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Die Villa Hadriana - die größte kaiserliche Villenanlage der Geschichte

Title: Die Villa Hadriana - die größte kaiserliche Villenanlage der Geschichte

Seminar Paper , 2008 , 17 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Juliane Felsch (Author)

World History - Early and Ancient History

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Summary Excerpt Details

„In einer anmutigen Gegend von stiller Schönheit, die auf der einen Seite von Bergen begrenzt, auf der anderen nach der Ebene und Rom hin offen ist, liegt die Villa des Hadrians…Marmor, Stuck, farbiger Putz, die die Wände verkleideten, Gebälk, bunte Marmorsäulen, kostbare Marmor- oder Mosaikfußböden, sie alle sind gänzlich verloren. Die kühnen Gewölbe sind zum größten Teil eingestürzt. Die vielen von Hadrian gesammelten Kunstwerke schmücken die Gebäude nicht mehr. Wir kennen sie nur aus den europäischen Museen. Aber trotz aller ihr durch Zeit und Mensch zugefügten Verwüstungen hat die Villa bis heute ihren Zauber bewahrt und das wegen der Großartigkeit ihrer von jahrhundertealten Bäumen umgebenen Ruinen.“Eben „die schönste antike Ruinenlandschaft auf dem Boden Italiens“, wie der Archäologe Heinz Kähler sie einst bezeichnete, soll im Mittelpunkt dieser Hausarbeit stehen.
Der römische Kaiser Hadrian, welcher von 76 n. Chr. bis 138 n. Chr. lebte und im Jahre 117 der Nachfolger Trajans wurde, ließ sich ca. 40 km östlich von Rom in den Jahren 118 – 134 n. Chr. die so genannte Villa Hadriana erbauen. Eigentlich ist sie mit dem landläufigen Begriff Villa nicht zu fassen, denn allein ihr Areal von nahezu anderthalb Quadratkilometern, spricht ihr dieses ab. Aus heutiger Sicht, handelt es sich um die größte aller kaiserlichen Villenanlagen, die jemals in der Antike geschaffen worden ist. Man geht davon aus, dass sich zeitweilig wohl bis zu 20000 Menschen innerhalb der Villa Hadriana aufgehalten haben, was darin zu begründen ist, dass die Anlage nicht nur als Sommerresidenz bzw. Alterssitz des Kaisers diente, sondern auch Teile der kaiserlichen Verwaltung partiell dort untergebracht waren. Über den Ursprung der Villa Hadriana sind sich die Historiker gegenwärtig jedoch nicht einig. Als bewiesen gilt zwar, dass der nordöstliche Teil der Anlage einen älteren Nukleus enthält, wie und wann dieser aber in den Besitz Hadrians kam, bleibt strittig. Sabine Poeschel beschreibt in ihrem Buch „Rom mit Ostia Antica, Tivoli und Villa Hadriana“, dass der nordöstliche Teil der Anlage mit einigen älteren Bauten aus der republikanischen Zeit stammt und Hadrian diesen schon vor seiner Inthronisierung als Imperator vom Vater seiner Gattin Sabina geerbt hat. Des Weiteren geht sie davon aus, dass dieser ältere Teil wohl in Anlage und Aufbau der so genannten Mysterien- Villa in Pompeji ähnlich gewesen sein wird...

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Rundgang durch die Villa Hadriana

2.1 Vom Großen Portikus bis hin zum Kanopus

2.2 Kanopus – Imitation Ägyptens?

2.3 Das Erscheinungsbild der Villa Hadriana

3. Die Villa Hadriana – Ein Unikat im Rahmen der Bautätigkeit Kaiser Hadrians?

4. Die Stellung der Villa nach dem Tod Kaiser Hadrians

4.1 Die Zeit des Vergessens

4.2 Die Phase der Wiederentdeckung

5. Fazit

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht die Villa Hadriana als architektonisches Zeugnis ihres Erbauers, Kaiser Hadrian, und analysiert, inwieweit die Anlage als Ausdruck seiner persönlichen Interessen, Reisen und seines architektonischen Gestaltungswillens verstanden werden kann.

  • Analyse der baulichen Struktur und spezifischer Komplexe der Villa Hadriana.
  • Untersuchung der architektonischen Einflüsse aus Hadrians Reisen in den Orient.
  • Bewertung der Villa als architektonisches Unikat im Vergleich zu zeitgenössischen Bauten.
  • Nachzeichnung der Rezeptionsgeschichte von der Antike bis zur Wiederentdeckung in der Renaissance.
  • Charakterisierung der Villa als Spiegelbild der Persönlichkeit Kaiser Hadrians.

Auszug aus dem Buch

2.1 Vom Großen Portikus bis hin zum Kanopus

Wer heute die Villa Hadriana besichtigen und somit in eine längst vergangene Zeit eintauchen möchte, der betritt die Villa des Kaisers Hadrians durch den so genannten großen Portikus, welcher von Archäologen auch als Poikile bezeichnet wird. Ursache dafür ist wohl der griechische Ausdruck Stoa Poikile, welcher einen Portikus in Athen bezeichnete, in dem die bedeutendsten Maler der griechischen Antike durch Wandmalereien vertreten waren. Diese vorgenommene Bezeichnung der modernen Archäologie ist jedoch hypothetisch und nicht durch antike Quellen belegt. Die Poikile ist eine ausgedehnte Fläche von 232 x 97 m, die von einem Säulengang mit gekrümmten Schmalseiten und Pultdächern umgeben war. In der Mitte findet man auch heute noch ein mit Wasser gefülltes Fischbecken, an dessen Schmalseiten in antiker Zeit kleine, zurückgesetzte Rundtempel standen. Dieser große, rechteckige Teich mit den Maßen 106 x 26 m diente zu Zeiten Kaiser Hadrians vermutlich zur Belustigung der höfischen Gesellschaft, indem man in ihm Fischstechen veranstalten konnte.

