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Analyse von Familienbildern von Kindern

Title: Analyse von Familienbildern von Kindern

Examination Thesis , 2009 , 102 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: Friederike Schmidt (Author)

Psychology - Developmental Psychology

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Summary Excerpt Details

Von Kind auf gehen wir Bindungen mit anderen Menschen ein. Zunächst wählen wir die Eltern als Bezugspersonen, bevor wir uns weiteren anderen zuwenden. Aus diesen Bindungserfahrungen entwickeln sich innere Arbeitsmodelle. Innere Arbeitsmodelle sind das Konstrukt unserer wahrgenommenen Umwelt. Die Bindungserfahrungen lassen uns unsere Umwelt individuell interpretieren. Der Erfahrungswert lässt uns die Reaktionen von Personen vorhersehen, so dass wir auf adäquate Weise darauf reagieren können. Auf diese Weise bedienen wir uns der inneren Arbeitsmodelle nicht nur zur Interpretation einer Situation, sondern nutzen sie gleichzeitig zur Emotionsregulation und Verhaltenssteuerung.
Fury, Carson und Sroufe (1997) gingen von der Annahme aus, dass eben diese inneren Arbeitsmodelle auch in Familiendarstellungen von Kindern zum Vorschein kommen und sich die Verwendung von Zeichenelementen je nach Bindungsmuster unterscheidet.
Schildbach und August-Frenzel (1991) untersuchten Kinder aus Scheidungsfamilien und Kinder, die in intakten Familien aufwuchsen, hinsichtlich der unterschiedlichen Verwendung von Zeichenelementen.
Isaacs und Levin (1984) untersuchten, in wieweit die Familienkomposition und die gezeichnete Größe der Eltern von Scheidungskindern in Bildern zum Tragen kommen und in wie weit sich diese Zeichenelemente mit der Zeit verändern.

Die Ergebnisse dieser drei Studien, auf die ich in meiner Arbeit näher eingehen werde, führten mich zu der Frage, ob und in wie weit sich die Verwendung von Zeichenelementen abhängig von den Bindungsmustern von Kindern unterscheiden. Ferner interessierte mich, ob sich die Zeichnungen von Scheidungskindern, Kindern aus zerrütteten Familien und Kindern, die in intakten Familienverhältnissen groß werden, hinsichtlich ihrer verwendeten Zeichen unterscheiden, so dass man es eventuell schließlich wagen kann, von den verwendeten Zeichen Rückschlüsse über die Familienverhältnisse zu ziehen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

Einleitung

1 Theorie

1.1 Bindung, Bindungsverhalten und Bindungsqualität

1.2 Erkenntnisse über die Bindungstypen aus Bildanalysen

1.3 Erkenntnisse aus der Bildanalyse von Scheidungskindern

1.3.1. Studie Schildbach und August-Frenzel

1.3.2. Studie Isaacs und Levin

2 Methodik

3 Ergebnisse

3.1 Bindungsmusterabhängige Zeichen

3.2 Untersuchung der Stichproben hinsichtlich der Zeichenverwendung

4 Zusammenfassung und Diskussion

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht, inwieweit sich die Verwendung spezifischer Zeichenelemente in Familiendarstellungen von Kindern in Abhängigkeit von ihrem jeweiligen Bindungsmuster und ihrem familiären Hintergrund unterscheidet. Ziel ist es, auf Basis der Zeichnungen Rückschlüsse auf die Familienverhältnisse sowie die inneren Arbeitsmodelle der Kinder zu ziehen.

  • Analyse von Kinderzeichnungen als Ausdruck innerer Arbeitsmodelle
  • Einfluss von Bindungsmustern auf die Wahl zeichnerischer Elemente
  • Vergleich zwischen Kindern aus intakten Familien und Kindern aus Risikofamilien (häusliche Gewalt)
  • Untersuchung von Scheidungskindern und deren Familiendarstellung
  • Methodische Erfassung durch Zeichenkriterien- und Bindungsfragebögen

Auszug aus dem Buch

1.2 Erkenntnisse über die Bindungstypen aus Bildanalysen

Kaplan und Main stellten schon 1985 fest, dass Kinderzeichnungen als eine hervorragende Möglichkeit zur Erfassung von Bindungsrepräsentationen geeignet sind (Fury, Carlson & Sroufe, 1997, S. 1154). Zeichnungen stellen eine Kommunikationsmöglichkeit dar, die es auf besondere Art und Weise erlaubt, bewusste und unbewusste Wünsche und Gefühle zu „verbalisieren“, insbesondere, wenn es noch schwer fällt, diese sprachlich auszudrücken. Daher schätzt Koppitz das Zeichnen gerade für Kinder zwischen fünf und elf Jahren als eine wichtige Expressionsmöglichkeit ein. Auf dieser Annahme basierend, halten Fury, Carlson und Sroufe es als plausibel zu schlussfolgern, dass Repräsentationen von Bindungserfahrungen und die inneren Arbeitsmodelle von sich selbst, den Bezugspersonen und von sich selbst mit den Bezugspersonen in Zeichnungen sichtbar gemacht werden (Fury et al., 1997, S. 1154).

Kaplan und Main fanden 1985 heraus, dass Kinder desselben Bindungsmusters bestimmte Zeichen und Symbole wiederholten, so dass sie letztendlich diese Merkmale katalogisierten und den jeweiligen Bindungstypen zuschrieben.

