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Gibt es eine moralisch rechtfertigbare Form von Suizid?

Title: Gibt es eine moralisch rechtfertigbare Form von Suizid?

Term Paper (Advanced seminar) , 2006 , 20 Pages , Grade: 1,5

Autor:in: Harald Kienzler (Author)

Philosophy - Practical (Ethics, Aesthetics, Culture, Nature, Right, ...)

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Summary Excerpt Details

Die Grundfrage dieser Arbeit soll folgende sein: Gibt es eine Form von Suizid, die sich moralisch rechtfertigen lässt? Es mag befremdlich wirken, dass Menschen ihrem Leben ein Ende setzen wollen, es gibt aber Fälle, in denen die Verurteilung des Suizids nicht ohne Weiteres haltbar ist. Ich werde dieser Frage nachgehen, indem ich zuerst zwei moderne Extrempositionen in der Betrachtung des Suizids vorstelle, von denen eine den Suizid bejaht und die andere ihn radikal ablehnt. Diese beiden Positionen spannen einen Bogen zwischen der Annahme eines Suizids, der völlig determiniert ist und der Annahme eines Suizids, der äußerster Ausdruck der menschlichen Selbstbestimmung sein soll. Danach werde ich weitere wichtige Argumente gegen den Suizid vorstellen, die in der Diskussion immer wieder eine große Rolle spielen. Fragt man nach der moralischen Berechtigung des Suizids stellt sich nicht nur die Frage, ob sich jemand nach moralischen Gesichtspunkten das Leben nehmen darf, sondern vor allem auch die Frage, wie andere mit diesem Vorhaben umgehen. Dieser Aspekt scheint im Bezug auf den Suizid fast wichtiger zu sein als die rein personale Betrachtungsweise, weil die Perspektive des Suizidenten selbst nur teilweise konstruierbar ist und sich so einer allgemeinen Bewertung entzieht. Mit dieser Problematik werde ich mich im Abschnitt über die Grundlagen der Verhinderung des Suizids beschäftigen, die argumentativ komplex und problematisch sind, weil die Praxis der Verhinderung zwar konsequent vorgeht, aber nur schwer in vollem Umfang begründet werden kann. Schließlich werde ich mich Suiziden zuwenden, die schon heute in geregelten Bahnen ablaufen und nach der Berechtigung dieser Institutionalisierung und der Berechtigung der Institutionalisierung von Suizid im Allgemeinen fragen. Hier rückt also auch das politische Denken in den Blickpunkt, das in der konkreten Umsetzung der verschiedenen Sichtweisen konkrete und angesichts der Komplexität des Themas auch harte Entscheidungen treffen muss. Sicher kann im Rahmen einer solchen Arbeit keine entgültige Bewertung des Gegenstandes geleistet werden. Diese Arbeit soll vielmehr einen groben Überblick über ein komplexes Thema und seine verschiedenen Aspekte geben.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

Einleitung

I. Zwei Sichtweisen des Suizids

Definition des Suizids

Suizid als Folge einer psychischen Krankheit

Wohlüberlegter Suizid

II. Weitere Argumente gegen den Suizid

Schaden für andere Personen

Suizid als Infragestellung der Moral

Unverfügbarkeit des eigenen Lebens

III. Grundlagen der Verhinderung des Suizids

Die Heiligkeit des Lebens

Verhinderung des Suizids

IV. Geregelter Suizid

Assistierter Suizid

Schluss

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die moralphilosophische Frage, ob und unter welchen Umständen eine Form von Suizid als moralisch rechtfertigbar angesehen werden kann. Dabei wird das Spannungsfeld zwischen der Selbstbestimmung des Einzelnen und der paternalistischen Fürsorgepflicht zur Verhinderung von Suiziden analysiert.

  • Gegenüberstellung von Suizid als krankheitsbedingtes Phänomen und als rationaler Bilanzsuizid.
  • Ethische Analyse der Argumente gegen den Suizid, inklusive Drittschäden und moralischer Wertesysteme.
  • Kritische Beleuchtung des Prinzips der "Heiligkeit des Lebens" und der Paternalismus-Debatte.
  • Untersuchung der Institutionalisierung des assistierten Suizids, insbesondere in Pflegeeinrichtungen.
  • Reflektion über die Verbesserung der Rahmenbedingungen als Alternative zur Suizidhilfe.

