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Zur Darstellung des Dämonischen als psychisches Krankheitsbild im Werk Pieter Bruegels

Tod und Hölle

Title: Zur Darstellung des Dämonischen als psychisches Krankheitsbild im Werk Pieter Bruegels

Term Paper (Advanced seminar) , 2010 , 23 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Sarah Schneider (Author)

Art - Art Theory, General

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Summary Excerpt Details

"Maler, die graziöse Geschöpfe in der Blüte ihrer Jahre malen und dem Gemalten noch irgendein Element des Charmes oder der Eleganz aufpfropfen wollen, das ihrer freien Phantasie entspringt, verunstalten das ganze dargestellte Geschöpf, werden ihrem Modell untreu und entfernen sich damit im gleichen Maße von der wahren Schönheit. Unser Bruegel ist frei von diesem Makel."

Kein geringerer als der berühmte Geograf Abraham Ortelius (1527-1598) äußerte sich auf diese Weise über den wohl bedeutendsten niederländischen Künstler des 16. Jahrhunderts, über Pieter Bruegel den Älteren, dessen Werk im Zentrum der hier vorliegenden Arbeit stehen soll.

...

Besonders in der Folge der Druckgrafiken Die sieben Laster aus dem Jahr 1557 lässt sich Bruegels Drang zur Darstellung von Widernatürlichem durch Fabelwesen und Dämonen, die an die Werke eines Hieronymus Bosch erinnern, erkennen. Pieter Bruegel beginnt in diesen druckgrafischen Werken die Tradition des Hieronymus Bosch fortzusetzen. Er liefert befremdende, unnatürliche Landschaften voller phantastischer Gestalten, die sich zum einen spielerisch verzaubert, zum anderen mahnend bedrohlich und unheilbringend gebärden.

...

Im Jahre 1562 entstehen drei weiter Werke, hierbei handelt es sich allerdings nicht um Entwürfe für Hieronymus Cock, sondern um Ölgemälde, die eine verstärkte Beschäftigung mit der Thematik des Dämonischen aufweisen: Der Triumph des Todes, Der Sturz der gefallenen Engel und Die tolle Grete. Am Beispiel dieser drei Werke, im Besonderen an Bruegels Arbeit Die tolle Grete, soll im Folgenden der Frage nachgegangen werden, ob die Darstellung des Dämonischen im Werk Pieter Bruegels als Ausdruck eines im heutigen Sinne psychiatrischen Krankheitsbildes gelesen werden kann.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. PIETER BRUEGEL UND DAS DÄMONISCHE

2. DAS DÄMONISCHE IM WERK PIETER BRUEGELS

2.1 Der Triumph des Todes

2.2 Der Sturz der gefallenen Engel

2.3 Die tolle Grete

2.3.1 Die Komposition des Gemäldes Die tolle Grete

2.3.2 Die Darstellung des Dämonischen in dem Gemälde Die tolle Grete

2.3.3 Die Darstellung der Figur der tollen Gretein dem Gemälde Die tolle Grete

2.3.4 Historische Vorbilder zur Figur der tollen Grete

3. DAS DÄMONISCHE ALS PSYCHISCHES KRANKHEITSBILD IM WERK PIETER BRUEGELS

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht das malerische Werk von Pieter Bruegel dem Älteren, insbesondere seine im Jahr 1562 entstandenen Gemälde "Der Triumph des Todes", "Der Sturz der gefallenen Engel" und "Die tolle Grete", um der Forschungsfrage nachzugehen, ob die Darstellung des Dämonischen in diesen Werken als Ausdruck eines psychiatrischen Krankheitsbildes aus heutiger Sicht interpretiert werden kann.

  • Kunstgeschichtliche und kulturwissenschaftliche Analyse des Dämonischen bei Pieter Bruegel.
  • Untersuchung der Komposition und Ikonografie ausgewählter Hauptwerke.
  • Beleuchtung des historischen Kontexts der religiösen Unruhen im 16. Jahrhundert.
  • Diskussion interdisziplinärer Ansätze zur psychiatrischen Deutung von Bildfiguren (z.B. "Dulle Griet").

Auszug aus dem Buch

2.3.2 Die Darstellung des Dämonischen in dem Gemälde Die tolle Grete

Auf einem brennenden Dachfirst sitzt ein übergroßes, schauerliches Wesen. Es bildet in kompositorischer Hinsicht das Gegengewicht zu der Figur der tollen Grete. In Frauenkleider gehüllt, trägt der bärtige Mann ein Schiff, in dem Menschen und animalische Halbwesen innerhalb einer gläsernen Kugel gefangen sitzen, auf seiner linken Schulter. Aus seinem Gesäß löffelt er schwarz angelaufenes Gold in die Menge der Frauen, die sich unterhalb des Hauses auf einer Brücke befinden. Er ist ein Verführer, treibt die Frauen zur Sünde, betört sie zu Unmäßigkeit und Völlerei. Der Kunsthistoriker Gerhard Menzel beschrieb zudem in seiner Arbeit „Pieter Bruegel der Ältere“, die Bedeutung des Schiffes auf den Schultern dieser höllischen Figur als Unheil und Verderben bringendes Sinnbild des Malers Bruegel.

