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Die Turmgesellschaft in Goethes "Wilhelm Meisters Lehrjahre"

Title: Die Turmgesellschaft in Goethes "Wilhelm Meisters Lehrjahre"

Seminar Paper , 2008 , 26 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Rebecca Kreß (Author)

German Studies - Modern German Literature

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Summary Excerpt Details

Diese Arbeit untersucht den Geheimbund der Turmgesellschaft in Goethes Werk "Wilhelms Meisters Lehrjahre". Es handelt sich dabei um einen Roman der Aufklärung im Zeichen der Geheimbünde
Während Autoren jahrzentelang - beginnend mit der ersten Kritik dieses Werkes durch Schiller - zu dem Schluss kamen, dass Wilhelms Bildung allein durch die das Wirken der Turmgesellschaft hervorgebracht wird, steht die vorliegende Untersuchung dieser These kritische gegenüber und beschäftigt sich ganz konkret mit der Frage nach dem Zusammenhang zwischen Wilhlems Bildung und der Rolle der Turmgesellschaft.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Geheimbünde im 18. Jahrhundert und deren Einfluss auf die Literatur

3 Die Rolle der Turmgesellschaft im Roman

3.1 Mitglieder des Turms

3.2 Die Emissäre der Turmgesellschaft

3.3 Die Aufnahme Wilhelms in die Gesellschaft

3.4 Die Pädagogik des Turms

4 Die Zukunft der Turmgesellschaft

5 Freimaurerische und illuminatorische Elemente im Turm

6 Schluss

Zielsetzung & Themen

Diese wissenschaftliche Arbeit untersucht die Funktion und Bedeutung der geheimnisvollen Turmgesellschaft in Johann Wolfgang von Goethes Roman "Wilhelm Meisters Lehrjahre". Dabei wird insbesondere der Frage nachgegangen, inwiefern die Gesellschaft tatsächlich eine lenkende Rolle bei Wilhelms Bildungsprozess einnimmt oder ob diese Lenkung kritisch zu hinterfragen ist.

  • Die Darstellung und Analyse der geheimnisvollen Turmgesellschaft.
  • Der Einfluss von Geheimbünden des 18. Jahrhunderts auf die literarische Gestaltung.
  • Die kritische Untersuchung der Pädagogik und Initiationsrituale im Roman.
  • Die historische Transformation der Turmgesellschaft hin zu einer ökonomisch orientierten Sozietät.
  • Der Vergleich zwischen dem literarischen Turm und realen Geheimgesellschaften wie Freimaurern und Illuminaten.

Auszug aus dem Buch

3.2 Die Emissäre der Turmgesellschaft

Vergleicht man das im vorhergehenden Kapitel über die beiden Haupttypen des Geheimbundromans Gesagte mit der Turmgesellschaft, so stellt man zunächst fest, dass sich in Goethes Roman mehrmals das Motiv des Emissärs findet. Die Beschreibung eines Emissärs passt besonders auf den Geist von Hamlets Vater im fünften Buch des Werkes, welcher sich erst später als Gesandter der Turmgesellschaft herausstellt. Sein Auftreten als Geist und sein geheimnisvolles Verschwinden gehört in die Tradition des Geheimbundromans. In den Lehrjahren heißt es: „Man wunderte sich am meisten, daß er von allem, was bei der Gesellschaft vorgegangen war, unterrichtet schien.“ Der Geist des alten Königs von Dänemark ist jedoch die einzige Figur in Goethes Werk, die auf den klassischen Typus des Emissär passt. Außer ihm erweckt keiner Mitglieder einen geheimnisvoll übermenschlichen Er ist das einzige Mitglied des Turms, welches erscheint.

Wilhelm hat jedoch vor seiner Aufnahme in die Turmgesellschaft noch 3 weitere Begegnungen mit den Emissären des Geheimbunds. Zunächst trifft er im ersten Buch des Werkes auf einen Unbekannten, der sich als Kunstfreund ausgibt und mit Wilhelm über die Kunstsammlung seines Großvaters spricht. Mit ihm führt Wilhelm ein Gespräch über „Schicksal“, „Vernunft“ und „Zufall“. Auf der Wasserfahrt mit Serlos Theatertruppe steigt ein namenloser Geistlicher zu und redet mit Wilhelm über „Bildung“ und „Zufall“. Der nächste Emissär begegnet Wilhelm als „Offizier zu Pferde“, auf den er trifft, als er mit Jarno im Park spazieren geht. Schließlich folgt noch der bereits erwähnte Geist bei der Hamlet-Aufführung.

