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Go to shop › Philosophy - Philosophy of the 17th and 18th Centuries

Rousseaus "Contrat Social"

Der Gesellschaftsvertrag als Bedingung für menschliches Zusammenleben

Title: Rousseaus "Contrat Social"

Seminar Paper , 2010 , 12 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Daniel Jacobs (Author)

Philosophy - Philosophy of the 17th and 18th Centuries

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Summary Excerpt Details

Seit spätestens Mitte dieses Jahrhunderts leben wir in einer Welt die nahezu überall von der politischen Form der Demokratie dominiert wird. Zumindest in den meisten Ländern dieser Erde treffen Menschen Entscheidungen für Menschen, die von jenen gewählt wurden und man kann deshalb im weitesten Sinn von einer Regentschaft des Volkes sprechen. In wie weit diese Politik wirklich eine Form der reinen Volksherrschaft darstellt, soll hier jedoch keine Rolle spielen. Wichtig ist jedoch der Gedankengang. Wie kam es zu dieser Entwicklung? Die Geschichte zeigt uns, dass es vor nicht allzu langer Zeit nicht normal war demokratisch zu herrschen. Abschreckende Beispiele jüngster Diktaturen oder Monarchien zeigten uns, dass das Wohl des Volkes in den Händen einer Person nie zum Wohle aller gereichte. Wie kam es aber nun zu dieser positiven Entwicklung? Ein Meilenstein der politischen Aufklärung, der als Vorbild für die moderne Demokratie angesehen werden kann erschien 1762. Jean-Jacques Rousseau´s „Contrat Social“- Der Gesellschaftsvertrag. Diese Kritik an der, zu seiner Zeit sich entwickelten, bürgerlichen Konkurrenzgesellschaft und seine radikale Staatstheorie der Volksherrschaft schlug ein wie eine Bombe und wurde in vielen Teilen der damaligen Welt verboten. Dieses Werk dient der vorliegenden Arbeit als Grundlage und es wird versucht zu zeigen, in wie fern Rousseau eine Volksherrschaft für notwendig hält. Hierzu wird der Argumentationsgang Rousseaus aus den ersten Kapiteln seines Gesellschaftsvertrag rekonstruiert. Zunächst wird in Kapitel 2 gezeigt wie und ob die rousseausche Vorstellung des menschlichen Naturzustandes ein Problem für menschliches Zusammenleben darstellt. Zudem soll gezeigt werden, was eine menschliche Vereinbarung, in Form des Gesellschaftsvertrages, allererst notwendig machte. Anschließend wird in Kapitel 3.1 die Entstehung der Souveränität veranschaulicht, die die Schließung des Vertrages mit sich bringt. Um zu verstehen wie dieses moralische Gesamtwesen die Geschicke eines Volkes leiten kann, wird desweiteren in Kapitel 3.2 das Wesen und die Aufgaben dieser Souveränität dargestellt. In Kapitel 4 wird dann schlussendlich die Frage diskutiert, in wie weit eine nicht personifizierte Figur, wie die des Souverän, das Wohl eines Volkes leiten kann. Hierzu wird zusätzlich auf das Problem der Willensidentität eingegangen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 EINLEITUNG

2 DER MENSCH IM NATURZUSTAND UND ERSTE GESELLSCHAFTEN

3 DER GESELLSCHAFTSVERTRAG

3.1 BILDUNG DER SOUVERÄNITÄT

3.2 WESEN UND AUFGABEN

4 KRITISCHE BEURTEILUNG

5 SCHLUSSBETRACHTUNG

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit setzt sich kritisch mit Jean-Jacques Rousseaus Werk „Contrat Social“ auseinander, um zu untersuchen, inwiefern der Gesellschaftsvertrag als notwendige Bedingung für ein geordnetes menschliches Zusammenleben fungiert. Dabei wird analysiert, wie durch die Überführung des Naturzustands in eine politische Ordnung die verlorene Freiheit durch die Konstituierung einer bürgerlichen Freiheit und die Etablierung des Gemeinwillens kompensiert werden soll.

