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Zur Shop-Startseite › Didaktik für das Fach Englisch - Pädagogik, Sprachwissenschaft

Interkulturelles Lernen in einer Klasse 10 (Gy)

Förderung des Fremdverstehens anhand eines Kurzdramas mittels szenischer Verfahren

Titel: Interkulturelles Lernen in einer Klasse 10 (Gy)

Examensarbeit , 2009 , 46 Seiten , Note: 1,3

Autor:in: Sener Saltürk (Autor:in)

Didaktik für das Fach Englisch - Pädagogik, Sprachwissenschaft

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

1. EINLEITUNG
Der Begriff „Interkulturelles Lernen“ ist aus dem Vokabular der modernen anglistischen Fremdsprachendidaktik nicht wegzudenken. Er bildet einen festen Bestandteil der Lehrpläne für das Fach Englisch für beide Sekundarstufen und wird auch im Kernlehrplan Englisch für die Sekundarstufe I als Kernkompetenz über alle Schuljahre hinweg ausgewiesen und eingefordert . Seine immer größer werdende Bedeutung liegt in der Lebenswirklichkeit der Schülerinnen und Schüler begründet, der zunehmenden Globalisierung, in deren Zuge die multikulturelle Gesellschaft sowohl im Arbeits- als auch im Privatleben der Menschen eine Selbstverständlichkeit darstellt, sie jedoch auch vor neue Herausforderungen im Umgang mit dem Fremden stellt. Sie fordert zudem auf, die eigenen Positionen (Wertehaltungen, Handlungsmuster etc.) zu relativieren und sich über den Konstruktcharakter von Identität im Allgemeinen bewusst zu werden, nicht zuletzt, um im Umgang mit fremden Menschen und Situationen handlungsfähig zu sein.
Es ist nicht verwunderlich, dass der fremdsprachliche Unterricht, insbesondere der Englischunterricht interkulturelle Lerngelegenheiten schaffen muss, die über das bloße landeskundliche Kennenlernen fremder Kulturen, Gebräuche und Handlungsweisen hinausgehen. Zudem läuft der rein landeskundliche Unterricht Gefahr, die fremde Kultur als homogenes und unveränderliches Ganzes darzustellen und somit Stereotypenbildungen („wir“ und „sie“) Vorschub zu leisten.
Meine Wahl für das Thema IL ist auf meine Erfahrungen zurückzuführen, die ich in einem Grundkurs der Jahrgangsstufe 11 gesammelt habe, in denen ich ein Unterrichtsvorhaben mit einschlägig interkulturellem Gegenstand (Schwerpunkt Filmanalyse: Bend It Like Beckham) durchgeführt und dabei festgestellt habe, dass IL keine Selbstverständlichkeit darstellt, da der interkulturelle Gegenstand alleine keine Garantie für IL bedeutet. So haben die SuS die Probleme der indischstämmigen Community in London Hounslow, zwar „verstanden“, aber eine Annäherung an die individuellen Perspektiven, z.B. in Form einer Perspektivenübernahme der einzelnen Figuren, erfolgte nur zu einem gewissen Grad, da Interkulturalität nur einen Teilbereich in diesem Unterrichtsvorhaben darstellte.
Allgemeines Ziel dieser Arbeit ist es, ein Konzept bereitzustellen, das es den Lernenden bei der Arbeit an einem fremdkulturellen Text ermöglicht, zu verstehen, wie sich Menschen aus einer fremden Kultur fühlen und was es bedeutet, ein Fremder zu sein.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. EINLEITUNG

2. INTERKULTURELLES LERNEN IM ENGLISCHUNTERRICHT

2.1 Allgemeine Anforderungen und Erwartungen an einen interkulturellen Englischunterricht

2.2 Der Prozess des Fremdverstehens aus kulturdidaktischer Sicht: Das Verhältnis von Innen- und Außenperspektive

2.3 Landeskunde vs. Cultural Studies: Das Fremdverstehen als Grundprinzip interkulturellen Lernens

3. INHALTLICHE UND METHODISCHE HERANGEHENSWEISE – VORZÜGE VON (KURZ-)DRAMENTEXTEN UND DRAMATISCHEN ZUGANGSFORMEN FÜR DAS LERNZIEL FREMDVERSTEHEN

