Im Sport finden sich laut Boulevardpresse einige Höchstverdiener. Sie gehören heute zu den am besten bezahlten Unterhaltern. Die Einkommen von Eldrick „Tiger“ Woods, David Beckham oder Ronaldinho übertreffen das Jahreseinkommen der meisten Einkommensbezieher um das Tausendfache. So liegt der Median der Spielergehälter der New York Yankees (Major League Baseball) bei 5,5 Millionen USD und übersteigt somit das Gehalt des US-Präsidenten Barack Obama (400.000 USD) um das Vierzehnfache. Diesen Rieseneinkommen der Superstars stehen die Einkommen fast aller anderen Sportler gegenüber, die nur mühsam einen Durchschnittsverdienst erreichen. Da das Angebot an überdurchschnittlichen Sportlern geringer ist als an durchschnittlichen Sportlern, besitzen Stars die Verhandlungsmacht um höhere Einkommen. Des Weiteren werden die Starsportler aufgrund einer hohen, medienwirksamen Außenwirkung grundsätzlich höher entlohnt. In einigen Sportarten werden allerdings auch die Durchschnittsspieler im Millionenbereich vergütet. Basketball, Baseball, American Football, Eishockey in den USA oder Fußball in den meisten europäischen Ländern liegen im Zuschauer- und Medieninteresse weit vor anderen Sportarten. Dementsprechend fallen die Gehälter aufgrund der höheren Zuschauernachfrage und folglich steigenden Einnahmen aus dem Verkauf der Übertragungsrechte in diesen Sportarten wesentlich höher aus. Diese hohen Einkommen und die Einkommensdiskrepanzen innerhalb des Profisports führen zu der Diskussion, welche Faktoren die Höhe des Einkommens bestimmen. Ziel dieser Arbeit ist, die Entlohnung von Profisportlern anschaulich darzustellen. Dazu werden qualitative und quantitative Faktoren der Entlohnung analysiert. Basis dieser Abhandlung bilden theoretische Modelle und empirische Evidenzen im Mannschaftssport in Nordamerika und Europa.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Begriffliche Grundlagen
3. Theorie der Lohnbildung
3.1 Grenzproduktivitätstheorie
3.2 Kritische Würdigung
4. Determinanten der Gehaltsbestimmung
4.1 Restriktionen auf dem Arbeitsmarkt für Sportler
4.2 Star-Effekt
4.3 Diskriminierung
4.4 Preise für die Eintrittskarten
5. Empirische Evidenzen der Entlohnung im Profisport
5.1 Major League Baseball
5.2 National Basketball Association
5.3 Bundesliga
6. Zusammenfassung und Ausblick
Zielsetzung & Themen
Das Hauptziel dieser Arbeit ist es, die Entlohnung von Profisportlern durch die Analyse qualitativer und quantitativer Faktoren anschaulich darzustellen und dabei theoretische Modelle mit empirischen Evidenzen aus dem Mannschaftssport in Nordamerika und Europa zu verknüpfen.
- Neoklassische Theorie der Lohnbildung und das Grenzerlösprodukt
- Marktstrukturen im Profisport (Ligen, Monopole, Salary Caps)
- Der Einfluss individueller Leistungsfaktoren und Karrieredauer auf das Gehalt
- Phänomene wie der "Star-Effekt" und Formen der Diskriminierung
- Vergleichende Analyse von Major Leagues und der Fußball-Bundesliga
Auszug aus dem Buch
1. Einleitung
Im Sport finden sich laut Boulevardpresse einige Höchstverdiener. Sie gehören heute zu den am besten bezahlten Unterhaltern. Die Einkommen von Eldrick „Tiger“ Woods, David Beckham oder Ronaldinho übertreffen das Jahreseinkommen der meisten Einkommensbezieher um das Tausendfache. So liegt der Median der Spielergehälter der New York Yankees (Major League Baseball) bei 5,5 Millionen USD und übersteigt somit das Gehalt des US-Präsidenten Barack Obama (400.000 USD) um das Vierzehnfache. Diesen Rieseneinkommen der Superstars stehen die Einkommen fast aller anderen Sportler gegenüber, die nur mühsam einen Durchschnittsverdienst erreichen. Da das Angebot an überdurchschnittlichen Sportlern geringer ist als an durchschnittlichen Sportlern, besitzen Stars die Verhandlungsmacht um höhere Einkommen. Des Weiteren werden die Starsportler aufgrund einer hohen, medienwirksamen Außenwirkung grundsätzlich höher entlohnt.
