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Reflexionen zu Amartya Sens 'Development as Freedom'

Title: Reflexionen zu Amartya Sens 'Development as Freedom'

Essay , 2008 , 24 Pages , Grade: 5.5 (Schweizer Benotungssystem)

Autor:in: Balz Andrea Alter (Author)

Economics - Innovation economics

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‚Development as Freedom’ basiert im Wesentlichen auf fünf Vorlesungen, welche Amartya Sen im Herbst 1996 als Presidental Fellow von James David Wolfensohn bei der Weltbank hielt. In einem Interview mit der ‚Asian Source’ vom 6. Dezember 2004 spricht er über seine Beziehung zum damaligen Präsidenten und das Zustandekommen der Vorlesungsreihe:

“I cannot really claim that my lecturing the Bank has had any particular impact. But Jim Wolfensohn has introduced many new ideas and practices in the Bank which reflect his own thinking. I am very happy that his ideas have much similarity with my way of thinking, but he arrived at them on his own... When he asked me to give these lectures at the Bank, on any subject of my choice, I thought immediately that this was something I would like to do. And it was a good experience, with lots of useful comments on my lectures which I could use in finalizing the book,
Development as Freedom.” (Asian Source 2008)

Welche Ideen präsentierte Sen der Weltbank? Was hat Freiheit mit Wachstum und Entwicklung zu tun? Um mich Antworten auf diese Fragen anzunähern, werde ich im vorliegendem Essay einige Aspekte seiner Ideen, wie sie in ‚Development as Freedom’ präsentiert werden, reflektieren.

Dazu wird in einem ersten Schritt auf die entwicklungstheoretischen Überzeugungen eingegangen, die über all seinen empirischen Analysen trohnen: „Entwicklung heißt eben dies – sich auf die Möglichkeiten der Freiheit ernsthaft einzulassen.“ (Sen 2002: 353). Dieser Überzeugung folgend, setzt sich der Text mit Sens Versuch auseinander, die ethischen Dimension in der Wirtschaftswissenschaft wieder zu beleben.

In einem zweiten Schritt liegt das Augenmerk auf einer der vielen empirischen Analysen, die‚Development as Freedom’ zugrunde liegen. Wie gelingt es Sen, empirische Evidenzen aufzuzeigen, welche für seinen Ansatz sprechen? Was hat Freiheit mit der Chance, nicht an einem frühzeitigen Tod zu sterben, zu tun? Kann die Sterblichkeit ein wichtiger Indikator sein, um den Erfolg eines Wirtschaftssystems zu messen? Um diese Fragen zu beantworten, wird von seinen Untersuchungen zur Lebenserwartung ausgegangen und anschliessend auf eines seiner Lieblingsbeispiele (die Region Kerala in Indien) eingegangen. Dieses Vorgehen wird es erlauben, die Rolle, die Sen der Bildung in der volkswirtschaftlichen Entwicklung zuschreibt, von anderen Sichtweisen auf dieselbe abzugrenzen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Reichtum als Nutzwert und Freiheit als Ziel

2.1 Die Rolle des Reichtums

2.2 Eine denkerische Tradition jenseits wissenschaftlicher Trends

2.3 Reale Chancen: Die konstitutive Funktion der Freiheit

2.4 Verfahren: Die instrumentelle Funktion der Freiheit

3. Empirische Analysen

3.1 Einkommen korreliert positiv mit der Lebenserwartung

3.2 Nachmodellierung der empirischen Analyse

3.3 Kerala: Ein Musterbeispiel für ‚Development as Freedom’

3.4 Bildung: Ein reale Chancen generierendes Verfahren

4. Rückblick und Ausblick

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit reflektiert die Kerngedanken von Amartya Sens Werk „Development as Freedom“ mit dem Ziel, die ethische Dimension in der Wirtschaftswissenschaft neu zu beleuchten und den erweiterten Freiheitsbegriff als Maßstab für Entwicklung zu etablieren. Dabei wird die Forschungsfrage verfolgt, inwiefern individuelle Freiheit sowohl das Ziel als auch das entscheidende Mittel ökonomischer Entwicklung darstellt und wie empirische Indikatoren – abseits des reinen Pro-Kopf-Einkommens – diesen Ansatz stützen.

