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Die Pressefreiheit in Nordkorea

Seminararbeit International Relations

Title: Die Pressefreiheit in Nordkorea

Term Paper (Advanced seminar) , 2009 , 12 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Sven Mally (Author)

Politics - Miscellaneous

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Es scheint nur schwer vorstellbar, dass gewisse Länder bei der zu unserer Zeit soweit voran geschrittenen Globalisierung weiterhin medial von der Außenwelt abgeschottet bleiben können. Wie allerdings festgestellt werden muss, hat die Globalisierung bis zum heutigen Zeitpunkt aber „… weder Nordkorea noch die nordkoreanischen Medien (…) erreicht“ (Bonse 2007). Auch der Bericht der Organisation Reporter ohne Grenzen stimmt dieser Aussage über die Pressefreiheit in Nordkorea zu. Neben Eritrea und Turkmenistan zähle es zu den „größten Feinden der Pressefreiheit“. Die Organisation spricht gar vom "... teuflische[n] Trio der Meinungsfreiheit .
Auch Vincent Brossel konstatiert, dass es zwar eine schrittweise Öffnung der nordkoreanischen Wirtschaft gibt (Brossel 2004: 2), allerdings stellt er zugleich fest, dass die unternommenen Anstrengungen das Pressewesen nicht tangieren. Es muss also festgehalten werden, dass es bei der Presse- und Meinungsfreiheit in Korea keine Fortschritte gibt.
Der Grund hierfür ist zweifellos im politischen System der DVRK zu suchen, welche ihrem Namen nicht annähernd gerecht werden kann. Die Diktatur von Kim Jong-Il kann als stalinistisch bezeichnet werden, da sämtliche Lebensbereiche durch die „Partei der Arbeit Koreas” kontrolliert werden. Auch die für das behandelte Thema dieser Arbeit relevanten Medieninhalte werden nach ihrem Gusto manipuliert. So sieht die westliche Medienforschung die Medienlandschaft des Landes als „… konserviert in einem konstanten Zustand der eigenen Weltbildlichkeit“ (vgl. beispielsweise Bonse 2007). Auch der Soziologe Maureen MacNeill von der Lancaster University bezeichnet Nordkorea wie „Reporter ohne Grenzen” gar als „… the worst press freedom violator in the world“ (MacNeill 2006).

Die aufgeführte kurze Beschreibung, wie Nordkorea von (westlichen) Experten wahrgenommen wird, sollte verdeutlichen, dass es sich bei der DVRK um eine nach außen abgeschottete Diktatur handelt. Un der Arbeit wurde erarbeitet, welchen Einfluss die Medien auf die Bevölkerung und die damit verbundene Aufrechterhaltung der Diktatur haben. Um deren Rahmenbedingungen zu klären, soll jedoch zunächst die Verfassung Nordkoreas beschrieben werden und die ideologischen Hintergründe des Regimes aufgeklärt werden. Eine Analyse soll schließlich klären, wie die Lage in Nordkorea zu deuten ist und welche Aussichten sich für die Zukunft bieten.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Überblick und Einführung

2. Rahmenbedingungen

2.1. Die Verfassung der Demokratischen Volksrepublik Korea (DVRK)

2.2. Die Juche-Ideologie

2.3. Der Personenkult um Kim Il-Sung und Kim Jong-Il

3. Relevanz für das Mediensystem

4. Analyse und Ausblick

5. Literaturverzeichnis

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die aktuelle Situation der Presse- und Meinungsfreiheit in Nordkorea unter Berücksichtigung der politischen Rahmenbedingungen, der staatlichen Ideologie und der rigiden Kontrollmechanismen des Regimes.

  • Strukturelle Analyse der politischen Isolation Nordkoreas
  • Bedeutung der Juche-Ideologie für die staatliche Kontrolle
  • Einfluss des Personenkults auf die mediale Berichterstattung
  • Funktionsweise des nordkoreanischen Mediensystems und der staatlichen Nachrichtenagentur KCNA
  • Methoden der Indoktrination und Selbstzensur bei Medienschaffenden

Auszug aus dem Buch

2.3. Der Personenkult um Kim Il-Sung und Kim Jong-Il

Der Personenkult um den Staatsführer Kim Jong-Il und dessen verstorbenen Vater und Vorgänger Kim Il-Sung hat in Nordkorea ein Ausmass erreicht, welches als weltweit einzigartig bezeichnet werden kann. So wird Kim Il-Sung gemeinhin als „… Vater der Nation“ (Brossel 2000: 3) oder als der „… großartigste Mann des Jahrhunderts“ (Kuster 2000: 70) verehrt. Auch sein seit 1994 an der Macht stehender Sohn Kim Jong-Il lässt sich als „Sonne des 21. Jahrhunderts“ (Schäfer 2006: 70) titulieren. Darüber hinaus muss in jedem Schulzimmer ein Portrait von Kim Il-Sung hängen und Zeitungen, in denen ein Foto von ihm oder seinem Sohn abgedruckt ist, dürften niemals weggeworfen werden (vgl. ebd.). Im ganzen Land sollen schätzungsweise 35000 riesige Statuen stehen und haushohe Bilder hängen – die beiden Kims wurden dadurch auf gewisse Weise zu Gottheiten erhoben (vgl. Kuster 2000: 70; Schäfer 2006: 69; Open Doors 2007).

