“The Social Responsibility of Business is to Increase its Profits.”
Dieses Zitat von Milton Friedman verdeutlicht eine Einstellung, die in vielen Unternehmen bis heute gelebt wird oder zumindest das oberste Ziel darstellt. Nämlich das Hauptaugenmerk der Geschäftstätigkeiten an den Unternehmensgewinnen zu orientieren. Betrachtet man einmal die Schlagzeilen der letzten Monate, in denen Unternehmen wie BP durch unmoralisches Handeln ihre umweltfreundliche Fassade zum Einsturz brachten, wird deutlich, dass Friedmans Aussage heute immer noch Gültigkeit besitzt und viele Unternehmen nur am Profit orientiert sind. Die Meinung, dass Unternehmen für ihre Gewinnmaximierung und Profitstreben, ethisches und moralisches Handeln opfern, kann durch Studien belegt werden. Schon im Jahre 1973 zeigt eine Untersuchung von Surdivant und Cocanougher, dass Führungskräfte im Gegensatz zu Hausfrauen und Arbeitern, kontroverse Situationen als ethisch weniger verwerflich finden.
Auch in der Gesellschaft wird diese verantwortungslose Handlungsweise der Unternehmen, in den letzten Jahrzehnten, zu einem immer stärker werdenden Thema. Vor allem der leichtfertige Umgang mit unzureichenden Ressourcen und die unethische Handhabung von Mitarbeitern, verstärken immer mehr das Interesse der Öffentlichkeit, an ökologisch, ökonomisch und sozial handelnden Unternehmen. Triebkräfte, wie eine transparentere und einfachere Erreichbarkeit von Informationen, lassen negative Skandale von Unternehmen schneller aufdecken, als je zuvor. Dabei hat die heutige Gesellschaft eine solch große Macht, dass man auch von einer notwendigen „Lizenz“ zum Wirtschaften sprechen kann, die Unternehmen von der Gesellschaft benötigen. Aus diesem Grund versuchen viele Unternehmen ihr positives Image und die gesellschaftliche Legitimität, mit verschiedenen CSR-Konzepten aufrecht zu erhalten, vor allem gegenüber Kunden, Mitarbeitern, Investoren und Geschäftspartnern. Denn diese haben großen Einfluss auf den Erfolg der Unternehmen. Aber ist CSR in dem Sinne nicht nur eine Marketingstrategie, wenn Unternehmen nur eine Fassade von Verantwortung vorspielen, ohne dass wirkliche Absichten dahinterstecken?
Vor allem das Marketing, welches als Schnittstelle zwischen Unternehmen und Öffentlichkeit agiert, wird häufig beschuldigt, verantwortungslos zu sein. Gerade hier können Zielgruppen am stärksten beeinflusst werden.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
1.1 Problemstellung und Zielsetzung
1.2 Vorgehensweise
2. Begriffliche Grundlagen
2.1 Corporate Social Responsibility
2.2 Marketingstrategie
3. Ziele von CSR und Marketingstrategie
3.1 Ziele von Corporate Social Responsibility
3.2 Ziele von Marketingstrategien
4. Kritik am Marketing
4.1 Kritikpunkte der Gesellschaft am Marketing
4.2 Umsetzung von CSR mittels Marketing
4.2.1 Negatives Beispielunternehmen McDonald‘s
4.2.2 Positives Beispielunternehmen HiPP
5. Fazit
Zielsetzung & Themen
Diese Arbeit analysiert das Spannungsfeld zwischen Corporate Social Responsibility (CSR) und klassischer Marketingstrategie, um zu klären, ob CSR als authentische unternehmerische Verantwortung oder lediglich als Marketinginstrument zur Gewinnmaximierung fungiert.
- Definition und theoretische Einordnung von CSR und Marketingstrategien
- Analyse der Ziele von CSR und Marketing zur Identifikation von Überschneidungen
- Kritische Betrachtung ethischer Konfliktfelder im Marketing (Produkt- und Kommunikationspolitik)
- Gegenüberstellung von Fallbeispielen: McDonald’s (negativ) und HiPP (positiv)
- Bewertung der Möglichkeit vollständig ethischen Handelns im Marketing
Auszug aus dem Buch
1.1 Problemstellung und Zielsetzung
“The Social Responsibility of Business is to Increase its Profits.”
Dieses Zitat von Milton Friedman verdeutlicht eine Einstellung, die in vielen Unternehmen bis heute gelebt wird oder zumindest das oberste Ziel darstellt. Nämlich das Hauptaugenmerk der Geschäftstätigkeiten an den Unternehmensgewinnen zu orientieren. Betrachtet man einmal die Schlagzeilen der letzten Monate, in denen Unternehmen wie BP durch unmoralisches Handeln ihre umweltfreundliche Fassade zum Einsturz brachten, wird deutlich, dass Friedmans Aussage heute immer noch Gültigkeit besitzt und viele Unternehmen nur am Profit orientiert sind. Die Meinung, dass Unternehmen für ihre Gewinnmaximierung und Profit streben, ethisches und moralisches Handeln opfern, kann durch Studien belegt werden. Schon im Jahre 1973 zeigt eine Untersuchung von Surdivant und Cocanougher, dass Führungskräfte im Gegensatz zu Hausfrauen und Arbeitern, kontroverse Situationen als ethisch weniger verwerflich finden.
