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Erinnerungen an den Sieg in Grabinschriften

Die Schwierigkeiten der Datierung und Zuordnung

Title: Erinnerungen an den Sieg in Grabinschriften

Term Paper (Advanced seminar) , 2010 , 33 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Sebastian Großhans (Author)

World History - Early and Ancient History

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Summary Excerpt Details

Für große Schlachten der griechischen Geschichte gehören oftmals Grabinschriften von Familienmitgliedern oder der Polisgemeinschaft für die gefallenen Kämpfer zu den wichtigen Quellen über die Kämpfe der einzelnen Stadtstaaten. Doch die Erinnerung allein daran, dass etwas vorgefallen ist, war nicht das Ziel der Inschriften – sie sind fest mit den Schlachten und zu erinnernden Heldentaten der Gefallenen verbunden. Aber wie kann nach Jahrtausenden noch ein Gedenken stattfinden, wenn die Schlachten längst vergessen oder nicht mehr eindeutig zu benennen sind? Schwierigkeiten ergeben sich nicht nur durch Ermangelung weiterer genealogischer Angaben bei der Bezeichnung der womöglich nur in einer gefundenen Quelle überlieferten und so genannten Protagonisten der Kämpfe, sondern überhaupt mit der erschwerten zeitlichen Einordnung der einzelnen Fundstücke und Zeugnisse. Durch fehlende Zeitangaben in den Texten, Beschädigung und Zerstörung der Artefakte oder Ungenauigkeiten bei inhaltlichen Daten zu anderen historischen Ereignissen in der zeitlichen Umgebung der Schlacht und der dafür gedachten Monumente, sorgte und sorgt die Datierung der Fundstücke in der wissenschaftlichen Forschung für Diskussionsstoff rund um die korrekte Einordnung der zu gedenkenden Geschehnisse. Anhand von Beispielen soll in dieser Arbeit aufgezeigt werden, mit welchen Methoden die chronologischen Einordnungen der Fundstücke durchgeführt wurden, wo diese Konklusionen ihre Berechtigung haben und woran bisherige Datierungsversuche scheiterten oder auf Schwierigkeiten stießen. Ebenso wird ein Blick auf die Kämpfe geworfen werden, an welche mal deutlich, und mal weniger eindeutig, mit den Grabschriften erinnert werden soll. Gewählt wurden hierfür von Werner Peek aufgearbeiteten Grabinschriften aus seinem Werk "Griechische Grabgedichte".

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Chronologie

3. Athenische Strafexpeditionen am Ende des 6. Jahrhunderts

4. Erinnerungen an Marathon

5. Fremdling, überbringe die Meldung

5.1. Siegreiche Niederlage am Thermopylen-Pass

5.2. Freiheitskampf zur See

6. Kein Rauch über Tegea

7. Zu Land und zur See am Eurymedon

8. Niederlage und Ende der Dominanz bei Koroneia

9. Teurer Sieg bei Poteidaia

10. Endbetrachtung

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Herausforderungen bei der Datierung und inhaltlichen Zuordnung antiker griechischer Grabinschriften, die sich auf Schlachten beziehen. Im Fokus steht die Frage, wie Historiker die Korrektheit solcher epigraphischen Zeugnisse beurteilen können, wenn direkte Zeitangaben fehlen und Artefakte beschädigt sind.

  • Methoden der archäologischen und epigraphischen Datierung von Inschriften
  • Analyse der Erinnerungskultur in Bezug auf bedeutende griechische Schlachten
  • Problematik der Rekonstruktion und Interpretation lückenhafter Grabinschriften
  • Historische Kontexte ausgewählter Grabgedichte aus Werner Peeks Sammlung
  • Vergleich zwischen historischer Realität und der Selbstdarstellung in antiken Inschriften

