Die Ökologie und der Umweltschutz gehören zu den vordringlichsten Aufgaben der Menschheit. Die Dringlichkeit wurde mittlerweile auch durch Politik, Medien und Wirtschaft entdeckt. Kein Politikfeld hat in den letzten Jahrzehnten so übergreifenden Einfluss auf alle politischen und privaten Akteure gewonnen. Gleichzeitig haben sich durch den Prozess der Globalisierung und der überregionalen Auswirkung von Umweltproblemen auch die Vorraussetzungen und Handlungsfelder für die umweltpolitischen Akteure verändert. Die Lösung von Umweltproblemen und daraus entstehender sozialer und humanitärer Schieflagen ist im wachsenden Maße nicht mehr durch einzelne Staaten zu lösen. Auch die Rolle der Vereinten Nationen und deren Unterorganisationen sind neu zu überdenken. Die Medien und neue Kommunikationsmethoden, wie das Internet dienen zunehmend als Plattform zur Information und Motivation der Bevölkerung im Bereich der Ökologie. Weltweit sind Zuschauer und Internetnutzer in der Lage, kritisch eine Vielzahl an medialen Angeboten zu konsumieren. Ziel dieser Arbeit ist die Beschreibung der Einflüsse, Arbeitsweisen und Auswirkungen der verschiedenen umweltpolitischen Akteure in Deutschland. Darüber hinaus soll besonders auf die Bedeutung der verschiedenen privat organisierten Interessensverbände für die Umweltpolitik eingegangen werden. Die Arbeit soll Einblicke geben in das komplizierte Zusammenspiel unterschiedlicher Interessensgruppen und Akteure im Bereich der deutschen Umweltpolitik und damit auch den Wähler und Bürger als politischen Akteur berücksichtigen. So können in kürze auch verschiedene politische Akteure vorgestellt werden und deren Entstehen zeitlich eingeordnet werden. Im ersten Schritt werde dann verschiedene umweltpolitische Akteure auf nationalstaatlicher Ebene vorgestellt und deren Bedeutung für die Umweltpolitik betrachtet. Der nächste wichtige Schritt soll die Möglichkeiten der nationalstaatlichen Akteure in der Umweltaußenpolitik und vor dem Hintergrund der europäischen Einigung aufzeigen. Der nächste Schwerpunkt befasst sich mit den Kompetenzen und Einflussmöglichkeiten der Bundesländer und der Kommunen auf die lokale und nationale Umweltpolitik. Schließlich werden dann noch verschiedene gesellschaftliche Akteure vorgestellt und deren Ziele und Möglichkeiten in der Umweltpolitik dargelegt. Hier soll das Augenmerk vor allem auf der Arbeit der politischen Parteien und den wirtschaftlichen Interessenverbänden liegen.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Akteure der Umweltpolitik
2.1. Die nationale Umweltpolitik in der Bundesrepublik Deutschland
2.1.1. Rückschau
2.1.2. Aufgaben und Kompetenzen des Bundestages und der Bundesregierung
2.1.3. Aktuelle Umweltpolitik der Großen Koalition
2.1.4. Umweltpolitik als Wahlfaktor auf Bundesebene
2.2. Außenpolitik und Ökologie
2.2.1. Der Einfluss der Europäischen Union auf die deutsche Umweltpolitik
2.2.2. Die BRD als umweltpolitischer Akteur im internationalen Umfeld
2.3. Länder und Kommunen als umweltpolitische Akteure
2.3.1. Umweltfragen und Umweltpolitik auf Landesebene
2.3.2. Einfluss der Länder auf die nationale Umweltpolitik
2.3.3. Kommunale Kompetenzen und Aufgaben
2.4. Politische Parteien als wichtige umweltpolitische Akteure
2.4.1.1. Die Unionsparteien CDU und CSU
2.4.1.2. Die Sozialdemokratische Partei Deutschlands (SPD)
2.4.1.3. Die Freie Demokratische Partei Deutschlands (FDP)
2.4.1.4. Das Bündnis 90 / Die Grünen
2.4.1.5. Die Linkspartei
2.5. Umweltpolitische Akteure im Bereich der Wirtschaft
2.5.1. Wirtschaft und Industrieverbände
2.5.2. Landwirtschaft
2.5.3. Energie
2.6. Weitere Interessensgruppen in der Umweltpolitik
2.6.1. Der Bürger als umweltpolitischer Akteur
2.6.2. Medien
2.6.3. Non governmental organizations (NGO’s)
3. Schluss
Zielsetzung & Themen
Diese Arbeit beschreibt das komplexe Zusammenspiel verschiedener Akteure in der deutschen Umweltpolitik, um zu identifizieren, wer die ökologischen Entwicklungen am nachhaltigsten beeinflusst. Ziel ist es, die Einflüsse, Arbeitsweisen und Auswirkungen staatlicher sowie privater Interessensgruppen darzustellen und dabei auch den Bürger als politischen Akteur zu berücksichtigen.
