Das Ziel der Arbeit ist es herauszufinden, ob sich Studierende der Sekundarstufe 1 an der PH Ludwigsburg für den Umgang mit Unterrichtsstörungen ausreichend vorbreitet fühlen. Zudem möchte die vorliegende Arbeit erheben, ob der Besuch von Seminaren zum Thema Unterrichtsstörungen einen Einfluss auf die gefühlte Vorbereitung der Studierenden hat.
Um die Fragestellung der Arbeit fundiert beantworten zu können, sollen zunächst die theoretischen Grundlagen zur Thematik vorgestellt werden. Dazu wird auf verschiedene Arten und Ursachen von Unterrichtsstörungen sowie auf Möglichkeiten Umgang mit ebendiesen eingegangen. Weiterhin werden die daraus resultierenden Anforderungen an Lehrkräfte thematisiert.
Anschließend wird die Lehrer:innenbildung für die Sekundarstufe 1 an der Pädagogischen Hochschule Ludwigsburg betrachtet, wobei sowohl der Aufbau des Studiums als auch konkrete Inhalte zum Thema Unterrichtsstörungen ausgemacht werden. Im empirischen Teil der Arbeit soll dann eröffnen, ob und inwiefern sich Studierende der Sekundarstufe 1 an der PH Ludwigsburg für den Umgang mit Unterrichtsstörungen vorbereitet fühlen. Die gewonnen Erkenntnisse werden dann zur Diskussion gestellt und es wird aus dem Erarbeiteten ein abschließendes Fazit gezogen.
Inhaltsverzeichnis
1. EINLEITUNG
2. HAUPTTEIL
2.1 THEORETISCHE GRUNDLAGEN
2.1.1 Arten von Unterrichtsstörungen
2.1.2 Ursachen von Unterrichtsstörungen
2.1.3 Umgang mit Unterrichtsstörungen
2.1.4 Anforderungen an Lehrpersonen
2.2 LEHRER:INNENAUSBILDUNG AN DER PH LUDWIGSBURG
2.2.1 Aufbau des Studiums
2.2.2 Überblick über Inhalte zu Unterrichtsstörungen
2.3 EMPIRISCHE UNTERSUCHUNG
2.3.1 Methodik
2.3.2 Ergebnisdarstellung
2.3.3 Diskussion
3. FAZIT
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht quantitativ, ob sich Lehramtsstudierende der Sekundarstufe 1 an der Pädagogischen Hochschule Ludwigsburg nach ihrem Studium ausreichend auf den Umgang mit Unterrichtsstörungen vorbereitet fühlen und inwiefern der Besuch fachspezifischer Seminare einen Einfluss auf dieses subjektive Vorbereitungsempfinden hat.
- Theoretische Konzeption von Arten, Ursachen und Interventionsmöglichkeiten bei Unterrichtsstörungen
- Strukturen der Lehrer:innenausbildung an der PH Ludwigsburg im Kontext von Unterrichtsstörungen
- Quantitative empirische Erhebung mittels eines standardisierten Fragebogens
- Überprüfung von Hypothesen zu Wissensstand und gefühlter Sicherheit von Studierenden
Auszug aus dem Buch
2.1.1 Arten von Unterrichtsstörungen
Unterrichtsstörungen sind fester Bestandteil des schulischen Alltags (vgl. WETTSTEIN, SCHERZINGER 2022, S. 11). Grundsätzlich kann von Unterrichtsstörungen gesprochen werden, „wenn Unterricht gestört ist, d.h. wenn das Lehren und Lernen stockt, aufhört, pervertiert, unerträglich oder inhuman wird“ (WINKEL 2021, S. 29). Gleichzeitig kann eine Störung des Unterrichts einen relevanten Einfluss auf verschiedene Beteiligte und Prozesse haben, z.B. auf einzelne Schüler:innen, auf Schüler:innen-Beziehungen, auf Lehrpersonen, auf die Lehrer:in-Schüler:in-Beziehung und auf den Unterrichtsverlauf selbst (vgl. RATTAY, WENSING 2015, S. 60). Aufgrund dessen ist das, was in der Praxis tatsächlich als Störung des Unterrichts empfunden wird, von subjektiven Auffassungen, zumeist jedoch vonseiten der Lehrpersonen, abhängig (vgl. POLANZ 2024, S. 7).
