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Gerechtigkeit vor Gericht im Buch Deuteronomium

Die deuteronomische Konzeption von Institutionen und Ämtern

Title: Gerechtigkeit vor Gericht im Buch Deuteronomium

Term Paper (Advanced seminar) , 2008 , 24 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Vera Jäger (Author)

Theology - Biblical Theology

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Summary Excerpt Details

Die Thematisierung institutioneller Organisation im Deuteronomium ist sowohl im Zusammenhang sozialhistorischer Kontexte als auch für die gesamte Hermeneutik des Buches signifikant. So findet sich im Deuteronomium ein ganzer Verfassungsentwurf, dessen Struktur und Anlage teils sehr befremdlich wirken, wenn man ihn vor das Auge eines Betrachters führt, dem die Gesetzesbücher der heutigen Zeit wie etwa das BGB oder das StGB geläufig sind. Andererseits erscheinen weitere Baugliederder deuteronomischen Verfassung geradezu analog zu gegenwärtigen Staatsorganisationen.Der Verfassungsentwurf des Deuteronomium erstreckt sich von Kapitel 16,18 -18,22. Pentateuch inne, weil in ihm Ämter für das Gottesvolk und dessen Leben im Lande 1Innerhalb dieses Abschnittes werden die vier Ämter, Richter, König, Priester und Prophet, eingeführt. Ihr Zuständigkeitsbereich wird jeweils beschrieben und gegenüber den anderen abgegrenzt. Diese Arbeit soll sich jedoch auf die Perikope 16,18 17,13 beschränken. Hier wird hauptsächlich die Zuständigkeit der Richter sowohl in den Ortschaften als auch am Zentralheiligtum thematisiert. Diese Darstellungen sollen näher veranschaulicht werden.
In der inhaltlichen Auseinandersetzung muss jedoch teilweise der gesamte Verfassungsentwurf des Deuteronomium in die Argumentation einbezogen werden. Bei der Frage der Gewaltenteilung etwa ist die Rolle des Königs vongroßer Bedeutung.Auch dersoziale, historische Background spielt eine wichtige Rollein der inhaltlichen Auseinandersetzung: So soll etwa dieEntwicklung des Gerichtsverfahrens im Alten Orient thematisiert werden, um einen Diskurs mit der Darstellung im Deuteronomium herzustellen. Die gesellschaftlichen Umstände, in die das Deuteronomium zu situieren ist, stehen in einer wechselseitigen Beziehung zum Buch.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

Einleitung

Der Text (Einheitsübersetzung)

Abgrenzung

Strukturanalyse

Gliederung

Strukturbeschreibung

Inhaltsanalyse

Gesetzesregelung im Alten Orient – Geschichtliche Zusammenhänge

Gewaltenteilung im Deuteronomium

Die Bedeutung des Zentralgerichts

Gerechtigkeitsbegriff und Menschenbild

Vermutungen zur Entstehungsgeschichte des Textes

Zusammenfassende Interpretation

Bibliographie

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die institutionelle Organisation und das Rechtsverständnis im Deuteronomium (Dtn 16,18-17,13), mit dem Ziel, die im Text angelegten Strukturen einer Gewaltenteilung sowie das zugrunde liegende Menschenbild und den Gerechtigkeitsbegriff in ihrem historischen und sozialpolitischen Kontext zu analysieren.

  • Die Funktion und Einsetzung des Richteramtes im Deuteronomium
  • Die Analyse der Gewaltenteilung und das Verhältnis von König, Priester und Richter
  • Die Bedeutung des Zentralgerichts als übergeordnete Instanz
  • Sozialhistorische Hintergründe und der Bezug zur sozialen Gerechtigkeit
  • Diskurs zwischen antiken biblischen Normen und modernen Rechtsvorstellungen

Auszug aus dem Buch

5.2 Gewaltenteilung im Deuteronomium

Meist wird der Begriff der Gewaltenteilung frühestens im Zusammenhang mit den Schriften von John Locke und Montesquieu gesehen, welche sich im 18. Jahrhundert gegen Machtmissbrauch und deren Konzentration auf einen absolutistischen Herrscher richteten. Beide beziehen sich vor allem auf Aristoteles, der bereits von einem ähnlichen Konzept schreibt. Orient und Bibel bleiben in der Etymologie des Begriffs Gewaltenteilung also außen vor.

