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Vermitteln, Üben und Bewerten in drei Stunden? Warum die Ausbildung der Leichtathletik in der Schule grundlegend geändert werden sollte

Schwerpunktsetzung in der schulischen Leichtathletikausbildung am Beispiel des Hochsprungs in einer 8. Klasse

Title: Vermitteln, Üben und Bewerten in drei Stunden? Warum die Ausbildung der Leichtathletik in der Schule grundlegend geändert werden sollte

Examination Thesis , 2009 , 38 Pages , Grade: 2

Autor:in: Jens Ender (Author)

Didactics - Sport, Sport Pedagogy

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Summary Excerpt Details

Wie ist es aber zu einer solch starken Veränderung gekommen? Wieso nimmt die sportliche
Leistungsfähigkeit der Schüler immer weiter ab? Dies hat mindestens zwei Ursachen.
Zum einen hat sich in den letzten beiden Jahrzehnten das Lebensumfeld der Schüler/
Kinder extrem verändert. Die intakten Bewegungswelten der Kinder, wie z.B. Bolzplätze,
Wälder, Wiesen und Abenteuerplätze, wurden immer weiter durch den Prozess
der Verstädterung verdrängt. Der zunehmende Straßenverkehr drängt die Kinder immer
weiter in die eigenen vier Wände zurück. Gleichzeitig werden viele Kinder immer mehr
von einem Ort zum anderen mit dem Auto gefahren z.B. vom Elternhaus zur Schule im
gleichen Ort. Dies hat, wie es KATZENBOGNER (2004:13) trefflich nennt, eine „Verhäuslichung“
und eine „Verinselung“ der Lebenswelten zur Folge. Es erfolgt eine „Verplanung“
und „mediale Überlastung“ der Freizeit. Eine musikalische Früherziehung, stundenlanger
Fernsehkonsum (bis zu 30 Stunden pro Woche), Computerspiele und nicht
zuletzt der steigende Leistungsdruck in der Schule durch neue Lehrpläne stehlen den
Kindern immer mehr Freizeit. Den Kindern wird das Sammeln von aktiven Primärerfahrungen
erschwert oder gar verhindert, indem viele Bereiche ihrer Lebenswelt nur
noch nach vorgeschriebenen Regeln erlebt werden dürfen.
Die Folgen dieser Veränderung sind vielfältig. Bei vielen Kindern sind muskuläre Dysbalancen,
koordinative und konditionelle Defizite sowie Konzentrationsstörungen festzustellen,
was sich negativ auf die Schule und nicht zuletzt auch auf den Schulsport
auswirkt. Somit müssen Bewegungsaufgaben schnell und einfach zu bewältigen sein,
dürfen keine Verpflichtung (längeres Üben) nach sich ziehen und dürfen nicht als körperliche
Belastungen empfunden werden (KATZENBOGNER 2004:14).
Als zweite Ursache für diesen Rückschritt sehe ich die Lehrplansituation, die im Gegensatz
zur Lebenswelt der Schüler steht. Statt auf reduzierte, individuellere Inhalte zu setzen,
wurde im Zuge der G8-Reform nur der zeitliche Rahmen gekürzt, immer mehr in
kürzerer Zeit. So stehen für den achten Jahrgang im Bereich der Leichtathletik nur
zwölf Unterrichtsstunden zur Verfügung um mit den Schülern das Bewegungsfeld
„Laufen, Springen, Werfen“ durchzuführen (HKM 2005:60). Dies bedeutet, dass theoretisch
für jeden Themenbereich nur vier Unterrichtsstunden zur Verfügung stehen.
Dies führt dann zu dem unrühmlichen Dreiklang „Vermitteln, Üben und Bewerten in
drei Unterrichtsstunden“.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Eröffnung des pädagogischen Problems

