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Verkehrs- und Erlösprognosen für bemautete Verkehrswege und -anlagen

Privatfinanzierte Verkehrsinfrastruktur

Title: Verkehrs- und Erlösprognosen für bemautete Verkehrswege und -anlagen

Term Paper (Advanced seminar) , 2005 , 33 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Arthur Brantsch (Author)

Transportation Science & Technology

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Summary Excerpt Details

Seit 10 Jahren ist das Fernstraßenprivatfinanzierungsgesetz nun schon in kraft. Damit ist die erstmalige private Finanzierung von Verkehrsinfrastruktur über Betreibermodelle möglich. Dieser Prozess, der in anderen Ländern schon längst vorangeht, soll nun auch in Deutschland erstmalig Anwendung finden. Damit nun aber private Unternehmen die Bereitschaft übernehmen, sich an der Infrastrukturfinanzierung zu beteiligen, muss für sie eine entsprechende Rendite anfallen. Dies und das Refinanzieren des Investments soll durch die zu erhebenden Mauteinnahmen erfolgen. Damit trägt erstmals der einzelne Nutzer anteilig die Kosten für die in Anspruch genommene Leistung, und nicht wie bisher die Allgemeinheit. Diese Mauteinahme stellt die einzige Einnahmequelle des zukünftigen Betreibers dar. Da im Vorhinein eine große Unsicherheit darüber besteht, ob nachher genügend Verkehr aufkommt und dieser die Bereitschaft aufbringt, dafür Mautgebühren zu entrichten, werden Machbarkeitsuntersuchungen zu den einzelnen Projekten erstellt.
Letztendlich stützt der zukünftige Betreiber sein Engagement auf die Grundlagen der bei der Machbarkeitsuntersuchungen erstellten Verkehrsprognosen, die eine erwartete Verkehrsmenge zum Zeitpunkt der Inbetriebnahme aufzeigen, sowie damit zusammenhängend die Erlösprognose, die die zukünftigen Einahmen darstellen.
Problematisch in diesem Zusammenhang ist die Akzeptanz der zukünftigen Nutzer für eine Mautzahlung, diese zu ermitteln, stellt eine neue Herausforderung für die Prognoseerstellung dar.
Treffen die prognostizierten Werte in der Realität ein, so hat sich die Investition für den Betreiber gelohnt. Und auch die Allgemeinheit profitiert langfristig davon, da nach Ablauf der festgesetzten Konzessionszeit die Verkehrsanlage- /weg wieder in Staatsbesitz übergeht. Betrachtet man die im Ausland realisierten Projekte, so haben sich die in der Vergangenheit dafür erstellten Verkehrsprognosen selten erfüllt. Vielmehr hat man das zu erwartende Verkehrsaufkommen oft deutlich überschätzt.
Auch bei dem in Deutschland bisher einzigen in Betrieb befindlichen Projekt in Rostock, der Warnowquerung, ist die im Vorfeld gemachte Verkehrsprognose nicht eingetroffen.
Das Überschätzen des Verkehrsaufkommens bleibt eine der wesentlichen Ursachen für ein Scheitern privatwirtschaftlicher Infrastrukturprojekte und damit die Herausforderung, eine möglichst hohe Prognosesicherheit bei zukünftigen Projekte zu erzielen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

