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Jugendkriminalität, was kann helfen?

Welche Präventionsmaßnahmen sind sinnvoll

Titel: Jugendkriminalität, was kann helfen?

Seminararbeit , 2008 , 15 Seiten , Note: 1,7

Autor:in: Anke Lamm (Autor:in)

Politik - Politisches System Deutschlands

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Kinder- und Jugendkriminalität ist in Deutschland ein immer wieder und vieldiskutiertes Problem. Angeheizt durch Medienberichte über spektakuläre Fälle, hat das Thema "Jugendkriminalität" in der öffentlichen Diskussion zuletzt einen besonders hohen Stellenwert erfahren. Banden oder Einzeltäter, die in der Schule, gegenüber Obdachlosen, Ausländern oder anderen Minderheiten gewalttätig werden, geraten regelmäßig in die Schlagzeilen der Presse. Dass die Sorge vor wachsender Kriminalität der Kinder und Jugendlichen aber nicht nur unkritischem Konsum von Boulevardzeitungen und Talkshow-Meinungen entspringt, sondern offenbar berechtigte Grundlagen hat, zeigen Kriminalstatistiken. Vor allem hat der Anteil Jugendlicher, die Gewalttaten begehen, erheblich zugenommen.
Diese Arbeit soll einen kurzen Abriss darüber geben welche Präventionsmaßnahmen gegen das Problem Jugendkriminalität wirksam sein können und welche Personen und Institutionen gefordert sind.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. EINLEITUNG

2. DEFINITIONEN

2.1. Definition Kriminalität

2.2. Definition Jugendliche

3. URSACHEN

4. PRÄVENTION

4.1.Elterhaus und sozialer Nahbereich

4.2.Schule und Kindergarten

4.3. Medien

4.4. Ausländer- und integrationspolitische Maßnahmen

4.5.Staatliche Präventionsansätze

5.FAZIT

6.SCHLUSS

Zielsetzung und Themen der Arbeit

Die vorliegende Arbeit setzt sich kritisch mit der Prävention von Jugendkriminalität in Deutschland auseinander. Ziel ist es, die gesellschaftlichen Rahmenbedingungen und Ursachen für delinquentes Verhalten bei Jugendlichen zu beleuchten und konkrete, interdisziplinäre Lösungsansätze aufzuzeigen, die über rein repressive Maßnahmen hinausgehen.

  • Analyse der Ursachen von Jugendkriminalität und deren soziologischer Hintergrund.
  • Untersuchung der Rolle des Elternhauses und des sozialen Nahbereichs bei der Wertevermittlung.
  • Evaluation der Präventionspotenziale in Schulen, Kindergärten und durch staatliche Programme.
  • Kritische Betrachtung medialer Einflüsse und moderner Jugendmedienschutz.
  • Diskussion der Bedeutung von Integration und Sozialpolitik zur Gewaltprävention.

Auszug aus dem Buch

4.2. Schule und Kindergarten

Schule ist und bleibt der Ort an dem Kinder- und Jugendliche die meiste Zeit ihres Tages verbringen und spielt deswegen auch eine so große Rolle in Bezug auf Kriminalprävention. Die gesellschaftliche Funktion unserer allgemein bildenden Schulen darf sich deshalb nicht allein auf die Vermittlung, Förderung und Kontrolle kognitiver Leistungen beschränken. Ohne Zweifel sind verschiedene Anzeichen erkennbar, wonach die Wahrnehmung erzieherischer Aufgaben und die Vermittlung sozialer Kompetenz im Schulbetrieb der vergangenen drei Jahrzehnte an Bedeutung verloren haben. Pünktlichkeit, Fleiß, Disziplin und Anstand haben viele Lehrerinnen und Lehrer lange Zeit als „unmoderne und weniger förderungswürdige Sekundärtugenden außerhalb ihres Verantwortungsbereichs angesiedelt.

Wenn aber Erziehung und Wertevermittlung im Elternhaus nicht mehr im ausreichenden Maß erfolgt, muss die Schule unter anderem diese Aufgabe übernehmen. Das kann man bedauern, aber daran wird letztlich kein Weg vorbeiführen. In den Schulen muss künftig ein stärkerer Beitrag zur Persönlichkeitsentwicklung geleistet werden als bisher und zwar in allen Schultypen. Schüler darf nicht nur faktisches, abrufbares Wissen, sondern ihnen muss vorrangig Sozialkompetenz vermittelt werden. Sie müssen erzogen werden zu verantwortungsbewussten Handeln, zur eigenen selbstkritischen Meinungsbildung, zur Toleranz, insbesondere gegenüber Ausländern, anderen Lebensformen, Kulturen sowie Randgruppen. Schüler müssen lernen, dass man andere stets so behandeln sollte, wie man selbst gerne behandelt werden möchte. Eine uralte „Weisheit“, deswegen aber nicht weniger wahr oder wichtig.

