Einleitung
Diese Arbeit befasst sich mit der Interpretation von Freiheit und Gleichheit.
Zuerst werden die Grundbegriffe Freiheit und Gleichheit laut Brockhaus
Dann wird die Interpretation Studers über die Grundbegriffe Freiheit und Gleichheit dargestellt, die als philosophische Interpretation gekennzeichnet werden kann.
Der dritte Kapitel stellt das Hauptteil der Arbeit dar, das aus der Auffassung Krieles über Freiheit und Gleichheit besteht, wobei Kriele erst auf die Grundlagen von Freiheit und Gleichheit eingeht, dann das Verhältnis zwischen Gleichheit und Freiheit und auch die Voraussetzungen von Freiheit und Gleichheit erklärt.
Ein weiterer Punkt seiner Analyse besteht aus der sozialen Gerechtigkeit und formalen Rechtsgeltung. Schließlich wird die sozialistische Auffassung von Freiheit und Gleichheit kritisch betrachtet.
Im vierten Kapitel dieser Arbeit geht es um den Gegensatz zwischen Freiheit und Gleichheit. Diese Behauptung vertritt Leibholz, der aber aus einer ganz anderen Position als die von Kriele ausgeht. Dabei wird auch die Kritik Krieles gegen Leibholz zusammenfassend dargeboten. Weiterhin wird die Auffassung Tuchtfeldts über Freiheit und Gleichheit aus wirtschaftlicher Sicht dargestellt, und schließlich wird auch die Battis/Gusys Darstellung vom Freiheitsschutz und Gleichheitsschutz aus rechtlicher Sicht zusammenfassend wiedergegeben.
Zum Schluss wird auch auf die marxistisch-leninistische Theorie eingegangen, aus dem Grund, dass diese Theorie obwohl zur Zeit als obsolet gilt, hat lange Zeit einen großen Einfluss auf das Verständnis von Freiheit und Gleichheit zuallererst in der früher sozialistisch regierten Staaten, aber auch darüber hinaus, geübt.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Freiheit und Gleichheit nach Brockhaus
2.1 Freiheit
2.2 Gleichheit
3. Die Interpretation Studers über Freiheit und Gleichheit
4. Freiheit und Gleichheit nach Martin Kriele
4.1 Grundlagen der Freiheit und Gleichheit
4.2 Zum Verhältnis von Freiheit und Gleichheit
4.3 Die staatsrechtliche Basis gleicher Freiheit
4.4 Soziale Gerechtigkeit und formale Rechtsgeltung
4.5 Sozialistische Alternative
5. Freiheit und Gleichheit als Gegensätze
5.1 Die Auffassung Leibholzs über Freiheit und Gleichheit
5.2 Die Kritik Krieles an Leibholz
5.3 Freiheit und Gleichheit aus ökonomischer Sicht (Tuchtfeldt)
5.4 Freiheitsschutz und Gleichheitsschutz nach Battis/Gusy
6. Freiheit und Gleichheit nach der marxistisch-leninistischen Theorie
6.1 Freiheit
6.2 Gleichheit
7. Fazit
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht das komplexe Verhältnis zwischen den beiden demokratischen Grundwerten Freiheit und Gleichheit. Dabei analysiert der Autor verschiedene theoretische Ansätze, um zu klären, ob diese Konzepte als Gegensätze zu verstehen sind oder ob sie sich in einem freiheitlich-demokratischen Rechtsstaat gegenseitig ergänzen und bedingen.
- Grundbegriffe der Freiheit und Gleichheit in der Philosophie und im politischen Denken.
- Kritische Auseinandersetzung mit der Position, Freiheit und Gleichheit seien unvereinbare Gegensätze.
- Bedeutung von Rechtsstaatlichkeit, Gewaltenteilung und Verfassungsordnung für die Verwirklichung beider Werte.
- Vergleich der liberal-demokratischen Auffassung mit der marxistisch-leninistischen Theorie.
- Analyse des Spannungsfeldes zwischen individueller Freiheit und sozialer Gerechtigkeit.
Auszug aus dem Buch
4.1 Grundlagen der Freiheit und Gleichheit
Der Grundsatz „Jeder hat gleichen Anspruch auf Freiheit und Menschenwürde,“ stellt die drei Grundwerte des Grundgesetzes dar: Menschenwürde, Freiheit und Gleichheit, die nach der Meinung Krieles „in einem inneren Zusammenhang“ stehen (Kriele 1983:129).
Dieser Grundsatz ist das Rechtsprinzip bzw. „Leitidee und Ziel der neuzeitlichen demokratischen Rechts- und Verfassungsentwicklung, Grundlage und Bedingung des inneren und äußeren Friedens, letzter Maßstab aller Gerechtigkeit und Unparteilichkeit“ (Kriele 1983:129).
