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Vater, Mutter, Kind und Bier

Alkoholprobleme in der Familie

Title: Vater, Mutter, Kind und Bier

Term Paper , 1999 , 45 Pages , Grade: 1

Autor:in: Felix Frobel (Author)

Social Work

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Summary Excerpt Details

Jeder Mensch ist Teil verschiedener sozialer Systeme, auf die er fixiert ist und die auf ihn reagieren. Solche Systeme sind in sich geschlossen und funktionieren wie ein Organismus, wie eine kleine Welt. An erster Stelle steht hier die eigene Familie – die Herkunftsfamilie, aber auch das Berufsumfeld (Berufssystem) und der Freizeitbereich (Freizeitsystem).
Das Familiensystem hat wie ein reales ökologisches System Gesetzmä-ßigkeiten und Regeln, die eingehalten werden müssen. Wie auch ein ökologisches System ist das System „Familie“ verletzbar. Dies ist der Fall, wenn die Struktur einer Familie nicht mehr in Ordnung ist. Unter dem Begriff Struktur sind „äußere“ Strukturen, wie die „familiale Organisationsform (Kernfamilie, Großfamilie), die Familiengröße (d.h. der Bestand des Systems ‚Familie‘ im Zeitablauf), die ökonomische Lage, ... die Geschwisterreihenfolge und der soziale Verkehrskreis der Familie, aber auch „innere“ Strukturen, wie z.B. ‚dominierende‘ Wertevorstellungen“ sowie Rollen, Regeln und Grenzen zu verstehen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Familie – eine Welt für sich

1.1. „Familiengesetze“

1.2. Die Rollenverteilung in der „Alkoholikerfamilie“

2. Süchtig nach der Volksdroge Nr. 1 – Alkohol

3. Aufgaben von „Alkoholikerfamilien“

3.1. Persönlichkeitsveränderungen von Alkoholabhängigen in bezug auf die Familie

3.2. Ablauf der Alkoholabhängigkeit

3.2.1. Hallmaiers „Phasenmodell“ der Alkoholabhängigkeit

3.2.2. Steinglass‘ „lebensgeschichtliches Modell“ der Alkoholabhängigkeit

3.2.3. Verlauf der Alkoholabhängigkeit und Genesung bei Abhägigen und Mitbetroffenen

3.3. Die nicht trinkende Partnerin, der nicht trinkende Partner

3.4. Die Rolle des Alkoholikers in der Familie

3.5. Kinder in Alkoholikerbeziehungen

3.5.1. Der Familienheld, die Familienheldin

3.5.2. Das „Schwarze Schaf“

3.5.3. Der Familienclown bzw. das Maskottchen

4. Familientherapien

4.1. Psychodynamische Familientherapie

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht die systemischen Auswirkungen von Alkoholabhängigkeit auf die Struktur und Dynamik von Familien. Dabei steht die Frage im Mittelpunkt, wie sich Rollenverteilungen, Kommunikationsmuster und Bewältigungsstrategien innerhalb des Familiensystems verändern und welche therapeutischen Ansätze zur Linderung dieser komplexen Belastung beitragen können.

  • Systemtheoretische Grundlagen der Familie als soziales System
  • Phasenmodelle des Verlaufs von Alkoholabhängigkeit in Familien
  • Die Rolle der Co-Abhängigkeit und "Zuhelfer"-Mechanismen
  • Psychosoziale Belastungen und Rollen von Kindern in Suchtfamilien
  • Ansätze der psychodynamischen Familientherapie

Auszug aus dem Buch

3.2.1. Hallmaiers „Phasenmodell“ der Alkoholabhängigkeit

Hallmaier schildert in seinem Phasenmodell typische Verlaufsformen, die sich in einer Alkoholikerfamilie feststellen lassen:

1. Phase

Erstmals werden „Anzeichen exzessiven Trinkens“ von den Familienmitgliedern bemerkt. Die Beziehung zwischen den Ehepartnern wird jedoch nur leicht beeinflusst. Eine Auseinandersetzung über Eheprobleme wird vermieden, um vermehrtes Trinkverhalten nicht zusätzlich zu „provozieren“. Streit als möglicher Trinkanlass und -vorwand wird vermieden. Die in dieser Phase vorherrschende Familienregel lautet: der Alkohol ist nicht die eigentliche Ursache des Familienproblems!

