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Die Bundestagswahl 1969

Die Bundestagwahlen vom 28.09.1969 und die Bildung der Sozialliberalen Koalition

Title: Die Bundestagswahl 1969

Seminar Paper , 2006 , 15 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Martin Sittig (Author)

History of Europe - Newer History, European Unification

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Die Zeit der Großen Koalition von 1965 und die nachfolgenden Jahre wurde durch tiefgreifende gesellschaftliche, wirtschaftliche und politische Veränderungen geprägt. Die politische Landschaft wurde durch die, Mitte der 1960er Jahre erstarkende, National-Demokratische Partei Deutschlands (NPD), die 1968 gegründete Deutsche Kommunistische Partei (DKP) und die, vor allem aus den Studentenprotesten des Jahres 1967 hervorgegangene, außerparlamentarische Opposition (APO) verändert. Die etablierten politischen Parteien gerieten dabei eher durch die heute als 68er-Generation bekannte Bewegung als durch die extremen Parteien unter Druck. Gerade die Große Koalition schien den tiefen Graben zwischen dem politischen Establishment und der nach Wertewandel strebenden, jungen Bewegung zu manifestieren. Die Koalition aus CDU/CSU und SPD war aus Sicht der beteiligten Parteien als Bündnis auf Zeit gedacht, (...).
Im Folgenden soll den Fragen nachgegangen werden, wie es vor diesem Hintergrund dem sozialliberalen Lager gelang den Machtwechsel bei der Bundestagwahl 1969 herbeizuführen und ob allein der Richtungswechsel der FDP dafür ausschlaggebend war. Verspielte die CDU/CSU nach 20-jähriger, ununterbrochener Regierungszeit leichtfertig die Macht oder wurde Bundeskanzler Kiesinger bedingt durch gesellschaftliche Veränderungen eine zweite Amtszeit versagt?

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Der Wahlkampf zur Bundestagswahl 1969

2.1. Die CDU/CSU

2.2. Die SPD

2.3. Die FDP

2.4. Fazit

3. Das Ergebnis der Bundestagswahl vom 28.09.1969

4. Die Entwicklung von der Wahlnacht bis zur Kanzlerwahl Willy Brandts

4.1. Die Verhandlungen der Wahlnacht

4.2. Die Entwicklung bis zur Kanzlerwahl am 21.10.1969

5. Schlussbemerkungen

6. Literatur

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht die politischen Hintergründe, Strategien und Ereignisse, die zum ersten Machtwechsel in der Bundesrepublik Deutschland durch die sozialliberale Koalition nach der Bundestagswahl 1969 führten. Dabei wird analysiert, inwiefern die Wahlkampfstrategien der Parteien, die gesellschaftlichen Rahmenbedingungen und das konkrete Verhalten der Akteure in der Wahlnacht sowie in den darauffolgenden Wochen diesen historischen Übergang ermöglichten.

  • Analyse der Wahlkampfstrategien von CDU/CSU, SPD und FDP im Jahr 1969.
  • Untersuchung der Bedeutung des medialen Wahlkampfes und politischer Inszenierungen.
  • Bewertung des Wahlergebnisses und der schwierigen Regierungsbildung.
  • Betrachtung des Einflusses der sozialliberalen Annäherung auf den Kanzlerwechsel.
  • Reflexion über die Stabilität der bundesdeutschen Verfassung durch den Machtwechsel.

Auszug aus dem Buch

4.1. Die Verhandlungen der Wahlnacht

Die CDU/CSU sah am frühen Wahlabend noch wie der sichere Sieger aus. Die ersten Hochrechnungen von ARD und ZDF schlossen eine sozialliberale Mehrheit aus und ließen Kiesinger und seine Parteianhänger sogar selber die Aussicht auf die absolute Mehrheit. Der geschätzte Vorsprung war so groß, dass US-Präsident Nixon bereits telegraphisch seine Glückwünsche übermittelte. Im Glauben an den Triumph erteilte man voreilig der Fortsetzung der Großen Koalition eine Absage und suchte auch nicht das offene Gespräch mit der FDP. Vielmehr ging man davon aus, dass die, bei der Wahl abgestraften, Liberalen reuig in die Arme der CDU/CSU zurückkehren würde.

Als gegen 21 Uhr erkennbar wurde, dass das Ergebnis zumindest auf eine Patt-Situation hinauslief, ließ Kiesinger über Helmut Kohl Kontakt zur FDP aufnehmen. Nach einem kurzen Gespräch mit Hans-Dietrich Genscher gelangte der fälschlicherweise zu der Überzeugung, dass große Teile der FDP-Abgeordneten eine schwarz-gelbe Koalition anstreben würden und mindestens zehn Mandatsträger im Zweifelsfall nicht für Willy Brandt als Bundeskanzler stimmen würden. In dieser vermeintlichen Sicherheit, verhielt sich vor allem Kanzler Kiesinger zögernd und passiv, der eine sozialliberale Koalition schlichtweg als „politisch nicht möglich“ ansah und der Regierungsbildung Zeit geben wollte.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die gesellschaftspolitische Stimmung Ende der 1960er Jahre und stellt die Forschungsfrage nach den Ursachen des Machtwechsels 1969.

