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Der Aufbau der lateinischen Hierarchie in den Kreuzfahrerstaaten

Title: Der Aufbau der lateinischen Hierarchie in den Kreuzfahrerstaaten

Term Paper (Advanced seminar) , 2010 , 29 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: Fabian Fuchs (Author)

History of Europe - Middle Ages, Early Modern Age

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Summary Excerpt Details

Die Intention für den Ersten Kreuzzug war die Rückeroberung des Heiligen Grabes in Jerusalem aus den Händen der Sarazenen,die durch die Predigt Bernhards von Clairvaux auf dem Konzil von Clermont 1096 und den Kreuzzugsaufruf Papst Urbans II. im selben Jahr, welche Könige, Ritter und Edelleute davon überzeugte, in das Heilige Land zu ziehen und die wohl wichtigste Stätte des Katholizismus, Jerusalem, aus den Händen der Sarazenen zu befreien, losgetreten wurde.

Die folgende Hausarbeit beschäftigt sich mit dem Aufbau der lateinischen Hierarchie in den Kreuzfahrerstaaten. Zuerst wird ein kurzer Überblick über die Forschungsgeschichte und den Forschungsstand der lateinischen Kirche in den Kreuzfahrerstaaten gegeben. Danach werden die wichtigsten Quellen genannt und eine der wichtigsten, die "Historica rerum in partibus transmarinis gestarum" des Wilhelm von Tyrus, vorgestellt, kurz kritisch betrachtet und auch seine Biografie erzählt.
Der dritte Abschnitt befasst sich mit den Patriarchaten Jerusalem und Antiochia in der Kreuzfahrerzeit, wobei der Schwerpunkt in den ersten Jahrzehnten, den Zeiten der Etablierung der lateinischen Hierarchie, liegen wird, aber aufgrund der Dauer gewisser Konflikte und Entwicklungen manchmal auch ein längerer Zeitraum miteinbezogen werden muss. Kurz wird die historische Entwicklung von den Stadtgründungen über die Erhebung zum Patriarchat hin zu der
Ausgangssituation vor dem Ersten Kreuzzug betrachtet. Weiterhin wird die hierarchische Einordnung und der hierarchische Aufbau der Patriarchate dargestellt, mit den jeweiligen über-,
aber vor allem untergeordneten Ebenen wie Erzdiözesen, Bistümer, Abteien etc. Die Errichtung und Erhebung von Erzbistümern wie Nazareth und Bistümern wie Askalon und Bethlehem werden dargestellt, wobei hier der Fokus aufgrund der Quellenlage auf dem Patriarchat Jerusalem liegen wird. Aber auch zwei wichtige Streitpunkte Antiochias, nämlich die Auseinandersetzung zwischen den Patriarchaten von Jerusalem und Antiochia um das Erzbistum Tyrus und der Konflikt des Patriarchats Antiochia mit dem Byzantinischen Reich, welches durchgehend Anspruch auf die Gebiete der Kreuzfahrerstaaten erhebt und versucht, den Einfluss der griechisch-orthodoxen Kirche dort wiederherzustellen, werden beleuchtet.

Die Schlussbetrachtung wird die Darstellung und die Ergebnisse über den Aufbau der lateinischen Hierarchie in den Kreuzfahrerstaaten noch einmal zusammenfassen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Forschungsgeschichte und -stand

3. Quellen und Quellenkritik

4. Die Patriarchate von Jerusalem und Antiochia

4.1. Historische Entwicklung

4.2. Hierarchie – Aufbau, Konflikte und Entwicklung

4.2.1. Patriarchat Jerusalem

4.2.2. Bistum Bethlehem

4.2.3. Erzbistum Nazareth

4.2.4. Bistum Askalon

4.2.5. Konflikte des Patriarchats Antiochia

5. Schlussbetrachtung

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht den komplexen Aufbau und die Entwicklung der lateinischen Kirchenhierarchie in den Kreuzfahrerstaaten. Dabei steht die Forschungsfrage im Mittelpunkt, wie sich die neuen lateinischen Strukturen in einem historisch vorbelasteten byzantinischen Umfeld etablieren konnten und welche internen sowie externen Konflikte – insbesondere um Besitzansprüche und Zuständigkeiten – daraus resultierten.

  • Historische Entwicklung der lateinischen Kirche im Heiligen Land
  • Hierarchische Organisation und Etablierung von Bistümern und Erzbistümern
  • Interne Konflikte zwischen kirchlichen Institutionen und weltlichen Herrschern
  • Streitigkeiten zwischen den Patriarchaten Jerusalem und Antiochia
  • Einfluss byzantinischer Traditionen und historischer Ansprüche

Auszug aus dem Buch

4.2.1. Patriarchat Jerusalem

Der Machtkampf des Jerusalemer Patriarchen Daimbert von Pisa mit den ersten beiden Königen Jerusalems, Gottfried von Niederlothringen und Balduin I., war für die Anfangszeit des Patriarchates nach der Eroberung Jerusalems 1099 prägend.