2. Phase

Das Trinken nimmt zu, die Familie zieht sich vermehrt aus dem sozialen Leben zurück, flüchtet aus Scham in die Isolation. Durch diesen Rückzug vergrößert sich die Bedeutung innerfamiliärer Beziehungen und Ereignisse. Gedanken und Verhaltensweisen richten sich nach dem Trinkverhalten des Alkoholikers, die Familie wird „trinkzentriert“. Die Spannung zwischen den Ehepartnern nimmt zu, die Beziehung zwischen ihnen verschlechtert sich. Der nicht-trinkende Partner versucht, das Trinkverhalten des Alkoholikers zu kontrollieren, was misslingt. Seinen Versuch, die ursprünglich harmonische Familienstruktur aufrechtzuerhalten, bezahlt er mit dem Verlust seines Selbstvertrauens. Die Familienregel in dieser Phase lautet: „Der Jetztzustand muss, koste es was es wolle, erhalten bleiben.“

Zusammenfassung der Kapitel

1. Familie – eine Welt für sich: Dieses Kapitel erläutert die Familie als soziales System, das durch Regeln und Strukturen stabilisiert wird und bei Suchtproblematiken in eine sogenannte "broken-home-Situation" geraten kann.

2. Süchtig nach der Volksdroge Nr. 1 – Alkohol: Der Abschnitt diskutiert den Stellenwert von Alkohol als Kulturgut in der Gesellschaft und die Problematik des medizinischen Krankheitskonzepts, das den Blick auf systemische Ursachen verstellen kann.

3. Aufgaben von „Alkoholikerfamilien“: Hier werden die Rollen einzelner Familienmitglieder sowie die Phasen des Krankheitsverlaufs aus systemischer Sicht detailliert analysiert.

4. Familientherapien: Es werden verschiedene familientherapeutische Strömungen vorgestellt, wobei der Fokus auf der psychodynamischen Familientherapie und deren Zielsetzung eines befreienden Dialogs liegt.

Schlüsselwörter

Alkoholismus, Familiensystem, Co-Abhängigkeit, Suchtverlauf, Rollenverteilung, Familienheld, Familienclown, systemische Therapie, Psychodynamik, Familienstruktur, Suchtfamilie, Verhaltensmuster, Abstinenz, Familienhomöostase, Isolation.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die Auswirkungen von Alkoholabhängigkeit innerhalb von Familiensystemen aus einer systemtheoretischen Perspektive.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Zu den Schwerpunkten zählen die systemische Betrachtung der Familie, der Verlauf der Sucht, die Dynamik der Co-Abhängigkeit und die spezifischen Rollen, die Kinder in solchen Systemen einnehmen.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, das Verständnis für die komplexe Interaktion innerhalb von Suchtfamilien zu schärfen und aufzuzeigen, wie sich Rollen und Kommunikationsregeln durch die Sucht entwickeln.

Welche wissenschaftliche Methode wird primär verwendet?

Die Arbeit nutzt die systemtheoretische und psychodynamische Sichtweise, um die familiäre Dynamik in Alkoholikerfamilien zu beschreiben und einzuordnen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil befasst sich mit Phasenmodellen der Sucht, der Co-Abhängigkeit, den psychosozialen Rollen von Kindern sowie verschiedenen familientherapeutischen Ansätzen.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Wesentliche Begriffe sind Alkoholismus, Familiensystem, Co-Abhängigkeit, Rollenverteilung, Familienheld, Schwarzes Schaf und systemische Familientherapie.

Wie unterscheidet sich die "Beschützerphase" von der "Kontrollphase" bei Co-Abhängigen?

In der Beschützerphase rechtfertigt der Partner das Trinkverhalten des Suchtkranken noch, während er in der Kontrollphase versucht, das Trinkverhalten aktiv zu steuern, was meist in einem Teufelskreis endet.

Warum nehmen Kinder in Suchtfamilien häufig spezielle Rollen wie "Familienheld" oder "Familienclown" ein?

Diese Rollen dienen dem Kind als Überlebensstrategie, um psychisch in einem belasteten Familiensystem zu überleben und Spannungen oder Scham zu kompensieren.

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Details

Title
Vater, Mutter, Kind und Bier
Subtitle
Alkoholprobleme in der Familie
College
University of Kassel  (Sozialwesen)
Course
Familie in der postmodernen Gesellschaft - ihre Funktion und Sinnhaftigkeit
Grade
1
Author
Felix Frobel (Author)
Publication Year
1999
Pages
45
Catalog Number
V161233
ISBN (eBook)
9783640744954
ISBN (Book)
9783640745395
Language
German
Tags
Alkoholproblem Alkoholiker Suchtproblem Abhängigkeit Co-Abhängigkeit Suchtfamilie Familientherapie Phasenmodell Volksdroge Alkohol Rollenverteilung
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Felix Frobel (Author), 1999, Vater, Mutter, Kind und Bier, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/161233
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