2. Der Wahlkampf zur Bundestagswahl 1969: Dieses Kapitel analysiert die verschiedenen Strategien der Parteien CDU/CSU, SPD und FDP und beschreibt den Wandel hin zum medienorientierten Wahlkampf.

3. Das Ergebnis der Bundestagswahl vom 28.09.1969: Hier wird das Wahlergebnis im Detail betrachtet und die rechnerischen Möglichkeiten für die Regierungsbildung sowie die Auswirkungen des NPD-Abschneidens erläutert.

4. Die Entwicklung von der Wahlnacht bis zur Kanzlerwahl Willy Brandts: Dieses Kapitel beschreibt die taktischen Fehler der Union und die zielgerichteten Verhandlungen von SPD und FDP, die schließlich zur Wahl Willy Brandts führten.

5. Schlussbemerkungen: Das Fazit fasst zusammen, dass der Machtwechsel die Stabilität der Verfassung bewies und das Ende der Großen Koalition ein Ergebnis schleichender Entwicklungen war.

6. Literatur: Verzeichnis der verwendeten Quellen und wissenschaftlichen Werke.

Schlüsselwörter

Bundestagswahl 1969, Machtwechsel, Große Koalition, Willy Brandt, Kurt Georg Kiesinger, Sozialliberale Koalition, FDP, Wahlkampfstrategie, Medienwahlkampf, Regierungsbildung, Politische Geschichte, Bundesrepublik Deutschland, 68er-Generation, Wahlnacht, Walter Scheel.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der vorliegenden Arbeit im Kern?

Die Arbeit befasst sich mit dem historischen Machtwechsel in der Bundesrepublik Deutschland infolge der Bundestagswahl 1969 und der anschließenden Regierungsbildung durch Willy Brandt.

Welche Parteien stehen im Zentrum der Untersuchung?

Die zentralen Akteure sind die CDU/CSU als damaliger Regierungspartner, die SPD als aufstrebende politische Kraft sowie die FDP, deren strategische Neuausrichtung den Ausschlag für den Machtwechsel gab.

Was ist das primäre Ziel dieser wissenschaftlichen Arbeit?

Das Ziel ist es, die Faktoren und politischen Prozesse zu identifizieren, die den Machtwechsel von der Großen Koalition zur sozialliberalen Koalition ermöglichten, und zu prüfen, ob dieser allein auf die FDP zurückzuführen war.

Welche wissenschaftliche Methodik wird angewandt?

Es handelt sich um eine politikwissenschaftliche und historische Analyse, die auf der Auswertung relevanter Fachliteratur, zeitgenössischer Dokumente und der Interpretation politischer Ereignisse basiert.

Welche inhaltlichen Schwerpunkte setzt der Hauptteil?

Der Hauptteil gliedert sich in die Analyse der verschiedenen Wahlkampfstrategien, die Interpretation des Wahlergebnisses sowie eine detaillierte Aufarbeitung der Ereignisse in der Wahlnacht bis zur Kanzlerwahl am 21. Oktober 1969.

Durch welche Schlüsselwörter lässt sich der Inhalt charakterisieren?

Wichtige Begriffe sind Bundestagswahl 1969, Machtwechsel, Sozialliberale Koalition, Willy Brandt, Medienwahlkampf und politische Regierungsbildung.

Warum war das Abschneiden der NPD für die CDU/CSU in der Wahlnacht relevant?

Das Scheitern der NPD an der Fünf-Prozent-Hürde war entscheidend, da eine parlamentarische Vertretung der NPD eine sozialliberale Mehrheit rechnerisch unmöglich gemacht und die CDU/CSU zur Fortsetzung der Großen Koalition gezwungen hätte.

Wie wirkten sich die „hemdsärmeligen Methoden“ der CDU nach der Wahl aus?

Der Versuch der Union, durch Druck und Angebote Abweichler aus der FDP zum Parteiwechsel zu bewegen, war kontraproduktiv und stärkte den Zusammenhalt innerhalb der FDP, was letztlich die sozialliberale Koalition beförderte.

Welche Rolle spielte der „Kanzlerbonus“ im Wahlkampf 1969?

Kiesinger setzte voll auf seine Rolle als „Mann der Stabilität“, doch dieser Bonus reichte nicht aus, da die Partei als inhaltlich starr und überholt wahrgenommen wurde.

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Details

Title
Die Bundestagswahl 1969
Subtitle
Die Bundestagwahlen vom 28.09.1969 und die Bildung der Sozialliberalen Koalition
College
http://www.uni-jena.de/  (Historisches Institut)
Course
Die Große Koalition 1966-1969
Grade
1,0
Author
Martin Sittig (Author)
Publication Year
2006
Pages
15
Catalog Number
V159893
ISBN (eBook)
9783640727124
ISBN (Book)
9783640727810
Language
German
Tags
Wahlkampf Wahlplakate Willy Brandt Kurt Georg Kiesinger APO
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Martin Sittig (Author), 2006, Die Bundestagswahl 1969 , Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/159893
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