, die Teilnahme deutscher Pferde an internationalen Klassikern und die Analyse von Renntagen in Deutschland, England, Frankreich und Italien.
Was ist das primäre Ziel des Autors?
Der Autor möchte einen unabhängigen und subjektiven Diskurs innerhalb der deutschen Galoppsportszene fördern, um als Korrektiv zur zentralisierten Informationspolitik in der Branche zu dienen.
Welche wissenschaftlichen oder journalistischen Methoden werden verwendet?
Es handelt sich um eine journalistische Form der Reflektion und Analyse. Der Autor nutzt seine Erfahrung als Kulturjournalist und Rennsport-Fan, um Ergebnisse, Formkurven und strategische Entscheidungen von Trainern und Gestüten kritisch zu bewerten.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in chronologische Kolumnen, die einzelne Renntage, die Leistungen von Pferden wie Wiener Walzer, Night Magic oder Scalo sowie die taktischen Entscheidungen der Verantwortlichen behandeln.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren das Werk?
Schlüsselwörter sind unter anderem Galopprennsport, Wiener Walzer, Schlenderhan, Godolphin, Derby, Preis der Diana, Getaway, Scalo, Turf und Rennbahnplanung.
Warum spielt das Pferd Wiener Walzer eine so zentrale Rolle?
Wiener Walzer ist das Lieblingspferd des Autors. Die Berichterstattung über ihn dient häufig als roter Faden, um generelle Fragen zur Rennplanung, Distanzfähigkeit und der internationalen Konkurrenzfähigkeit deutscher Pferde zu diskutieren.
Wie bewertet der Autor die Situation des deutschen Galoppsports gegenüber internationaler Konkurrenz?
Er beobachtet kritisch, dass deutsche Gr.1-Rennen häufig von internationalen Gästen (insbesondere dem Godolphin-Stall) dominiert werden und fordert eine strategischere Planung der Renntage sowie eine stärkere Fokussierung auf Qualität.
Welchen Stellenwert räumt der Autor der Rolle des Bodens bei den Rennen ein?
Die Bodenbeschaffenheit wird in den Kolumnen als kritischer Faktor für die Leistungsfähigkeit von Pferden hervorgehoben. Der Autor hinterfragt mehrfach, warum Pferde bei unpassenden Bodenverhältnissen starten, obwohl dies das Leistungspotential einschränkt.
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- Rolf C. Hemke (Author), 2010, Turfkopf 2010 - Das ganz subjektive Jahrbuch des Galoppsports, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/162118