  • Der Freiheitsbegriff in der Wohlfahrtsökonomie
  • Konstitutive versus instrumentelle Funktionen der Freiheit
  • Kritik an der rein einkommensfokussierten Entwicklungstheorie
  • Empirische Analyse der Lebenserwartung als Entwicklungsindikator
  • Bildung als reale Chance generierendes Verfahren
  • Das Fallbeispiel Kerala als Modellfall

Auszug aus dem Buch

3.3 Kerala: Ein Musterbeispiel für ‚Development as Freedom’

Kerala ist es gelungen, ohne grosses und schnelles Wirtschaftswachstum die Sterblichkeitsrate zu senken und damit die Lebenserwartung beträchtlich zu erhöhen. In Kerala wurde nicht zuerst auf ein höheres Einkommen hingearbeitet, um dann mit den generierten Ressourcen, Armut als Mangel an Verwirklichungschancen zu bekämpfen und in das Gesundheitswesen zu investieren, um so die Sterblichkeit zu senken. Kerala verfolgte vielmehr die Strategie, den Verwirklichungschancen in Form von Sozialen Dienstleistungen die Priorität einzuräumen. Dies war möglich, da die relevanten sozialen Dienstleistungen, welche Verwirklichungschancen generieren (Bildung und Gesundheitswesen), sehr arbeitsintensiv, d.h. in ärmeren Ländern relativ billig zu gewährleisten sind.

„ A poor economy may have less money to spend on health care and education, but it also needs less money to spend to provide the same services that would cost much more in richer countries. Relative prices and costs are important parameters in determining what a country can afford, given an appropriate political commitment.” (Sen 1998: 9).

Kerala ist mit 29 Millionen Einwohnern, zwar nur eine Region Indiens, zugleich ist es aber aufgrund seiner Population grösser als die meisten Ländern dieser Erde (beispielsweise auch grösser als Kanada).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung führt in die Entstehungsgeschichte von Sens „Development as Freedom“ ein und skizziert das Ziel, die ethische Dimension in die Wirtschaftswissenschaft zurückzubringen.

2. Reichtum als Nutzwert und Freiheit als Ziel: Dieses Kapitel erläutert, warum Reichtum lediglich als Mittel und nicht als Selbstzweck betrachtet werden sollte, und definiert Freiheit als zentrales Ziel der Entwicklung.

3. Empirische Analysen: Hier werden statistische Evidenzen (insbesondere zur Lebenserwartung) genutzt, um aufzuzeigen, dass wirtschaftlicher Erfolg untrennbar mit sozialen Freiheiten verbunden ist.

4. Rückblick und Ausblick: Das abschließende Kapitel fasst die Kernaussage zusammen, dass Entwicklung im Kern als wachsende Freiheit zu begreifen ist.

Schlüsselwörter

Amartya Sen, Development as Freedom, Wohlfahrtsökonomie, Freiheit, Lebenserwartung, Verwirklichungschancen, Kerala, Wirtschaftsentwicklung, Humankapital, Bildungsniveau, soziale Sicherheit, instrumentelle Funktion, konstitutive Funktion, Ethik, ökonomische Einrichtungen.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit setzt sich kritisch mit Amartya Sens ökonomischem Hauptwerk auseinander und reflektiert die Bedeutung von Freiheit als Ziel und Mittel wirtschaftlicher Entwicklung.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Themenfelder umfassen die Unterscheidung zwischen Reichtum als Nutzwert und Freiheit als Entwicklungsziel sowie die Rolle von Bildung und sozialen Einrichtungen.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es, Sens Perspektive auf die Wohlfahrtsökonomie darzulegen und aufzuzeigen, warum eine einseitige Fokussierung auf das Wirtschaftswachstum für die Entwicklungsbeurteilung unzureichend ist.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine theoretische Reflexion in Kombination mit einer nachmodellierten empirischen Analyse, wobei sie bestehende statistische Daten und Fallbeispiele wie Kerala interpretiert.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil werden der ethische Rahmen nach Sen, die Unterscheidung zwischen konstitutiven und instrumentellen Freiheiten sowie empirische Korrelationen zwischen Einkommen und Lebenserwartung erörtert.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie „Verwirklichungschancen“, „substantielle Freiheit“, „Wohlfahrtsökonomie“ und „Empirische Analysen“ charakterisiert.

Warum wird das indische Kerala als Fallbeispiel angeführt?

Kerala dient als Beleg dafür, dass auch ohne ein schnelles Wirtschaftswachstum durch gezielte Investitionen in Bildung und Gesundheit eine signifikante Steigerung der Lebenserwartung erreicht werden kann.

Wie unterscheidet Sen Bildung von dem Begriff des Humankapitals?

Während das klassische Humankapital primär die produktivitätssteigernde Wirkung von Bildung betont, versteht Sen Bildung als „reale Chancen generierendes Verfahren“, das weit über die rein ökonomische Verwertbarkeit hinausgeht.

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Details

Title
Reflexionen zu Amartya Sens 'Development as Freedom'
College
University of Basel  (Wirtschaftswissenschaftliches Zentrum)
Course
International Economics and Development
Grade
5.5 (Schweizer Benotungssystem)
Author
Balz Andrea Alter (Author)
Publication Year
2008
Pages
24
Catalog Number
V160478
ISBN (eBook)
9783640768561
ISBN (Book)
9783640769018
Language
German
Tags
Amartya Sen Einkommen Lebenserwartung Reichtum Bildung
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Balz Andrea Alter (Author), 2008, Reflexionen zu Amartya Sens 'Development as Freedom', Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/160478
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