Unter Gleichstellung versteht man oft die faktische Angleichung von Mann und Frau in allen Lebensbereichen. Jedoch grenzt sich der Begriff Gleichstellung gegen den der Gleichberechtigung ab. Die Gleichberechtigung hat die juristische Gleichbehandlung
von Mann und Frau zum Ziel. Die Diskussion um Gleichstellung thematisiert, dass die juristische Gleichbehandlung nicht automatisch zu einer faktischen Gleichbehandlung führt. Dennoch bestätigen neuste Untersuchungen, dass sich selbst nach 96 Internationalen Frauentagen in Deutschland Kontroversen im Arbeitsleben zwischen Mann und Frau ergeben.2 In dieser Arbeit sollen diese unter rechtlichen
Aspekten dargestellt und Lösungsansätze vorgestellt werden.
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
2 Entwicklung der Gleichstellung
3 Formen der Benachteiligung
3.1 Unmittelbare Benachteiligung (direkte Benachteiligung)
3.2 Mittelbare Benachteiligung (indirekte Benachteiligung)
3.3 Belästigung
3.4 Sexuelle Belästigung
3.5 Weitere Formen der Benachteiligung
3.6 Erlaubte Benachteiligung
4 Ansichten der Geschlechter über die Gleichstellung
5 Probleme der Zusammenarbeit in Zahlen
6 Folgen von nicht erfolgter Gleichstellung
7 Lösungsansätze
7.1 Gender Mainstreaming
7.2 Die Rolle des Arbeitgebers bei der Gleichstellung
7.3 Bundesgleichstellungsgesetz
8 Fazit
Zielsetzung und thematische Schwerpunkte
Die vorliegende Arbeit verfolgt das Ziel, die faktische Gleichstellung von Mann und Frau am Arbeitsplatz unter rechtlichen Aspekten zu beleuchten, bestehende Probleme in der Praxis aufzuzeigen und Lösungsstrategien vorzustellen, um die Diskrepanz zwischen rechtlicher Gleichbehandlung und tatsächlicher Gleichstellung zu überbrücken.
- Rechtliche Grundlagen der Gleichstellung (AGG, GG, Bundesgleichstellungsgesetz)
- Formen der Diskriminierung und Benachteiligung im Berufsalltag
- Statistische Analyse der Zusammenarbeit und Karrierechancen
- Rolle des Arbeitgebers bei der Förderung von Gleichstellung
- Strategien wie Gender Mainstreaming und Vereinbarkeit von Beruf und Familie
Auszug aus dem Buch
3.3 Belästigung
Unter Belästigung versteht man ein unerwünschtes Verhalten durch Vorgesetzte, Kollegen oder sonstige Dritte (Kunden, Lieferanten …), das ein Diskriminierungsmerkmal betrifft und das bezweckt oder bewirkt, dass die Würde der betroffenen Person verletzt wird. Belästigungen werden durch ein von Einschüchterungen, Anfeindungen, Erniedrigungen, Entwürdigungen oder Beleidigungen gekennzeichneten Umfeld geschaffen. Der Arbeitgeber (und seine Führungskräfte) müssen gegen ein solches „Anfeidungsumfeld“ vorgehen.
Eine Belästigung liegt auch dann vor, wenn der belästigenden Person nicht bewusst ist, dass er / sie eine unerwünschte Verhaltensweise an den Tag legt. Auch muss keine Absicht zur Verletzung der Würde vorliegen. Dabei ist es ohne Belang, ob das belästigende Verhalten verbal oder nonverbal erfolgt
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Diese Einleitung grenzt die Begriffe Gleichstellung und Gleichberechtigung voneinander ab und verdeutlicht die Notwendigkeit der rechtlichen Auseinandersetzung mit Diskriminierung im Arbeitsleben.
2 Entwicklung der Gleichstellung: Hier werden die gesetzlichen Rahmenbedingungen, insbesondere das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz (AGG) und weitere relevante Gesetze wie das Grundgesetz oder das Beschäftigtenschutzgesetz, dargestellt.