  • Rousseaus Verständnis des menschlichen Naturzustands und seine Entwicklung zur Gesellschaft.
  • Die Entstehung der Souveränität durch den Gesellschaftsvertrag.
  • Das Konzept des Gemeinwillens (volonté générale) im Vergleich zum Gesamtwillen.
  • Die Problematik der Transformation von natürlicher in bürgerliche Freiheit.
  • Die Spannungsfelder zwischen individueller Souveränität und Volkssouveränität.

Auszug aus dem Buch

3.1 Bildung der Souveränität

„Finde eine Form des Zusammenschlusses, die mit ihrer ganzen gemeinsamen Kraft die Person und das Vermögen jedes einzelnen Mitglieds verteidigt und schützt und durch die doch jeder, indem er sich mit allen vereinigt, nur sich selbst gehorcht und genauso frei bleibt wie zuvor.“ Das ist das grundlegende Problem, dessen Lösung der Gesellschaftsvertrag darstellt.“

Hieraus wird nochmals deutlich, dass es der Besitz des einzelnen Menschen ist, wie Rousseau sagt „das Vermögen jedes einzelnen Mitglieds“, das eine Übereinkunft allererst notwendig macht. Nur ein Zusammenschluss aller zu Gunsten der Gesamtheit kann dies gewährleisten. Dieser Zusammenschluss „schafft augenblicklich anstelle der Einzelperson jedes Vertragspartners eine sittliche Gesamtkörperschaft, [...]“. Diese Gesamtkörperschaft ist die Souveränität. Sie erhält durch den Akt des Zusammenschlusses „[...] ihre Einheit, ihr gemeinschaftliches Ich, ihr Leben und ihren Willen [...]“. Wichtig oder vielmehr zentral ist hier, dass jedes Mitglied des Zusammenschlusses alle seine Rechte an das Gemeinwesen abgibt, sogar: das jedes Mitglied sich ganz dem Gemeinwesen, der Souveränität veräußert. Dies ist sozusagen die Entstehungsbedingung der Souveränität, ohne die der Gesellschaftsvertrag keine Wirkung hätte. Wie kann es aber sein, dass durch die Abgabe aller Rechte jedes einzelnen Menschen Freiheit entsteht?

„Zwar kann die natürliche Freiheit des Menschen nicht wiederhergestellt, aber durch die Konstituierung einer legitimen politischen Ordnung in eine bürgerliche Freiheit überführt werden. [...] Indem jeder einzelne als Teil in ihr aufgeht, kann kein persönliches Abhängigkeitsverhältnis entstehen. Das Individuum bleibt deshalb so frei wie zuvor.“

Hieraus wird ersichtlich, dass die natürliche Freiheit nicht wiederhergestellt werden kann, da der Naturzustand durch die Vergesellschaftung verlassen wurde. Dadurch dass aber jedes Individuum der Gesellschaft durch den Vertrag sein Wesen in die Hand der Gemeinschaft legt, entsteht eine bürgerliche Freiheit.

Zusammenfassung der Kapitel

1 EINLEITUNG: Die Einleitung führt in die Relevanz von Rousseaus Staatstheorie ein und skizziert den Aufbau der Arbeit hinsichtlich der Untersuchung der Notwendigkeit einer Volksherrschaft.

2 DER MENSCH IM NATURZUSTAND UND ERSTE GESELLSCHAFTEN: Dieses Kapitel analysiert Rousseaus positiven Begriff des Naturzustands und zeigt auf, dass erst die Entstehung von Eigentum und die daraus folgende Konkurrenzgesellschaft die Notwendigkeit für einen Vertrag begründen.

3 DER GESELLSCHAFTSVERTRAG: Hier wird die Konstruktion des Gesellschaftsvertrags als notwendige Antwort auf die ungleiche Gesellschaft erläutert, wobei der Fokus auf dem Übergang zur bürgerlichen Freiheit liegt.