Nichtsdestotrotz lassen sich verschiedene Arten von Unterrichtsstörungen ausmachen (vgl. ebd., S. 7-8). Eine Klassifizierung von Unterrichtsstörungen kann als sinnvoll erachtet werden, da so einzelne Störungen zugeordnet werden können und aus der Standardisierung Muster und dazugehörige Lösungsansätze abgeleitet werden können (vgl. FESLER 2015, S. 7).
Zusammenfassung der Kapitel
1. EINLEITUNG: Die Einleitung thematisiert die Ubiquität von Unterrichtsstörungen im Schulalltag und begründet die Relevanz der pädagogischen Vorbereitung angehender Lehrkräfte.
2. HAUPTTEIL: Der Hauptteil erläutert zunächst theoretische Grundlagen zu Unterrichtsstörungen, beleuchtet anschließend die Ausbildungssituation an der PH Ludwigsburg und präsentiert schließlich die empirische Untersuchung zur Vorbereitung der Studierenden.
3. FAZIT: Das Fazit fasst die zentralen Erkenntnisse zusammen und unterstreicht die Notwendigkeit, Unterrichtsstörungen stärker im obligatorischen Curriculum der Lehrer:innenausbildung zu verankern.
Schlüsselwörter
Unterrichtsstörungen, Lehrerausbildung, PH Ludwigsburg, Lehrer:innengesundheit, Klassenmanagement, Prävention, Intervention, empirische Erhebung, Fragebogen, Lehramtsstudierende, Schulalltag, pädagogisches Wissen, Störungsursachen, Unterrichtsvorbereitung, Kompetenzorientierung.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit untersucht, wie gut sich Lehramtsstudierende der Sekundarstufe 1 nach ihrem Studium an der PH Ludwigsburg für den Umgang mit Unterrichtsstörungen fachlich und methodisch gewappnet fühlen.
Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?
Die Untersuchung umfasst die theoretische Klassifikation von Störungsarten und -ursachen sowie die analysebasierten Anforderungen an Lehrkräfte im Bereich Classroom-Management und Interventionsstrategien.
Was ist das primäre Ziel der Forschung?
Das Ziel ist es, den tatsächlichen Vorbereitungsgrad der Studierenden zu evaluieren und insbesondere zu prüfen, ob der Besuch von spezifischen Seminaren zum Thema Unterrichtsstörungen das gefühlte Sicherheits- und Wissensniveau signifikant erhöht.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Autorin führt eine quantitative empirische Untersuchung durch, bei der ein standardisierter Fragebogen eingesetzt und die Daten mittels des Mann-Whitney-U-Tests statistisch ausgewertet wurden.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in eine umfassende Literaturrecherche zu Störungs-Theorien sowie eine detaillierte Auswertung der erhobenen Daten von n=26 Studierenden, inklusive Hypothesentests.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die zentralen Begriffe sind Unterrichtsstörungen, Lehrer:innenausbildung, Klassenmanagement, Prävention und quantitative Evaluation.
Wie unterscheidet sich die Gruppe der Studierenden mit Seminarbesuch vom Rest?
Die Studierenden, die ein Seminar zu Unterrichtsstörungen besucht haben, bewerten ihr Wissen und ihre Sicherheit im Umgang mit Störungen signifikant höher als ihre Kommilitonen ohne entsprechenden Seminarbesuch.
Was ist das wichtigste Fazit der Autorin?
Die Autorin empfiehlt dringend, Seminare zum Umgang mit Unterrichtsstörungen als verpflichtenden Bestandteil der Lehrer:innenausbildung zu etablieren, da die gefühlte Vorbereitung trotz Studium ansonsten als defizitär wahrgenommen wird.
- Arbeit zitieren
- Maximilian Witzke (Autor:in), 2025, Unterrichtsstörungen in der Lehrer:innenausbildung. Fühlen sich Lehramtsstudierende ausreichend vorbereitet?, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/1585078