Der Kunde (richtiger Kundename darf namentlich nicht genannt werden) ist ein erfolgreiches
Unternehmen im Gesundheitsgewerbe mit mehreren Standorten in der Region
Norddeutschland. Der Kunde betreut Therapiepatienten im Rehabilitations- und
Präventionsbereich.
Zu den Aufgaben der Verwaltungsabteilung gehören u. a. die Planung und Durchführung von
Abhol- und Bringediensten für Patienten, die die jeweiligen Therapiestandorte eigenständig
nicht erreichen können.
Aufgrund der Vielzahl von Patienten, deren Abholorte ein große räumliche Ausdehnung
zueinander besitzen sollen die Fahrtrouten mit einem unternehmensweit einsetzbaren
System optimiert werden.
Inhaltsverzeichnis
1 Projektbeschreibung
1.1 Einführung
1.2 Projektanstoß
1.3 Projektumfeld
2 Planungsphase
2.1 Projektplan
2.2 IST-Analyse
2.3 Kostenplan
2.4 Soll-Konzept
2.4.1 Funktionalitäten
2.4.2 Sicherheit
2.4.3 Integration in bestehende Intranetanwendung
3 Entwurfsphase
3.1 Vorüberlegungen
3.2 Bestandteile des Lösungspakets
3.2.1 Webparts
3.2.2 Maps-Adressliste und Content-Type
3.2.3 Setupkomponente
4 Implementierungsphase
4.1 Installation und Konfiguration der Entwicklungsumgebung
4.2 Strukturierung Visual Studio Projekt Solution
4.3 Entwicklung der Webparts
4.4 Maps Adressliste und Content-Type
4.5 Zusätzlicher Quellcode
5 Testphase
6 Projektbewertung
6.1 Zielerreichung
6.2 Soll/Ist-Abgleich Projektphasen
6.3 Qualitätssicherung
6.4 Änderungen gegenüber Projektantrag
7 Fazit und Ausblick
Zielsetzung & Themen
Das Hauptziel dieser Arbeit ist die Entwicklung eines webbasierten Lösungspakets für Microsoft SharePoint Services 3.0, welches die Visualisierung von Patientenstandorten auf interaktiven Karten (Google Maps und Bing Maps) ermöglicht, um die Planung von Fahrtrouten effizienter zu gestalten und Arbeitskosten zu senken.
- Integration von Geokarten in SharePoint-Intranetanwendungen
- Entwicklung von wiederverwendbaren Webparts zur Standorterfassung
- Konzeption einer adressbasierten SharePoint-Liste inklusive Content-Type
- Modulare Implementierung mittels .NET-Technologie
- Automatisierte Bereitstellung über Setup-Komponenten
Auszug aus dem Buch
3.2.1 Webparts
Die Webparts stellen einen HTML/JavaScript-Container für die Darstellung der Karte in der Windows SharePoint Services Webanwendung dar.
Die Webparts werden mit der .NET Technologie entwickelt, der erstellte Code wird vom SharePoint System serverseitig ausgeführt und an den Webbrowser gesendet.
Bei der Entwicklung steht der komplette Funktionsumfang des Microsoft .NET Frameworks Version 3.5 zur Verfügung. Somit ist eine kostengünstige, robuste und vom Hersteller unterstützte Entwicklung möglich.
Karten APIs
Die Anbieter Google und Bing stellen eigene APIs zur Einbindung von interaktivem Kartenmaterial auf Webseiten zur Verfügung.
Die Funktionalität beider Kartensysteme ist weitestgehend identisch und umfasst u. a. folgende Funktionalitäten:
Interaktive 2D-Darstellung von Straßen- und Geländeinformationen
Zoom-In und Zoom-Out Funktion
Darstellung von Markern bzw. Pins (Markerpunkte auf der Karte) auf Grundlage von Längen und Breitengraden oder Adressinformationen (reverse Geokodierung)
Interaktive 3D Darstellung (z. b. Streetviews) nach zusätzlicher Installation eines Browser-Plugins
Die Nutzung der Google Maps API erfordert die Registrierung eines API-Schlüssels, was momentan noch kostenfrei möglich ist.
Beide Anbieter bieten eine JavaScript-basierte Lösung an, die sich in bestehende Webanwendungen integrieren lässt.
Da mehrere Kartentypen unterstützt werden sollen muss von einer abstrakten Webpart Basisklasse abgeleitet werden um einen höheren Programmieraufwand zu vermeiden und die Wartbarkeit des Codes zu erhöhen.
