Die Betriebliche Weiterbildung ist in den vergangenen Jahren in ihrer Bedeutung gestiegen. Dies belegen zahlreiche Indikatoren, wie zum Beispiel die Professionalisierungsdebatte und die damit verbundenen Ausschreibungen, Forschungsprojekte und Studien. Diese haben unter anderem das Ziel Weiterbildnerberufe zu charakterisieren und Kompetenzprofile, die den steigenden Anforderungen an die Rolle des Weiterbildners gerecht werden, zu erstellen (vgl. Richter, R. 2007, S. 83 - 89.).
Zentraler Gegenstand dieser Arbeit wird es sein, den Begriff der betrieblichen Weiterbildung zu erläutern, die im Kontext der Weiterbildung arbeitenden Personen vorzustellen sowie die Qualifikationen und Kompetenzen die diese Personen benötigen und besitzen sollten zu nennen.
Dazu erfolgt in Kapitel eins die Erläuterung des Begriffs der betrieblichen Weiter-bildung. Zusätzlich werden die zu vermittelnden Objekte der Betrieblichen Weiterbildung dargestellt, die im weiteren Verlauf der Arbeit aufgrund ihrer Wichtigkeit noch weiter erläutert werden. Letztendlich befasst sich das erste Kapitel mit den Zielen der betrieblichen Weiterbildung unter Berücksichtigung mehrerer Interessenten.
Anschließend trifft Kapitel zwei Aussagen über den betrieblichen Weiterbildner und gibt einen Einblick in dessen Tätigkeitsfeld. Es wird auf die Aufgaben des betrieblichen Weiterbildners, aus denen sich auch schon die ersten Qualifikationen und Kompetenzen die an den diesen gestellt werden erkennen lassen, eingegangen.
Im letzten Teil wird diese Thematik nochmals vertieft, in dem lediglich die Qualifi-kationen und Kompetenzen betrachtet werden.
Am Ende erfolgen eine kurze Zusammenfassung der Kernaussagen sowie eine persönliche Einschätzung der Thematik.
Diese Arbeit stützt sich Größtenteils auf Lektüre aus dem Bereich der Berufs- und Betriebspädagogik sowie aus dem Bereich des Personalmanagements, da beide Bereiche inhaltlich sehr stark an dieses Thema, obwohl es zum Modul der Er-wachsenenbildung gehört, angelehnt sind.
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
2 Betriebliche Weiterbildung; Personalentwicklung
2.1 Objekte
2.2 Ziele
3 Der betriebliche Weiterbildner
3.1 Aufgaben
3.2 Qualifikationen, Kompetenzen
4. Schluss
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit verfolgt das Ziel, das Berufsfeld der betrieblichen Weiterbildung sowie das Rollenprofil des betrieblichen Weiterbildners theoretisch zu fundieren, um daraus Anforderungen an Qualifikationen und Kompetenzen abzuleiten.
- Begriffliche Einordnung der betrieblichen Weiterbildung und Abgrenzung zur Personalentwicklung
- Analyse der Ziele betrieblicher Weiterbildung für Unternehmen, Gesellschaft und Mitarbeiter
- Identifikation der vielfältigen Aufgabenfelder betrieblicher Weiterbildner
- Systematisierung der benötigten Qualifikationen und Kompetenzprofile für dieses Tätigkeitsfeld
Auszug aus dem Buch
Der betriebliche Weiterbildner
Ein wesentlicher Qualitätsfaktor der betrieblichen Weiterbildung sind die Personen, die diese im Unternehmen durchführen und organisieren, nämlich die betrieblichen Weiterbildner (vgl. Weingärtner, 1995, S.60 ff.) So wird es Inhalt dieses Kapitels sein, den Begriff des betrieblichen Weiterbildners vorzustellen, zu definieren und zu erläutern. Zusätzlich wird auf die Aufgaben und die daraus resultierenden Kompetenzen des betrieblichen Weiterbildners eingegangen.
„Als betrieblicher Weiterbildner wird ein hauptberuflicher angestellter Mitarbeiter eines Unternehmens definiert, der sowohl für die Konzeption, Organisation sowie für die Durchführung und Kontrolle von betrieblichen Weiterbildungsmaßnahmen im weitesten Sinne verantwortlich sein kann. Sein Arbeitsfeld beinhaltet damit neben Lehraufgaben besonders Dispositions-, Organisations-, Moderations-, Management- und Beratungsaufgaben“ (Sorg-Barth S.28).