Nach der Eroberung der Stadt war der Patriarchensitz vakant, da der letzte griechische Vertreter, Simeon, geflohen und auf Zypern verstorben war, sodass Arnulf von Chocques dessen Posten übernahm. Schon dessen Wahl waren erste Diskrepanzen darüber vorausgegangen, ob man zuerst einen kirchlichen Leiter oder einen weltlichen Herrscher einsetzen sollte. Der Bischof von Martura aus Kalabrien, ein enger Vertrauter Arnulfs, opponierte gegen die Wahl eines weltlichen Herrschers und versuchte, Arnulf zum Patriarchen wählen zu lassen. Die weltlichen Führer des Kreuzzuges erkannten dies und wählten Gottfried von Niederlothringen, der aber vorerst nur den Titel advocatus Sancti Sepulcri annahm, aus dem heraus er zwar zum Schutz der Kirche verpflichtet war, aber noch keine Superiorität über sie ableiten konnte. Er stiftete Pfründe für die von ihm eingesetzten Säkularkanoniker und wies ihnen Häuser zur Wohnung zu. Dies war ein erster, wichtiger Schritt zur Etablierung einer lateinischen Kirche im Heiligen Lande, um die Kreuzfahrer geistlich zu versorgen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Arbeit beleuchtet die Etablierung der lateinischen Kirche im Heiligen Land und skizziert das methodische Vorgehen sowie die Analyse der historischen Hintergründe.

2. Forschungsgeschichte und -stand: Es wird ein Überblick über die historiografische Aufarbeitung gegeben, wobei der Fokus auf den wegweisenden Werken des 20. Jahrhunderts liegt.

3. Quellen und Quellenkritik: Dieses Kapitel bewertet die dürftige Quellenlage und stellt Wilhelm von Tyrus als zentrale Instanz für die Untersuchung vor.

4. Die Patriarchate von Jerusalem und Antiochia: Das Kernstück der Arbeit analysiert detailliert die hierarchische Struktur, die Entstehung der Diözesen sowie die daraus resultierenden Machtkonflikte.

5. Schlussbetrachtung: Das Fazit fasst die strukturellen Probleme der lateinischen Kirchenhierarchie zusammen, die durch fehlende Kongruenz zwischen neuen Strukturen und alten Traditionen dauerhaft instabil blieb.

Schlüsselwörter

Kreuzfahrerstaaten, lateinische Kirche, Hierarchie, Patriarchat Jerusalem, Patriarchat Antiochia, Wilhelm von Tyrus, Kirchenorganisation, Bistümer, Erzbistümer, Investiturstreit, Byzanz, Siedlungsgeschichte, Kirchenrecht, Machtkampf, Diözesen.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert den Aufbau, die formale Organisation und die Entwicklung der lateinischen Hierarchie in den Kreuzfahrerstaaten während der Zeit der Kreuzzüge.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Im Zentrum stehen die Etablierung kirchlicher Strukturen, die Rolle der bedeutendsten Patriarchate und die zahlreichen territorialen sowie machtpolitischen Konflikte zwischen Kirche und Staat.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie die neue lateinische Kirchenhierarchie mit dem bestehenden byzantinischen Umfeld kollidierte und welche Auswirkungen dies auf die kirchliche Stabilität hatte.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine historische Analyse, die primär auf der Auswertung von Chroniken (insb. Wilhelm von Tyrus) und päpstlichen Urkundensammlungen basiert.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil widmet sich der detaillierten Untersuchung der Patriarchate Jerusalem und Antiochia, einschließlich einzelner Bistümer wie Bethlehem, Nazareth und Askalon, sowie den Konflikten um das Erzbistum Tyrus.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die wichtigsten Begriffe sind: Kreuzfahrerstaaten, lateinische Hierarchie, Patriarchat, Kirchenorganisation, Diözesen und Machtkonflikte.

Warum gab es dauerhaft Konflikte um das Erzbistum Tyrus?

Der Streit ergab sich aus der Kollision zwischen politischen Grenzziehungen der Kreuzfahrer und älteren kirchenrechtlichen Zuständigkeiten, die Antiochia für sich beanspruchte.

Welche Rolle spielte das Byzantinische Reich in dieser kirchlichen Hierarchie?

Byzanz erhob fortwährend Anspruch auf die Territorien und die Wiedereinsetzung orthodoxer Kleriker, was zu ständigen Spannungen mit den lateinischen Institutionen in den Kreuzfahrerstaaten führte.

Wie wirkten sich die Konflikte auf das alltägliche kirchliche Leben aus?

Die Machtkämpfe führten zu Instabilitäten, wie etwa der Degradierung von Prioreien zu Bistümern oder der Verhängung von Interdikten, was die Arbeit der lateinischen Kirche erheblich erschwerte.

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Details

Title
Der Aufbau der lateinischen Hierarchie in den Kreuzfahrerstaaten
College
University of Bamberg  (Institut für Katholische Theologie)
Course
Die Kirche und der Islam - von Päpsten und Sarazenen
Grade
2,0
Author
Fabian Fuchs (Author)
Publication Year
2010
Pages
29
Catalog Number
V160038
ISBN (eBook)
9783640728855
ISBN (Book)
9783640729265
Language
German
Tags
griechisch orthodox kreuzzug erzbistum bistum lateinisch thabor bethlehem nazareth askalon jaffa antiochia tyrus normannen konstantinopel patriarch hierarchie jerusalem byzantinisches reich byzanz kreuzfahrerstaaten daimbert balduin
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Fabian Fuchs (Author), 2010, Der Aufbau der lateinischen Hierarchie in den Kreuzfahrerstaaten, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/160038
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