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Das Emergent Coalition Modell

Der kindliche Spracherwerb unter dem Einfluss von angeborenen und äußeren Faktoren.

Title: Das Emergent Coalition Modell

Term Paper , 2010 , 13 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Bianca Reinisch (Author)

German Studies - Linguistics

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Summary Excerpt Details

Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung 1
2. Problematik des Wortlernprozesses 1
3. Theorien des Wortbedeutungserwerbs 2
3.1 Prinzipienorientierte Modelle 2
3.2 Assoziationistische Konzepte 4
3.3 Der Sozial-Pragmatische Ansatz nach Tomasello 4
3.4 Kritik an den vorgestellten Konzepten 5
4. Das Emergentist Coalition Modell 6
4.1 Die Methode zur Entwicklung des Modells 6
4.2 Ergebnisse der durchgeführten Versuche 7
4.3 Kritik und Ausblick des Modells 8
5. Fazit 9
Literaturverzeichnis 10

1. Einleitung
In der Literatur finden sich mittlerweile unzählige Beiträge zur Erklärung des Wortschatzerwerbs bei Kleinkindern. Die Autoren stellen sich dabei unter anderem die Frage, wie Kleinkinder unbekannte Wörter den passenden, ebenfalls unbekannten Objekten zuordnen. Hierbei können die Modelle unterschieden werden in solche, die von angeborenen Erwerbsbeschränkungen geprägt werden, z.B. prinzipienorientierte oder assoziationistische Modelle, und in solche, die von einer starken Beeinflussung der unmittelbaren Umgebung auf den Spracherwerbsprozess ausgehen. Diese werden im folgenden Text kurz erläutert. Anschließend wird ein Modell vorgestellt, welches versucht die unterschiedlichen Theorien zu verbinden, um somit eine ganzheitliche Erklärung für den Prozess des Spracherwerbs zu geben. Des Weiteren wird eine Methode und die entsprechenden Ergebnisse vorgestellt, die die theoretischen Annahmen des sogenannten Emergent Coalition Modells unterstützen.
Zuletzt wird die hybride Theorie kritisch hinterfragt und daran anknüpfend ein Ausblick auf eine Fortführung und Erweiterung des Modells gegeben.

2. Problematik des Wortlernprozesses
Beobachtet man Kleinkinder in den ersten Lebensjahren über einen längeren Zeitraum hinweg, so ist auffällig, dass die ersten Wörter - etwa ‚Mama‘ oder ‚Papa‘ - nur mühsam und langsam gelernt werden. Besitzt das Kind aber einen Grundwortschatz von circa 50 bis 100 Wörtern, so springt die Anzahl der gelernten Wörter auf einmal in die Höhe. Dieser sogenannte Vokabelspurt tritt zwischen dem 17. und 30. Lebensmonat des Kindes auf. Vor allem Nomen ...

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Problematik des Wortlernprozesses

3. Theorien des Wortbedeutungserwerbs

3.1 Prinzipienorientierte Modelle

3.2 Assoziationistische Konzepte

3.3 Der Sozial-Pragmatische Ansatz nach Tomasello

3.4 Kritik an den vorgestellten Konzepten

4. Das Emergentist Coalition Modell

4.1 Die Methode zur Entwicklung des Modells

4.2 Ergebnisse der durchgeführten Versuche

4.3 Kritik und Ausblick des Modells

5. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht den Prozess des kindlichen Spracherwerbs und stellt das „Emergentist Coalition Modell“ (ECM) als integrativen theoretischen Ansatz vor. Das Hauptziel ist die Beantwortung der Forschungsfrage, wie Kleinkinder unbekannte Wörter den passenden Referenzobjekten in ihrer Umgebung zuordnen, wobei insbesondere die Wechselwirkung zwischen angeborenen Erwerbsbeschränkungen und sozialen Einflussfaktoren analysiert wird.

  • Grundlagen des Wortschatzerwerbs und Vokabelspurt bei Kleinkindern.
  • Vergleichende Analyse von prinzipienorientierten, assoziationistischen und sozial-pragmatischen Theorien.
  • Einführung in das Emergentist Coalition Modell und seine drei zentralen Annahmen.
  • Methodik zur empirischen Überprüfung mittels Intermodal Preferential Looking Paradigm (IPLP).
  • Kritische Diskussion der Modellgrenzen und Perspektiven für zukünftige Sprachforschung.

Auszug aus dem Buch

3.1 Prinzipienorientierte Modelle

Zeigt man einem Kleinkind einen unbekannten Gegenstand und spricht einen neuen Begriff aus, so kann sich dieser sowohl auf das ganze Objekt als auch auf einen Teil, etwa auf die Form, die Farbe, etc. desselben beziehen. Wie also entscheidet das sprachlernende Kind was genau der neue Name bezeichnet? Markman et al. (1989, 1992, 1994) schlägt zur Beantwortung dieser Frage drei sogenannte constraints vor, die im Deutschen Erwerbsbeschränkungen genannt werden: die whole object assumption, die taxonomic assumption und die mutual exclusivity assumption. Diese sind lexikalischer Natur und nach Markmann (1994) angeboren.