3.1 BILDUNG DER SOUVERÄNITÄT: Dieses Kapitel beleuchtet den Akt des Zusammenschlusses, durch den eine sittliche Gesamtkörperschaft entsteht, die als Souveränität fungiert.

3.2 WESEN UND AUFGABEN: Es wird dargelegt, dass die Souveränität in der Ausübung des Gemeinwillens besteht, welcher stets auf das Gemeinwohl der Gesamtheit ausgerichtet ist.

4 KRITISCHE BEURTEILUNG: Hier wird diskutiert, welche Probleme bei der praktischen Umsetzung einer nicht personifizierten Volkssouveränität sowie bei der Identifikation des Gemeinwillens auftreten.

5 SCHLUSSBETRACHTUNG: Die Schlussbetrachtung resümiert die Argumentation, dass Rousseaus Gesellschaftsvertrag eine theoretische Lösung für die Bewahrung von Freiheit in einer besitzdifferenzierten Gesellschaft bietet.

Schlüsselwörter

Rousseau, Contrat Social, Gesellschaftsvertrag, Naturzustand, Volksherrschaft, Souveränität, Gemeinwille, Gemeinwohl, bürgerliche Freiheit, Eigentum, Konkurrenzgesellschaft, Volkssouveränität, Willensidentität, politische Philosophie, Gesamtwille.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht Rousseaus Staatstheorie im „Contrat Social“ und analysiert, wie ein Gesellschaftsvertrag die Grundlage für ein legitimes Zusammenleben in einer Gesellschaft mit Privateigentum bilden kann.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind die Transformation vom Naturzustand zur Gesellschaft, die Entstehung der Souveränität, die Unterscheidung zwischen Gemeinwillen und Gesamtwillen sowie die Sicherung der menschlichen Freiheit.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist die Rekonstruktion von Rousseaus Argumentation, um aufzuzeigen, inwiefern eine reine Volksherrschaft als notwendige Lösung für die im Laufe der zivilisatorischen Entwicklung verlorengegangene Freiheit fungiert.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit folgt einer rekonstruktiven und diskursiven Analyse der rousseauschen Texte unter Einbeziehung relevanter politikwissenschaftlicher Sekundärliteratur.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil behandelt die Analyse des Naturzustands, die Entstehung und das Wesen der Souveränität durch den Gesellschaftsvertrag sowie eine kritische Reflexion der Identifizierbarkeit des Gemeinwillens.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie Gesellschaftsvertrag, Souveränität, Gemeinwille, Naturzustand und bürgerliche Freiheit definiert.

Warum lehnt Rousseau den Naturzustand nicht als negativ ab?

Rousseau betrachtet den Naturzustand als einen positiven, ursprünglichen Zustand, in dem Menschen isoliert und in Freiheit leben, bevor Privateigentum und die daraus resultierende Ungleichheit den „moralischen Verfall“ einleiten.

Welches Problem identifiziert der Autor in Bezug auf den Gemeinwillen?

Das Hauptproblem liegt in der Schwierigkeit, den Gemeinwillen (volonté générale) empirisch von der Summe egoistischer Privatinteressen (volonté de tous) zu unterscheiden und seine Unfehlbarkeit in einer aus subjektiven Willen bestehenden Gemeinschaft zu garantieren.

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Details

Title
Rousseaus "Contrat Social"
Subtitle
Der Gesellschaftsvertrag als Bedingung für menschliches Zusammenleben
College
RWTH Aachen University
Grade
1,3
Author
Daniel Jacobs (Author)
Publication Year
2010
Pages
12
Catalog Number
V158429
ISBN (eBook)
9783640722211
ISBN (Book)
9783640722365
Language
German
Tags
Rousseau Gesellschaftsvertrag Contrat Social Souveränität Politisches Staatsrecht Politische Philosophie
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Daniel Jacobs (Author), 2010, Rousseaus "Contrat Social", Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/158429
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