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Empörung um „Spätrömische Dekadenz“

Eine korpuslinguistische Diskursanalyse

Titel: Empörung um „Spätrömische Dekadenz“

Hausarbeit , 2010 , 19 Seiten , Note: 1,0

Autor:in: Erik Pester (Autor:in)

Germanistik - Linguistik

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Inhalt dieser Arbeit soll eine Analyse des Diskurses über einen von Bundesaußenminister Guido Westerwelle verfassten Artikel in der Zeitung „Die Welt“ sein, dessen Inhalt zu großer Empörung in der politischen Öffentlichkeit führte. Der Diskurs wird anhand von repräsentativen Zeitungsartikeln, die nach der Veröffentlichung von Westerwelles Gastbeitrag erschienen, untersucht. Dabei gilt es zunächst, den Diskursverlauf darzustellen und dann einzelne Aspekte näher zu betrachten. Besonderes Augenmerk soll auf die viel zitierte Metapher von der „spätrömischen Dekadenz“ gelegt werden, deren Bedeutung für die Rezeption von Westerwelles Beitrag analysiert werden soll.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Theoretische Vorüberlegungen

3. Vorgehen und Methode

3.1. Vorüberlegungen

3.2. Bestimmung des Korpus

3.3. Datensammlung und -auswertung

4. Der Diskurs – Analyseergebnisse

4.1. Politische Einordnung des Ausgangstextes

4.2. Ergebnisse der Datenauswertung

5. Zusammenfassung und Ausblick

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit analysiert diskurslinguistisch die medialen Reaktionen auf einen Gastbeitrag von Guido Westerwelle, in dem er den Begriff der "spätrömischen Dekadenz" prägte. Ziel ist es, den Verlauf der Empörung und die Verwendung sowie "Karriere" dieser Metapher im öffentlichen Diskurs diachron nachzuzeichnen.

  • Methodische Grundlagen der korpuslinguistischen Diskursanalyse
  • Diskursverlauf und mediale Rezeptionsanalyse
  • Rolle von Skandalen und Empörung im politischen Diskurs
  • Bedeutung von Metaphern als kollektive Symbole
  • Politische Einordnung und inhaltliche Analyse der Westerwelle-Thesen

Auszug aus dem Buch

4.1. Politische Einordnung des Ausgangstextes

Auslöser für den hier zu untersuchenden Diskurs war dieser Gastbeitrag Guido Westerwelles in der „Welt“ vom 11. Februar 2010: Hartz IV und die Frage, wer das alles zahlt; Vergesst die Mitte nicht. Die Diskussion nach der Karlsruher Hartz-IV-Entscheidung hat sozialistische Züge. Debattiert wird die Frage: Wer bekommt mehr? „Staatliche Leistungen" nennt man diese Zahlungen. Dabei sind es Leistungen des Steuerzahlers, die der Staat verteilt. Wie in einem pawlowschen Reflex wird gerufen, jetzt könne es erst recht keine Entlastung der Bürger mehr geben, das Geld brauche man für höhere Hartz-IV-Sätze.

Es scheint in Deutschland nur noch Bezieher von Steuergeld zu geben, aber niemanden, der das alles erarbeitet. Empfänger sind in aller Munde, doch die, die alles bezahlen, finden kaum Beachtung. Die Mittelschicht in Deutschland ist in den vergangenen zehn Jahren von zwei Dritteln auf noch gut die Hälfte der Gesellschaft geschrumpft. Damit bröckelt die Brücke zwischen Arm und Reich. Eine Gesellschaft ohne Mitte fliegt auseinander, und der Politik fliegt sie um die Ohren.

Westerwelle reagierte mit diesem Artikel auf das Urteil des Bundesverfassungsgerichtes vom 9. Februar 2010, nach dem die Methode zur Berechnung der Regelsätze für das Arbeitslosengeld II für verfassungswidrig erklärt wurde. Im Nachgang dieser Entscheidung hatten eine Reihe von Politikern nicht nur für eine Neuberechnung, sondern auch für eine Erhöhung der Regelsätze plädiert. Westerwelle mahnt in dem zitierten Artikel an, den Fokus der politischen Debatten „wieder“ (32) auf die Mitte der Gesellschaft zu lenken. Er spricht vom „Umsteuern“ (ebd.), um – in Anlehnung an Helmut Kohls „geistig moralische Wende“ – die „geistig-politische Wende“ (32 f.) zu vollziehen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Einführung in die Thematik der politischen Skandalisierung und der Rolle von Empörung als Mittel der Inszenierung im öffentlichen Diskurs.