Auszug aus dem Buch

Wohlüberlegter Suizid

Die Form des Suizids, die von seinen Fürsprechern immer wieder ins Feld geführt wird, ist der wohlüberlegte Suizid oder Bilanzsuizid, der nach einer rein rationalen wohlbegründeten Überlegung des Suizidenten oder einer genauen Bilanz seiner Lebensumstände stattfindet. Im Allgemeinen scheint diese Form des Suizids eine sehr theoretische zu sein, weil er sich wohl nur zweifelsfrei annehmen lässt, wenn es jemandem gut geht. Aber auch in anderen Fällen lässt er sich, auch wenn er nur schwer oder gar nicht nachzuweisen ist, nicht gänzlich ausschließen. Versucht man einen konkreteren Fall zu finden, blieben Suizide von Menschen, die nach reiflicher Überlegung ihrem Leben ein Ende setzen wollen und dabei weder Dritten Schaden zufügen, noch Pflichten gegenüber Angehörigen haben, noch in ihrem Urteilsvermögen beeinträchtigt sind. Dies könnte der Fall sein bei alten Menschen, die keine lange Lebenserwartung mehr haben und bettlärig und pflegebedürftig sind, oder bei Menschen, die sich im Endstadium einer unheilbaren qualvollen Krankheit befinden. Man könnte sagen, dass das willentliche Herbeiführen eher den Musterfall der Erhebung menschlicher Rationalität und Autonomie über die physische Verfallenheit an die Natur darstellt. Es bleibt aber die Frage, ob es die wohlüberlegte Form von Suizid wirklich gibt und wie sie in der Praxis von den anderen zu unterscheiden ist. Ohne ausführliche Gespräche mit dem Suizidenten dürfte dies kaum möglich sein, aber auch diese können keinen entgültigen Beweis erbringen, vor allem wenn man davon ausgeht, dass viele Suizide Folge einer psychischen Krankheit sind.

Zusammenfassung der Kapitel

Einleitung: Einführung in die Grundfrage der moralischen Rechtfertigung des Suizids und Überblick über die verwendeten Positionen und Argumentationslinien.

I. Zwei Sichtweisen des Suizids: Untersuchung der Extrempositionen: Suizid als Symptom psychischer Krankheit versus Suizid als autonomer, rationaler Bilanzsuizid.

II. Weitere Argumente gegen den Suizid: Analyse externer Faktoren wie Schaden für Dritte, die Infragestellung moralischer Normen und das Argument der Unverfügbarkeit des Lebens.

III. Grundlagen der Verhinderung des Suizids: Auseinandersetzung mit dem Prinzip der Heiligkeit des Lebens und der ethischen Rechtfertigung von Paternalismus.

IV. Geregelter Suizid: Kritische Betrachtung der Institutionalisierung von Suizidhilfe, insbesondere unter dem Aspekt des Pflegenotstands und der Selbstbestimmung.

Schluss: Zusammenfassende Reflexion über die Vielschichtigkeit des Themas und die Notwendigkeit einer ausgewogenen angewandten Ethik.

Schlüsselwörter

Suizid, Bilanzsuizid, Selbstbestimmung, Paternalismus, Suizidprävention, Moral, Heiligkeit des Lebens, Sterbehilfe, assistierter Suizid, Ethik, Lebensqualität, Urteilsfähigkeit, Institutionalisierung, Angewandte Ethik, Würde.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die moralphilosophischen Aspekte des Suizids und fragt, ob es Situationen gibt, in denen ein Suizid moralisch rechtfertigbar ist.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Zentrale Themen sind die Abgrenzung zwischen krankheitsbedingten Suiziden und rationalen Bilanzsuiziden, die ethische Legitimation der Suizidprävention und die Problematik institutionalisierter Sterbehilfe.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, einen Überblick über die komplexen ethischen Argumente zu geben, die im Diskurs um den Suizid eine Rolle spielen, und die Grenzen der moralischen Bewertung aufzuzeigen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt die Methode der moralphilosophischen Reflexion und der angewandten Ethik, indem sie verschiedene Positionen aus Literatur und Fachdiskursen gegenüberstellt.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil behandelt die Unterscheidung von Suizidtypen, Gegenargumente zum Suizid, die Grundlagen der Suizidverhinderung (Paternalismus) sowie die Praxis der Institutionalisierung im Alters- und Pflegebereich.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Selbstbestimmung, Bilanzsuizid, Paternalismus und die ethische Debatte um die Heiligkeit des Lebens geprägt.

Welche Rolle spielt die psychische Gesundheit bei der Beurteilung von Suiziden?

Die psychische Gesundheit ist ein zentrales Kriterium, da viele Suizide als Folge einer psychischen Erkrankung gesehen werden, was nach Ansicht einiger Autoren die Autonomie der Entscheidung in Frage stellt.

Welche Kritik übt die Arbeit an der Institutionalisierung des Suizids?

Die Arbeit weist auf die Gefahr hin, dass institutionelle Sterbehilfe den Suizid banalisiert und einen indirekten Druck auf pflegebedürftige Menschen ausüben könnte, sich als "nutzlose" Existenzen selbst zu töten.

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Details

Title
Gibt es eine moralisch rechtfertigbare Form von Suizid?
College
University of Tubingen
Grade
1,5
Author
Harald Kienzler (Author)
Publication Year
2006
Pages
20
Catalog Number
V160890
ISBN (eBook)
9783640739431
ISBN (Book)
9783640739776
Language
German
Tags
Philosophie Ethik Suizid Medizin
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Harald Kienzler (Author), 2006, Gibt es eine moralisch rechtfertigbare Form von Suizid?, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/160890
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