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Die Intention von Heinrich Wittenwilers „Der Ring“ aus der Sicht des Prologs

An sel und leib und gen der welt

Title: Die Intention von Heinrich Wittenwilers „Der Ring“ aus der Sicht des Prologs

Term Paper (Advanced seminar) , 2007 , 27 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Stefan Sewenig (Author)

German Studies - Older German Literature, Medieval Studies

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Summary Excerpt Details

Heinrich Wittenwiler geht es im ’Ring’ um die Sozialisation des Menschen: Alle im Prolog beschriebenen lehrhaften Teile verfolgen dieses Ziel, jeder Nutzen, welchen der ‘Ring‘ bietet, hebt darauf ab. Die negativen menschlichen Triebe sollen gezügelt, die "chlaine[r] stät" des Menschen überwunden werden. Dabei erfolgt die Lehre weniger aus theologischen Antrieb heraus, als vielmehr aus praktischen Gründen: Der Mensch soll mit "leib" und "sel" gerettet werden. Dies lässt sich am ehesten im freiwilligen Aufgehen in der bestehenden mittelalterlichen Gemeinschaft verwirklichen. Wichtig ist dabei die Erkenntnis des Wesens der "welt", "aus weisem gfert": Ist solche Einsicht vorhanden, kann der Mensch auch in der Welt "sälich vil" werden.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

Einleitung

1 Intention und Forschung

2 Intention und Prolog

2.1 Kritik am Prolog

2.2 was man tuon und lassen schol

2.2.1 was man tuon und lassen schol I: hofieren

2.2.2 was man tuon und lassen schol II: an sel und leib und gen der welt

2.2.3 was man tuon und lassen schol III: ze nöten, chrieges zeiten

2.3 des ringes frucht

2.4 sälich vil

2.5 Prolog und Religion

3 Intention und Handlung

3.1 Der Krieg – Ignorierte Belehrung

3.2 Das Jungfrauenrezept – Befolgte Belehrung

3.3 Die Weltflucht – Verkannte Belehrung

4 Intention und Gesamtkonzept

Zielsetzung und Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Intention von Heinrich Wittenwilers Werk "Der Ring", wobei der Fokus insbesondere auf dem Prolog als interpretatorischem Schlüssel liegt. Es wird analysiert, wie Wittenwiler gesellschaftskonservative Ethik und die Notwendigkeit des freiwilligen Einfügens in ein soziales Gefüge vermittelt und wie diese Lehren in der Bauernhandlung kontrastierend angewendet oder missachtet werden.

  • Analyse des Prologs als programmatische Grundlage des Werkes
  • Untersuchung des mittelalterlichen Konzepts von Selbsterhaltung und Sozialisation
  • Dekonstruktion der moralischen Lehre in der kontrastierenden Bauernhandlung
  • Kritische Auseinandersetzung mit der bisherigen Forschungsliteratur
  • Bewertung der Intention des Autors im Hinblick auf das Gesamtkonzept

Auszug aus dem Buch

2.2.3 was man tuon und lassen schol III: ze nöten, chrieges zeiten

Der dritte Teil setzt sich zum Ziel, zu erklären, wie man allerpest gevar / ze nöten, chrieges zeiten / In stürmen, vechten, streiten. Die erste Auffälligkeit ist der synonyme Gebrauch von nöten und chrieges. Offensichtlich sieht der Autor keinen großen Unterschied zwischen einer Krisen- und einer Kriegszeit. Im Krieg gibt es keine sozialen Normen mehr, man kann lediglich gevar[n], also die Dinge „ergehen, geschehen“ lassen, und sich allerpest aus der Affäre ziehen. Insofern sind die nachfolgenden Ausführungen über das stürmen, vechten, streiten nur als Handhabe zu verstehen, in einer solchen Notsituation zu überleben.

Dies wirkt zunächst paradox, handelt es sich bei den genannten Verben doch um aggressive Verhaltensweisen: Gerade das stürmen wirkt eher wie eine Anweisung für den Angriff, Brunner übersetzt es sogar wörtlich als „Stürmen“. Das erscheint fraglich, überwiegen doch in den späteren Lehren vor allem die „theoretischen Erwägungen über das Wesen des Krieges, seine verschiedenen Ursachen, die Bedingungen unter denen er geführt werden darf, und die Art, wie er geführt werden soll“. Konkrete Vorschläge für die Durchführung eines Angriffs finden sich zwar, etwa in Püterichs Rede, doch können diese Verse ebensogut als Hilfe für Verteidiger gelesen werden: Püterichs Taktik basiert auf Fehlern der defensiven Fraktion (überstürztes Hinterhersetzen, Verrat). Wären solche vermieden worden, hätten die Verteidiger nach wie vor die stärkere Position besessen. Insofern lässt sich diese Stelle als Belehrung ex negativo verstehen. Vor diesem Hintergrund erscheint Sowinkis neutrale Übersetzung des stürmen als „Kampf“ insgesamt plausibler.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Intention und Forschung: Dieses Kapitel gibt einen Überblick über die unterschiedlichen Forschungsansätze zu Wittenwilers Wertekonzept und diskutiert die verschiedenen Positionen zur Didaxe des Werkes.