Reto Kuster definiert zudem das Volk als eine „… homogene, kritiklose Masse“ (Kuster 2000: 70), welche ihre Rolle wie Schauspieler nach dem Drehbuch der Staatsführung spielen müssen. Dies trifft nicht nur für die regelmäßigen Massenveranstaltungen in Sportstätten und dergleichen zu. Wer abweichende Meinungen äussert, wird in so genannten „Umerziehungslagern” interniert – diese drastische Maßnahme, wird in der Regel auf die ganze Familie bis in die dritte Generation angewandt. Folter und willkürliche Hinrichtungen sollen in diesen Lagern nach Aussagen von Flüchtlingen stark verbreitet und die medizinische Versorgung katastrophal sein (vgl. Brauckmann 2005).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Überblick und Einführung: Der Einstieg beleuchtet die mediale Abschottung Nordkoreas und die internationale Wahrnehmung als eines der restriktivsten Länder weltweit bezüglich der Pressefreiheit.

2. Rahmenbedingungen: Dieses Kapitel erläutert die verfassungsrechtlichen, ideologischen und kultischen Grundlagen, die das politische System Nordkoreas definieren.

2.1. Die Verfassung der Demokratischen Volksrepublik Korea (DVRK): Es wird aufgezeigt, wie die theoretisch garantierte Meinungsfreiheit durch die politische Realität und die Vorherrschaft der Partei der Arbeit ausgehebelt wird.

2.2. Die Juche-Ideologie: Dieses Kapitel analysiert die Autarkie-Philosophie des Staates und deren Rolle als zentrales Leitprinzip der nordkoreanischen Führung.

2.3. Der Personenkult um Kim Il-Sung und Kim Jong-Il: Es wird die systematische und religiös anmutende Verehrung der Herrscherfamilie als Instrument der gesellschaftlichen Kontrolle und Indoktrination dargestellt.

3. Relevanz für das Mediensystem: Hier wird untersucht, wie Medien als reines Propagandawerkzeug des Staates fungieren und die Verbreitung regimekritischer Inhalte konsequent unterdrückt wird.

4. Analyse und Ausblick: Das Kapitel reflektiert die Effektivität der staatlichen Medienkontrolle und wagt eine Einschätzung zur zukünftigen Entwicklung durch technologischen Wandel.

5. Literaturverzeichnis: Auflistung der in der Arbeit verwendeten wissenschaftlichen und journalistischen Quellen.

Schlüsselwörter

Nordkorea, Pressefreiheit, Meinungsfreiheit, Juche-Ideologie, Personenkult, Diktatur, Medienkontrolle, Propaganda, KCNA, Zensur, Indoktrination, Medienlandschaft, Kim Jong-Il, Kim Il-Sung, Isolationspolitik.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit?

Die Arbeit analysiert den Status der Presse- und Meinungsfreiheit in Nordkorea sowie die Mechanismen, mit denen das Regime die Medien als Werkzeug der politischen Kontrolle nutzt.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Die Schwerpunkte liegen auf der Verfassungslage, der Bedeutung der Juche-Ideologie, der Auswirkung des Personenkults auf die Bevölkerung sowie den Strukturen des staatlich gelenkten Mediensystems.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es, aufzuklären, warum in Nordkorea keine Pressefreiheit existieren kann und wie das System durch mediale Indoktrination und Isolation seine Macht aufrechterhält.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer deskriptiven und analytischen Auswertung aktueller Fachliteratur, Berichten von Nichtregierungsorganisationen sowie der Analyse politischer Grundlagendokumente.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Im Hauptteil werden die Rahmenbedingungen wie die Juche-Ideologie und der Personenkult detailliert erörtert und die daraus resultierende völlige Unterordnung der Medien unter das staatliche Kommando-Modell beschrieben.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Untersuchung?

Wichtige Begriffe sind Nordkorea, Propagandamedien, Kim-Dynastie, staatliche Zensur, Indoktrination und die mediale Isolation des Landes.

Wie wirkt sich die Juche-Ideologie konkret auf die Medienarbeit aus?

Die Ideologie erzwingt eine einseitige Sichtweise, die sämtliche Informationen auf das Ziel der nationalen Autarkie und die Verherrlichung des Regimes ausrichtet, was journalistische Unabhängigkeit unmöglich macht.

Welche Rolle spielt die Korean Central News Agency (KCNA)?

Die KCNA agiert als zentrales Monopolorgan des Staates, das alle inländischen Nachrichten kontrolliert und verteilt, wodurch eine einheitliche, systemkonforme Informationslandschaft garantiert wird.

Können technologische Entwicklungen das System langfristig gefährden?

Der Autor argumentiert, dass durch technologische Innovationen und das Einschleusen von Informationen aus dem Ausland das Fundament der Diktatur langfristig untergraben werden könnte.

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Details

Title
Die Pressefreiheit in Nordkorea
Subtitle
Seminararbeit International Relations
College
Justus-Liebig-University Giessen
Course
Internationale Beziehungen
Grade
1,3
Author
Sven Mally (Author)
Publication Year
2009
Pages
12
Catalog Number
V161572
ISBN (eBook)
9783640750603
ISBN (Book)
9783640751228
Language
German
Tags
Pressefreiheit Nordkorea Seminararbeit International Relations Kim-Jon-Il Juche
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Sven Mally (Author), 2009, Die Pressefreiheit in Nordkorea, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/161572
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