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Ist Machiavelli ein Machiavellist?

Titel: Ist Machiavelli ein Machiavellist?

Hausarbeit , 2004 , 33 Seiten , Note: 1

Autor:in: Felix Frobel (Autor:in)

Soziologie - Soziales System und Sozialstruktur

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Machiavelli starb vor über vierhundertfünfzig Jahren, aber sein Name lebt weiter als Inbegriff von List, Heuchelei und Unwahrhaftigkeit in politischen Angelegenheiten. „Der mörderische Machiavelli“, wie Shakespeare ihn nannte, hat niemals aufgehört, Gegenstand des Abscheus für Moralisten aller Schattierungen zu sein, konservative und revolutionäre gleichermaßen. Edmund Burke sah „der demokratischen Tyrannei“ der Französischen Revolution „die hassenswerten Maximen einer machiavellistischen Politik“ zugrunde liegen. Marx und Engels attackierten die Prinzipien des Machiavellismus mit nicht geringerer Heftigkeit, wobei sie freilich darauf insistierten, dass die wahren Exponenten einer machiavellistischen Politik diejenigen seien, die versuchten, Demokraten zu Zeiten revolutionären Wandels zu lähmen. Beide Seiten sind sich darin einig, dass die Übel des Machiavellismus zu den gefährlichsten Bedrohungen der moralistischen Grundlage des politischen Lebens gehören.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Machiavellis Leben und sein Werk im Überblick

3. Die Biographie von Niccoló Machiavelli und die damalige politische Situation Italiens

4. Die Machiavellsche Theorie zur Erhaltung von Herrschaft

4.1. Das politische Handeln und Denken Machiavellis

4.2. Das Menschenbild Machiavellis

4.3. Der „uomo virtuoso“

4.4. Die Machtübernahme und -erhaltung des „uomo virtuoso“

4.5. Die Festigung der Herrschaft

4.6. Der Abtritt des „uomo virtuoso“

4.7. Der Kreislauf der Geschichte

5. War Machiavelli ein Machiavellist? – Versuch eines Fazits

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die politische Theorie Niccolò Machiavellis, insbesondere in seinen Hauptwerken „Il principe“ und „Discorsi“, um der zentralen Forschungsfrage nachzugehen, inwieweit Machiavelli tatsächlich als „machiavellistisch“ bezeichnet werden kann. Ziel ist es, zu klären, ob er eine bloße Rechtfertigungstheorie für Tyrannen verfasste oder ob seine Schriften aus dem historischen Kontext einer krisengeschüttelten Ära heraus als patriotisches Anliegen zur Wiederherstellung von Ordnung und Stabilität zu verstehen sind.

  • Historische Kontextualisierung von Machiavellis politischem Denken
  • Das pessimistische Menschenbild und die Rolle der „ambizione“
  • Der „uomo virtuoso“ als Ordnung stiftende Instanz in Krisenzeiten
  • Analyse des Geschichtskreislaufs und des Verhältnisses von „virtù“ und „fortuna“
  • Kritische Einordnung des Begriffs „Machiavellismus“ und dessen historischer Verzerrung

Auszug aus dem Buch

4.3. Der „uomo virtuoso“

Kommt jedoch die Krise in einem Gemeinwesen an einem Punkt, an dem das reine Chaos herrscht und die Bürger selbst nicht mehr in der Lage sind, diesem Zustand ein Ende zu setzen, kann nur noch ein „uomo virtuoso“ die Ordnung wiederherstellen. Dieser Mann stellt für Machiavelli eine Persönlichkeit dar, die eine Vielzahl von außergewöhnlichen Charaktereigenschaften besitzt und sich deshalb von dem Bild der normalen Menschen abhebt. Was diesen Mann besonders auszeichnet ist seine „virtù“.

Unter „virtù“ versteht Machiavelli neben Mut, Tapferkeit und Durchsetzungsvermögen vor allem politische Tüchtigkeit. Diese politische Tüchtigkeit meint alle Eigenschaften und Fähigkeiten, die für den Herrschaftserwerb, die Begründung, Stabilisierung und Sicherung des politischen Lebens sowie der bürgerlichen Ordnung einer Republik notwendig sind.

