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Die Gründe für Ciceros Ermordung im Jahr 43 v. Chr.

Title: Die Gründe für Ciceros Ermordung im Jahr 43 v. Chr.

Term Paper , 2010 , 19 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Nico Lehmann (Author)

World History - Early and Ancient History

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Summary Excerpt Details

Nach der Ermordung Caesars an den Iden des März 44 v. Chr. entstand im Römischen Reich gewissermaßen ein Machtvakuum. Die uralten republikanischen Strukturen und die Vorherrschaft der Nobilität waren von Caesar gebrochen. Er vereinte als dictator die Machtelemente des Staates in seiner Hand. Nach dem Tod des erbitterten Feindes Ciceros rangen entschiedene Verfechter der Republik, wie M. Brutus oder C. Cassius, gegen die caesarianische Partei, die sich zunächst uneins war. Um die Republikaner jedoch besiegen zu können, vereinten sich die einflussreichsten von ihnen, namentlich M. Antonius, M. Lepidus und C. Octavius, der spätere Kaiser Augustus, zum zweiten Triumvirat.
Als die römische Republik in den letzten Atemzügen lag betrat auch Cicero aus der vita contemplativa heraus wieder die politische Bühne. Zunächst unterstützte er Mark Anton, von dem er sich aber nach einigen symbolischen Bekenntnissen von diesem zu Caesar und spätestens nach seinem Einmarsch in Italien entfremdete. Der Kampf wurde von Cicero erbittert geführt. In Zeiten, in denen insbesondere die Gunst der Veteranen Caesars ein entscheidendes Kriterium der Macht darstellte, sparte er kaum mit schmählicher Agitation gegen Mark Anton.
Scheinbar paradox wechselte Cicero die Fronten und protegierte Caesars testamentarischen Erben, C. Octavius oder später Octavian. Ihn glaubte er für die Sache der Republik einspannen zu können, auch sah er in ihm die einzige Chance, Mark Anton in Italien eine schlagkräftige Truppe entgegenzusetzen- Brutus und Cassius waren im Osten gebunden. Octavian jedoch war nicht der beeinflussbare Jüngling, für den ihn Cicero hielt. Diese dramatische Fehleinschätzung zeigte sich rasch. Zwar kämpfte er bei Mutina unter dem Banner der Republik gegen Antonius, das Kräftegleichgewicht der Heere des Lepidus, Antonius und Octavian ließ die drei jedoch einen Pakt- das zweite Triumvirat- schließen. Eine der wichtigsten Programmpunkte dieser quasi Militärdiktatur war das Ausschreiben von Proskriptionen. Sie dienten der Aufbesserung der Finanzen der Triumvirn und mindestens im selben Maße der Ausschaltung von politischen Gegnern. Auch Cicero fiel diesem Morden zum Opfer. Trotz dass er sich bis zuletzt aufopferungsvoll vor dem machtlosen Senat für Octavian verbürgte, war er auf einer Geheimliste derer verzeichnet, die noch vor Ausstellung der offiziellen Listen zu töten war.
Die Motive für Ciceros Proskribieren, von allen 3 Triumvirn ausgehend, versucht die vorliegende Arbeit zu klären

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Hauptteil

2.1. Offizieller, präventiver und symbolischer Aspekt

2.2. Persönliche Motive des M. Antonius und M. Aemilius Lepidus

2.3. Persönliche Motive Octavians

3. Schluss

4. Quellen- und Literaturverzeichnis

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die historischen Hintergründe und Motive der Triumvirn Mark Anton, Lepidus und Octavian für die Anordnung der Proskription und Ermordung von Marcus Tullius Cicero im Jahr 43 v. Chr. Dabei wird die These geprüft, dass die Tötung Ciceros eine gemeinschaftliche Konsensentscheidung darstellte und nicht primär ein persönlicher Alleingang Mark Antons war.

  • Politische und symbolische Bedeutung Ciceros im Römischen Staat
  • Analyse der persönlichen Feindschaft und politischer Motive der Triumvirn
  • Kritische Untersuchung der Rolle Octavians und seines Zweckbündnisses mit Cicero
  • Untersuchung der Proskriptionen als Mittel der Machtkonsolidierung
  • Rolle der Pietas und der Rache für den ermordeten C. Iulius Caesar

Auszug aus dem Buch

2.3. Persönliche Motive Octavians

„Ein Meister des Wortes, mein Kind, ein Meister des Wortes und Patriot“36 soll Kaiser Augustus einst zu seinem Enkel über Cicero gesagt haben, als dieser heimlich in einer Schrift Ciceros las. Ob er um die Rolle seines Großvaters bei dessen Tod wusste, ist zweifelhaft. Man sollte meinen, Octavian hätte allen Grund gehabt, analog zur Darstellung des Plutarch37, eine Schonung Ciceros durch zu setzen, denn er warb seit der dritten Philippica offen vor dem Senat für ihn, verbürgte sich in der fünften gar für seine Loyalität38 und ermöglichte ihm so seinen kometenhaften Aufstieg erst. Cicero musste in Octavian die Chance sehen, in Italien eine Kraft neben M. Antonius zu etablieren und die Möglichkeit später militärisch zu handeln39. Auf der anderen Seite musste Octavian zunächst größtes Interesse daran haben, mit dem Senat zusammenzuarbeiten. Er war ein unbekannter, noch nicht einmal 20jähriger Jüngling, der die politische Bühne zu betreten versuchte, im Senat wurde er despektierlich Octavianus genannt und der Namenszusatz Caesar bewusst gemieden40. Sein Status begründete sich einzig und allein auf der Tatsache, dass er der Adoptivsohn Caesars war41. Jedoch war er entschlossen, wider den Willen seiner Vertrauten, das Testament Caesars anzunehmen- und wegen diesem geriet er mit Antonius rasch in Streit. Er wusste welche symbolische Bedeutung vom Name Caesar ausging und dass ihm Octavian, vor allem wenn er es schaffte die im Testament Caesars ausgeschriebenen Legate auszuzahlen, ein ernsthafter Konkurrent um die Führungsrolle in der caesarianischen Partei werden konnte, zumal ihm als Adoptivsohn dadurch ebenfalls die Klientel Caesars zuströmen würde.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung stellt den historischen Kontext nach den Iden des März 44 v. Chr. dar und führt in die politische Konstellation der Triumvirn sowie die Zäsur durch Ciceros Tod ein.