3.1 Vorzüge von (Kurz-)Dramentexten für das Lernziel Fremdverstehen

3.2 Vorzüge von szenischen Zugangsformen für das Lernziel Fremdverstehen

3.3 Möglichkeiten der Umsetzung szenischer Interpretation: Methoden

4. KONZEPTION EINES INTERKULTURELLEN ENGLISCHUNTERRICHTS MIT DEM LERNZIEL FREMDVERSTEHEN

4.1 Vorüberlegungen zum Einsatz des kanadischen Kurzdramas Indian

4.2 Angaben zur Lerngruppe

4.3 Konzeption

5. EVALUATION UND REFLEXION DER DURCHGEFÜHRTEN UNTERRICHTSEINHEIT

7. ANHANG

7.1 Fighting Alcohol and Substance Abuse among American Indian and Alaskan Native Youth

7.2 How the Indian Act Made Indians Act Like Indian Act Indians

7.3 Identity Card

7.4 Harry Blackbird: Nêhiyâwin (The Cree Way)

7.5 Evaluation sheet – George Ryga: Indian

7.6 Evaluationsbögen (ausgefüllt)

Zielsetzung & Themen

Ziel dieser Arbeit ist die Entwicklung eines didaktischen Konzepts, das Lernenden den schrittweisen Erwerb der interkulturellen Kompetenz „Fremdverstehen“ durch die Arbeit an fremdkulturellen Texten, insbesondere dem kanadischen Kurzdrama „Indian“, ermöglicht. Im Fokus steht dabei die Überwindung rein kognitiver Textanalysen zugunsten affektiver und sinnlicher Erfahrungen mittels szenischer Interpretationsmethoden.

  • Grundlagen interkulturellen Lernens im Englischunterricht
  • Fremdverstehen als zentrales Lernziel und sein Prozess
  • Didaktisches Potenzial und Methoden szenischer Interpretation
  • Konzeption und Durchführung einer Unterrichtsreihe zu „Indian“ (George Ryga)
  • Evaluation der Wirksamkeit interkultureller Methoden im Unterricht

Auszug aus dem Buch

3.2 Vorzüge von szenischen Zugangsformen für das Lernziel Fremdverstehen

Bei dramatischen bzw. szenischen Zugangsformen gehen die SuS mit ihren eigenen Perspektiven an die Auseinandersetzung mit der fremden Situation und den handelnden Figuren heran, denn sie „spielen“ lediglich die Figur. Um szenische Verfahren erfolgreich anwenden zu können, müssen sie sich intensiv mit den Figuren beschäftigen. Dabei reflektieren sie die Handlung- und Denkmuster der Figuren aus ihrer eigenen Perspektive:

„Warum reagiert diese Figur in dieser Situation so und nicht anders? Warum hätte ich vielleicht anders reagiert? Warum verwendet die Figur diese Körpersprache? Warum entscheidet die Figur sich in dieser Situation für diesen Weg? Warum nicht für den anderen? Was hätte ich in dieser Situation getan?“

Hierbei wird die eigene Lebenswelt durch „Probehandeln“ erfahren: Durch das Theaterspielen („szenisches Spiel“) werden die SuS entlastet. Sie erproben in „simulierten Kontexten“ das Handeln in Begegnungen mit dem Fremden. Der Theaterpädagoge Ingo Scheller spricht in diesem Zusammenhang von „Rollenschutz“, da den SuS ihre Rollen durch den Dramentext vorgegeben sind. Sie entdecken, verändern und untersuchen eigene Haltungen, können jedoch nicht selbst für das Handeln der Figur verantwortlich gemacht werden.

Zusammenfassung der Kapitel

1. EINLEITUNG: Die Einleitung begründet die Relevanz des interkulturellen Lernens im Englischunterricht und definiert das Ziel der Arbeit, ein Konzept zur Förderung des „Fremdverstehens“ zu erstellen.

2. INTERKULTURELLES LERNEN IM ENGLISCHUNTERRICHT: Dieses Kapitel erläutert theoretische Grundlagen wie Byrams Modell der interkulturellen kommunikativen Kompetenz und diskutiert den Prozess des Fremdverstehens sowie die Abgrenzung von traditioneller Landeskunde zu Cultural Studies.

3. INHALTLICHE UND METHODISCHE HERANGEHENSWEISE – VORZÜGE VON (KURZ-)DRAMENTEXTEN UND DRAMATISCHEN ZUGANGSFORMEN FÜR DAS LERNZIEL FREMDVERSTEHEN: Hier werden die spezifischen Vorteile von Kurzdramen und szenischen Zugangsformen dargelegt, um das Fremdverstehen durch handlungsorientierte Methoden wie Rollenspiele oder Standbilder zu fördern.