2 Intention und Prolog: Der Prolog wird hier als zentraler Schlüssel für das Gesamtwerk identifiziert und hinsichtlich seiner didaktischen Aussagen sowie seiner Stellung zur Religiosität analysiert.

3 Intention und Handlung: Anhand der drei Beispiele Krieg, Jungfrauenrezept und Weltflucht wird geprüft, ob die im Prolog etablierte Hypothese neue Perspektiven auf die Handlung eröffnet.

4 Intention und Gesamtkonzept: Abschließend werden die gewonnenen Erkenntnisse genutzt, um zu erörtern, wie Wittenwiler seine Intention in der Gesamtkonzeption des Werkes realisiert hat.

Schlüsselwörter

Heinrich Wittenwiler, Der Ring, Prolog, Didaxe, Mittelalterliche Literatur, Sozialisation, Ethik, Lappenhausen, Bertschi, Bauernhandlung, Wertekonzept, Literaturtheorie, Normbruch, Gesellschaftsordnung, Literaturanalyse.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die Intention von Heinrich Wittenwilers Werk "Der Ring" und untersucht, welche Zielsetzungen der Autor mit seinem Text verfolgt.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zu den zentralen Themen gehören die didaktische Absicht des Autors, das mittelalterliche Verständnis von sozialem Verhalten, die Rolle der Religion und die Analyse der Handlungsträger.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, durch eine detaillierte Analyse des Prologs eine tragfähige Argumentationsgrundlage zu schaffen, um die Intention des gesamten Werkes besser zu verstehen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer philologischen Textanalyse, die den Prolog als hermeneutischen Schlüssel nutzt und diese Erkenntnisse auf ausgewählte Passagen der Bauernhandlung überträgt.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine kritische Auseinandersetzung mit der Forschung, eine detaillierte Auslegung des Prologs sowie eine Prüfung der Erkenntnisse an konkreten Beispielen wie dem Krieg in Lappenhausen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind unter anderem Wittenwiler, Der Ring, Prolog, Didaxe, Sozialisation, Ethik und Gesellschaftsordnung.

Welche Bedeutung kommt dem Prolog für das Verständnis des Werkes zu?

Der Prolog stellt die einzig erhaltene direkte Kommentierung des Autors dar und liefert die wesentlichen Leitmotive für die Interpretation des ansonsten oft rätselhaften Werkes.

Wie bewertet der Autor die Rolle des Krieges in der Bauernhandlung?

Der Krieg wird als Konsequenz des Normbruchs und als "Zeit der Not" dargestellt, in der die soziale Ordnung zusammenbricht, was die Notwendigkeit korrekten Verhaltens unterstreicht.

Warum wird Bertschi als unbelehrbarer Tor charakterisiert?

Bertschi wird so eingestuft, da er selbst nach seinen Fehlern keine Einsicht zeigt und sich durch die Weltflucht der Verantwortung entzieht, statt die Rettung in der Gemeinschaft zu suchen.

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Details

Title
Die Intention von Heinrich Wittenwilers „Der Ring“ aus der Sicht des Prologs
Subtitle
An sel und leib und gen der welt
College
University of Trier
Grade
1,0
Author
Stefan Sewenig (Author)
Publication Year
2007
Pages
27
Catalog Number
V159138
ISBN (eBook)
9783640716180
ISBN (Book)
9783640716425
Language
German
Tags
Ring Spätmittelater Der Ring Ring Spätmittelalter Didaxe Prolog Bertschi Bertschi Triefnas Mätzli Mätzli Rüerenzumph Konstanz Didaktisch Bachorski Intention Heinrich Wittenwiler Wittenwiler Arzt Arzt-Szene Chrippengra Lehrerzählung Laiendoktrinal Didaktische Texte Mittelalter Lehre Christlich Geistlich Weltlich Pragmatisch Krieg Lappenhausen Nissingen puoch Schluss Schwarzwald Ende
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Stefan Sewenig (Author), 2007, Die Intention von Heinrich Wittenwilers „Der Ring“ aus der Sicht des Prologs, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/159138
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