Auszug aus dem Buch

1. Einleitung

Für große Schlachten der griechischen Geschichte gehören oftmals Grabinschriften von Familienmitgliedern oder der Polisgemeinschaft für die gefallenen Kämpfer zu den wichtigen Quellen über die Kämpfe der einzelnen Stadtstaaten. Doch die Erinnerung allein daran, dass etwas vorgefallen ist, war nicht das Ziel der Inschriften – sie sind fest mit den Schlachten und zu erinnernden Heldentaten der Gefallenen verbunden. Aber wie kann nach Jahrtausenden noch ein Gedenken stattfinden, wenn die Schlachten längst vergessen oder nicht mehr eindeutig zu benennen sind? Schwierigkeiten ergeben sich nicht nur durch Ermangelung weiterer genealogischer Angaben bei der Bezeichnung der womöglich nur in einer gefundenen Quelle überlieferten und so genannten Protagonisten der Kämpfe, sondern überhaupt mit der erschwerten zeitlichen Einordnung der einzelnen Fundstücke und Zeugnisse.

Durch fehlende Zeitangaben in den Texten, Beschädigung und Zerstörung der Artefakte oder Ungenauigkeiten bei inhaltlichen Daten zu anderen historischen Ereignissen in der zeitlichen Umgebung der Schlacht und der dafür gedachten Monumente, sorgte und sorgt die Datierung der Fundstücke in der wissenschaftlichen Forschung für Diskussionsstoff rund um die korrekte Einordnung der zu gedenkenden Geschehnisse. Anhand von Beispielen soll in dieser Arbeit aufgezeigt werden, mit welchen Methoden die chronologischen Einordnungen der Fundstücke durchgeführt wurden, wo diese Konklusionen ihre Berechtigung haben und woran bisherige Datierungsversuche scheiterten oder auf Schwierigkeiten stießen. Ebenso wird ein Blick auf die Kämpfe geworfen werden, an welche mal deutlich, und mal weniger eindeutig, mit den Grabschriften erinnert werden soll. Gewählt wurden hierfür von Werner Peek aufgearbeiteten Grabinschriften aus seinem Werk „Griechische Grabgedichte“.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung thematisiert die Problematik der wissenschaftlichen Datierung von Grabinschriften aufgrund fehlender Zeitangaben und Beschädigungen der Denkmäler.

2. Chronologie: Dieses Kapitel erläutert die Grenzen naturwissenschaftlicher Datierungsmethoden für Steinartefakte und betont die Notwendigkeit, stattdessen archäologische Beifunde und inhaltliche Hinweise zur Chronologisierung zu nutzen.

3. Athenische Strafexpeditionen am Ende des 6. Jahrhunderts: Es wird der politische Hintergrund der athenischen Auseinandersetzungen mit spartanischen Invasionsversuchen und der daraus resultierenden Entstehung attischer Inschriften beleuchtet.

4. Erinnerungen an Marathon: Das Kapitel behandelt die Instrumentalisierung der Schlacht bei Marathon für das athenische Selbstverständnis und die Herausforderung, die dazugehörige Inschrift 31 historisch korrekt zuzuordnen.

5. Fremdling, überbringe die Meldung: Dieser Abschnitt analysiert die persische Invasion unter Xerxes und die spezifischen Schlachten bei den Thermopylen sowie bei Salamis.

5.1. Siegreiche Niederlage am Thermopylen-Pass: Fokus liegt auf dem militärischen Kontext der Thermopylen-Schlacht und dem militärischen Ton der zugehörigen Grabinschrift 1.

5.2. Freiheitskampf zur See: Das Kapitel beschreibt die Seeschlacht von Salamis als Wendepunkt und die Bedeutung des athenischen Sieges für deren kulturelle Identität.

6. Kein Rauch über Tegea: Es wird das Verhältnis zwischen Sparta und Tegea im Kontext des spartanischen Kriegswesens und die Interpretation der Grabinschrift 7 untersucht.