Seltsamerweise trägt der „Versucher“ ein Boot auf den Schultern. Das Ganze ist eines der tiefsinnigsten Bildrätsel des Malers Pieter Bruegel. Die Vorgänge weisen auf eine Untergangssymbolik hin. Dabei ist es gleichgültig, ob das Boot nach den Vorbildern der Kunst und der Literatur als Narrenschiff oder nach einem 1413 verfassten niederländischen Gedicht „Die blawe Schute“ als Schiff des Verderbens begriffen wird oder ganz naiv als ein Ding, das untergehen kann. Die gläserne Riesenkugel könnte als Vanitas-Symbol der Vergänglichkeit aufgefasst oder der Weltkugel gleichgesetzt werden. Während ein Höllentier und ein schreiender Mensch im Unglücksboot über eitlen Besitz streiten, sucht ein Mann mit der Kapuze eines Menschen vergeblich der gläsernen Sphäre, also der Welt zu entfliehen. Eine Tiergestalt ist bemüht, eine schwere Silberkugel wie gefährlichen Ballast über Bord zu werfen, um das Ende hinauszuzögern. Vermutlich sollte mit dem seltsamen Boot der Weltuntergang sinnbildlich dargestellt werden.

Zusammenfassung der Kapitel

1. PIETER BRUEGEL UND DAS DÄMONISCHE: Einführung in das Leben und Werk des flämischen Künstlers sowie die Einordnung seines künstlerischen Schaffens in den historischen Kontext des 16. Jahrhunderts.

2. DAS DÄMONISCHE IM WERK PIETER BRUEGELS: Detaillierte kunstgeschichtliche Analyse der drei Hauptgemälde des Jahres 1562, wobei Fokus auf Komposition, Ikonografie und die symbolische Darstellung des Dämonischen liegt.

3. DAS DÄMONISCHE ALS PSYCHISCHES KRANKHEITSBILD IM WERK PIETER BRUEGELS: Kritische Auseinandersetzung mit dem Versuch, Bruegels Dämonendarstellungen als psychiatrische Symptomatik oder als Spiegel damaliger gesellschaftlicher Ängste und religiöser Krisen zu deuten.

Schlüsselwörter

Pieter Bruegel, Dämonisches, Der Triumph des Todes, Der Sturz der gefallenen Engel, Die tolle Grete, Dulle Griet, Kunstgeschichte, Ikonografie, Psychiatrie, Psychopathologie, 16. Jahrhundert, Niederlande, Bildsymbolik, Vanitas, Reformationszeit.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit untersucht das Verhältnis zwischen der Darstellung dämonischer Wesen in ausgewählten Gemälden von Pieter Bruegel und der Möglichkeit, diese aus heutiger Sicht als psychiatrische Krankheitsbilder zu interpretieren.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Die Schwerpunkte liegen auf der Kunstgeschichte der Renaissance, der Ikonografie des Dämonischen, dem sozio-politischen Kontext der niederländischen Glaubenskriege sowie der interdisziplinären Verknüpfung von Kunstwissenschaft und Psychiatrie.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist zu klären, ob die phantastischen und oft grotesken Figuren in Bruegels Werken von 1562 als bewusste oder unbewusste Darstellungen geisteskranker Zustände verstanden werden können.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine kunsthistorische Analyse, die komparative Methoden (Vergleich mit Werken von Bosch oder Floris) sowie die Rezeption psychiatrischer Fachliteratur einbezieht.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Im Hauptteil werden das Leben Bruegels, die Analyse der drei Kernwerke ("Triumph des Todes", "Sturz der gefallenen Engel", "Die tolle Grete") und die Erörterung des historischen Hintergrunds sowie der psychologischen Deutungsversuche dargelegt.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Untersuchung am besten?

Zu den prägenden Begriffen gehören Pieter Bruegel, Dämonologie, Ikonografie, Geistesgeschichte, Wahnsinn, Renaissance-Malerei und historische Krisenbewältigung.

Werden für die Figur der "tollen Grete" historische Vorbilder angeführt?

Ja, die Arbeit diskutiert die Verbindung zur volkstümlichen "Dulle Griet"-Figur sowie die mögliche, aber historisch schwer belegbare Anlehnung an die Heilige Margarethe.

Gibt es einen klaren psychiatrischen Befund für Bruegels Figuren?

Die Arbeit stellt fest, dass eine psychiatrische Deutung, etwa als Schizophrenie, zwar in der Forschung (z.B. durch Panse und Schmidt) diskutiert wurde, Bruegels Absicht jedoch eher in einer Allegorie auf die Ängste und den religiösen Wahn seiner Zeit zu sehen ist.

Wie bewertet die Arbeit den Einfluss von Hieronymus Bosch auf Bruegel?

Bosch wird als wichtiger Wegbereiter und stilistisches Vorbild genannt, wobei Bruegel dessen Bildsprache aufgreift, sie jedoch in neue, spezifisch auf seine Zeit reagierende Bedeutungskontexte überführt.

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Details

Title
Zur Darstellung des Dämonischen als psychisches Krankheitsbild im Werk Pieter Bruegels
Subtitle
Tod und Hölle
College
Johannes Gutenberg University Mainz  (Institut für Kunstgeschichte)
Course
Hauptseminar: Kunst und Wahn
Grade
1,3
Author
Sarah Schneider (Author)
Publication Year
2010
Pages
23
Catalog Number
V162108
ISBN (eBook)
9783640759699
ISBN (Book)
9783640760091
Language
German
Tags
Darstellung Dämonischen Krankheitsbild Werk Pieter Bruegels Hölle
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Sarah Schneider (Author), 2010, Zur Darstellung des Dämonischen als psychisches Krankheitsbild im Werk Pieter Bruegels, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/162108
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