Man muss jedoch leider feststellen, dass ein Großteil des umlaufenden Portikus der Suche nach Baumaterial zum Opfer gefallen ist. Die Nordwand, deren Mauer in 9 m Höhe noch erhalten ist, gab Anlass zur Rekonstruktion, welche schließlich den ausgeklügelten Sinn dieser Konstruktion ans Tageslicht brachte. Ein doppelter Portikus wurde hier in der Längsrichtung von der noch vorhandenen Ziegelmauer mit nur wenigen Durchgängen geteilt. An den Enden ging der Portikus jeweils in einem Halbrund in die andere Seite über. Nach den Gesundheitsregeln der stoischen Schule der Philosophie war in antiker Zeit nach den Mahlzeiten ein Spaziergang vorgeschrieben, der teils im Schatten, teils in der Sonne stattfinden sollte. Eben die Anlage der Poikile stellte sicher, dass die Nordseite des Portikus stets im Schatten, die Südseite stets in der Sonne lag.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung führt in die Thematik der Villa Hadriana ein, skizziert deren historische Bedeutung als größte kaiserliche Villenanlage der Antike und umreißt die wissenschaftliche Fragestellung der Arbeit.

2. Rundgang durch die Villa Hadriana: Dieses Kapitel bietet eine detaillierte architektonische Begehung zentraler Bereiche, wie den großen Portikus (Poikile), den Kanopus und das Gesamterscheinungsbild der Anlage.

3. Die Villa Hadriana – Ein Unikat im Rahmen der Bautätigkeit Kaiser Hadrians?: Hier wird die Sonderstellung der Villa im Kontext der kaiserlichen Bautätigkeit, insbesondere im Vergleich mit dem Pantheon und dem Tempel der Venus und Roma, kritisch diskutiert.

4. Die Stellung der Villa nach dem Tod Kaiser Hadrians: Dieser Abschnitt beschreibt das Schicksal der Anlage nach Hadrians Tod, beginnend bei der Zeit des Vergessens bis hin zur sukzessiven Wiederentdeckung und wissenschaftlichen Erforschung ab der Renaissance.

5. Fazit: Das Fazit fasst zusammen, dass die Villa Hadriana als architektonisches Meisterwerk und subjektiv moderner Ausdruck der Persönlichkeit Kaiser Hadrians zu werten ist.

Schlüsselwörter

Villa Hadriana, Kaiser Hadrian, römische Architektur, Poikile, Kanopus, Antike, Bautätigkeit, architektonisches Unikat, Tivoli, Historische Bauforschung, antike Villen, griechische Einflüsse, Renaissance, Architekturgeschichte, archäologische Rekonstruktion.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Villa Hadriana in Tivoli als einem bedeutenden architektonischen Denkmal und untersucht, wie sie die Persönlichkeit und die Interessen ihres Erbauers, Kaiser Hadrian, widerspiegelt.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Die Schwerpunkte liegen auf der architektonischen Analyse spezifischer Gebäudekomplexe, dem Einfluss der Reisen Hadrians auf die Gestaltung der Villa sowie der historischen Entwicklung der Anlage von der Antike bis zur Neuzeit.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es, die Villa Hadriana als ein in der Antike einzigartiges Bauprojekt zu charakterisieren und zu hinterfragen, ob sie als Ausdruck von Hadrians individuellen Vorlieben und seinem architektonischen Experimentierwillen verstanden werden kann.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine deskriptiv-analytische Methode, die auf der Auswertung archäologischer Fachliteratur, zeitgenössischer historischer Quellen und der physischen Beschreibung der baulichen Überreste der Villa basiert.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in einen Rundgang durch die Villa, eine vergleichende Analyse der Bautätigkeit Hadrians sowie eine historische Untersuchung über den Zustand der Villa nach Hadrians Tod und ihre spätere Wiederentdeckung.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zu den zentralen Begriffen zählen unter anderem Villa Hadriana, Kaiser Hadrian, römische Architektur, Poikile, Kanopus, architektonisches Unikat und antike Villenbaukunst.

Wie wurde die Villa Hadriana nach dem Tod des Kaisers historisch rezipiert?

Die Villa geriet nach Hadrians Tod über Jahrhunderte in Vergessenheit und wurde teilweise als Steinbruch genutzt, bevor sie in der Renaissance bei Gelehrten und Künstlern wieder auf großes Interesse stieß und systematisch erforscht wurde.

Welche Rolle spielten die Reisen Hadrians bei der Gestaltung der Villa?

Die Reisen Hadrians beeinflussten die Architektur der Villa maßgeblich, da er versuchte, architektonische Konzepte und Erinnerungen an Orte, die er während seiner Herrschaft in den Provinzen besuchte, in der Anlage in Tivoli in Miniaturform neu zu erschaffen.

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Details

Title
Die Villa Hadriana - die größte kaiserliche Villenanlage der Geschichte
College
Dresden Technical University  (Institut für Geschichte)
Grade
1,0
Author
Juliane Felsch (Author)
Publication Year
2008
Pages
17
Catalog Number
V159962
ISBN (eBook)
9783640726943
ISBN (Book)
9783640727629
Language
German
Tags
Kaiser Hadrian Hadrian als Bauherr und Architekt Kanopus Bautätigkeit
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Juliane Felsch (Author), 2008, Die Villa Hadriana - die größte kaiserliche Villenanlage der Geschichte , Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/159962
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