4. KONZEPTION EINES INTERKULTURELLEN ENGLISCHUNTERRICHTS MIT DEM LERNZIEL FREMDVERSTEHEN: Das Kapitel beschreibt die konkrete Planung einer Unterrichtsreihe zum Drama „Indian“, von der Hinführung bis hin zur Reflexion und Anwendung der szenischen Methoden.

5. EVALUATION UND REFLEXION DER DURCHGEFÜHRTEN UNTERRICHTSEINHEIT: Die Evaluation analysiert die Ergebnisse der durchgeführten Unterrichtsreihe und reflektiert über den Lernerfolg sowie die Wirksamkeit der eingesetzten Methoden.

7. ANHANG: Der Anhang enthält ergänzende Materialien, darunter Sekundärtexte zum historischen Kontext des kanadischen „Indian Act“, Informationen zur indianischen Identität und die verwendeten Evaluationsbögen.

Schlüsselwörter

Fremdverstehen, interkulturelles Lernen, szenische Interpretation, George Ryga, Indian, Fremdsprachendidaktik, handlungsorientierter Unterricht, Perspektivenwechsel, Cultural Studies, Rollenschutz, Identitätsverlust, interkulturelle Kompetenz, kanadische Literatur, Perspektivenübernahme, Literaturunterricht.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit der Integration des interkulturellen Lernens im Englischunterricht der gymnasialen Oberstufe, mit einem besonderen Schwerpunkt auf der Förderung des „Fremdverstehens“ durch szenische Interpretationsmethoden.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Die zentralen Themen sind der Aufbau interkultureller kommunikativer Kompetenz, die didaktische Bedeutung von Kurzdramen, Methoden der szenischen Interpretation sowie die Auseinandersetzung mit Identitätsfragen am Beispiel des kanadischen Dramas „Indian“.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Das primäre Ziel ist die Bereitstellung eines praxisorientierten Konzepts, das Lernenden ermöglicht, sich fremden Kulturen nicht nur analytisch, sondern affektiv und handlungsorientiert durch den Perspektivenwechsel zu nähern.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit stützt sich auf eine fachdidaktische Analyse aktueller Modelle zum interkulturellen Lernen und entwickelt darauf aufbauend ein konkretes Unterrichtskonzept, welches durch eine schulische Evaluation in einer 10. Klasse überprüft wird.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Fundierung des Fremdverstehens, eine methodische Begründung für den Einsatz dramatischer Verfahren und die detaillierte Planung sowie Reflexion einer konkreten Unterrichtseinheit.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie Fremdverstehen, interkulturelles Lernen, szenische Interpretation, Perspektivenwechsel und Handlungsorientierung charakterisiert.

Warum wurde gerade das Drama „Indian“ von George Ryga für das Unterrichtskonzept gewählt?

Das Stück wurde gewählt, weil es durch seine übersichtliche Struktur und die drastische Thematik (Identitätsverlust, soziale Probleme) besonders geeignet ist, Lernende aus ihrer Komfortzone zu holen und sie zur Auseinandersetzung mit für sie fremden Lebensrealitäten zu zwingen.

Wie gehen die Schüler mit den „Leerstellen“ in der Charakterbeschreibung des Hauptdarstellers um?

Die Schüler füllen diese Leerstellen mit eigenen Interpretationen, indem sie Rollenbiografien erstellen und eine „indianische“ Identität konstruieren, die über rein formale Kategorien eines Personalausweises hinausgeht.

Ende der Leseprobe aus 46 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Interkulturelles Lernen in einer Klasse 10 (Gy)
Untertitel
Förderung des Fremdverstehens anhand eines Kurzdramas mittels szenischer Verfahren
Hochschule
Studienseminar für Lehrämter an Schulen Arnsberg  (Studienseminar für Lehrämter an Schulen Kleve)
Veranstaltung
Englisches Studienseminar
Note
1,3
Autor
Sener Saltürk (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2009
Seiten
46
Katalognummer
V159944
ISBN (Buch)
9783640903900
ISBN (eBook)
9783640903924
Sprache
Deutsch
Schlagworte
interkulturelles lernen klasse förderung fremdverstehens kurzdramas verfahren
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Sener Saltürk (Autor:in), 2009, Interkulturelles Lernen in einer Klasse 10 (Gy), München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/159944
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Leseprobe aus  46  Seiten
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