Gewaltenteilung meint, dass verschiedene Staatsfunktionen nebeneinander, nicht übereinander stehen. Legislative, Exekutive und Judikative sind jeweils Gewalten, die voneinander unabhängig und getrennt sind. Deren jeweilige Zuständigkeiten sind wiederum in einem Gesetz konstitutionell geregelt. Diese Art von Staatsorganisation finden wir, wie oben beschrieben, sowohl im Alten Orient als auch im hellenistischen Staat nicht vor. Die diversen Ämter waren lediglich ausführende Gewalten, die in der hierarchischen Ordnung unter dem König anzusiedeln sind. Bei Entscheiden und Erlässen lag das letzte Wort somit stets beim König. Hier bildet sich deutlich eine Divergenz zum deuteronomischen Verfassungsverständnis heraus.

Zusammenfassung der Kapitel

Einleitung: Einführung in die Thematik der institutionellen Organisation im Deuteronomium und Abgrenzung des Untersuchungsgegenstandes auf die Perikope Dtn 16,18-17,13.

Der Text (Einheitsübersetzung): Präsentation der textlichen Grundlage des untersuchten Abschnitts mit einer Untergliederung in Sätze und Satzteile zur Vorbereitung der Analyse.

Abgrenzung: Einordnung der untersuchten Verse in den Kontext des mosaischen Gesetzes sowie Begründung der inhaltlichen Zäsur am Anfang und Ende der Perikope.

Strukturanalyse: Detaillierte gliederungstechnische und strukturelle Untersuchung des Textaufbaus der Perikope Dtn 16,18-17,13.

Inhaltsanalyse: Untersuchung der historischen Zusammenhänge der Gesetzesregelung im Alten Orient, der Gewaltenteilung, der Funktion des Zentralgerichts sowie des Gerechtigkeitsbegriffs und Menschenbildes.

Vermutungen zur Entstehungsgeschichte des Textes: Analyse der sozioökonomischen Krisensituation in Israel und Juda als Kontext für die Entstehung des deuteronomischen Idealentwurfs.

Zusammenfassende Interpretation: Abschließende Würdigung der Modernität der deuteronomischen Rechtsstrukturen und deren Bedeutung für die heutige Debatte um soziale Gerechtigkeit.

Bibliographie: Auflistung der verwendeten Quellen und der weiterführenden wissenschaftlichen Literatur.

Schlüsselwörter

Deuteronomium, Gerechtigkeit, Gewaltenteilung, Richteramt, Zentralgericht, Alten Orient, Rechtsgeschichte, Korruption, Menschenbild, Sozialutopie, Verfassungsentwurf, Tora, Rechtswesen, Institutionen, Israel.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der institutionellen Organisation und dem Verfassungsentwurf im Buch Deuteronomium, speziell im Abschnitt Dtn 16,18-17,13.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Die zentralen Felder umfassen die richterliche Gewalt, die Rolle der Priester und des Königs, das Verfahren bei Straftaten sowie die gesellschaftliche Gerechtigkeit im historischen Kontext.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es zu untersuchen, inwiefern der Text Strukturen der Gewaltenteilung aufweist und wie diese in das antike israelitische Rechtsdenken einzuordnen sind.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird eine strukturelle und inhaltliche Analyse der biblischen Texte vorgenommen, die durch den Vergleich mit soziohistorischen Modellen und rechtsgeschichtlichen Diskursen ergänzt wird.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil behandelt die Strukturierung des Rechtswesens, die Abgrenzung verschiedener Staatsämter sowie das zugrunde liegende Menschenbild und den Gerechtigkeitsbegriff im Deuteronomium.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit ist insbesondere durch die Begriffe Deuteronomium, Gewaltenteilung, Gerechtigkeit, Zentralgericht und Rechtsgeschichte geprägt.

Welche Bedeutung kommt dem Zentralgericht im Deuteronomium zu?

Das Zentralgericht fungiert als höchste Instanz für komplexe Rechtsfälle, bei denen die lokalen Ortsgerichte überfordert sind, und dient der Sicherung einheitlicher rechtlicher Standards.

Wie unterscheidet sich das deuteronomische Rechtsverständnis von absolutistischen Konzepten?

Im Gegensatz zu absolutistischen Systemen, in denen der König die absolute Gewalt innehat, verteilt das Deuteronomium die Macht auf verschiedene Institutionen wie Richter, Priester und Propheten.

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Details

Title
Gerechtigkeit vor Gericht im Buch Deuteronomium
Subtitle
Die deuteronomische Konzeption von Institutionen und Ämtern
College
Johannes Gutenberg University Mainz  (Fachbereich kath. Theologie)
Course
Die Sozialutopie des Buches Deuteronomium
Grade
1,0
Author
Vera Jäger (Author)
Publication Year
2008
Pages
24
Catalog Number
V160828
ISBN (eBook)
9783640738441
ISBN (Book)
9783640738731
Language
German
Tags
Gerechtigkeit Gericht Buch Deuteronomium Konzeption Institutionen
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Vera Jäger (Author), 2008, Gerechtigkeit vor Gericht im Buch Deuteronomium, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/160828
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