Die Arbeit kritisiert das Portersche Branchenstruktunnodell auf Grundlage der Veränderungen relevanter Branchenkräfte durch die Internetökonomie und Globalisierung. Aufgrund der zunehmenden Marktdynamik und Transformation von Branchen verliert das Modell an Aussagekraft, was eine Erweiterung notwendig macht. Kooperationen stellen dabei die Ergänzung zur Branchenstrukturanalyse dar. Die Beziehungen bilden die Grundlage für Unternehmensvorteile und können neben einer kooperativen auch eine wettbewerbliche Komponente umfassen. Die Anwendung der Branchenstrukturanalyse in der holzverarbeitenden Industrie beinhaltet die Erweiterungen.
Als Ergebnis kann festgehalten werden, dass die zunehmende Marktdynamik die Unternehmen zu kooperativen Arrangements in und über Branchengrenzen hinaus zwingt, was zu einer Konvergenz der Branchen führen kann. Die ursprüngliche Branchenstrukturanalyse verliert damit an Aussagekraft, was eine Ergänzung des Modells notwendig macht.
The thesis criticizes the five forces model of porter on the basis of changes of relevant forces of branches as a result of intemet-economy and globalisation. The rising dynamic of markets and the transformation of branches causes the declining significance of the model and necessitates an amplification. The Cooperation represents the enlargement of tbe five forces model. Tbe relations between enterprises form the basis of the corporate advantage and can contain cooperative and competitive components. The implementation of the five forces model in the wood processing industry includes the enlargements.
The rising dynamic of the markets forces the enterprises to cooperative arrangements in and across the borders of the industries, which can lead to convergences of industries. The five forces model of porter loses its significance which necessitates amplification.
AIthough this abstract is delivered in english, the thesis itself is written in german.
Inhaltsverzeichnis
1 EINLEITUNG
1.1 Das Portersche Branchenstrukturmodell
1.2 Problemstellung
1.3 Ziel und Gang der Untersuchung
2 GLOBALISIERUNG UND DIE VERÄNDERUNG RELEVANTER BRANCHENKRÄFTE
2.1 Globalisierung der Märkte
2.2 IKT Entwicklungen
2.3 Der Transaktionskostenansatz
2.3.1 Merkmale einer Transaktion
2.3.2 Einfluss der IKT auf die Merkmale einer Transaktion
2.3.3 Einfluss der IKT auf die Koordinationsformen
2.4 E-Business und die Auswirkungen auf relevante Branchenkräfte
2.4.1 Steigende Bedrohung durch potentielle Konkurrenten
2.4.1.1 Sinkende traditionelle Eintrittsbarrieren
2.4.1.2 Auflösung des Zwischenhandels
2.4.2 Zunahme der Abnehmermacht
2.4.2.1 Sinkende Umstellungskosten
2.4.2.2 Konzentration der Abnehmer
2.4.2.3 Individualisierung der Nachfrage
2.4.3 Steigende Substitutionsgefahr
2.4.4 Abnehmende Lieferantenmacht
2.5 Auswirkungen auf den Wettbewerb
3 ERGÄNZUNG DES BRANCHENSTRUKTURMODELLS
3.1 Der Ressourcenansatz als komplementäre Ergänzung
3.1.1 Definitorische Herleitung von Kernkompetenzen
3.1.2 Komplementäre Betrachtung des ressourcen- und marktorientierten Strategieansatzes
3.2 Kooperative Arrangements als Ergänzung
3.2.1 Erklärungsansätze auf Grundlage ausgewählter Theorien
3.2.2 Systematisierung von Kooperationsformen
3.3 Einfache symbiotische Beziehungen
3.3.1 Konzept der Wertkette
3.3.2 Dekonstruktion der Wertkette
3.4 Multilaterale Kooperationsformen
3.4.1 Entwicklungsdynamik in Regionalen Netzwerken
3.4.2 Virtualisierung von Unternehmen
3.5 Kritische Darstellung und Erweiterung
3.5.1 Entwicklung von Unternehmen und Branchen
3.5.2 Aussagekraft des Branchenstrukturmodells
4 DIE BRANCHENSTRUKTURANALYSE IN DER HOLZVERARBEITENDEN INDUSTRIE
4.1 Die Holzverarbeitende Industrie in Deutschland
4.2 Die deutsche Furnierindustrie
4.2.1 Verhandlungsstärke der Abnehmer
4.2.2 Verhandlungsstärke der Lieferanten
4.2.3 Bedrohung durch Ersatzprodukte
4.2.4 Rivalität und potentielle Mitbewerber
4.3 Kooperationsansätze in der holzverarbeitenden Industrie
4.3.1 Kooperationspotentiale in der Furnierindustrie
4.3.2 Clusterbildung in der holzverarbeitenden Industrie
5 FAZIT
Zielsetzung & Themen
Die Arbeit verfolgt das Ziel, die Aussagekraft des Porterschen Branchenstrukturmodells vor dem Hintergrund der zunehmenden Marktdynamik durch Globalisierung und Internetökonomie kritisch zu prüfen und durch kooperative Strategieansätze zu erweitern, um ihre Anwendbarkeit in der holzverarbeitenden Industrie zu gewährleisten.