Vom betrieblichen Weiterbildner schlechthin zu sprechen, kann zur irrigen Annahme verleiten, es gäbe ein klassisches Muster eines Weiterbildners. Dies ist aber nicht der Fall (vgl. Schick, M. u.a. 1992, S. 53). Hinzu kommt, dass betriebliche Weiterbildner keine eindeutige Funktion, Position, sowie Berufsbezeichnung besitzen. Grund dafür ist die zu starke Differenzierung in dem Berufsfeld. Es herrscht eine Vielzahl von Bezeichnungen, wie z.B. Leiter Weiterbildung, Mitarbeiter Weiterbildung, Schulungsreferent, Trainer, Bildungsmanager etc. vor, die durchaus vertretbar sind, jedoch immer eine gewisse Einschränkung auf einen bestimmten Aufgabenbereich implizieren würden und deshalb gewählt gebraucht werden sollten.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Dieses Kapitel führt in die steigende Bedeutung der betrieblichen Weiterbildung ein und definiert den Gegenstand sowie den methodischen Rahmen der Arbeit.
2 Betriebliche Weiterbildung; Personalentwicklung: Hier erfolgt eine theoretische Auseinandersetzung mit den Begriffen, den zu vermittelnden Objekten (Kompetenzen/Qualifikationen) sowie den Zielsetzungen verschiedener Interessengruppen.
3 Der betriebliche Weiterbildner: Dieses Kapitel widmet sich der Definition der Zielgruppe, beleuchtet deren vielfältige Aufgabenfelder und systematisiert die notwendigen Qualifikations- und Kompetenzanforderungen.
4. Schluss: Der abschließende Teil fasst die Kernaussagen zusammen und unterstreicht die wachsende Bedeutung einer professionellen Ausbildung für betriebliche Weiterbildner.
Schlüsselwörter
Betriebliche Weiterbildung, Personalentwicklung, Weiterbildner, Kompetenzprofil, Qualifikation, Bildungsmanagement, Berufs- und Betriebspädagogik, Humanvermögen, Didaktik, Aufgabenanalyse, Organisationsentwicklung, Sozialkompetenz, Fachkompetenz, Methodenkompetenz, Berufsbildungspolitik.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit untersucht das Feld der betrieblichen Weiterbildung mit einem speziellen Fokus auf das Berufsbild und die notwendigen Kompetenzen der dort tätigen Weiterbildner.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die Arbeit behandelt die theoretische Einordnung betrieblicher Weiterbildung, die Unterscheidung von Qualifikations- und Kompetenzbegriffen, die Zielgruppenanalyse sowie das Anforderungsprofil für betriebliches Weiterbildungspersonal.
Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?
Ziel ist es, den Begriff der betrieblichen Weiterbildung zu erläutern und ein fundiertes Verständnis für die Qualifikationen und Kompetenzen zu entwickeln, die ein moderner betrieblicher Weiterbildner mitbringen muss.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit stützt sich primär auf eine Literaturanalyse aus den Disziplinen Berufs- und Betriebspädagogik sowie dem Personalmanagement.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil analysiert zunächst die Ziele der Weiterbildung für Unternehmen und Mitarbeiter und widmet sich im zweiten Schritt der praktischen Rolle, den Aufgaben und dem Kompetenzspektrum des betrieblichen Weiterbildners.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Zu den zentralen Begriffen zählen Betriebliche Weiterbildung, Personalentwicklung, Kompetenzprofil, Qualifikation und Bildungsmanagement.
Welche unterschiedlichen Interessen verfolgen Unternehmen und Mitarbeiter bei der Weiterbildung?
Unternehmen streben vor allem die Qualifikation ihres Personals zur Sicherung der Arbeitsleistung an, während Mitarbeiter Weiterbildung für ihre persönliche Entfaltung, Laufbahnchancen und Arbeitsplatzsicherheit nutzen.
Warum gibt es keine einheitliche Berufsbezeichnung für betriebliche Weiterbildner?
Laut der Arbeit ist das Berufsfeld zu stark differenziert; es existieren zahlreiche Rollen wie Trainer, Bildungsmanager oder Seminarleiter, die jeweils spezifische Teilaufgaben in den Vordergrund stellen.
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- Jens Göritz (Author), 2008, Betriebliche Weiterbildung und Kompetenzen Betrieblicher Weiterbildner, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/159724