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Macht und Wahrnehmung - Journalismus in der Datenfalle?

Title: Macht und Wahrnehmung - Journalismus in der Datenfalle?

Term Paper (Advanced seminar) , 2009 , 41 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Christian Rell (Author)

Communications - Media and Politics, Politic Communications

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Summary Excerpt Details

Im Journalismus gewinnt die Statistik immer mehr an Bedeutung. Die Zahl und die Komplexität politischer Fragen haben – nicht zuletzt als Folge der Globalisierung und technischer Entwicklungen im Informations- und Kommunikationsbereich – in den letzten Jahrzehnten zugenommen. Wer die Politik und wer die öffentliche Meinung bestimmt ist immer schwerer zu beantworten, zumal sich neben den technischen Möglichkeiten2 auch die Messinstrumente von Macht, die Arbeitswut der Demoskopen und anderer Rechenkünstler und damit die Fülle von Informationen die dadurch produziert wird exponentiell gesteigert haben und einen – theoretisch – tagtäglich, rund um die Uhr, rund um den Globus überschwämmen. Die neuen Technologien der digitalisierten Welt waren "Einschläge die den Berufsalltag verändern" und hatten laut BRUNS neben anderen Gründen eine "Beschleunigung und das damit verbundene Anschwellen der Menge von Informationen und Nachrichten" zur Folge. Und diese Welt mit ihrer schier grenzenlosen Sozialstruktur und ihren zahllosen politischen Bühnen ist der Arbeitsplatz der politischen Journalisten. Mit diesem Thema soll sich die vorliegende Arbeit, welche im Rahmen des Hauptseminars "Politischer Journalismus" bei Dr. Richard Meng entstanden ist, auseinandersetzen.

Es wird gezeigt, welchen Nutzen der Einsatz von Zahlenmaterial und die Verwendung empirischer Daten im politischen Journalismus bringt und welche Funktion Meinungsumfragen somit für die Gesellschaft und die Demokratie im besonderen haben. Hierbei sollen nachrichtenwerttheoretische Überlegungen im Vordergrund stehen, die sich im Zusammenhang mit statistischen Daten ergeben. Auf der Gegenseite sollen aber auch die Fehler aufgezeigt werden, die der Journalist im Umgang mit empirisch ermittelten Daten machen kann, wobei insbesondere auf die unterschiedliche Verwendung dieser Daten und den unterschiedlichen journalistischen Anspruch im Qualitäts- und im Boulevardjournalismus eingegangen werden soll. In diesem Zusammenhang werden auch die Interpretationsspielräume die im Journalismus genutzt werden dargestellt.

Im politischen Journalismus ist der Umgang mit Zahlen ebenso wichtig wie Kenntnisse über politische Strukturen und von Politikern, und daher setzen Journalisten nicht nur das Publikum einem „Information overload“ aus, sondern stehen auch selbst unter Dauerbeschuss.

Der Korrektor bescheinigt dem Autoren dieser Arbei, dass die intensive Auseinandersetzung mit dem Thema "vieles vieles zu Tage gefördert" hat.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

EINLEITUNG

1 JOURNALISMUS IM DYNAMISCHEN UMFELD: WAS ERZEUGT DIE ZAHLENFLUT?

1.1 Der Journalist unter Dauerbeschuss

1.2 Die Demoskopie ist als Datenproduzent gefragt wie nie

1.3 Auskunftspflicht der Behörden und die Leistung der amtlichen Statistik

1.3.1 Die Auskunftspflicht der Behörden

1.3.2 Informationsleistung der amtlichen Statistik

1.4 Der Journalist im Datendschungel

1.5 Eine sich verändernde Gesellschaft

1.6. Praktische Auswirkungen auf den journalistischen Arbeitsalltag

2. DER NUTZEN VON ZAHLEN FÜR DEN JOURNALISTEN

2.1 Zahlen – notwendiges Übel oder Bereicherung?

2.2 „Umfragewerte als Nachricht“

3. UMGANG UND MÖGLICHER MACHTMISSBRAUCH VON DATEN

3.1 Der Umgang mit Zahlen als Qualitätsmaßstab

3.2 Verantwortlichkeit der Medien

3. 3 Journalismus und Demoskopie: ein Konkurrenzverhältnis?