„Da den Ehrgeiz der Mensch nicht verjagen kann, so soll gesundes Urteil und Verstand ihm Tapferkeit (virtu) und Ordnung beigesellen.“

Die „virtu“ befindet sich in einem dauerndem Kampf mit der „fortuna“, der Göttin des Schicksals und des Glücks. Sie begünstigt unerwartet Handlungen, wie sie auch gleichsam sich dieser in den Weg stellen kann. Machiavelli macht sie verantwortlich für den Zerfall des Gemeinwesens. Aus diesem Grund muss sie fortdauernd bekämpft werden, ohne dabei eine Gelegenheit (Machiavelli spricht in diesem Zusammenhang von der „occasione“) auszulassen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet den historischen schlechten Ruf Machiavellis und stellt die Forschungsfrage, ob seine Werke als Rechtfertigung für Tyrannei oder als ernsthafte Auseinandersetzung mit politischer Krisenbewältigung zu verstehen sind.

2. Machiavellis Leben und sein Werk im Überblick: Dieses Kapitel liefert eine chronologische Übersicht der Lebensstationen und diplomatischen Missionen Machiavellis, die sein politisches Denken maßgeblich geprägt haben.

3. Die Biographie von Niccoló Machiavelli und die damalige politische Situation Italiens: Es werden die familiären Hintergründe Machiavellis sowie die instabile politische Lage Italiens zur Zeit der Renaissance und der Medici-Herrschaft analysiert.

4. Die Machiavellsche Theorie zur Erhaltung von Herrschaft: Dieses zentrale Kapitel erörtert die Konzepte der „virtù“, des Menschenbildes, des „uomo virtuoso“ und des geschichtlichen Kreislaufs als notwendige Instrumente zur Schaffung politischer Stabilität.

5. War Machiavelli ein Machiavellist? – Versuch eines Fazits: Das Fazit stellt die These auf, dass Machiavelli kein Machiavellist im Sinne der späteren Bedeutung war, sondern ein Patriot, der unter dem Druck einer tiefen politischen Krise Handlungsanweisungen zur Sicherung eines Gemeinwesens formulierte.

Schlüsselwörter

Niccolò Machiavelli, Il principe, Discorsi, Machiavellismus, uomo virtuoso, virtù, fortuna, Staatsraison, politische Ordnung, Herrschaftserhaltung, politische Krise, Renaissance, Menschenbild, Politische Philosophie, Italienische Geschichte

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht das politische Denken von Niccolò Machiavelli und analysiert, ob ihm der Vorwurf des „Machiavellismus“ – im Sinne eines rücksichtslosen Machtstrebens – historisch gerecht wird.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Die Schwerpunkte liegen auf der biographischen Prägung Machiavellis, seiner Auffassung vom Menschen, den Anforderungen an den „uomo virtuoso“ sowie seiner Theorie zur Erhaltung politischer Herrschaft in Krisenzeiten.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsfrage?

Das Ziel ist es, die Diskrepanz zwischen dem historisch belasteten Ruf Machiavellis und seinen tatsächlichen Intentionen aufzudecken, die primär auf die Überwindung politischer Instabilität gerichtet waren.

Welche wissenschaftliche Methode wird in der Arbeit angewandt?

Die Arbeit basiert auf einer tiefgehenden Textanalyse der Hauptwerke „Il principe“ und „Discorsi“ unter Einbeziehung des historischen Kontexts und biographischer Daten des Autors.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil widmet sich detailliert der Theorie des „uomo virtuoso“, der Gesetzgebung als Instrument der Herrschaftssicherung und dem Geschichtskreislauf, in dem sich Staaten bewegen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren diese Arbeit?

Zu den prägenden Begriffen gehören insbesondere Machiavellismus, virtù, fortuna, Staatsraison und das Konzept des uomo virtuoso.

Wie bewertet der Autor Machiavellis Menschenbild?

Der Autor führt aus, dass Machiavelli den Menschen als von Natur aus asozial und ehrgeizgetrieben (ambizione) betrachtet, weshalb starke politische Führung notwendig ist, um gesellschaftliche Ordnung aufrechtzuerhalten.

Warum lehnt Machiavelli das Erbfolgesystem laut der Arbeit ab?

Laut der Arbeit befürchtet Machiavelli, dass die „virtù“ nicht vererbbar ist und das politische Erbe durch unfähige oder machtgierige Nachkommen missbraucht werden könnte, weshalb er die Schaffung selbsterhaltender Institutionen (Republik) favorisiert.

Ende der Leseprobe aus 33 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Ist Machiavelli ein Machiavellist?
Hochschule
Justus-Liebig-Universität Gießen  (Soziologie)
Veranstaltung
Grundlagen der Soziologie
Note
1
Autor
Felix Frobel (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2004
Seiten
33
Katalognummer
V161231
ISBN (eBook)
9783640744534
ISBN (Buch)
9783640745074
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Machiavelli Machiavellist
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Felix Frobel (Autor:in), 2004, Ist Machiavelli ein Machiavellist?, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/161231
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  33  Seiten
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