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Die Abtönungspartikeln im Deutschen

Title: Die Abtönungspartikeln im Deutschen

Essay , 2010 , 10 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Britta Baier (Author)

German Studies - Linguistics

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Summary Excerpt Details

„Wird sie unpünktlich kommen?“- „Wird sie denn auch noch unpünktlich kommen?“ Jedem Muttersprachler des Deutschen ist sofort klar, dass zwischen diesen beiden Sätzen ein Bedeutungsunterschied besteht. Doch die vielen kleinen Wörter, die in unserer Alltagssprache so verbreitet sind, erweisen sich bei einer linguistischen Analyse als störrischer Untersuchungsgegenstand. Eisenberg schreibt über die Partikeln, sie seien die „Zaunkönige und Läuse im Pelz der Sprache“, die „lange Zeit und aus verschiedenen Gründen stiefmütterlich oder gar nicht behandelt“ worden seien. Da sie keine eindeutigen Charakteristika einer geschlossenen Gemeinschaft aufweisen, scheint man diese Wortgruppe nur über die Eigenschaften definieren zu können, die sie nicht besitzen: Sie sind unflektierbar, können nicht alleine im Vorfeld oder Nachfeld stehen, sind in der Regel nicht betonbar und nie erfragbar. Zudem sind diese Wörter auch noch „typischerweise weglassbar, fakultativ“ und besitzen „keine lexikalische Bedeutung“. Grammatisch scheinen die Abtönungspartikeln also nur schwer ihre Existenz rechtfertigen zu können. Empirisch wird jedoch jeder Sprecher, der beispielsweise den Satz „Du hast aber vielleicht eine Laune!“ sagen möchte, sich in seiner Aussageintention beschnitten fühlen, wenn er nur sagen darf: „Du hast eine Laune!“

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Die Abtönungspartikeln im Deutschen

2.1. Charakteristika der Partikeln

2.2. Abgrenzung von anderen Wortarten

2.3. Funktion der Abtönungspartikeln

2.4. Empirische Untersuchungen zur Bedeutung

2.5. Historische Einordnung der Partikelforschung

2.6. Abtönungspartikeln und der wissenschaftliche Text

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die sprachwissenschaftliche Rolle und Funktion von Abtönungspartikeln im Deutschen. Ziel ist es, die Schwierigkeiten bei der linguistischen Definition dieser Wortklasse aufzuzeigen, ihre vielfältigen kommunikativen Funktionen zu beleuchten und kritisch zu hinterfragen, inwieweit ihr Gebrauch in wissenschaftlichen Texten legitim oder hinderlich für die sprachliche Präzision ist.

  • Linguistische Definition und Abgrenzung von Partikeln
  • Kommunikative und semantische Funktionen der Abtönungspartikeln
  • Methodische Ansätze in der Partikelforschung
  • Die Rolle von Partikeln im Kontext wissenschaftlicher Sprachstile
  • Analyse der Wirkung von Partikeln wie "ja", "denn" und "eigentlich"

Auszug aus dem Buch

Die Abtönungspartikeln im Deutschen

„Wird sie unpünktlich kommen?“- „Wird sie denn auch noch unpünktlich kommen?“ Jedem Muttersprachler des Deutschen ist sofort klar, dass zwischen diesen beiden Sätzen ein Bedeutungsunterschied besteht. Doch die vielen kleinen Wörter, die in unserer Alltagssprache so verbreitet sind, erweisen sich bei einer linguistischen Analyse als störrischer Untersuchungsgegenstand. Eisenberg schreibt über die Partikeln, sie seien die „Zaunkönige und Läuse im Pelz der Sprache“, die „lange Zeit und aus verschiedenen Gründen stiefmütterlich oder gar nicht behandelt“ worden seien. Da sie keine eindeutigen Charakteristika einer geschlossenen Gemeinschaft aufweisen, scheint man diese Wortgruppe nur über die Eigenschaften definieren zu können, die sie nicht besitzen: Sie sind unflektierbar, können nicht alleine im Vorfeld oder Nachfeld stehen, sind in der Regel nicht betonbar und nie erfragbar. Zudem sind diese Wörter auch noch „typischerweise weglassbar, fakultativ“ und besitzen „keine lexikalische Bedeutung“.