4. JOURNALISTEN IM UMGANG MIT ZAHLEN

4.1 Haben Journalisten überhaupt Ahnung von Statistik?

4.2 Lösungsvorschläge

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht das Spannungsfeld zwischen der zunehmenden Flut an statistischen Daten, Meinungsumfragen und der journalistischen Praxis im politischen Journalismus, um aufzuzeigen, wie Medien mit dieser Datenmenge umgehen, welche Risiken des Machtmissbrauchs bestehen und wie Journalisten durch einen kompetenteren Umgang mit empirischem Material ihre Rolle als Qualitätsinstanz in der Demokratie wahren können.

  • Die zunehmende Bedeutung von Zahlen und Demoskopie im journalistischen Arbeitsalltag.
  • Die Herausforderungen durch den „Information Overload“ und den Druck zur schnellen Berichterstattung.
  • Der instrumentelle Nutzen von Umfragedaten für die Berichterstattung sowie deren Gefahren (z. B. Horse-Race-Journalism).
  • Möglichkeiten zur Verbesserung der statistischen Kompetenz und Quellenkritik in Redaktionen.
  • Die Rolle der Medien als demokratische Kontrollinstanz gegenüber Politik und Meinungsforschung.

Auszug aus dem Buch

1.1 Der Journalist unter Dauerbeschuss

18. Januar 2009: Landtagswahl in Hessen, 23. Mai 2009: Wahl des Bundespräsidenten, 7. Juni 2009: Europaparlamentswahlen, 30. August 2009: Landtagswahlen in Thüringen, Saarland und Sachsen und 27. September 2009: Landtagswahl in Brandenburg und Bundestagswahl – und das sind nur die fünf wichtigsten Termine die 2009 im politischen Kalender stehen. "So eine Häufung haben wir ja nicht jedes Jahr. Das letzte Mal war das 1994 so.", beschreibt es der Parteienforscher der Freien Universität Berlin, OSKAR NIEDERMAYER. Und wenn man auf das Superwahljahr 2004 zurückblickt, dann erkennt man, dass es nicht nur für den Wähler immer schwieriger wird die einzelnen politischen Bühnen – Europa, Bund, Land, Kommune – zu trennen, sondern besonders für Demoskopen immer schwieriger wird, korrekte Vorhersagen für diese einzelnen Ebene zu machen. Das könnt daran liegen "dass sich in den Wahlkämpfen zu sehr die Ebenen vermischen etwa zwischen Bundes- und Landesebene." Vergleicht man die Umfrageergebnisse der letzten Bundestagswahl und mancher Landtagswahlen mit den Endergebnissen dieser Wahlen, dann zeigt sich, dass Wahlergebnisse nicht nur spannend, sondern zudem auch noch überraschend sein können.

Zum laufenden Superwahljahr 2009 und dem „Overload“ an Wahlkampf meinte der Bundestagspräsident NORBERT LAMMERT im März 2008: "Deutschland wählt zu oft". Dem politischen Journalisten hingegen müsste dieser Dauerwahlkampf jedoch nur recht sein, oder? Schließlich sichert der Journalist sein täglich Brot damit. Aber ein Journalist kann sich nicht beklagen, denn: Nach der Wahl ist bekanntlich vor der Wahl. Irgendwo wird gerade immer gewählt und anderswo wird über irgendwas gerade abgestimmt. Der Journalist hat sich auf Dauerbeobachtung eingestellt – und der Bürger findet sich im Dauerfeuer der Wahlkampfberichterstattung wieder. Und wenn man zusammenrechnet dass es nicht nur Europa-, Bundes-, Landes- und Kommunalwahlen gibt, sondern auf Bundes-, Landes- und Kreisebene die Parteien auch noch ständig am Nominieren und Wählen sind – ihrer Kandidaten für anstehende Wahlen, ihrer Parteivorsitzenden, ihrer Fraktionschefs; politisch gesehen auch nicht gerade unbedeutsame Posten – und natürlich auch darüber berichtet werden muss, dann ist die Frage vielleicht durchaus berechtigt, ob der Journalist seine Aufgabe als Vermittler im politischen Diskurs noch erfüllen kann.

Zusammenfassung der Kapitel

1 JOURNALISMUS IM DYNAMISCHEN UMFELD: WAS ERZEUGT DIE ZAHLENFLUT?: Dieses Kapitel beleuchtet die zunehmende Belastung der Journalisten durch einen Dauerwahlkampf, die Informationsflut durch Demoskopen sowie die rechtlichen Rahmenbedingungen und Schwierigkeiten beim Zugang zu behördlichen Daten.

