Im Rahmen des Seminars „Seefahrerkulturen in Mikronesien“ soll das Thema „Global Warming“ im Hinblick auf seine Folgen für ganz Ozeanien dargestellt werden. Durch die mediale Aufmerksamkeit ist es heute kaum möglich, sich dem Thema Globale Erderwärmung zu entziehen. Fernsehen, Zeitungen und Zeitschriften berichten von einer kommenden Apokalypse und entfachten einen bisher wohl selten da gewesenen Hype um ein wissenschaftliches Thema. Die Folge davon: jedem ist Global Warming ein Begriff.
Aufgabe dieser Arbeit soll es sein, die bisherigen Auswirkungen der
Klimaerwärmung in Ozeanien darzustellen. Die Entscheidung fel nach kurzem Einlesen auf dieses Gebiet, da die Auswirkungen für den ganzen Pazifk gelten und es sich als schwer erwies lediglich Mikronesien zu berücksichtigen. Konkrete Beispiele, sofern welche vorhanden waren, beziehen sich immer auf mikronesische Inseln. Da es sich hierbei um eine ethnologische Hausarbeit handelt, habe ich mich vor allem im ersten Kapitel dazu entschieden, die naturwissenschaftlichen Aspekte nur oberfächlich zu behandeln.
Inhaltsverzeichnis
Einleitung
Hauptteil
1. Die Gefahr des Global Warming
Grundlagen
Auswirkungen & Prognosen
2. Was bedeutet das Global Warming für die Bewohner Ozeaniens?
Auswirkungen
Prognosen
3. Global Warming Politik
Internationale Maßnahmen
Ozeanien und andere kleine Inselstaaten
Schlusswort
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht die Auswirkungen der globalen Erwärmung speziell auf die Region Ozeanien und beleuchtet sowohl die direkten Folgen für die Bevölkerung als auch die politischen Reaktionen auf internationaler Ebene.
- Grundlagen des Treibhauseffekts und der globalen Erwärmung
- Existenzielle Bedrohungen für Inselstaaten durch den Meeresspiegelanstieg
- Sozioökonomische und gesundheitliche Konsequenzen für die Bewohner Ozeaniens
- Anpassungsstrategien und lokale Präventionsmaßnahmen
- Internationale Klimapolitik, Kyoto-Protokoll und die Rolle kleiner Inselstaaten
Auszug aus dem Buch
1. Die Gefahr Global Warming
Auf die Frage was denn eigentlich Global Warming sei, antwortete einmal der Manager Ben Namakin wie folgt: „In Central Africa, Lake Chad, once the sixth-largest lake in the world, has all but disappeared. In just 45 years it has shrunk to a fraction of it's original size with only 10 percent remaining.“ Er geht sogar noch weiter, indem er sagt, dass bis zum Jahre 2015 die sechs Carteret Inseln, die zu Papua Neu Guinea gehören, völlig verschwunden sein werden.
Klar ist, dass die Erderwärmung die Umwelt und damit uns Menschen verändert. In welchem Maße wir tatsächlich dazu beitragen ist bis heute umstritten. Daher ist es sinnvoll, sich dem Thema erstmal aus einer geschichtlichen Perspektive zu nähern.
Wir leben heute in einer Warmzeit die seit ungefähr 11.600 Jahren anhält und es noch 15.000 - 20.000 Jahre tun wird. Während dieser Periode gab es immer wieder wärmere und kältere Phasen. So war die letzte warme Zeitspanne, Medieval Warm Period genannt, von 700 bis 1250 n. Chr. Die Temperatur stieg um ungefähr 1 Grad. Rund 100 Jahre später beginnt die Little Ice Age Zeit in der die Durchschnittstemperatur um 1 Grad weltweit sank. Sie endete Mitte des 19. Jahrhunderts. Seitdem herrscht wieder ein wärmeres Klima. Seit dem späten 19. Jahrhundert steigt die Temperatur jedoch stetig an und ist um ~ 0,74 Grad angestiegen.
Zusammenfassung der Kapitel
Einleitung: Einführung in das Thema der globalen Erwärmung mit Fokus auf Ozeanien im Rahmen eines ethnologischen Seminars.
