Im Rahmen des Seminars ,,José Oliver – ein deutscher Dichter“ befassten sich die Studenten der Germanistik der Aristoteles Universität Thessaloniki mit den Werken, sowie auch mit dem Leben des Autors. Ich fasste den Entschluss, mich mit dem Thema ,,Unterwegssein-Reisen“ zu beschäftigen.
In dieser schriftlichen Hausarbeit präsentiere ich zunächst das Reiseverhältnis im Leben von José Oliver, damit ein Einstieg in die Thematik geschaffen wird und seine Werke einfacher verstanden werden können. Im weiteren werde ich versuchen die Gedichte: ,,Heimflug I“, „Heimflug II“ und ,,Offenburg – Hausach. April 2003“ zu interpretieren. Es folgt ein Vergleich dieser und schließlich das Fazit meiner Arbeit.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. José F.A. Olivers Unterwegssein
3. Interpretationen der Gedichte
3.1Interpretation des Gedichts ,,Heimflug I“
3.2 Interpretation des Gedichts „Heimflug II“
3.3 Interpretation des Gedichts ,,Offenburg – Hausach. April 2003“
4. Vergleich der Gedichte
5. Fazit
Zielsetzung & Themen
Diese Arbeit befasst sich mit der literarischen Aufarbeitung von Identität und Heimat in den Werken von José F. A. Oliver. Ziel ist es, das Motiv des Unterwegsseins und die damit verbundene Identitätskrise durch die Analyse ausgewählter Gedichte zu untersuchen.
- Biografische Hintergründe des Autors und seine doppelte Identität
- Analyse der Flug- und Zugreisemotive in der Lyrik
- Kulturelle Verschmelzung und der Umgang mit Sprachbildern
- Vergleich der thematischen Darstellung in verschiedenen Schaffensperioden
- Nostalgie und das Schwingen zwischen den Heimatsorten Deutschland und Spanien
Auszug aus dem Buch
3.1Interpretation des Gedichts ,,Heimflug I“
Das Gedicht ,Heimflug I“ wurde im Jahre 1989 verfasst. Es beschreibt die Heimreise von José F.A, Oliver vom fernen Andalusien nach Hausach, der Stadt in der er aufgewachsen ist. Es handelt sich um eine Stadt im mittlerem Schwatzwald. Sie liegt mitten in den Bergen und ist umgeben von Natur. Hausach hat einen dunkelgrünen Tannenwald und ein Tal mit einem Fluss. In diesem Gedicht wird eine der persönlichen Geschichten Olivers verallgemeinert.
Es beginnt mit der Beschreibung einer Situation im Flugzeug. Durch die Adjektive, die der Dichter gewählt hat zu benutzen, wird klar, dass es sich um einen unwohlen Flug handelt: ,,Es ist heiß im Flugzeug, die luft stickig, die atemnahen sitznachbar gleich auf den plätzen 26 D und 26 E sie eva luna, er FAZ“ Eva Luna ist eine Novelle von Isabel Allende, die von ihr 1985 geschrieben wurde. In diesem Buch wird die Geschichte eines Waisenkindes, das in Süd Afrika aufwächst präsentiert. FAZ ist die Frankfurter Allgemeine Zeitung.
Im weiteren wendet sich das lyrische ,,Ich“ an ein unbekanntes ,,Du“. Dieses bringt in ihm Erringungen hervor, aus früheren Heimatreisen: ,,erneut flackert jede Heimreise in noch kürzeren Zeitabständen vorbei“. Somit kann verstanden werden dass dieses Verfahren, das Reisen, dem lyrischen ,,Ich“ bekannt ist. Es folgen die Erinnerungen aus der Kindheit des Dichters: ,,kreiselbilder. gedachtes. sandkastenreviere. Reisen von süden nach norden, von norden nach süden. Fast dreißig jahre sind vergangen.“ Mann kann aus diesen Worten entnehmen, dass es sich um die Reisen von Malaga nach Hausach, und umgekehrt handelt. Diese hat der Dichter, wie erwähnt, seit seiner Kindheit oft begangen.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Das Kapitel führt in das Seminarthema ein und skizziert den Aufbau der Untersuchung sowie die ausgewählten Gedichte.
2. José F.A. Olivers Unterwegssein: Hier wird der biografische Hintergrund des Autors als Migrantenkind zwischen Spanien und Deutschland sowie seine literarische Arbeitsweise beleuchtet.
3. Interpretationen der Gedichte: Dieses Kapitel liefert eine detaillierte Einzelanalyse der drei Gedichte „Heimflug I“, „Heimflug II“ und „Offenburg – Hausach. April 2003“.
4. Vergleich der Gedichte: Die Arbeit stellt die Gemeinsamkeiten und Differenzen der analysierten Werke gegenüber, insbesondere hinsichtlich ihrer Entstehungszeit und der verwendeten Reise-Motive.
5. Fazit: Das Fazit fasst die Bedeutung von Nostalgie und Identitätskrise im Werk Olivers zusammen.
Schlüsselwörter
José F. A. Oliver, Unterwegssein, Identitätskrise, Heimatreise, Lyrik, Migration, Heimat, Andalusien, Hausach, deutsche Gegenwartsliteratur, Sprachbilder, Nostalgie, Kulturen, Kindheitserinnerungen, Gedichtanalyse
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in der vorliegenden Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit thematisiert das Werk des Dichters José F. A. Oliver, wobei der Fokus gezielt auf dem Motiv der Heimreise und dem damit verbundenen „Unterwegssein“ liegt.
Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?
Zentrale Felder sind die doppelte Identität des Autors, der kulturelle Brückenschlag zwischen spanischen Wurzeln und deutscher Lebenswelt sowie die lyrische Verarbeitung von Erinnerungen.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist es, durch die Analyse dreier spezifischer Gedichte zu zeigen, wie Oliver seine persönliche Geschichte und die Identitätskrise eines Wanderers zwischen den Welten in Sprache übersetzt.
Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?
Die Arbeit nutzt die Methode der literarischen Gedichtinterpretation, ergänzt durch biographische Kontexte zur Einordnung des Werkes.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Im Hauptteil findet zunächst eine biografische Einordnung statt, gefolgt von einer detaillierten Interpretation der Gedichte „Heimflug I“, „Heimflug II“ sowie „Offenburg – Hausach. April 2003“.
Durch welche Schlüsselwörter lässt sich die Arbeit am besten charakterisieren?
Schlüsselbegriffe sind Identität, Migration, Heimat, Unterwegssein, Sprachbilder, Nostalgie und kulturelle Tradition.
Warum spielt das Flugzeug als Ort in den Gedichten eine wichtige Rolle?
Es fungiert als Raum des Übergangs, in dem sich die physische Reise mit psychologischen Prozessen und Erinnerungen an die Vergangenheit sowie die Familie vermischt.
Wie unterscheidet sich das Gedicht „Offenburg – Hausach. April 2003“ von den „Heimflug“-Gedichten?
Während die ersten beiden Gedichte auf Flugreisen basieren, thematisiert das spätere Werk eine Zugfahrt und zeichnet sich durch eine stärkere, fast meditative Bildwirkung der vorbeiziehenden Landschaft aus.
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- Stella Borou (Author), 2010, Das Motiv des Reisens bei José Oliver, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/159534