3 Formen der Benachteiligung: Das Kapitel erläutert verschiedene Arten der Diskriminierung, von der direkten über die mittelbare Benachteiligung bis hin zu Belästigung und sexueller Belästigung am Arbeitsplatz.
4 Ansichten der Geschlechter über die Gleichstellung: Dieser Abschnitt analysiert die unterschiedliche Wahrnehmung von Kompetenzen und Karrierechancen sowie die Erwartungshaltungen von Frauen und Männern zueinander.
5 Probleme der Zusammenarbeit in Zahlen: Hier werden aktuelle statistische Daten zur Beschäftigungsquote, Einkommensunterschieden und zur Unterrepräsentanz von Frauen in Führungspositionen aufgearbeitet.
6 Folgen von nicht erfolgter Gleichstellung: Dieses Kapitel thematisiert die negativen Auswirkungen von Ungleichbehandlung auf die Betroffenen und die rechtlichen Klagemöglichkeiten bei Diskriminierung.
7 Lösungsansätze: Hier werden Instrumente wie das Gender Mainstreaming, die Arbeitgeberverantwortung und das Bundesgleichstellungsgesetz als Wege zur Verbesserung der Situation vorgestellt.
8 Fazit: Das Fazit resümiert, dass die notwendigen rechtlichen Weichen gestellt sind, die praktische Umsetzung jedoch eine kulturelle Veränderung in der Gesellschaft erfordert.
Schlüsselwörter
Gleichstellung, Arbeitsrecht, Allgemeines Gleichbehandlungsgesetz, AGG, Diskriminierung, Gender Mainstreaming, Führungspositionen, Entgeltgleichheit, Vereinbarkeit von Beruf und Familie, Teilzeit, Arbeitgeberverantwortung, Frauenförderung, Bundesgleichstellungsgesetz, Gleichberechtigung, Arbeitswelt
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit untersucht die faktische Gleichstellung von Mann und Frau am Arbeitsplatz in Deutschland unter Berücksichtigung rechtlicher Rahmenbedingungen und praktischer Herausforderungen.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Zu den zentralen Themen gehören rechtliche Schutzinstrumente gegen Diskriminierung, Formen der Benachteiligung, statistische Ungleichheiten in der Arbeitswelt sowie Strategien zur Förderung der Gleichstellung durch Politik und Arbeitgeber.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Ziel ist es, die Diskrepanz zwischen der juristischen Gleichbehandlung und der faktischen Situation in Unternehmen aufzuzeigen und Lösungsansätze zur Verbesserung der Chancengleichheit zu identifizieren.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit basiert auf einer Literatur- und Gesetzesanalyse sowie der Auswertung aktueller statistischer Daten und Berichte, unter anderem von der EU-Kommission und dem Statistischen Bundesamt.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in eine Analyse der rechtlichen Grundlagen (AGG), eine Definition verschiedener Diskriminierungsformen, einen Vergleich der Geschlechterperspektiven, eine quantitative Darstellung der Probleme (z.B. Lohnunterschiede) sowie eine Erläuterung von Lösungsansätzen wie Gender Mainstreaming.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit wird durch Begriffe wie Gleichstellung, AGG, Diskriminierung, Gender Mainstreaming, Karrierechancen und Arbeitsrecht charakterisiert.
Welche Rolle kommt dem Arbeitgeber laut Arbeit zu?
Der Arbeitgeber trägt eine entscheidende Rolle, indem er ein diskriminierungsfreies Umfeld schaffen, Beschwerdestellen einrichten und präventive Maßnahmen in der Aus- und Fortbildung implementieren muss.
Warum wird im Dokument auf das "Best-Practise"-Prinzip verwiesen?
Das Prinzip wird im Kontext des Bundesgleichstellungsgesetzes genannt, um Wettbewerb und Benchmarking als moderne betriebswirtschaftliche Instrumente zur Erreichung von Gleichstellungszielen in der Bundesverwaltung zu nutzen.
- Arbeit zitieren
- Evelyn Barz (Autor:in), 2007, Untersuchungen zur Gleichstellung von Mann und Frau am Arbeitsplatz, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/158842