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Methoden zur Erforschung des Worterwerbs

Title: Methoden zur Erforschung des Worterwerbs

Presentation (Elaboration) , 2004 , 12 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Babette Ruppel (Author)

German Studies - Linguistics

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Summary Excerpt Details

Das Mentale Lexikon ist eine Art Speicher, der einen Großteil aller existierenden Wörter einer Sprache beinhaltet, auf die der Sprecher dieser Sprachgemeinschaft sowohl bei der Sprachproduktion als auch beim Sprachverstehen zurückgreifen kann. Sowohl der aktive als auch der passive Wortschatz des Sprechers sind hier verortet. Das Mentale Lexikon enthält für jedes verzeichnete Wort Informationen über Phonologie, Morphologie, Semantik, über die Wortklasse, Syntax und Orthographie. Dank des Mentalen Lexikons können wir auf gehörte Wörter zugreifen, sie verstehen und im Gegenzug eine Antwort konzeptualisieren, auf unser Lexikon zugreifen, Wörter auswählen, die Antwort formulieren und uns letztlich situativ angemessen äußern.
Benutzt unser Gesprächspartner ein unbekanntes Wort, dann werden wir es nicht verstehen, weil unser Lexikon hier eine Leerstelle aufweist. Das Mentale Lexikon ist also, grob gesagt, ein wohlstrukturiertes System, das es dem Sprecher ermöglicht, binnen Millisekunden ein bereits gespeichertes Wort zu erkennen oder aus dem Speicher abzurufen. Aber ab wann begreift ein Kind denn den Zusammenhang zwischen einem Wort und der dazugehörigen Bedeutung? Wann hat es ein Wort tatsächlich erworben?
Um dies herauszufinden, müssen wir uns der Methodik zuwenden.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Methoden zur Untersuchung von spontaner Sprachproduktion

2.1 Transkription

3. Methoden zur Untersuchung von fortgeschrittener Sprachproduktion

3.1 Entlocken von Non-sense-Wörtern

3.2 Nachsprechen mit spontaner Korrektur

4. Methoden zur Erforschung des Sprachverstehens

4.1 Preferential Looking Technique

4.2 Interactive Intermodal Preferential Looking Paradigm

4.3 Fragebögen

5. Gehirn-abbildende Methoden

6. Schlussbetrachtung

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die methodischen Ansätze, mit denen der kindliche Worterwerb und die Entwicklung des mentalen Lexikons wissenschaftlich erfasst werden können. Dabei liegt der Fokus auf der Abgrenzung von Methoden zur Beobachtung der Sprachproduktion und des Sprachverstehens bei Kindern.

  • Methoden zur Erforschung spontaner Sprachproduktion (Tagebücher, Transkriptionen)
  • Testverfahren für fortgeschrittene Sprachproduktion (Non-sense-Wörter, Nachsprechen)
  • Techniken zur Untersuchung des Sprachverstehens (Preferential Looking, Fragebögen)
  • Neurophysiologische Messverfahren zur Untersuchung kognitiver Vorgänge

Auszug aus dem Buch

Preferential Looking Technique

Hierbei wird das kindliche Zuschau-Verhalten genutzt. Es geht weniger um die Zeit, die ein Kind auf ein Bild schaut, als um seine unterschiedlichen Arten, auf visuelle Reize zu reagieren.

Als es noch keine computerisierten Möglichkeiten gab, arbeitete man mit der Fagan Box, um Sprachverstehen zu testen. Die Fagan Box wird auch heute noch gern und viel genutzt, weil sie sehr einfach zu bedienen ist und ein weites Spektrum an visuellen Stimuli erlaubt: sowohl Menschen als auch Tiere, Gesichter und Gefühle können eingeblendet werden.

In der Regel sind mindestens zwei Forscher am Werk. Einer kümmert sich um den Wechsel der Stimuli und der andere überwacht die Reaktion des Kindes durch ein kleines Loch zwischen den beiden Bilderschlitzen. Beide Experimentatoren sind für das Kind nicht sichtbar. Um die Aufmerksamkeit des Kindes auf die Stimuli-Slots zu richten, wird dort mit einer Rassel geklappert. Hat das Kind die Stimuli-Projektionsflächen fokussiert, werden zwei Bilder für eine vorher festgelegte Zeit in die Slots geschoben.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Definiert das „mentale Lexikon“ als strukturiertes System und führt in die theoretischen Ansätze (Behaviorismus, Kognitivismus, Nativismus, Interaktionismus) des Spracherwerbs ein.

