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Sozioökonomische Veränderungen - Die industriellen Beziehungen im Wandel

Titel: Sozioökonomische Veränderungen - Die industriellen Beziehungen im Wandel

Seminararbeit , 2003 , 20 Seiten , Note: 1,0

Autor:in: Sebastian Wiesnet (Autor:in)

Soziologie - Sonstiges

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Das Deutsche Modell der industriellen Beziehungen stand lange Zeit für Stabilität, Sicherheit, Wachstum und Beschäftigung. Es gewährleistete Prosperität und sozialen Frieden. Es galt sogar als Vorzeigemodell der Interessensregulierung zwischen Arbeit und Kapital. Doch das „goldene Zeitalter“ (Schroeder 2000, S.23) ist Vergangenheit. Durch Politische Umbrüche von globaler Bedeutung, weltwirtschaftliche Entwicklungen, technolo-gische und dadurch soziale Veränderungen wurde die Welt in den letzten 15 Jahre geprägt wie nie zuvor. Die Gesellschaft befindet sich im Wandel – und mit ihr muss sich auch das Deutsche Modell wan-deln, wenn es seine Ziele erreichen und sich weiterhin behaupten will. Im folgenden werde ich zunächst die neuen Herausforderungen, vor denen das Deutsche Modell steht, im einzelnen aufzeigen. Dabei soll deutlich werden, dass sich vor allem drei elementare Ei-genschaften des Tarifsystems als problematisch erweisen. Zu nennen sind das Solidaritätsprinzip, welches sich im Zuge der (Wieder-)Vereinigung als fehlerhaft darstellt (3.1); die Idee der allge-meinverbindlichen Regulierung der Arbeitsbedingungen, welche mit der zunehmenden Pluralisie-rung von Arbeits- und Erwerbsformen konfrontiert wird (3.2); sowie die auf ein nationalstaatlich beschränktes Wirtschaftssystem ausgelegte Tarifpolitik in einer fortschreitend globalisierten Welt-wirtschaft (3.3). Anschließend sollen die Auswirkungen (dieser Problematik) auf Funktion und Struktur des Deut-schen Modells diskutiert werden, bevor schließlich auf mögliche Entwicklungstendenzen der industriellen Beziehungen in Deutschland eingegangen wird.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Hat das Vorzeigemodell ausgedient?

2. Neue Herausforderungen an das Deutsche Modell

3. Veränderte Ansprüche und neue Problematik

3.1 „Transformationsschock“ nach der Wiedervereinigung

3.2 Die Krise des Fordismus und neue technologische Möglichkeiten prägen die Gesellschaft

3.3 Die Globalisierung verändert die Wirtschaft nachhaltig

3.4 Zwischenfazit

4. Das Deutsche Modell

4.1 Struktur des Deutschen Modells

4.2 Vorteile des Kollektivvertragssystems

4.3 Vorteile als Nachteile

5. Erosion und Anpassung?

5.1 Erosionstendenzen des Deutschen Modells

5.2 Versuch der Anpassung durch Differenzierung, Dezentralisierung und Absenkung

6. Mögliche Entwicklungstendenzen – Voraussetzungen und Probleme

Zielsetzung und Themen

Die Arbeit analysiert die aktuelle Krise des „Deutschen Modells“ der industriellen Beziehungen und untersucht, wie globale wirtschaftliche Umbrüche, die technologische Entwicklung sowie die Folgen der Wiedervereinigung den Flächentarifvertrag unter Druck setzen und welche Anpassungsnotwendigkeiten daraus resultieren.

  • Herausforderungen durch die deutsche Wiedervereinigung und den sogenannten Transformationsschock.
  • Die Auswirkungen der Globalisierung auf die Machtbalance zwischen Arbeit und Kapital.
  • Die Transformation zur Dienstleistungsgesellschaft und deren Folgen für die Gewerkschaften.
  • Die Erosion des Flächentarifvertrags und die Notwendigkeit einer kontrollierten Dezentralisierung.

Auszug aus dem Buch

3.1. „Transformationsschock“ nach der Wiedervereinigung

Nach der Wiedervereinigung hat sich die Politik dafür entschieden, das „Deutsche Modell“ sofort auf Ostdeutschland zu transferieren, und nicht eine stufenweise Integration der wirtschaftlichen Beziehungen in den neuen Ländern zu betreiben.

Allerdings existierten die dafür nötigen Voraussetzungen in den neuen Bundesländern (NBL) nicht. Die in der ehemaligen DDR betriebene Planwirtschaft war marode, ineffizient und nicht an die Bedürfnisse der Weltwirtschaft angepasst. Die Infrastruktur war nicht in einem ausreichenden Maße vorhanden, der Kapitalstock war nicht intakt und die Industriestruktur befand sich in einem desolaten Zustand. Die Produktivität Ostdeutschlands lag weit unter der Produktivität Westdeutschlands. Wettbewerbsfähige Unternehmen mussten saniert und privatisiert werden. Nicht wettbewerbsfähige Unternehmen wurden liquidiert. Zudem mussten Überkapazitäten in der Bauwirtschaft abgebaut werden.