7. Zu Land und zur See am Eurymedon: Das Kapitel widmet sich der Doppelschlacht am Eurymedon, welche die persische Vormachtstellung in der Ägäis beendete.

8. Niederlage und Ende der Dominanz bei Koroneia: Analysiert wird die für Athen verheerende Schlacht von Koroneia und die damit verbundene Interpretation der Grabinschrift 10.

9. Teurer Sieg bei Poteidaia: Dieses Kapitel betrachtet die Belagerung von Poteidaia und die Grabinschrift 12/102 als eines der historisch am sichersten datierbaren Beispiele.

10. Endbetrachtung: Das Fazit fasst zusammen, dass die Interpretation von Inschriften stets die kritische Rekonstruktion lückenhafter Stellen berücksichtigen muss, um wissenschaftliche Weitsicht zu beweisen.

Schlüsselwörter

Griechische Grabinschriften, Antike Geschichte, Datierung, Epigraphik, Schlacht bei Marathon, Schlacht an den Thermopylen, Seeschlacht von Salamis, Archäologie, Werner Peek, Historische Quellen, Erinnerungskultur, Perserkriege, Athen, Sparta, Poteidaia.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die wissenschaftlichen Schwierigkeiten bei der zeitlichen Datierung und inhaltlichen Zuordnung antiker Grabinschriften zu konkreten historischen Schlachten der griechischen Geschichte.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Felder sind die antike Epigraphik, die archäologische Forschungsmethode, die Rezeptionsgeschichte der Perserkriege und die Analyse von Grabgedichten.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie Historiker und Archäologen Inschriften datieren, wenn klassische naturwissenschaftliche Methoden versagen, und wo die Grenzen bei der Rekonstruktion antiker Texte liegen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt einen methodischen Ansatz, der die historische Kontextualisierung, die Auswertung von archäologischen Beifunden (Stratigraphie) und die epigraphische Analyse von Inschriftenstilen kombiniert.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil werden konkrete Grabinschriften aus Werner Peeks Sammlung analysiert, darunter Denkmäler zu Marathon, den Thermopylen, Salamis, dem Eurymedon, Koroneia und Poteidaia.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Grabinschriften, Epigraphik, Datierung, antike Schlachten, Marathon, Salamis und historische Quellenkritik.

Warum ist die Datierung der "Kallimachos-Inschrift" (Nr. 31) so umstritten?

Die Inschrift ist stark fragmentiert, und die Identifikation mit Kallimachos beruht teilweise auf der Rekonstruktion fehlender Textstellen, was unter Historikern zu unterschiedlichen Interpretationen führt.

Welche Rolle spielt die "Stoichedon-Schreibweise" bei der Datierung?

Die Stoichedon-Schreibweise, bei der Buchstaben in gleichmäßigen Abständen angeordnet sind, hilft Forschern dabei, bei beschädigten Inschriften die Anzahl der fehlenden Zeichen präziser zu rekonstruieren.

Warum wird die Grabinschrift 12/102 als besonders sicher eingestuft?

Diese Inschrift ist aufgrund des Fundortes und des expliziten Bezugs zum Kampf vor Poteidaia sowie der Kombination mit archäologischen Befunden deutlich besser datierbar als viele andere, vage epigraphische Funde.

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Details

Title
Erinnerungen an den Sieg in Grabinschriften
Subtitle
Die Schwierigkeiten der Datierung und Zuordnung
College
University of Stuttgart  (Geschichte)
Course
Formen der Erinnerung und der Reflexion in der griechischen Kultur
Grade
1,7
Author
Sebastian Großhans (Author)
Publication Year
2010
Pages
33
Catalog Number
V162063
ISBN (eBook)
9783640756926
ISBN (Book)
9783640757190
Language
German
Tags
Geschichte Griechenland Krieg Schlacht Epigraphik Antike Alte Geschichte Athen Sparta
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Sebastian Großhans (Author), 2010, Erinnerungen an den Sieg in Grabinschriften, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/162063
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