3. Theoretische Eckpfeiler der Leichtathletikvermittlung

3.1 Aspekte des Lehrplans

3.2 Wissenschaftliche Vermittlungsaspekte – Die Leistungsstruktur

3.3 Motorische Entwicklung der Schüler

3.4 Die Floptechnik

3.5 Erstes Zwischenfazit

4. Lerngruppe und Lernausganglage

4.1 Beschreibung der Lerngruppe

4.2 Bestimmung der Lernausgangslage

4.3 Rahmenbedingungen

5. Umsetzung der Theorie in die Praxis

5.1 Didaktische Begründung der Unterrichtsreihe

5.2 Methodische Überlegungen zur Unterrichtsreihe

5.3 Lernziele der Unterrichtsreihe

5.4 Beispielstunden

5.4.1 Erste Beispielstunde (Stunde 3)

5.4.1.1 Didaktische Analyse

5.4.1.2 Methodische Analyse

5.4.1.3 Lernziele

5.4.2 Zweite Beispielstunde (Stunde 7+8)

5.4.2.1 Didaktische Analyse

5.4.2.2 Methodische Analyse

5.4.2.3 Lernziele

5.4.2.4 Diagnostisches Instrument

5.5 Beobachtung zweier Schüler

5.5.1 Patrick-Philipp

5.5.2 Julia

6. Evaluation

6.1 Ergebnisse Posttest

6.2 Eine Möglichkeit der Bewertung

6.3 Schülerbefragung

6.4 Selbstreflexion

6.5 Zweites Zwischenfazit

7. Ausblick auf G8

8. Zusammenfassung

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht, wie eine Umstrukturierung der Leichtathletikvermittlung im Schulsport durch eine Fokussierung auf eine spezifische Disziplin (Hochsprung) und eine individuelle Lernbegleitung die Motivation und den Leistungszuwachs von Schülern einer 8. Klasse verbessern kann, um dem Matthäus-Effekt entgegenzuwirken.

  • Methodische Umstellung von einer breiten, oberflächlichen Vermittlung hin zur intensiven Auseinandersetzung mit einer Disziplin.
  • Nutzung des „Flops“ als motivierender technischer Anreiz im Hochsprung.
  • Implementierung eines individuellen diagnostischen Instruments (Beobachtungsbogen) zur Selbststeuerung der Schüler.
  • Förderung kooperativer Lernformen durch Lerntandems zur individuellen Leistungsentwicklung.
  • Evaluation der motorischen und motivationalen Effekte durch Prä- und Posttests sowie Schülerfeedback.

Auszug aus dem Buch

1. Einleitung

Im Laufe meiner Ausbildung zum Sportlehrer bin ich durch verschiedene Schulen und Schulsportanlagen gegangen. Immer wieder konnte ich mit Fachkollegen über die sportliche Leistungssituation der Schüler sprechen. Das Bild vieler Kollegen über die heutigen Schüler hatte dabei eine negative Ausstrahlung, die Kinder seien zu dick, zeigen deutliche Bewegungsmängel und verfügen nur noch über einen geringen motorischen Erfahrungsschatz. Diese Aussagen wurden auch dadurch gestützt, dass die sportlichen Schulrekorde kaum noch erreicht werden und die absoluten Bestmarken noch aus den neunziger Jahren stammen. Diese subjektiven Eindrücke vieler Sportkollegen werden auch durch verschieden sportwissenschaftliche Studien (vgl. „SPRINT-Studie“ 2004, KATZENBOGNER 2004:12f) bestätigt.

Wie ist es aber zu einer solch starken Veränderung gekommen? Wieso nimmt die sportliche Leistungsfähigkeit der Schüler immer weiter ab? Dies hat mindestens zwei Ursachen. Zum einen hat sich in den letzten beiden Jahrzehnten das Lebensumfeld der Schüler/Kinder extrem verändert. Die intakten Bewegungswelten der Kinder, wie z.B. Bolzplätze, Wälder, Wiesen und Abenteuerplätze, wurden immer weiter durch den Prozess der Verstädterung verdrängt. Der zunehmende Straßenverkehr drängt die Kinder immer weiter in die eigenen vier Wände zurück. Gleichzeitig werden viele Kinder immer mehr von einem Ort zum anderen mit dem Auto gefahren z.B. vom Elternhaus zur Schule im gleichen Ort. Dies hat, wie es KATZENBOGNER (2004:13) trefflich nennt, eine „Verhäuslichung“ und eine „Verinselung“ der Lebenswelten zur Folge. Es erfolgt eine „Verplanung“ und „mediale Überlastung“ der Freizeit.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Beschreibt die rückläufige sportliche Leistungsfähigkeit der Schüler und hinterfragt kritisch die Auswirkungen der aktuellen Lehrplansituation auf den Sportunterricht.

2. Eröffnung des pädagogischen Problems: Thematisiert die Diskrepanz zwischen Lehrplanvorgaben und trainingswissenschaftlichen Erkenntnissen sowie die daraus resultierende demotivierende Wirkung auf Schüler.