Hauptteil: Detaillierte Betrachtung der klimatischen Grundlagen, der spezifischen Bedrohungen für pazifische Inselstaaten und der internationalen klimapolitischen Bemühungen.
1. Die Gefahr des Global Warming: Theoretische Herleitung der Erderwärmung, Erläuterung des Treibhauseffekts und Darstellung historischer Klimaschwankungen.
Grundlagen: Untersuchung der Ursachen des anthropogenen Treibhauseffekts und der Rolle fossiler Brennstoffe.
Auswirkungen & Prognosen: Analyse der physikalischen Veränderungen wie Meeresspiegelanstieg und deren Folgen für Ökosysteme.
2. Was bedeutet das Global Warming für die Bewohner Ozeaniens?: Analyse der direkten lebensbedrohlichen Konsequenzen für die Bevölkerung pazifischer Inseln.
Auswirkungen: Dokumentation von Landverlust, Zerstörung der Wasserversorgung und Gefährdung von Korallenriffen.
Prognosen: Abschätzung künftiger Entwicklungen hinsichtlich Wetterextremen und Infektionskrankheiten.
3. Global Warming Politik: Darstellung der internationalen Bemühungen zur Klimaschutzgesetzgebung.
Internationale Maßnahmen: Erörterung des UNFCCC und der Bedeutung des Kyoto-Protokolls.
Ozeanien und andere kleine Inselstaaten: Darstellung der politischen Interessenvertretung der Inselstaaten durch die AOSIS.
Schlusswort: Zusammenfassung der Notwendigkeit sofortigen Handelns und Appell zur Emissionsreduzierung.
Schlüsselwörter
Global Warming, Ozeanien, Treibhauseffekt, Meeresspiegelanstieg, Klimapolitik, Inselstaaten, Kyoto-Protokoll, Erderwärmung, Klimawandel, Nachhaltigkeit, Umweltfolgen, Pazifik, Treibhausgase, Anpassungsmaßnahmen, Umweltschutz.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit beschäftigt sich mit den Auswirkungen der globalen Erwärmung auf die Region Ozeanien und analysiert, wie dieser Prozess die dort lebenden Menschen und ihre Umwelt beeinflusst.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die zentralen Themen umfassen die physikalischen Grundlagen der Erderwärmung, die spezifischen Bedrohungen für pazifische Atolle, die sozioökonomischen Folgen für die Bevölkerung sowie internationale politische Klimaschutzmaßnahmen.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Ziel ist es, die bisherigen Auswirkungen der Klimaerwärmung in Ozeanien darzustellen und die politische Handlungsfähigkeit kleiner Inselstaaten im internationalen Kontext zu untersuchen.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es handelt sich um eine ethnologische Hausarbeit, die auf einer Literaturanalyse sowie der Auswertung aktueller Berichte und Klimadaten basiert.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Im Hauptteil werden zunächst die physikalischen Grundlagen, danach die direkten Auswirkungen auf die pazifischen Bewohner und abschließend die internationale Klimapolitik und die Rolle von Organisationen wie der AOSIS behandelt.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit wird durch Begriffe wie Ozeanien, Treibhauseffekt, Meeresspiegelanstieg, Klimawandel, Inselstaaten und Kyoto-Protokoll charakterisiert.
Wie bedroht der Meeresspiegelanstieg konkret die Bevölkerung in Ozeanien?
Der Anstieg führt zu existenziellem Landverlust, zur Versalzung von Süßwasserreserven und zwingt die Bewohner zur Migration ins Landesinnere oder zur Abwanderung von ihren Heimatinseln.
Welche Rolle spielen Korallenriffe für die Inselbewohner?
Korallenriffe fungieren als natürliche Wellenbrecher und schützen die Inseln vor schweren Stürmen; ihr Absterben entzieht den Inseln diesen Schutz und schädigt zudem den Tourismussektor.
Wie reagieren die kleinen Inselstaaten politisch auf die Bedrohung?
Sie haben sich in der Allianz kleiner Inselstaaten (AOSIS) zusammengeschlossen, um auf internationalen Konferenzen wie dem Kyoto-Protokoll mehr Gewicht zu erlangen und ihre Interessen zu vertreten.
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- Magister Artium Fernanda Menezes Dias (Author), 2008, Global Warming und seine Folgen für Mikronesien, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/161334