Auch in der Gesellschaft wird diese verantwortungslose Handlungsweise der Unternehmen, in den letzten Jahrzehnten, zu einem immer stärker werdenden Thema. Vor allem der leichtfertige Umgang mit unzureichenden Ressourcen und die unethische Handhabung von Mitarbeitern, verstärken immer mehr das Interesse der Öffentlichkeit, an ökologisch, ökonomisch und sozial handelnden Unternehmen. Triebkräfte, wie eine transparentere und einfachere Erreichbarkeit von Informationen, lassen negative Skandale von Unternehmen schneller aufdecken, als je zuvor. Dabei hat die heutige Gesellschaft eine solch große Macht, dass man auch von einer notwendigen „Lizenz“ zum Wirtschaften sprechen kann, die Unternehmen von der Gesellschaft benötigen. Aus diesem Grund versuchen viele Unternehmen ihr positives Image und die gesellschaftliche Legitimität, mit verschiedenen CSR-Konzepten aufrecht zu erhalten, vor allem gegenüber Kunden, Mitarbeitern, Investoren und Geschäftspartnern. Denn diese haben großen Einfluss auf den Erfolg der Unternehmen. Aber ist CSR in dem Sinne nicht nur eine Marketingstrategie, wenn Unternehmen nur eine Fassade von Verantwortung vorspielen, ohne dass wirkliche Absichten dahinterstecken?
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Einführung in die Problemstellung und Zielsetzung sowie die Vorgehensweise der Arbeit.
2. Begriffliche Grundlagen: Erläuterung und Definition der zentralen Begriffe Corporate Social Responsibility und Marketingstrategie.
3. Ziele von CSR und Marketingstrategie: Analyse und Vergleich der Zielsetzungen von CSR und Marketing im Hinblick auf mögliche Synergien oder Zielkonflikte.
4. Kritik am Marketing: Untersuchung der gesellschaftlichen Kritik an Marketingpraktiken und Anwendung auf die Beispiele McDonald’s und HiPP.
5. Fazit: Zusammenfassende Beantwortung der Forschungsfrage und Ausblick auf die zukünftige Bedeutung von CSR.
Schlüsselwörter
Corporate Social Responsibility, CSR, Marketingstrategie, Marketingethik, Unternehmensverantwortung, Gewinnmaximierung, Stakeholder, Nachhaltigkeit, McDonald’s, HiPP, Produktpolitik, Kommunikationspolitik, Konsumentenschutz, Unternehmensimage, Ethik.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundlegend?
Die Hausarbeit untersucht die grundlegende Frage, ob Corporate Social Responsibility (CSR) ein ehrlich gelebtes ethisches Unternehmenskonzept ist oder ob es primär als Marketinginstrument eingesetzt wird, um das Firmenimage zu verbessern.
Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?
Die Schwerpunkte liegen auf der Definition von CSR, den Zielen von Marketingstrategien, der Kritik an unethischen Marketingpraktiken und einer praxisorientierten Analyse anhand zweier Unternehmen.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Ziel ist es zu analysieren, ob sich wirtschaftliche Gewinnziele und eine moralisch verantwortungsvolle Unternehmensführung miteinander vereinbaren lassen oder ob CSR in der Praxis oft nur eine Fassade ist.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Autorin nutzt eine theoretische Aufarbeitung der Begriffe sowie eine qualitative Fallstudienanalyse, bei der ein negatives Beispiel (McDonald’s) und ein positives Beispiel (HiPP) gegenübergestellt werden.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen, eine Zielanalyse beider Bereiche, eine allgemeine Kritik am Marketing und die detaillierte Untersuchung der beiden Fallbeispiele hinsichtlich Produkt- und Kommunikationspolitik.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die wichtigsten Begriffe umfassen CSR, Marketingethik, Stakeholder, Nachhaltigkeit, Gewinnmaximierung und Unternehmensverantwortung.
Warum wird McDonald's als "negatives" Fallbeispiel herangezogen?
Das Unternehmen dient als Negativbeispiel, da es häufig durch Skandale, unethische Werbung gegenüber Kindern und wahrheitswidrige Behauptungen in der Öffentlichkeit in der Kritik steht.
Warum dient HiPP als "positives" Gegenbeispiel?
HiPP wird trotz einzelner Kritikpunkte als positives Beispiel gewählt, da das Unternehmen seine Unternehmensphilosophie stärker an ethischen Werten ausrichtet und meist transparent auf Kritik reagiert.
Zu welchem Ergebnis kommt die Autorin hinsichtlich der Ethik im Marketing?
Die Arbeit kommt zu dem Schluss, dass ein vollständig ethisches Handeln im Marketing kaum möglich ist, jedoch eine ehrliche Absicht hinter CSR-Maßnahmen den Unterschied macht, ob es sich um verantwortungsvolles Handeln oder reine Fassade handelt.
- Quote paper
- Claudia Grodno (Author), 2010, Corporate Social Responsibility, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/160088