Auf dieser Erkenntnis baute die Arbeit von Fury, Carlson und Sroufe auf. Sie stellten in der Studie „Children`s Representation of Attachment Relationships in Family Drawings“ die Hypothese auf, dass die Familiendarstellungen von achtjährigen Kindern mit unterschiedlichem Bindungshintergrund sich hinsichtlich der Verwendung von Zeichen unterscheiden (Fury et al., 1997, S. 1155).

Zusammenfassung der Kapitel

Einleitung: Es wird die theoretische Relevanz von Bindungserfahrungen für die Entwicklung innerer Arbeitsmodelle dargelegt und die Forschungsfrage abgeleitet, inwieweit sich diese in Familiendarstellungen von Kindern widerspiegeln.

1 Theorie: Das Kapitel erläutert die Grundlagen von Bindung, Bindungsverhalten und Bindungsqualität sowie den aktuellen Forschungsstand zur Analyse von Familiendarstellungen bei Kindern mit unterschiedlichen Bindungsmustern und Scheidungshintergründen.

2 Methodik: Hier werden das methodische Vorgehen, die Stichprobenzusammensetzung der 69 untersuchten Kinder und die eigens entwickelten Kriterien zur Auswertung der Kinderzeichnungen beschrieben.

3 Ergebnisse: Die statistische Auswertung zeigt signifikante Unterschiede in der Zeichenverwendung zwischen einer Normalstichprobe und einer Risikostichprobe, insbesondere in Bezug auf die Darstellung der Eltern und das eigene Wohlbefinden der Kinder.

4 Zusammenfassung und Diskussion: Die Ergebnisse werden im Kontext der psychologischen Bindungstheorie reflektiert, wobei Limitationen der Studie diskutiert und Anregungen für zukünftige Forschungsarbeiten gegeben werden.

Schlüsselwörter

Bindungstheorie, Innere Arbeitsmodelle, Kinderzeichnungen, Familiendarstellung, Bindungsmuster, Scheidungskinder, Risikostichprobe, Emotionale Entwicklung, Zeichnungsanalyse, Bindungsrepräsentation, Bindungsverhalten, Familiäre Gewalt, Global-Rating-Scale, Zeichenkriterien, Psychologie.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Analyse von Familiendarstellungen in Kinderzeichnungen und untersucht, ob diese als Indikator für die Bindungsqualität und die zugrunde liegenden inneren Arbeitsmodelle von Kindern dienen können.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Die zentralen Themen umfassen die Bindungstheorie, die Auswertung von Kinderzeichnungen mittels standardisierter Zeichenkriterien sowie den Vergleich von Kindern aus intakten Familien mit Kindern aus sogenannten Risikofamilien.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist die Überprüfung der Hypothese, dass sich Familiendarstellungen von Kindern bei unterschiedlichem Familienhintergrund und Bindungsmustern signifikant hinsichtlich spezifischer zeichnerischer Elemente unterscheiden.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Es wurde ein eigens entwickelter Zeichenkriterienbogen zur Analyse der Zeichnungen verwendet, kombiniert mit Kurzfragebögen zur Bindungserfassung und zu Familienverhältnissen. Die statistische Auswertung erfolgte mittels Chi-Quadrat- und U-Tests.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Im Hauptteil werden theoretische Grundlagen zu Bindungstypen dargelegt, Studien zu Scheidungskindern analysiert und die eigenen Forschungsergebnisse zur Zeichenverwendung bei Kindern in verschiedenen Lebensumständen detailliert ausgewertet.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Schlüsselbegriffe sind unter anderem Bindungsmuster, Kinderzeichnungen, innere Arbeitsmodelle, Familiendarstellung, emotionale Regulation und Risikostichprobe.

Wie unterscheidet sich die Darstellung des Vaters in der Risikostichprobe?

Kinder aus der Risikostichprobe (häusliche Gewalt) lassen ihre Väter signifikant häufiger aus dem Bild weg oder stellen sie nie als die größte Person dar, während Kinder aus der Normalstichprobe den Vater eher realistisch als große Bezugsperson zeichnen.

Welche zeichnerischen Merkmale sind typisch für Kinder aus der Risikostichprobe?

Typische Merkmale sind das Weglassen von Personen, eine geringe Ausnutzung des Papiers, ein fehlender Kontext, das Zeichnen von negativen Gesichtsausdrücken, Weinen sowie Anzeichen von körperlicher Gewalt gegen Familienmitglieder.

Welchen Einfluss hat ein Stiefvater auf die Zeichnung des Kindes?

Das Vorhandensein eines Stiefvaters korreliert mit einer tendenziell weniger intensiven Bindungsrepräsentation gegenüber dem biologischen Vater, was sich ebenfalls in der Gestaltung des Familienbildes niederschlägt.

Excerpt out of 102 pages  - scroll top

Details

Title
Analyse von Familienbildern von Kindern
College
TU Dortmund
Grade
2,0
Author
Friederike Schmidt (Author)
Publication Year
2009
Pages
102
Catalog Number
V160235
ISBN (eBook)
9783640818501
ISBN (Book)
9783640821808
Language
German
Tags
Kinderzeichnungen Bindung Entwicklungspsychologie Analyse Scheidungskinder Scheidung Missbrauch Ainsworth Psychologie Kind Kinder Schule geschlagen
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Friederike Schmidt (Author), 2009, Analyse von Familienbildern von Kindern, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/160235
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