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Wert und Schein: Zur Werttheorie in Marx’ Kritik der politischen Ökonomie

Titel: Wert und Schein: Zur Werttheorie in Marx’ Kritik der politischen Ökonomie

Hausarbeit (Hauptseminar) , 2009 , 29 Seiten , Note: 1,0

Autor:in: Tobias Kaiser (Autor:in)

Philosophie - Philosophie des 19. Jahrhunderts

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Die erste Absicht dieser Arbeit besteht in einer gründlichen und nachvollziehenden Darstellung und vorsichtigen Interpretation der Werttheorie im ersten Kapitel des Marx’schen Kapitals, insbesondere der Kategorie der Ware als solcher und der Genesis der Geldform. Ziel ist es, die konstitutiv-immanente Widersprüchlichkeit der Ware und aller auf dieser beruhenden ‚Folgeschäden’ herauszuarbeiten. Die Ausführlichkeit scheint mir insofern gerechtfertigt, als daß sowohl die zu entwickelnden Kategorien selbst, als auch ihre Zusammenhänge und Mechanismen "vertrackt" und "verschleiert" sind. Außerdem scheint mir ein nicht ungewichtiger Teil der Gesamtproblematik darin zu bestehen, daß die von Marx hier rekonstruierten Begriffe gerne und gängigerweise einfach so verwendet und als gegeben angesehen werden und das, obwohl sie eben von vorneherein keineswegs so klar sind, wie es auf den ersten Blick scheinen mag.
Im Anschluß daran möchte ich, ausgehend von Marx’ Analyse und Betrachtung dessen, was er den "Fetischcharakter der Ware" nennt, die eher metaphysische, gelegentlich religiös anmutende Aura beleuchten, die vor allem Geld und Ware zu umgeben scheint. Schließlich werde ich versuchen, das sich – aus meiner Sicht – im Zusammenspiel der Ergebnisse der ersten beiden Teile abzeichnende Warendispositiv näher zu analysieren. Meine Grundthese dabei: Unserer an verschiedenen Dispositiven nicht armen Gegenwart liegt ein ganz grundlegendes Muster zugrunde, gewissermaßen ein Metadispositiv, das auch den anderen Dispositiven gegenüber als ein solches wirkt. Dieses kann vorläufig mit "Industrialisierung" beschrieben werden. Ihr wesentlicher Keim findet sich dabei bereits im Eröffnungskapitel des Kapitals, was aus meiner Sicht einen faszinierenden und genuin philosophischen Aspekt der Marx’schen Ökonomiekritik jenseits ihrer vielbesprochenen Kampfschrifthaftigkeit ausmacht.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Gebrauchswert – Tauschwert – Wert

2 Arbeit – Produktion – Produktivkraft

3 Arbeit – Gesellschaft – Wertform

4 Genesis der Geldform

5 Metaphysik und Fetisch

6 Eine Welt aus Prototypen

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit verfolgt das Ziel, die Werttheorie im ersten Kapitel von Karl Marx’ "Das Kapital" einer kritischen Analyse zu unterziehen und deren Bedeutung für das Verständnis moderner gesellschaftlicher Dispositive aufzuzeigen. Dabei wird insbesondere untersucht, wie die im Kapital rekonstruierten Kategorien von Ware, Arbeit und Wert zur Entstehung eines "Warendispositivs" beitragen, das unsere heutige Wahrnehmung und Produktion von Lebensrealitäten prägt.

  • Die Widersprüchlichkeit und der Doppelcharakter der Ware als Gebrauchswert und Tauschwert.
  • Die Entwicklung der Wertformen bis hin zur Geldform als notwendiger gesellschaftlicher Abstraktionsprozess.
  • Der Fetischcharakter der Warenwelt und dessen metaphysische Dimensionen.
  • Die Nivellierung von Mensch und Produkt durch die industrielle Produktionsweise und die Tendenz zum "Formfetischismus".

Auszug aus dem Buch

3 Arbeit – Gesellschaft – Wertform

Zu Beginn habe ich formuliert: „Als Ding ist das Ding Gebrauchswert, als Ware hat es Gebrauchswert.“ Differenzierenderweise muss man in Bezug auf das Ding als Ware hinzufügen: „...aber nicht für den Produzenten.“ Selbstverständlich kann jemand ein Ding produzieren, das für ihn selbst Gebrauchswert ist. Wer in seinem Garten Gurken anbaut um sie anschließend selbst zu essen, tut genau dies. Allerdings sind diese Gurken dann keine Ware. Die Produktion von Ware bedeutet die Produktion von Gebrauchswert für andere (nicht für sich selbst) zum Zwecke des Austauschs. Es handelt sich also um gesellschaftlichen Gebrauchswert.