Kurzfassung

1 Privatfinanzierte Verkehrsinfrastruktur

1.1 Empfehlungen der Regierungskommission Verkehrsinfrastrukturfinanzierung

1.2 Vorteile privatfinanzierter Verkehrsinfrastruktur

1.2.1 Betreibermodelle des Bundes (A /F Modell)

2 Umfeld des einzelnen Projektes

2.1 Beteiligte

2.2 Finanzierung

2.3 Machbarkeitsuntersuchung

2.4 Mautberechnung

2.5 Kritische Faktoren der einzelnen Projekte

3 Prognose

3.1 Methoden der Prognoseerhebung

3.2 Ablauf der Verkehrsprognosen

3.3 Probleme mit Verkehrsprognosen

3.4 Bedeutung der Erlösprognose

3.5 Treffsicherheit, ist sie gegeben

4 Beispiele aus der Praxis

4.1 Weserquerung (A 281)

4.1.1 Aufzeigen des Planungsprozesses bis zur Einleitung des Planfeststellungsverfahrens

4.1.2 Studie zur Mautwirkung bei der Weserquerung

4.2 Warnowquerung

4.2.1 Verkehrsprognose

4.2.2 Haben die Verkehrsprognostiker versagt

4.2.3 Weitere Beeinflussungen

4.3 Strelasundquerung (gescheitert)

5 Erfahrungen aus dem Ausland

5.1 Ungarn M1 (gescheitert)

5.2 Der Eurotunnel

6 Fazit

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die Arbeit analysiert die Treffsicherheit von Verkehrs- und Erlösprognosen bei privatfinanzierten Infrastrukturprojekten in Deutschland und dem Ausland. Ziel ist es, die Ursachen für häufige Prognosefehler zu identifizieren und aufzuzeigen, unter welchen Bedingungen privatwirtschaftliche Mautprojekte ökonomisch tragfähig sind.

  • Grundlagen der privatfinanzierten Verkehrsinfrastruktur und Betreibermodelle
  • Methodik und Probleme bei der Erstellung von Verkehrsprognosen
  • Die kritische Bedeutung der Erlösprognose für die Projektrentabilität
  • Fallstudien zu realisierten und gescheiterten Projekten (z.B. Warnowquerung, Eurotunnel)
  • Analyse der Risikoallokation zwischen Staat und privaten Betreibern

Auszug aus dem Buch

3.3 Probleme mit Verkehrsprognosen

Bei der Prognoseerstellung befindet man sich in einem Spannungsfeld vieler Einflüsse, was sich letztendlich sogar auf das Prognoseergebnis auswirken kann. Einer dieser Einflussfaktoren ist die Analyse der bisherigen Entwicklung des Prognosegegenstandes, dieses sollte die zentrale Grundlage der Prognose darstellen, und damit sind Daten, sowie die Datenerhebung, von größter Bedeutung. Anhand dieser Daten lassen sich Gesetzmäßigkeiten, sowie quantitative Ausprägungen feststellen. Fehlende bzw. fehlerhafte Daten führen in der Regel zu falschen Prognosen, es sollte also keine Prognose ohne Analysedaten erfolgen. Ein weiterer Einflussfaktor besteht aus dem Auftraggeber und den sonstigen Interessenvertreter, diese würden nur zu gerne das Ergebnis beeinflussen. Auch der Prognostiker an sich ist ein Einflussfaktor bei der Erstellung der Prognose. Seine fachliche Fähigkeit, sowie seine Werthaltungen tragen maßgeblich zur Prognosequalität bei.

Einen großen Einfluss haben, wenn vorhanden, auch vorhergehende Prognosen, zum einen versucht man sich am altbewährten zu orientieren, zum anderen kann man sich bestätigt fühlen, wenn ähnliche Ergebnisse herauskommen.

Der letzte, aber nicht zu vernachlässigende, Einflussfaktor betrifft das prognostizierte Verhalten der Verkehrsteilnehmer. Hierbei können sich Prognosen aufgrund von Anpassungsplanung der Entscheidungsträger selbst erfüllen.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Privatfinanzierte Verkehrsinfrastruktur: Einführung in die rechtlichen Grundlagen und Betreibermodelle des Bundes zur privaten Finanzierung von Verkehrswegen.

2 Umfeld des einzelnen Projektes: Darstellung der strukturellen Projektorganisation, Finanzierungsmodelle und der Bedeutung von Risikoallokation und Machbarkeitsstudien.