Zusammenfassung der Kapitel

1. EINLEITUNG: Einführung in die Problematik der Jugendkriminalität und Vorstellung der zentralen Fragestellung, wie die Gesellschaft präventiv auf delinquente Jugendliche reagieren kann.

2. DEFINITIONEN: Klärung der zentralen Begriffe „Kriminalität“ im juristischen Sinne und „Jugendliche“ gemäß deutschem Recht.

3. URSACHEN: Darstellung der multifaktoriellen Gründe für Jugendkriminalität, von sozialen Wandlungsprozessen bis hin zu individuellen familiären Belastungen.

4. PRÄVENTION: Untersuchung verschiedener Präventionsansätze unter Einbeziehung von Familie, Schule, Medien und staatlichen Maßnahmen.

5.FAZIT: Zusammenfassung der Notwendigkeit einer Zusammenarbeit der vier Säulen (Familie, Schule, Medien, Staat) zur effektiven Kriminalitätsvorbeugung.

6. SCHLUSS: Abschließende Forderung nach einem gesamtgesellschaftlichen Ansatz statt repressiver Maßnahmen zur Sicherung der Zukunft junger Menschen.

Schlüsselwörter

Jugendkriminalität, Prävention, Kriminalpolitik, Sozialisation, Jugendstrafrecht, Sozialkompetenz, Erziehung, Integration, Delinquenz, Medienkonsum, Bildungsbenachteiligung, Jugendmedienschutz, gesellschaftliche Verantwortung, Strafverfolgung, Schulpflicht

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die Möglichkeiten der Prävention von Jugendkriminalität und untersucht, welche Maßnahmen sinnvoll sind, um kriminellen Karrieren bei jungen Menschen vorzubeugen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Schwerpunkte liegen auf der Bedeutung von Familie, Schule, Medien sowie staatlichen Integrations- und Präventionsstrategien.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie Gesellschaft und Staat durch vorbeugende Maßnahmen und bessere Wiedereingliederung die Kriminalitätsrate bei Jugendlichen minimieren können.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse kriminologischer und soziologischer Grundlagen sowie der Auswertung polizeilicher und sozialwissenschaftlicher Konzepte.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil erörtert die Ursachen von Jugendkriminalität und detailliert die verschiedenen Präventionsbereiche wie Schule, Medienkompetenz und soziale Integration.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Kernbegriffe sind Jugendkriminalität, Prävention, soziale Integration, Erziehung und gesellschaftliche Verantwortung.

Warum spielt die Schule eine zentrale Rolle bei der Prävention?

Da Kinder und Jugendliche den Großteil ihres Tages in der Schule verbringen, ist sie ein entscheidender Ort für die Vermittlung sozialer Kompetenzen und die Persönlichkeitsentwicklung.

Wie bewertet der Autor den Einfluss der Medien?

Der Autor sieht in der Verbreitung medialer Gewalt eine große Herausforderung für den Jugendschutz und fordert eine höhere Medienkompetenz sowie schärfere gesetzliche Regulierungen bei gewaltverherrlichenden Inhalten.

Welche Bedeutung kommt der Integration bei der Kriminalitätsbekämpfung zu?

Soziale Integration wird als essenziell betrachtet, da Ausgrenzung und mangelnde Perspektiven im Bildungs- und Arbeitsmarkt einen Nährboden für delinquentes Verhalten bilden.

Was ist das Fazit der Arbeit zur Strafverfolgung?

Der Autor betont, dass rein repressive Strafmaßnahmen nicht ausreichen und der Fokus stattdessen auf eine gelungene Sozialisation und gesamtgesellschaftliche Präventionsansätze gelegt werden sollte.

Ende der Leseprobe aus 15 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Jugendkriminalität, was kann helfen?
Untertitel
Welche Präventionsmaßnahmen sind sinnvoll
Hochschule
Freie Universität Berlin  (Otto-Suhr-Institut)
Note
1,7
Autor
Anke Lamm (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2008
Seiten
15
Katalognummer
V157810
ISBN (Buch)
9783640701056
ISBN (eBook)
9783640702268
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Jugendkriminalität Welche Präventionsmaßnahmen Kriminalität Jugend Delinquent Kinder Verbrechen Maßnahmen Hilfe Ursache
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Anke Lamm (Autor:in), 2008, Jugendkriminalität, was kann helfen?, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/157810
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  15  Seiten
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