Grammatisch scheinen die Abtönungspartikeln (= AP) also nur schwer ihre Existenz rechtfertigen zu können. Empirisch wird jedoch jeder Sprecher, der beispielsweise den Satz „Du hast aber vielleicht eine Laune!“ sagen möchte, sich in seiner Aussageintention beschnitten fühlen, wenn er nur sagen darf: „Du hast eine Laune!“

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung führt in die Problematik der Abtönungspartikeln ein und verdeutlicht anhand von Beispielen die Notwendigkeit ihrer Betrachtung trotz ihrer flüchtigen grammatischen Natur.

2. Die Abtönungspartikeln im Deutschen: Dieses Kapitel umfasst die theoretische Fundierung, die methodische Abgrenzung zu anderen Wortarten, die Untersuchung der Funktionen, die historische Entwicklung der Partikelforschung sowie eine kritische Auseinandersetzung mit der Verwendung von Partikeln im wissenschaftlichen Stil.

Schlüsselwörter

Abtönungspartikeln, Partikelforschung, Sprachwissenschaft, Linguistik, Grammatik, Sprechakte, Kommunikation, Modalwörter, Satzbedeutung, wissenschaftliche Texte, Textlinguistik, Wortart, Pragmatik, Sprachanalyse, Interaktion

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit primär?

Die Arbeit befasst sich mit der linguistischen Analyse der sogenannten Abtönungspartikeln im Deutschen und deren komplexer Rolle in der Kommunikation.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Zu den Schwerpunkten zählen die Definitionsproblematik dieser Wortklasse, die Abgrenzung zu verwandten Wortarten, die funktionalen Aspekte in Gesprächen sowie deren umstrittene Verwendung in wissenschaftlichen Texten.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, die Funktionen der Abtönungspartikeln zu erklären und aufzuzeigen, wie sie die Haltung des Sprechers vermitteln und den Interaktionskontext beeinflussen.

Welche wissenschaftliche Methode wird in der Arbeit verwendet?

Die Arbeit stützt sich auf eine theoretische Literaturanalyse und zieht empirische Studien der Partikelforschung (insbesondere von Hentschel und Weydt) heran, um sprachliche Hypothesen zu belegen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Definition der Wortklasse, die Abgrenzung von anderen Kategorien wie Adverbien oder Pronomen, die Funktionsweise von Partikeln in Sprechakten und deren kritische Evaluierung in wissenschaftlichen Texten.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie Abtönungspartikeln, Pragmatik, Sprechakt, Kommunikation und sprachliche Haltung charakterisiert.

Warum gelten Abtönungspartikeln in der Forschung als "störrischer Untersuchungsgegenstand"?

Weil sie keine einheitlichen grammatischen Merkmale besitzen, keine lexikalische Bedeutung tragen und meist nur durch Eigenschaften definiert werden können, die sie nicht aufweisen.

Welches Fazit zieht die Autorin bezüglich der Verwendung von Abtönungspartikeln im wissenschaftlichen Schreiben?

Die Autorin kommt zu dem Schluss, dass ihr Gebrauch vermieden werden sollte, wenn sie der Verschleierung der Aussage dienen. Wenn sie jedoch dazu beitragen, die Haltung des Autors klarer und dynamischer auszudrücken, können sie vereinzelt Verwendung finden, wobei der exzessive Gebrauch, insbesondere der Partikel "ja", als unangebracht bewertet wird.

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Details

Title
Die Abtönungspartikeln im Deutschen
College
Saarland University
Course
HS Textlinguistik und der wissenschaftliche Text – eine Schreibwerkstatt
Grade
1,0
Author
Britta Baier (Author)
Publication Year
2010
Pages
10
Catalog Number
V159402
ISBN (eBook)
9783640752188
ISBN (Book)
9783640752645
Language
German
Tags
Abtönungspartikeln Deutschen
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Britta Baier (Author), 2010, Die Abtönungspartikeln im Deutschen, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/159402
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