Der Menschenwürde ist „ein konstitutiver Grund für den gleichen Anspruch eines jeden auf Freiheit,“ denn „das Menschensein des Menschen als solches begründet die Würde“ (Kriele 1983:129).
D.h. der Begriff der Menschenwürde orientiert sich „an den Idealen menschlicher Selbstverwirklichung , also an dem, was die Menschen als gut, schön, wahr, heilig, gerecht ansehen“ (Kriele 1983:130).
Weiterhin meint Kriele (1983:130), dass mit der Anerkennung der Würde des Menschen zugleich auch „die Anerkennung eines gleichen Anspruchs auf Freiheit mitgegeben“ ist.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Diese Einleitung skizziert den Aufbau der Arbeit, die sich von den Grundbegriffen bei Brockhaus über die philosophische Interpretation von Studer hin zu verschiedenen rechtlichen und politischen Theorien erstreckt.
2. Freiheit und Gleichheit nach Brockhaus: Das Kapitel definiert Freiheit und Gleichheit als grundlegende Werte und beleuchtet deren historische Entwicklung sowie ihre begrifflichen Spannungen.
3. Die Interpretation Studers über Freiheit und Gleichheit: Hier wird Freiheit als demokratischer Grundwert analysiert, wobei Studer eine differenzierte Betrachtung zwischen negativer und positiver Freiheit sowie verschiedenen Sphären der Gleichheit vornimmt.
4. Freiheit und Gleichheit nach Martin Kriele: Kriele begründet den inneren Zusammenhang von Freiheit, Gleichheit und Menschenwürde und betont die Notwendigkeit einer gewaltenteilenden Demokratie.
5. Freiheit und Gleichheit als Gegensätze: Dieser Abschnitt untersucht kritische Positionen, die Freiheit und Gleichheit als unvereinbare Gegensätze betrachten, und beleuchtet Ansätze von Leibholz, Tuchtfeldt sowie Battis/Gusy.
6. Freiheit und Gleichheit nach der marxistisch-leninistischen Theorie: Das Kapitel erläutert das Verständnis von Freiheit als historischer Kategorie und die marxistische Sicht auf soziale Gleichheit im Kontext der Arbeiterklasse.
7. Fazit: Der Autor resümiert, dass Freiheit und Gleichheit nur innerhalb einer demokratischen Verfassungsordnung koexistieren können und ein ständiger Prozess der gegenseitigen Annäherung notwendig ist.
Schlüsselwörter
Freiheit, Gleichheit, Demokratie, Rechtsstaat, Menschenwürde, Grundgesetz, Gewaltenteilung, soziale Gerechtigkeit, marxistische Theorie, Sozialstaat, Liberalismus, Naturrecht, Verfassungsordnung, politischer Prozess, individuelle Freiheit.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?
Die Arbeit untersucht das theoretische und praktische Spannungsfeld zwischen den demokratischen Grundwerten Freiheit und Gleichheit.
Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?
Die Themen umfassen philosophische Freiheitsbegriffe, die rechtliche Verankerung im Grundgesetz, die Rolle der Gewaltenteilung und die marxistische Kritik an bürgerlichen Freiheitskonzepten.
Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?
Die Arbeit fragt, ob Freiheit und Gleichheit als unvereinbare Gegensätze zu betrachten sind oder ob sie im Sinne einer demokratischen Verfassungsordnung als aufeinander bezogene Werte verstanden werden können.
Welche wissenschaftlichen Methoden werden angewandt?
Der Autor führt eine Literaturanalyse durch, in der er verschiedene politikwissenschaftliche und rechtsphilosophische Positionen, wie die von Kriele, Leibholz und Studer, zueinander in Beziehung setzt.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in eine systematische Analyse verschiedener Autoren, die den Zusammenhang oder Gegensatz von Freiheit und Gleichheit aus philosophischer, ökonomischer und verfassungsrechtlicher Sicht beleuchten.
Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?
Zu den prägenden Begriffen gehören Menschenwürde, Gewaltenteilung, das Spannungsverhältnis zwischen Individualismus und Kollektivismus sowie die Rolle der sozialen Gerechtigkeit.
Welche Position vertritt der Autor in Bezug auf Kriele?
Der Autor stuft Krieles Interpretation, Freiheit und Gleichheit als sich ergänzende Aspekte desselben Zieles zu betrachten, als besonders plausibel und nachvollziehbar ein.
Warum ist laut Kriele das Absterben des Staates eine Illusion?
Kriele argumentiert, dass jede soziale Organisation Machtstrukturen erfordert; die Vorstellung, Freiheit ohne Staatsgewalt durch eine bloße Verwaltung von Sachen zu realisieren, sei daher eine trügerische Illusion.
- Arbeit zitieren
- M.A. Ruzhdi Kicmari (Autor:in), 2002, Kurze Analyse des Zusammenhangs zwischen Freiheit und Gleichheit, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/158762