Die abstrakte Basisklasse „MapsWebpart“ leitet von Microsoft.SharePoint.WebPartPages.WebPart ab von soll gemeinsame Kartenoptionen wie Höhe, Breite der Karten über ein Interface bereitstellen. Die abgeleiteten Klassen besitzen erweiterte kartenspezifische Eigenschaften, wie die Anzeige von Kartensteuerelementen und API-Keys, deren Implementierung über eigene Interfaces (~MapsWebpartProperties) erzwungen wird.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Projektbeschreibung: Einführung in das Projektumfeld und Erläuterung des Anlasses zur Digitalisierung der Routenplanung bei einem Gesundheitsunternehmen.
2 Planungsphase: Detaillierte Darstellung des Zeit- und Kostenplans sowie die Analyse des bestehenden manuellen Planungsprozesses und Ableitung des Soll-Konzepts.
3 Entwurfsphase: Definition der technischen Architektur und der notwendigen Komponenten wie Webparts, Adresslisten und Setup-Logik.
4 Implementierungsphase: Beschreibung der technischen Umsetzung der Webparts, der XML-Schemadefinitionen und der Feature-Receiver für die Paketaktivierung.
5 Testphase: Zusammenfassung der durchgeführten Qualitätssicherungsmaßnahmen und Prüfung der Systemfunktionalitäten anhand definierter Testprotokolle.
6 Projektbewertung: Gegenüberstellung der Soll-Vorgaben mit den tatsächlichen Ergebnissen und Reflexion des Projektablaufs.
7 Fazit und Ausblick: Zusammenfassende Bewertung der erreichten Ziele und Ausblick auf zukünftige Software-Upgrades sowie funktionale Erweiterungen.
Schlüsselwörter
SharePoint, Webparts, Geodaten, Kartenvisualisierung, Google Maps, Bing Maps, .NET Framework, Intranet, Routenplanung, Content-Type, Softwareentwicklung, Projektbericht, Automatisierung, Adressmanagement, SharePoint Services
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in diesem Projektbericht grundlegend?
Der Bericht dokumentiert die Entwicklung einer IT-Lösung zur Visualisierung von Patientenstandorten auf digitalen Geokarten innerhalb einer bestehenden Microsoft SharePoint-Umgebung.
Welche zentralen Themenfelder behandelt die Arbeit?
Die Schwerpunkte liegen auf der Softwareentwicklung für SharePoint-Systeme, der Integration von Kartendiensten und der Automatisierung von Adressmanagement-Prozessen.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das Ziel ist die Optimierung der Fahrtroutenplanung für Mitarbeiter im Gesundheitsbereich durch eine intuitive, webbasierte Kartenvisualisierung der Patientendaten.
Welche wissenschaftliche oder technische Methode wurde verwendet?
Es wurde ein modulares Entwicklungskonzept angewandt, das auf der objektorientierten Programmierung mit dem .NET-Framework basiert, um eine hohe Wiederverwendbarkeit und Wartbarkeit zu gewährleisten.
Was wird im Hauptteil des Berichts behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die Projektphasen: von der Anforderungsanalyse über den technischen Entwurf und die Implementierung bis hin zur Qualitätssicherung und Testphase.
Durch welche Schlüsselwörter lässt sich die Arbeit charakterisieren?
Zentrale Begriffe sind SharePoint, Webparts, Kartenvisualisierung, .NET, Geodaten und Prozessoptimierung.
Warum wurde eine abstrakte Basisklasse für die Webparts gewählt?
Die Wahl fiel auf eine abstrakte Basisklasse, um gemeinsamen Code zu kapseln, den Programmieraufwand bei der Einbindung weiterer Kartenanbieter zu minimieren und die Wartbarkeit zu steigern.
Wie erfolgt die Installation des entwickelten Lösungspakets?
Die Bereitstellung erfolgt über den SharePoint Solution Installer, der die WSP-Datei nutzt, um alle notwendigen Komponenten automatisch im SharePoint-System zu konfigurieren.
Wie wird die Datensicherheit bei personenbezogenen Informationen gewährleistet?
Die Anwendung nutzt das integrierte Sicherheitsmodell von SharePoint, bei dem Zugriffsrechte auf die Adresslisten automatisch vererbt oder gezielt konfiguriert werden können.
Welche Herausforderung ergab sich während der Projektlaufzeit?
Der Kunde wünschte nachträglich die Einbindung eines zweiten Kartenanbieters (Bing Maps zusätzlich zu Google Maps), was durch das modulare Design des Projekts erfolgreich integriert werden konnte.
- Quote paper
- Alexander Röhrig (Author), 2010, Microsoft SharePoint® Lösungspaket zur Visualisierung von Geostandorten, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/160755