2. Theoretische Vorüberlegungen: Darlegung des diskursanalytischen Instrumentariums nach Foucault und der Anwendung korpuslinguistischer Methoden zur Erforschung von Wissensflüssen.

3. Vorgehen und Methode: Beschreibung der Kriterien zur Korpusbildung sowie der methodischen Datensammlung und -auswertung mittels LexisNexis und Exceltabellen.

4. Der Diskurs – Analyseergebnisse: Detaillierte Untersuchung des Ausgangstextes, der Subjektstruktur und der quantitativen Rezeptionsverläufe der Metapher über den Untersuchungszeitraum.

5. Zusammenfassung und Ausblick: Resümee der Ergebnisse zur Dynamik der Empörungswellen und zur Verselbstständigung der Metapher im medialen Diskurs.

Schlüsselwörter

Diskursanalyse, Korpuslinguistik, Spätrömische Dekadenz, Guido Westerwelle, Empörungsdebatte, Mediale Inszenierung, Hartz IV, Politische Öffentlichkeit, Leistungsgedanke, Diskursfragment, Kollektivsymbolik, Mittelschicht, Skandalisierung, Diskursverlauf, Diachrone Analyse

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die mediale Reaktion und den öffentlichen Diskurs, der durch den Gastbeitrag von Guido Westerwelle über "spätrömische Dekadenz" im Februar 2010 ausgelöst wurde.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind die deutsche Sozialstaatsdebatte, die Rolle der politischen Mitte sowie die linguistische Analyse von Metaphern in politischen Skandalen.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das primäre Ziel ist es, den Verlauf der öffentlichen Empörung zu dokumentieren und zu analysieren, wie die Metapher "spätrömische Dekadenz" medial rezipiert und transformiert wurde.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird eine korpuslinguistische Diskursanalyse angewandt, die auf großen Mengen von Zeitungsartikeln basiert und sowohl quantitative Frequenzanalysen als auch inhaltlich-semantische Schwerpunkte setzt.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil befasst sich mit der inhaltlichen Einordnung des Westerwelle-Textes, der Analyse der Subjektstruktur innerhalb der Texte und einer detaillierten Auswertung der Artikelfrequenzen und -themen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Diskursanalyse, Spätrömische Dekadenz, Empörungsdebatte, Korpuslinguistik und Politische Kommunikation.

Warum spielt der Begriff "Spätrömische Dekadenz" eine so besondere Rolle?

Die Untersuchung zeigt, dass dieser Begriff zur bedeutendsten Metapher der Debatte avancierte, da er sich von Westerwelles eigentlichem Anliegen löste und eigenständig im Diskurs weiterverwendet wurde.

Wie unterscheidet der Autor zwischen verschiedenen Publikationen?

Der Autor vergleicht die Häufigkeit der Bezugnahme in sechs überregionalen Medien und analysiert, wie unterschiedliche Zeitungen (z. B. Springer-Medien vs. taz) auf die Thesen reagierten.

Ende der Leseprobe aus 19 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Empörung um „Spätrömische Dekadenz“
Untertitel
Eine korpuslinguistische Diskursanalyse
Hochschule
Universität Hamburg  (Institut für Germanistik)
Veranstaltung
Diskurs und Korpus - Einführung in die Mediendiskursanalyse
Note
1,0
Autor
Erik Pester (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2010
Seiten
19
Katalognummer
V159257
ISBN (Buch)
9783640815074
ISBN (eBook)
9783640815388
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Diskursanalyse Westerwelle Political Correctness Empörung Öffentlichkeit
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Erik Pester (Autor:in), 2010, Empörung um „Spätrömische Dekadenz“, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/159257
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  19  Seiten
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