3. Theoretische Eckpfeiler der Leichtathletikvermittlung: Erläutert fachliche Grundlagen zu Lehrplänen, motorischer Entwicklung im Jugendalter und biomechanischen Anforderungen der Floptechnik.

4. Lerngruppe und Lernausganglage: Analysiert die Zusammensetzung, das soziale Klima und die individuellen motorischen Voraussetzungen der 8. Klasse.

5. Umsetzung der Theorie in die Praxis: Dokumentiert die didaktische Planung, die Unterrichtsmethodik mit Lerntandems und die praktische Durchführung der Hochsprungreihe.

6. Evaluation: Wertet die Ergebnisse der Posttests, die Schülerbefragung und die Selbstreflexion des Autors hinsichtlich des erzielten Leistungszuwachses aus.

7. Ausblick auf G8: Skizziert Möglichkeiten zur Übertragung der gewonnenen Erkenntnisse auf die Anforderungen und Zeitvorgaben des G8-Lehrplans.

8. Zusammenfassung: Fasst die zentralen Erkenntnisse zusammen und plädiert für einen positiven Leistungsbegriff durch individuelle Förderung.

Schlüsselwörter

Leichtathletik, Hochsprung, Floptechnik, Schulsport, individuelle Leistungsbewertung, Lernausgangslage, Koordinative Fähigkeiten, Lerntandems, Diagnosebogen, Motivationssteigerung, Matthäus-Effekt, Leistungszuwachs, G8-Reform, Sportdidaktik, Bewegungsabläufe.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundlegend?

Die Arbeit befasst sich mit der Problematik der Leichtathletikvermittlung im Sportunterricht und stellt ein Konzept vor, wie man durch eine fokussierte Unterrichtsgestaltung (am Beispiel des Hochsprungs) individuelle Fortschritte und Motivation fördern kann.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind die Anpassung an veränderte Lebenswelten der Schüler, die Verbindung von Trainingswissenschaft und Schulpraxis sowie die Entwicklung adäquater Bewertungssysteme.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, dass eine längerfristige Konzentration auf eine Disziplin in einem angepassten Zeitrahmen den „Matthäus-Effekt“ durchbrechen und zu einem nachhaltigen Lernzuwachs bei allen Schülern führen kann.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird ein praxisorientierter Ansatz gewählt, der theoriegeleitete Reihenplanung mit einer diagnostischen Erfassung durch Prä- und Posttests verbindet.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil umfasst die theoretische Fundierung, die spezifische Analyse der Lerngruppe, die detaillierte Planung der Unterrichtsreihe sowie die Auswertung von Fallbeispielen einzelner Schüler.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Besonders prägend sind Begriffe wie „Individuelle Leistungsbewertung“, „Floptechnik“, „Lerntandems“ und „Koordinative Fähigkeiten“.

Welche Rolle spielt die „Floptechnik“ in diesem Konzept?

Der Flop dient als motivierender technischer Anreiz, der den Schülern das Gefühl vermittelt, auf professionellem Niveau zu springen, erfordert jedoch eine didaktische Reduktion für den Schulsport.

Warum ist das Diagnoseinstrument für die Schüler wichtig?

Es ermöglicht den Schülern eine transparente Einschätzung ihrer eigenen Stärken und Schwächen und dient als Grundlage für die eigenständige Auswahl von Übungen an der Lerntheke.

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Details

Title
Vermitteln, Üben und Bewerten in drei Stunden? Warum die Ausbildung der Leichtathletik in der Schule grundlegend geändert werden sollte
Subtitle
Schwerpunktsetzung in der schulischen Leichtathletikausbildung am Beispiel des Hochsprungs in einer 8. Klasse
College
http://www.uni-jena.de/
Grade
2
Author
Jens Ender (Author)
Publication Year
2009
Pages
38
Catalog Number
V160612
ISBN (eBook)
9783640745739
ISBN (Book)
9783640746408
Language
German
Tags
Vermitteln Bewerten Stunden Warum Ausbildung Leichtathletik Schule Schwerpunktsetzung Leichtathletikausbildung Beispiel Hochsprungs Klasse
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Jens Ender (Author), 2009, Vermitteln, Üben und Bewerten in drei Stunden? Warum die Ausbildung der Leichtathletik in der Schule grundlegend geändert werden sollte , Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/160612
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