- Kritische Würdigung der Branchenstrukturanalyse nach Porter.
- Einfluss der Informations- und Kommunikationstechnologie (IKT) auf Branchenkräfte.
- Erweiterung des Modells durch den ressourcenorientierten Ansatz und Kooperationsmodelle.
- Analyse der spezifischen Wettbewerbssituation in der deutschen Furnierindustrie.
- Untersuchung von Clusterstrukturen als Strategieoption.
Auszug aus dem Buch
1.1 Das Portersche Branchenstrukturmodell
Das in den 80er Jahren von Porter entwickelte auf der Industrieökonomik gründende Branchenstrukturmodell, identifiziert 5 Einflusskräfte innerhalb einer Branchen, die in der Abbildung 1-1 aufgeführt sind.
Die Kräfte bestimmen die Wettbewerbsintensität der Branche und damit das Gewinnpotential eines Unternehmens innerhalb der Branche. Die Ermittlung der Einflusskräfte ermöglicht es dem Unternehmen seine Position zu bestimmen und sich erfolgreich zu positionieren.
Zusammenfassung der Kapitel
1 EINLEITUNG: Einführung in das Branchenstrukturmodell von Porter sowie Definition der Problemstellung und des Untersuchungsziels.
2 GLOBALISIERUNG UND DIE VERÄNDERUNG RELEVANTER BRANCHENKRÄFTE: Analyse der Auswirkungen von Globalisierung und IKT auf die Wettbewerbskräfte sowie Darstellung der internetbasierten Marktentwicklungen.
3 ERGÄNZUNG DES BRANCHENSTRUKTURMODELLS: Theoretische Erweiterung des klassischen Modells durch den Ressourcenansatz (RBV) sowie die Integration kooperativer und netzwerkbasierter Organisationsformen.
4 DIE BRANCHENSTRUKTURANALYSE IN DER HOLZVERARBEITENDEN INDUSTRIE: Praktische Anwendung der gewonnenen Erkenntnisse auf die deutsche Furnierindustrie unter besonderer Berücksichtigung von Wettbewerbsdruck und Kooperationspotentialen.
5 FAZIT: Zusammenfassende Bewertung der Aussagekraft des erweiterten Branchenstrukturmodells und Ausblick auf die strategische Bedeutung von Kooperationen.
Schlüsselwörter
Branchenstrukturanalyse, Porter, Holzverarbeitende Industrie, Furnierindustrie, IKT, Wettbewerbsdynamik, Kooperation, Strategisches Management, Ressourcenansatz, E-Business, Marktmacht, Wertkette, Clusterbildung, Transformation, Globalisierung.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Diplomarbeit grundsätzlich?
Die Arbeit setzt sich kritisch mit der Anwendbarkeit des klassischen Porterschen Branchenstrukturmodells in Zeiten von Globalisierung und Internetökonomie auseinander.
Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?
Die zentralen Themen umfassen die Wirkung von Informations- und Kommunikationstechnologien auf Wettbewerbskräfte, die Ergänzung durch den Ressourcenansatz und die Bedeutung kooperativer Netzwerkstrukturen.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist die kritische Beurteilung und Erweiterung des Porter-Modells, um ein taugliches Instrument für die strategische Planung in dynamischen Märkten, speziell der holzverarbeitenden Industrie, zu schaffen.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit nutzt eine theoretische Fundierung durch industrieökonomische Modelle, ergänzt durch transaktionskostentheoretische Ansätze und den ressourcenorientierten Blickwinkel, sowie eine angewandte Analyse der deutschen Furnierindustrie.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Im Hauptteil erfolgt zunächst die theoretische Herleitung der Modellschwächen durch IKT-Einflüsse, die Entwicklung von Ergänzungen durch Netzwerke und Kooperationen, gefolgt von einer tiefgehenden Branchenanalyse der Furnierindustrie.
Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Begriffe sind Branchenstrukturanalyse, Wettbewerbsdynamik, Kooperation, Wertschöpfung, IKT, Ressourcenansatz und Furnierindustrie.
Inwiefern beeinflusst das Internet das Porter-Modell?
Das Internet reduziert traditionelle Eintrittsbarrieren und verändert die Transaktionsstrukturen, was die ursprüngliche Aussagekraft des Modells im Hinblick auf statische Branchengrenzen verringert.
Was bedeutet der Begriff "Coopetition" in diesem Kontext?
Coopetition beschreibt eine hybride Form des Verhaltens, bei der Unternehmen in bestimmten Bereichen kooperieren, während sie gleichzeitig in anderen Bereichen des Marktes im Wettbewerb zueinander stehen.
Warum ist die Clusterbildung für die holzverarbeitende Industrie wichtig?
Cluster bieten durch räumliche Konzentration und soziale Netzwerke Vorteile bei der Wissensdiffusion, Innovationsförderung und Finanzierung, was die Wettbewerbsfähigkeit gegenüber globalen Konkurrenten stärken kann.
- Quote paper
- Lars Blumrodt (Author), 2005, Die Branchenstrukturanalyse nach Porter. Kritische Darstellung und Anwendung in der holzverarbeitenden Industrie, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/157488