3 Prognose: Untersuchung der Methoden, Abläufe sowie der inhärenten Probleme und Einflussfaktoren bei der Erstellung von Verkehrsprognosen.

4 Beispiele aus der Praxis: Analyse konkreter Projekte wie der Weserquerung, der Warnowquerung und der Strelasundquerung hinsichtlich ihrer Planung und Realität.

5 Erfahrungen aus dem Ausland: Betrachtung internationaler Projekte, insbesondere der M1 in Ungarn und des Eurotunnels, um die Faktoren des Scheiterns aufzuzeigen.

6 Fazit: Zusammenfassende Bewertung, dass Prognosen oft zu optimistisch erstellt werden und die Wirtschaftlichkeit von Mautprojekten von einem deutlich wahrnehmbaren Nutzen für den Nutzer abhängt.

Schlüsselwörter

Verkehrsinfrastruktur, Privatfinanzierung, Betreibermodelle, Verkehrsprognosen, Erlösprognosen, Maut, Risikoallokation, Machbarkeitsuntersuchung, Infrastrukturprojekte, Prognosesicherheit, Warnowquerung, Weserquerung, Eurotunnel, Rentabilität, Nutzerfinanzierung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Seminararbeit?

Die Arbeit untersucht die Herausforderungen und die Treffsicherheit von Verkehrs- und Erlösprognosen bei privatfinanzierten Verkehrsinfrastrukturprojekten in Deutschland und internationalen Kontexten.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Die zentralen Felder sind die Ausgestaltung von Betreibermodellen (A- und F-Modell), die Methodik der Verkehrsmodellierung sowie die Gründe für das Scheitern oder den Erfolg von Mautprojekten.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Das Ziel ist es, darzulegen, warum Verkehrs- und Erlösprognosen häufig von der Realität abweichen und welche Faktoren für einen wirtschaftlichen Betrieb von privatfinanzierten Verkehrsanlagen entscheidend sind.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse und dem Vergleich von Fallstudien (Weser-, Warnow- und Strelasundquerung sowie Auslandsprojekte), ergänzt durch die Auswertung von Verkehrsmodellen.

Was sind die wesentlichen Inhalte des Hauptteils?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Betrachtung von Prognosemethoden, die Analyse der rechtlichen Rahmenbedingungen und detaillierte Praxisbeispiele.

Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit am besten?

Die zentralen Begriffe umfassen Privatfinanzierung, Maut, Risikoallokation, Verkehrsprognose und Infrastrukturprojekte.

Warum spielt die Bevölkerungsentwicklung für Projekte wie die Warnowquerung eine wichtige Rolle?

Die demografische Abwanderung und wirtschaftliche Stagnation in der Region Rostock führten dazu, dass die tatsächlichen Verkehrszahlen deutlich hinter den optimistischen Prognosen zurückblieben.

Warum ist die Risikoallokation zwischen Staat und Betreiber so wichtig?

Eine ineffiziente Risikoallokation, bei der beispielsweise der Betreiber das volle Verkehrsrisiko trägt, gefährdet die finanzielle Stabilität des Projektes, besonders wenn externe Faktoren wie politische Entscheidungen oder Infrastrukturmaßnahmen des Staates nicht wie geplant umgesetzt werden.

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Details

Title
Verkehrs- und Erlösprognosen für bemautete Verkehrswege und -anlagen
Subtitle
Privatfinanzierte Verkehrsinfrastruktur
College
Heilbronn University of Applied Sciences
Grade
1,3
Author
Arthur Brantsch (Author)
Publication Year
2005
Pages
33
Catalog Number
V161618
ISBN (eBook)
9783640750788
ISBN (Book)
9783640755295
Language
German
Tags
Maut Verkehrsinfrastruktur Erlösprognosen
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Arthur Brantsch (Author), 2005, Verkehrs- und Erlösprognosen für bemautete Verkehrswege und -anlagen, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/161618
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