All diese Begegnungen sind für Wilhelm überraschend und er empfindet sie als zufällig. Obwohl sie ihn zunächst nachdenklich stimmen oder sogar erschrecken, folgt er den Hinweisen oder – wie im Falle des Geistes – Anweisungen nicht. Dadurch haben diese Begegnungen keinen weiteren Einfluss auf den Verlauf der Handlung und erscheinen isoliert. Die 4 Auftritte erfolgen in ihrer Direktheit und Dringlichkeit dem Gesetz einer Klimax.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die langjährige Debatte um die Turmgesellschaft und das grundlegende Problem ihrer Funktion für Wilhelms Bildung im Roman.

2 Geheimbünde im 18. Jahrhundert und deren Einfluss auf die Literatur: Dieses Kapitel gibt einen historischen Abriss über Geheimbünde wie Freimaurer und Illuminaten und deren Einzug in die literarische Gattung des Geheimbundromans.

3 Die Rolle der Turmgesellschaft im Roman: Dieser Abschnitt analysiert detailliert die Mitglieder des Turms, das Motiv der Emissäre, den Initiationsprozess Wilhelms sowie die spezifische Pädagogik der Gesellschaft.

4 Die Zukunft der Turmgesellschaft: Hier wird der Wandel der Turmgesellschaft von einem geheimnisvollen Bund hin zu einer wirtschaftlich orientierten Sozietät und deren politische Dimension beleuchtet.

5 Freimaurerische und illuminatorische Elemente im Turm: Das Kapitel untersucht die Verwendung realer ritueller Vorbilder aus Freimaurerei und Illuminatenorden im Kontext von Goethes Roman.

6 Schluss: Das Fazit widerspricht der These einer strengen Fremdlenkung und hebt hervor, dass die Rolle des Turms eher eine unterstützende ist und Wilhelm letztlich zu seiner eigenen Mündigkeit findet.

Schlüsselwörter

Wilhelm Meisters Lehrjahre, Goethe, Turmgesellschaft, Geheimbundroman, Bildungsroman, Aufklärung, Freimaurerei, Illuminaten, Initiation, Pädagogik, Emissäre, Schicksal, Bildung, Sozietät, 18. Jahrhundert.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die Rolle der geheimen Turmgesellschaft in Goethes "Wilhelm Meisters Lehrjahre" und hinterfragt, ob sie Wilhelm tatsächlich gezielt erzieht.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Zentrale Themen sind die Einflüsse historischer Geheimbünde auf die Literatur, die Analyse von Initiationsritualen sowie das Spannungsfeld zwischen Führung und Selbstbestimmung.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsfrage?

Die Forschungsfrage zielt darauf ab zu klären, ob die Turmgesellschaft den Protagonisten Wilhelm Meister aktiv lenkt oder ob sein Bildungsweg unabhängig von deren Einfluss verläuft.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Untersuchung nutzt eine literaturwissenschaftliche Analyse unter Heranziehung von Primärtexten Goethes sowie relevanter Forschungsliteratur zur Aufklärung und Geheimbundthematik.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Vorstellung der Akteure des Turms, eine Untersuchung der Emissäre und ihrer Erscheinungsformen, die detaillierte Analyse der Aufnahme Wilhelms sowie die pädagogischen Konzepte der Gesellschaft.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die wichtigsten Schlagworte sind Bildung, Turmgesellschaft, Aufklärung, Freimaurerei, Initiationsritus und der Geheimbundroman als Gattung.

Wie unterscheidet sich die Pädagogik von Jarno und dem Abbé?

Jarno befürwortet einen direkten, teils harten erzieherischen Eingriff, während der Abbé den Grundsatz vertritt, dass ein Irrender durch das eigene Erleben des Irrtums zur Wahrheit finden muss.

Was ist das Ergebnis der Untersuchung bezüglich der "Fremdsteuerung"?

Die Arbeit kommt zu dem Schluss, dass keine strikte Fremdsteuerung vorliegt. Die Gesellschaft ist eher unterstützend, da Wilhelm vor seiner Aufnahme bereits aus eigener Enttäuschung über die Schauspielerei zu der Einsicht gelangt ist, dass das Theater nicht der richtige Ort für seine Bildung ist.

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Details

Title
Die Turmgesellschaft in Goethes "Wilhelm Meisters Lehrjahre"
College
University of Tubingen  (Deutsches Seminar)
Course
Die Entstehung des modernen deutschen Romans und die Romantheorie im 18. Jahrhundert
Grade
1,0
Author
Rebecca Kreß (Author)
Publication Year
2008
Pages
26
Catalog Number
V158359
ISBN (Book)
9783640713554
ISBN (eBook)
9783640713646
Language
German
Tags
Goehte Geheimbund Wilhelm Meister Turmgesellschaft Romane der Aufklärung Illuminaten Freimaurer Bildung in der Aufklärung Bildung
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Rebecca Kreß (Author), 2008, Die Turmgesellschaft in Goethes "Wilhelm Meisters Lehrjahre", Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/158359
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