Das taxonomische Prinzip dient dazu, einen geordneten Zusammenhang zwischen semantischen Einheiten herzustellen, indem Begriffe durch ihre zu Grunde liegenden Eigenschaften verbunden werden. Dadurch entsteht eine Taxonomie, in die neu zu erwerbende Begriffe eingeordnet werden können. So sind beispielsweise „Stuhl“, „Tisch“ und „Schrank“ dem Oberbegriff „Möbel“ zuzuordnen. Angewendet wird dieses Prinzip vor allem dann, wenn Kinder neue Begriffe hören und sowohl bekannte als auch unbekannte Objekte mit diesen benannt werden sollen (Markman, Hutchinson, 1984).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung umreißt die theoretischen Ansätze zum Wortschatzerwerb und führt in das Ziel der Arbeit ein, das Emergentist Coalition Modell als hybride Theorie vorzustellen.

2. Problematik des Wortlernprozesses: Dieses Kapitel thematisiert den Vokabelspurt bei Kleinkindern und die grundlegende Schwierigkeit der Zuordnung von Wörtern zu Referenzobjekten anhand des Quine'schen Gedankenkonstrukts.

3. Theorien des Wortbedeutungserwerbs: Es werden verschiedene wissenschaftliche Erklärungsmodelle, darunter prinzipienorientierte und assoziationistische Ansätze sowie Tomasellos sozial-pragmatische Theorie, detailliert dargestellt und kritisch hinterfragt.

4. Das Emergentist Coalition Modell: Das Hauptkapitel präsentiert das ECM als integrativen Ansatz, beschreibt die zugrunde liegende Methodik (IPLP) und diskutiert die empirischen Forschungsergebnisse sowie notwendige Erweiterungen des Modells.

5. Fazit: Das Fazit fasst das ECM als überzeugende, dynamische Alternative zu monokausalen Erklärungsansätzen zusammen und betont den Wert für weiterführende Forschung.

Schlüsselwörter

Spracherwerb, Kleinkinder, Wortschatzerwerb, Emergentist Coalition Modell, Wortbedeutungserwerb, Erwerbsbeschränkungen, soziale Hinweise, Intermodal Preferential Looking Paradigm, Vokabelspurt, Wortlernprozess, Referenzobjekte, kognitive Entwicklung, linguistische Faktoren, Assoziation, Semantik.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit den theoretischen Grundlagen und Erklärungsmodellen für den kindlichen Wortschatzerwerb in den ersten Lebensjahren.

Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?

Die zentralen Themen umfassen die Problematik des Wortlernens, verschiedene linguistische Erklärungsansätze für den Wortbedeutungserwerb und die Dynamik des Spracherwerbsprozesses.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist die Vorstellung des Emergentist Coalition Modells als umfassende Theorie, die verschiedene Faktoren des Worterwerbs miteinander verbindet.

Welche wissenschaftlichen Methoden werden verwendet?

Die Arbeit stützt sich auf eine Literaturanalyse bestehender Modelle und die Auswertung von empirischen Studien, die das Intermodal Preferential Looking Paradigm (IPLP) zur Messung kindlicher Sprachkompetenz nutzen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine kritische Gegenüberstellung etablierter Theorien und die detaillierte Ausführung des ECM inklusive der empirischen Belege aus verschiedenen Versuchsreihen.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit ist durch Begriffe wie „Emergentist Coalition Modell“, „Wortschatzerwerb“, „Erwerbsbeschränkungen“ und „soziale Hinweise“ charakterisiert.

Welche Rolle spielen soziale Hinweise laut dem Modell?

Das Modell postuliert, dass soziale Hinweise (social cues) wie Mimik und Gestik eine zunehmend wichtige Rolle beim Worterwerb spielen, sobald Kinder die notwendigen sozial-kognitiven Fähigkeiten entwickelt haben.

Warum wird das Modell kritisiert?

Kritikpunkte sind unter anderem die Vernachlässigung emotionaler Cues, die Beschränkung auf die Untersuchung von Nomen und die Notwendigkeit, das Modell auf weitere Lernprinzipien auszuweiten.

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Details

Title
Das Emergent Coalition Modell
Subtitle
Der kindliche Spracherwerb unter dem Einfluss von angeborenen und äußeren Faktoren.
College
Free University of Berlin  (Institut für deutsche und niederländische Philologie)
Course
Vertiefung Linguistik: Semantik
Grade
1,7
Author
Bianca Reinisch (Author)
Publication Year
2010
Pages
13
Catalog Number
V161239
ISBN (eBook)
9783640763085
ISBN (Book)
9783640763474
Language
German
Tags
Spracherwerb Kleinkinder Markman Semantik Wortlernprozess Tomasello constraints assumption Assoziationistische Konzepte cues Hollich
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Bianca Reinisch (Author), 2010, Das Emergent Coalition Modell, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/161239
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