2. Hauptteil: Der Hauptteil analysiert die offiziellen und persönlichen Beweggründe der drei Triumvirn für die Proskription Ciceros, wobei sowohl strategische Notwendigkeiten als auch individuelle Animositäten beleuchtet werden.

2.1. Offizieller, präventiver und symbolischer Aspekt: Dieses Kapitel erörtert die staatspolitischen Motive der Triumvirn, Ciceros Einfluss als Symbolfigur der alten Senatsaristokratie zu brechen und die Ordnung der Republik zu beenden.

2.2. Persönliche Motive des M. Antonius und M. Aemilius Lepidus: Hier werden die tiefgreifenden persönlichen Konflikte zwischen Antonius und Cicero analysiert, die insbesondere auf Ciceros politische Agitation und die Philippischen Reden zurückzuführen sind.

2.3. Persönliche Motive Octavians: Dieses Kapitel hinterfragt das Zweckbündnis zwischen Cicero und dem jungen Octavian sowie die machtpolitischen Kalküle, die letztlich zur Preisgabe Ciceros durch den Caesar-Erben führten.

3. Schluss: Das Fazit bestätigt die These, dass die Ermordung Ciceros eine geplante Konsensentscheidung der Triumvirn war, um den republikanischen Widerstand endgültig auszuschalten.

4. Quellen- und Literaturverzeichnis: Ein Verzeichnis der verwendeten antiken Quellen sowie der modernen wissenschaftlichen Sekundärliteratur zur historischen Einordnung.

Schlüsselwörter

Cicero, Proskriptionen, Triumvirat, Mark Anton, Octavian, Augustus, Römische Republik, Caesar, Bürgerkrieg, Philippische Reden, Senatsaristokratie, Machtpolitik, Pietas, Mutinensischer Krieg, Historische Analyse

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit?

Die Arbeit befasst sich mit den Gründen, warum Marcus Tullius Cicero im Jahr 43 v. Chr. von den Triumvirn Mark Anton, Lepidus und Octavian proskribiert und ermordet wurde.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Zentral sind die politische Situation nach Caesars Ermordung, das Verhältnis zwischen den Triumvirn und der Republik sowie die Rolle Ciceros als einflussreicher Gegenspieler des Triumvirats.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, nachzuweisen, dass Ciceros Tod keine impulsive Entscheidung Mark Antons war, sondern ein gemeinschaftlich gewollter Akt zur Festigung der Macht des Triumvirats.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Der Autor stützt sich auf eine tiefgehende Analyse antiker historiographischer Quellen wie Plutarch, Appian, Cassius Dio und Velleius Paterculus sowie auf moderne wissenschaftliche Sekundärliteratur.

Was wird im Hauptteil der Arbeit analysiert?

Im Hauptteil werden der offizielle/präventive Aspekt der Proskriptionen, die spezifischen persönlichen Motive von Antonius und Lepidus sowie das komplexe, von Zweckdenken geprägte Verhältnis zwischen Octavian und Cicero untersucht.

Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit?

Typische Charakteristika sind Machtkalkül, Symbolpolitik, Zweckbündnis, Caesarmörder, Res publica und politische Restauration.

Wie bewertet der Autor das Verhältnis zwischen Cicero und Octavian?

Der Autor kommt zu dem Schluss, dass es sich um eine rein kalkulierte Verbindung handelte, in der beide Parteien versuchten, den jeweils anderen für ihre eigenen Ziele zu instrumentalisieren.

Warum war Cicero aus Sicht der Triumvirn eine derart große Gefahr?

Cicero war als brillanter Redner und Koordinator der republikanischen Kräfte in der Lage, die Stabilität des entstehenden Triumvirats zu gefährden und die Caesarianer politisch unter Druck zu setzen.

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Details

Title
Die Gründe für Ciceros Ermordung im Jahr 43 v. Chr.
College
University of Leipzig  (Historisches Seminar)
Course
Späte römische Republik
Grade
1,0
Author
Nico Lehmann (Author)
Publication Year
2010
Pages
19
Catalog Number
V160241
ISBN (eBook)
9783640733378
ISBN (Book)
9783640734047
Language
German
Tags
Römische Republik Augustus Octavian Ermordung Ciceros 43 v. Chr. Marcus Antonius Lepidus Mutina Zweites Triumvirat Mark Anton Proskription Octavianus Oktavian Caesar Cicero Marcus Tullius Proskriptionen Appian Cassius Dio
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Nico Lehmann (Author), 2010, Die Gründe für Ciceros Ermordung im Jahr 43 v. Chr., Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/160241
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