2. Methoden zur Untersuchung von spontaner Sprachproduktion: Behandelt die Dokumentation kindlicher Sprache durch Tagebücher und Transkriptionen sowie deren methodische Grenzen bezüglich Systematik und Distanz.

3. Methoden zur Untersuchung von fortgeschrittener Sprachproduktion: Erläutert halb-strukturierte Tests wie den „Wug-Test“ mit Non-sense-Wörtern sowie Methoden der spontanen Korrektur zur Prüfung grammatikalischer Regeln.

4. Methoden zur Erforschung des Sprachverstehens: Stellt visuelle Paradigmen wie die „Preferential Looking Technique“ und Fragebögen wie das MacArthur Communicative Development Inventory zur Datenerhebung vor.

5. Gehirn-abbildende Methoden: Beschreibt elektrophysiologische (MEG, ERP) und bildgebende Verfahren (fMRI, PET) zur Beobachtung kognitiver Prozesse während des Sprachverarbeitens.

6. Schlussbetrachtung: Führt aus, dass eine Kombination aus Langzeitbeobachtungen und gezielten Experimenten notwendig ist, um den komplexen Prozess des Spracherwerbs wissenschaftlich valide zu erfassen.

Schlüsselwörter

Mentales Lexikon, Spracherwerb, Sprachproduktion, Sprachverstehen, Behaviorismus, Nativismus, Interaktionismus, Transkription, Non-sense-Wörter, Wug-Test, Preferential Looking, Fagan Box, Fragebögen, Hirnaktivität, Event Related Potentials.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit bietet einen Überblick über verschiedene wissenschaftliche Methoden, die genutzt werden, um zu erforschen, wie Kinder ihre Muttersprache erwerben und wie ihr mentales Lexikon strukturiert ist.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind die Sprachproduktion, das Sprachverstehen sowie neurophysiologische und empirische Forschungsmethoden der Spracherwerbsforschung.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, die Paradigmen und Testverfahren zusammenzustellen, die geeignet sind, den kindlichen Worterwerb und das grammatikalische Verständnis bei Kindern messbar zu machen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Autorin wählt einen deskriptiven Ansatz, bei dem verschiedene etablierte Forschungsmethoden (von Tagebuchstudien bis hin zu bildgebenden Verfahren) gegenübergestellt und bewertet werden.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil werden Techniken wie die Transkription, die Arbeit mit Non-sense-Wörtern, verschiedene „Looking-Paradigmen“ und Methoden der Hirnforschung wie ERP oder fMRI detailliert erläutert.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zu den wichtigsten Begriffen zählen das mentale Lexikon, der Spracherwerb, verschiedene psycholinguistische Testverfahren sowie die Abgrenzung von aktivem und passivem Wortschatz.

Welche Vorteile bietet der Einsatz von Non-sense-Wörtern?

Der Vorteil liegt darin, dass Kinder diese Wörter nicht auswendig gelernt haben können, wodurch die korrekte Anwendung grammatikalischer Regeln (z.B. Pluralbildung) als Beweis für echtes Sprachverständnis dient.

Wie funktioniert die „Preferential Looking Technique“?

Die Methode nutzt das natürliche Blickverhalten von Kindern: Es wird gemessen, ob ein Kind länger auf ein Bild schaut, das einem zuvor gehörten Wort entspricht, um so das Sprachverstehen zu testen.

Welchen Stellenwert haben Fragebögen wie das CDI?

Das CDI erlaubt die effiziente Erhebung großer Datenmengen zum kindlichen Wortschatz durch Elternbefragungen, dient jedoch eher der Erfassung allgemeiner Tendenzen als einer präzisen klinischen Diagnostik.

Warum sind moderne Hirn-abbildende Methoden relevant?

Sie erlauben es, die elektrische Aktivität des Gehirns während kognitiver Aufgaben zu messen und bieten somit Einblicke in die Verarbeitungsprozesse, ohne dass eine verbale Antwort des Kindes zwingend erforderlich ist.

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Details

Title
Methoden zur Erforschung des Worterwerbs
College
Free University of Berlin  (Germanistische Linguistik)
Course
Proseminar 16627 „Das mentale Lexikon“
Grade
1,3
Author
Babette Ruppel (Author)
Publication Year
2004
Pages
12
Catalog Number
V158327
ISBN (eBook)
9783640743278
Language
German
Tags
Mentales Lexikon Preferential Looking Paradigm Transkription Childes Database
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Babette Ruppel (Author), 2004, Methoden zur Erforschung des Worterwerbs, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/158327
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