Die ehemalige DDR erlebte einen Transformationsschock – gefolgt von einer zunehmenden Deindustrialisierung des Ostens und hohen finanziellen und sozialen Kosten. Die Zahl der Arbeitslosen in der Bundesrepublik stieg von 2,6 Millionen im Jahr 1991 auf ca. 4,2 Millionen in diesem Jahr, wobei sie zu Lasten der Ostdeutschen Bevölkerung ungleich verteilt ist. Eine soziale und ökonomische Spaltung teilt Deutschland in Ost und West. Ein Beleg hierfür ist „die (...) innerdeutsche Ost-West-Wanderung, die so lange fortdauern wird, bis das kritische Gefälle bei den Wirtschafts- und Lebensbedingungen unterschritten ist.“ (Miegel. 2002, S. 57)

Zusammenfassung der Kapitel

1. Hat das Vorzeigemodell ausgedient?: Einleitung in den Wandel der industriellen Beziehungen, die den Verlust des „goldenen Zeitalters“ durch globale und technologische Veränderungen thematisiert.

2. Neue Herausforderungen an das Deutsche Modell: Untersuchung der drei zentralen Themenkomplexe: Wiedervereinigung, technologischer Fortschritt und Globalisierung.

3. Veränderte Ansprüche und neue Problematik: Analyse der konkreten Belastungsproben für das System, insbesondere durch den Transformationsschock im Osten, den Strukturwandel des Fordismus und die Globalisierung.

4. Das Deutsche Modell: Darstellung der strukturellen Merkmale wie Dualität und Intermediarität sowie der Vorteile des traditionellen Kollektivvertragssystems.

5. Erosion und Anpassung?: Erörterung der Erosionstendenzen durch Tarifflucht und Dezentralisierung sowie der Versuche, durch neue Flexibilisierungsansätze gegenzusteuern.

6. Mögliche Entwicklungstendenzen – Voraussetzungen und Probleme: Ausblick auf notwendige Reformen der Tarifpolitik und die Chancen eines Mehrebenensystems zur Sicherung der Zukunftsfähigkeit.

Schlüsselwörter

Deutsches Modell, Industrielle Beziehungen, Flächentarifvertrag, Globalisierung, Wiedervereinigung, Transformationsschock, Tertiarisierung, Gewerkschaften, Arbeitgeberverbände, Dezentralisierung, Tarifpolitik, Arbeitslosigkeit, Sozialer Konsens, Mitbestimmung, Lohnnebenkosten.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit den sozioökonomischen Veränderungen in Deutschland und deren Auswirkungen auf die industriellen Beziehungen sowie die Stabilität des bewährten Flächentarifvertrags.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Im Fokus stehen die deutsche Wiedervereinigung, die Globalisierung der Wirtschaft, die Auswirkungen der digitalen technologischen Entwicklung und der Wandel hin zur Dienstleistungsgesellschaft.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, aufzuzeigen, warum das bisherige „Deutsche Modell“ unter Druck geraten ist und welche Reformen notwendig sind, um auf die veränderten wirtschaftlichen Rahmenbedingungen zu reagieren.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Der Autor führt eine sozioökonomische Analyse durch, die auf der Auswertung bestehender Literatur, Statistiken und wirtschaftspolitischer Thesen zur Tarifpolitik und Arbeitsmarktstruktur basiert.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Analyse der Problematik (Wiedervereinigung, Globalisierung), die Struktur des deutschen Modells und die Diskussion von Erosionstendenzen sowie möglichen Anpassungswegen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind insbesondere Flächentarifvertrag, industrielles Modell, Globalisierung, Dezentralisierung und Transformationsschock.

Warum wird die Tarifpolitik in Ostdeutschland kritisiert?

Der Autor kritisiert, dass der schnelle Transfer westdeutscher Strukturen die Wettbewerbsfähigkeit des Ostens geschwächt, Arbeitslosigkeit gefördert und die Region gespalten hat.

Welche Rolle spielt die „Dezentralisierung“ für die Zukunft?

Die Dezentralisierung wird als notwendiger, aber kontrollbedürftiger Prozess gesehen, um den Flächentarif flexibler zu gestalten und den Anforderungen einzelner Betriebe gerecht zu werden.

Ende der Leseprobe aus 20 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Sozioökonomische Veränderungen - Die industriellen Beziehungen im Wandel
Hochschule
Otto-Friedrich-Universität Bamberg  (Fakultät Soziologie)
Veranstaltung
Proseminar: Industrielle Beziehungen in Europa
Note
1,0
Autor
Sebastian Wiesnet (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2003
Seiten
20
Katalognummer
V15735
ISBN (eBook)
9783638207614
ISBN (Buch)
9783638847971
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Sozioökonomische Veränderungen Beziehungen Wandel Proseminar Industrielle Beziehungen Europa
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Sebastian Wiesnet (Autor:in), 2003, Sozioökonomische Veränderungen - Die industriellen Beziehungen im Wandel, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/15735
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Leseprobe aus  20  Seiten
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