- Rolle staatlicher Institutionen auf nationaler, Landes- und kommunaler Ebene.
- Einfluss politischer Parteien und deren ökologische Positionierung.
- Bedeutung von Wirtschaft, Industrieverbänden und der Landwirtschaft.
- Wirkung von Medien und Non-Governmental Organizations (NGO's).
- Internationale Verflechtungen und der Einfluss der Europäischen Union.
Auszug aus dem Buch
2.1.1. Rückschau
Mit dem wirtschaftlichen Aufschwung ab dem Jahre 1950 verstärkten sich auch in Deutschland die Umweltprobleme. Vor allem die Luft- und Wasserverschmutzung nahmen teilweise extreme Ausmaße an. Die 1970er Jahre sind gekennzeichnet durch ein Umdenken im Bereich der Wirtschaftspolitik und der Entwicklung des neuen Feldes der Umweltpolitik. Zum einen wurde die Politik auf die zunehmenden Probleme aufmerksam, zum anderen begann sich auch die Bevölkerung für Umwelt und Ökologie zu interessieren. Neben der Gründung von Umweltschutzverbänden und Organisationen wurden politische Interessen auch in neuen Parteien deutlich. Dies führte schließlich zur Gründung eines neuen Parteibündnisses, das schließlich 1998 sogar in Regierungsverantwortung auf Bundesebene gelangte. Die 1970er Jahre sind außerdem durch die institutionelle Verankerung von verschiedenen wichtigen Umweltbereichen gekennzeichnet. Neben der Einführung eines Abfallbeseitigungsgesetzes 1972 wurden in den folgenden Jahren die Grundlage für Luftsauberkeit und Gewässerschutz gelegt. Diese Gesetze und Richtlinien haben zu einer Verbesserung der Luftreinheit und der Wasserqualität geführt. In den Anfangsjahren der deutschen Umweltpolitik lag das Augenmerk vor allem auf dem Schutz der menschlichen Gesundheit. Bereiche wie der Tier – oder Pflanzenschutz aber auch die „nachhaltige“ Ressourcennutzung wurden demgegenüber als gering betrachtet. Diese vernachlässigten Aufgaben rückten dann in den 1980er Jahren in den Mittelpunkt der umweltpolitischen Diskussion.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Die Einleitung erläutert die historische Entwicklung des Umweltbewusstseins und definiert das Ziel, die Rollen verschiedener Akteure in der deutschen Umweltpolitik zu untersuchen.
2. Akteure der Umweltpolitik: Dieses Hauptkapitel analysiert detailliert die verschiedenen staatlichen Ebenen, politischen Parteien, Wirtschaftsakteure und gesellschaftlichen Gruppen, die in der Umweltpolitik aktiv sind.
3. Schluss: Das Fazit resümiert die unterschiedlichen Einflüsse der Akteure und betont die Notwendigkeit, den Zeitfaktor und die Verantwortung gegenüber kommenden Generationen zu berücksichtigen.
Schlüsselwörter
Umweltpolitik, Bundesrepublik Deutschland, Umweltakteure, Nachhaltigkeit, Klimawandel, Interessensverbände, politische Parteien, Europäische Union, Umweltschutz, Energiepolitik, NGOs, Lobbyarbeit, Landespolitik, kommunale Ebene, Umweltschutzgesetzgebung.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit analysiert die Akteure, die die Umweltpolitik in der Bundesrepublik Deutschland maßgeblich gestalten und beeinflussen.
Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?
Die Arbeit deckt ein breites Spektrum ab, von staatlichen Institutionen und politischen Parteien bis hin zur Rolle der Wirtschaft, der Medien und der Zivilgesellschaft.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist die Beschreibung der Einflüsse und Arbeitsweisen der verschiedenen Akteure, um festzustellen, wer die deutsche Umweltpolitik am nachhaltigsten prägt.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit stützt sich auf eine Literaturanalyse zur Beschreibung der politischen Rahmenbedingungen, Institutionen und Akteurskonstellationen.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung von staatlichen Akteuren (Bund, Länder, Kommunen), politischen Parteien, wirtschaftlichen Interessengruppen sowie gesellschaftlichen Organisationen und Medien.
Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?
Die wichtigsten Begriffe umfassen Umweltpolitik, Nachhaltigkeit, Interessenaggregation, politische Partizipation und Akteursvielfalt.
Wie beeinflussen die Bundesländer die nationale Umweltpolitik?
Die Bundesländer sind über den Bundesrat eng in die nationale Gesetzgebung eingebunden und haben die Aufgabe, Bundesgesetze zu exekutieren, wobei sie ihre eigenen Interessen aktiv einbringen können.
Welche Rolle spielen die Grünen für die deutsche Umweltpolitik?
Die Grünen haben als bedeutender Akteur das Thema Ökologie politisch mehrheitsfähig gemacht und durch Regierungsbeteiligungen direkten Einfluss auf die umweltpolitische Agenda genommen.
- Quote paper
- Harald Leutner (Author), 2008, Akteure der Umweltpolitik, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/161525