2. DER NUTZEN VON ZAHLEN FÜR DEN JOURNALISTEN: Hier wird analysiert, warum Zahlen für Journalisten sowohl eine notwendige Bereicherung als auch eine Gefahr darstellen und welche Rolle Umfragewerte als Nachrichtenträger in der heutigen Medienlandschaft einnehmen.

3. UMGANG UND MÖGLICHER MACHTMISSBRAUCH VON DATEN: Dieses Kapitel thematisiert die Verantwortung der Medien bei der Verwendung von Umfragedaten und diskutiert das ambivalente Verhältnis sowie das potenzielle Konkurrenzverhältnis zwischen Journalisten und Meinungsforschungsinstituten.

4. JOURNALISTEN IM UMGANG MIT ZAHLEN: Das letzte Kapitel identifiziert methodische Schwächen im journalistischen Umgang mit Statistik (z.B. Verwechslung von Korrelation und Kausalität) und formuliert konkrete Lösungsvorschläge für eine professionellere Recherche und Datenverarbeitung.

Schlüsselwörter

Journalismus, Politik, Demoskopie, Meinungsumfragen, Wahlberichterstattung, Datenflut, Statistik, Informationsgesellschaft, Medienverantwortung, Quellenkritik, Recherche, Wahlergebnisse, Medienkompetenz, Politikberatung, Meinungsbildung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht, wie Journalisten im politischen Betrieb mit der zunehmenden Masse an statistischen Daten und Meinungsumfragen umgehen und welche Auswirkungen dies auf die Qualität der Berichterstattung hat.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind die Arbeit unter Zeitdruck, die Demoskopie-Hörigkeit der Medien, der Missbrauch von Umfragen als Machtinstrument sowie die methodischen Herausforderungen der statistischen Analyse in Nachrichtenredaktionen.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es, die journalistische Praxis im Umgang mit empirischen Daten zu analysieren, Fehlerquellen aufzudecken und Möglichkeiten für eine sachgerechtere und reflektierte Berichterstattung aufzuzeigen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturrecherche, der Auswertung medienwissenschaftlicher Studien sowie einer Analyse aktueller journalistischer Praktiken und Kontroversen im Kontext politischer Wahlberichterstattung.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Analyse der Ursachen der Zahlenflut, den Nutzen von Daten für Journalisten, die Risiken des Machtmissbrauchs bei der Umfragenberichterstattung und die konkreten methodischen Defizite in der journalistischen Ausbildung und Praxis.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Journalismus, Demoskopie, Meinungsumfragen, Datenflut, Medienverantwortung und Quellenkritik stehen im Zentrum der Untersuchung.

Welche Rolle spielt die Demoskopie für das Selbstverständnis der Journalisten?

Die Demoskopie wird als ambivalenter Partner betrachtet, der einerseits Informationen liefert, andererseits aber durch "Horse-Race"-Berichterstattung und mediale Machtausübung die journalistische Distanz gefährden kann.

Warum haben Journalisten Schwierigkeiten mit Statistik?

Oft mangelt es an einer spezifischen Ausbildung zur Datenanalyse. Die Arbeit zeigt, dass die Kombination aus Zeitdruck und dem Bedürfnis, Nachrichten unterhaltsam zu präsentieren, oft zu einer unkritischen Übernahme oder Fehlinterpretation von Zahlen führt.

Wie sollte ein Journalist mit Umfragen umgehen?

Der Autor empfiehlt eine verstärkte Quellenkritik, die Prüfung der Plausibilität sowie die methodische Einordnung der Ergebnisse, anstatt diese unreflektiert als "Wahrheit" zu verbreiten.

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Details

Title
Macht und Wahrnehmung - Journalismus in der Datenfalle?
College
Free University of Berlin  (Institut für Publizistik- und Kommunikationswissenschaft)
Course
„Politischer Journalismus“
Grade
1,7
Author
Christian Rell (Author)
Publication Year
2009
Pages
41
Catalog Number
V158310
ISBN (eBook)
9783640754199
ISBN (Book)
9783640754571
Language
German
Tags
Richard Meng Meng Daten Zahlen Journalisten Medien Umfragen Politik Statistik Demoskopie Fehler Qualität Qualitätsjournalismus Boulevardjournalismus Journalismus
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Christian Rell (Author), 2009, Macht und Wahrnehmung - Journalismus in der Datenfalle?, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/158310
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