Wie man sieht, hat nicht nur die Ware einen Doppelcharakter (als Gebrauchs- und als Tauschwert), sondern auch die Arbeit. Gebrauchswerterzeugend ist sie konkrete, individuelle, qualitativ bestimmte Arbeit – so wie der produzierte Gebrauchswert konkret, individuell und qualitativ bestimmt ist. Werterzeugend ist sie dagegen abstrakte und gesellschaftliche (und insofern gleiche), quantitativ bestimmte Arbeit – denn genau diese, im Gegenstand materialisiert, macht ihren Wert aus. Die, wie Marx es nennt, „Zwieschlächtigkeit“ der Arbeit ist also eine notwendige Folge der „zwieschlächtigen“ Natur der Ware.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Gebrauchswert – Tauschwert – Wert: Dieses Kapitel erläutert die Grundlagen der marxschen Werttheorie, insbesondere die Unterscheidung zwischen dem Gebrauchswert und dem Tauschwert einer Ware.

2 Arbeit – Produktion – Produktivkraft: Hier wird der Zusammenhang zwischen der wertbildenden Arbeit und der Produktivkraft analysiert, wobei der Fokus auf der gesellschaftlich notwendigen Arbeitszeit liegt.

3 Arbeit – Gesellschaft – Wertform: Dieses Kapitel vertieft den Doppelcharakter der Arbeit und zeigt auf, warum der Austausch von Waren zwangsläufig gesellschaftliche Widersprüche erzeugt.

4 Genesis der Geldform: Die Entwicklung vom einfachen Wertausdruck bis hin zur allgemeinen Geldform wird als logischer Prozess der Warenform dargestellt.

5 Metaphysik und Fetisch: Dieser Abschnitt widmet sich dem Fetischcharakter der Warenwelt und der religiös anmutenden Aura, die Geld und Ware umgibt.

6 Eine Welt aus Prototypen: Abschließend wird analysiert, wie die industrielle Logik zu einer Nivellierung von Produkten und Menschen führt und eine Welt erzeugt, in der alles zum Prototyp wird.

Schlüsselwörter

Werttheorie, Marx, Das Kapital, Ware, Gebrauchswert, Tauschwert, gesellschaftlich notwendige Arbeitszeit, Geldform, Warenfetischismus, Industrialisierung, Dispositiv, Desubjektivierung, Formfetischismus, Entfremdung, Wertform.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es grundsätzlich in dieser Arbeit?

Die Arbeit untersucht die philosophischen und ökonomischen Grundlagen von Marx’ Werttheorie aus dem ersten Kapitel des "Kapitals" und deren Auswirkungen auf die moderne Gesellschaft.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen sind der Doppelcharakter von Ware und Arbeit, die Entstehung der Geldform, der Fetischcharakter der Warenwelt und die Tendenz der Industrialisierung zur Nivellierung.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, die im "Kapital" rekonstruierten Begriffe kritisch zu interpretieren und ein "Warendispositiv" als grundlegendes Muster der gegenwärtigen Gesellschaft zu identifizieren.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine kritische, philosophisch informierte Interpretation und dialektische Analyse der marxschen Kategorien, ergänzt durch Diskurse über Dispositive (z.B. Agamben).

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Analyse der Wertformen, die Untersuchung der metaphysischen und fetischistischen Aspekte der Warenwelt sowie eine Kritik der industrialisierten Lebenswelt.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Besonders prägend sind Begriffe wie Wertform, Warenfetischismus, gesellschaftlich notwendige Arbeitszeit und die Tendenz zur Prototypisierung des Lebens.

Wie erklärt die Arbeit den "Fetischcharakter" der Ware?

Der Fetischcharakter entspringt der Tatsache, dass den Menschen die gesellschaftlichen Verhältnisse ihrer eigenen Arbeit als dingliche Eigenschaften der Produkte gegenübertreten.

Was bedeutet das Fazit zur "Welt aus Prototypen"?

Es beschreibt die Tendenz der Industrialisierung, alle Bereiche – vom Gegenstand über die Arbeit bis hin zur Bildung und Beziehung – nach ökonomischen Normen zu glätten und in eine "serielle" Form zu bringen.

Ende der Leseprobe aus 29 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Wert und Schein: Zur Werttheorie in Marx’ Kritik der politischen Ökonomie
Hochschule
Universität Stuttgart  (Institut für Philosophie)
Veranstaltung
Seminar: „Die Industrialisierung des Glücks“
Note
1,0
Autor
Tobias Kaiser (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2009
Seiten
29
Katalognummer
V161446
ISBN (eBook)
9783640746286
ISBN (Buch)
9783640746873
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Marx Wert Werttheorie
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Tobias Kaiser (Autor:in), 2009, Wert und Schein: Zur Werttheorie in Marx’ Kritik der politischen Ökonomie, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/161446
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  29  Seiten
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