In einigen Sportarten werden allerdings auch die Durchschnittsspieler im Millionenbereich vergütet. Basketball, Baseball, American Football, Eishockey in den USA oder Fußball in den meisten europäischen Ländern liegen im Zuschauer- und Medieninteresse weit vor anderen Sportarten. Dementsprechend fallen die Gehälter aufgrund der höheren Zuschauernachfrage und folglich steigenden Einnahmen aus dem Verkauf der Übertragungsrechte in diesen Sportarten wesentlich höher aus. Diese hohen Einkommen und die Einkommensdiskrepanzen innerhalb des Profisports führen zu der Diskussion, welche Faktoren die Höhe des Einkommens bestimmen.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die extremen Einkommensunterschiede im Profisport und führt in die ökonomische Fragestellung der Gehaltsdeterminanten ein.
2. Begriffliche Grundlagen: Dieses Kapitel definiert zentrale Begriffe wie Spitzensport, Hochleistungssport sowie den Unterschied zwischen Amateur- und Profisport im Kontext der Kommerzialisierung.
3. Theorie der Lohnbildung: Das Kapitel erläutert die neoklassische Grenzproduktivitätstheorie als Modell der Entlohnung und unterzieht dieses einer kritischen Würdigung unter Berücksichtigung von Informationsasymmetrien.
4. Determinanten der Gehaltsbestimmung: Es werden spezifische Marktregulierungen (z. B. Salary Caps), der "Star-Effekt", Diskriminierungsformen und der Einfluss von Eintrittspreisen auf die Gehaltsbildung analysiert.
5. Empirische Evidenzen der Entlohnung im Profisport: Hier werden Fallbeispiele aus der MLB, der NBA und der Fußball-Bundesliga herangezogen, um theoretische Modelle empirisch zu untermauern.
6. Zusammenfassung und Ausblick: Dieses Kapitel zieht ein Fazit zur Anwendbarkeit des Grenzerlösprodukt-Modells und identifiziert Forschungsbedarfe für weniger analysierte Märkte.
Schlüsselwörter
Profisport, Entlohnung, Grenzerlösprodukt, Arbeitsmarkt, Lohnbildung, Star-Effekt, Diskriminierung, Major Leagues, Bundesliga, Salary Cap, Vertragslaufzeit, Performance, Humankapital, Professionalisierung, Ökonomie.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit untersucht die ökonomischen Mechanismen hinter der Gehaltsbildung von Profisportlern und analysiert, warum Einkommensdiskrepanzen zwischen Sportlern entstehen.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Zentrale Themen sind die Theorie der Lohnbildung, die Bedeutung von Marktregulierungen, der Einfluss medialer Popularität sowie die empirische Analyse spezifischer Ligen.
Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?
Das Ziel ist die anschauliche Darstellung der Entlohnungsfaktoren im Profisport unter Anwendung theoretischer Modelle und deren empirische Prüfung.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit stützt sich primär auf eine theoretische Modellierung basierend auf der neoklassischen Lohntheorie sowie auf die Auswertung existierender empirischer Längsschnittstudien aus den USA und Europa.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil behandelt theoretische Grundlagen der Lohnbildung, spezifische Determinanten wie Gehaltsobergrenzen und Diskriminierung sowie eine detaillierte Betrachtung von MLB, NBA und Bundesliga.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit wird durch Begriffe wie Profisport, Grenzerlösprodukt, Arbeitsmarkt, Star-Effekt und Gehaltsbestimmung charakterisiert.
Wie wirkt sich die Einführung der Free Agency auf Gehälter aus?
Die Aufhebung der Reserve Clause und die Einführung der Free Agency führten historisch zu einer signifikanten Erhöhung der Spielergehälter, da Spieler nun frei mit verschiedenen Teams verhandeln konnten.
Warum erzielen Stürmer im Fußball statistisch höhere Gehälter als Torhüter?
Dies ist auf die höhere mediale Sichtbarkeit und den direkten, besser messbaren Beitrag eines Stürmers zum spielentscheidenden Erfolg (Tore) zurückzuführen, was in den ökonomischen Modellen zu einer höheren Wertschöpfungszuordnung führt.
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- Alexander Scherwolfe (Author), 2010, Entlohnung von Profisportlern, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/159137