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The Jaina and the British

Bal Patil speech: Tübingen University International Jain Workshop 19. & 20. Feb. 2010

Titel: The Jaina and the British

Referat (Ausarbeitung) , 2010 , 15 Seiten

Autor:in: Bal Patil (Autor:in)

Politik - Sonstige Themen

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Dr. Schweitzer speaks in glowing terms of the principle of Ahimsa non-violence as laid down by Jainism: “The laying down of the commandment not to kill and not to damage is one of the greatest events in the spiritual history of mankind. Starting from its principle, founded on world and life denial of abstention from action, ancient Indian thought and this is a period when in other respects ethics have not progressed very far reaches the tremendous discovery that ethics know no bounds. So far as we know this is for the first time clearly expressed by Jainism.

I propose to discuss Jain minority issue as it has evolved in the last hundred years. The remarkable thing about the Jain minority issue is that it was duly noted by the contemporary British rulers as far back as in 1909. Even more significantly the Census of India has been counting the Jains as a separate religious community right from the first census in 1873. With the dawn of the Indian freedom the Jain community did present its claim for minority status to the Constituent Assembly during the formation of the Indian Constitution.

The entire constitutional, legal and political process of the recognition of the Jain minority status is rendered confusion worse confounded by the interpretative ‘Hindutva’ parameters whether, political, religious and judicial-particularly as evidenced in the latest Supreme Court judgement in my Petition (Bal Patil & anr Vs. Union of India) which has in its obiter dicta stated that the “Hinduism is the common faith of India” and “Jainism is a special religion”.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung und persönliche Perspektive zum Jainismus

2. Historische Einordnung des Prinzips Ahimsa

3. Evolution der Jain-Minderheitenfrage in den letzten hundert Jahren

4. Verfassungsrechtliche und politische Herausforderungen des Minderheitenstatus

5. Kritik an der akademischen und historischen Darstellung des Jainismus

6. Aktueller Stand und politische Forderungen der Jain-Gemeinschaft

Zielsetzung und Themen der Arbeit

Die vorliegende Arbeit untersucht den historischen und rechtlichen Kampf der Jain-Gemeinschaft um die Anerkennung als eigenständige religiöse Minderheit in Indien. Sie hinterfragt die "Hinduisation" des Jainismus durch verfassungsrechtliche Auslegungen sowie die oft marginalisierte oder als "Sekte" verkürzte Darstellung in der Geschichtsschreibung, um das Recht auf einen eigenständigen Minderheitenstatus einzufordern.

  • Historische Anerkennung des Jainismus durch die britische Kolonialverwaltung.
  • Konflikt zwischen verfassungsrechtlicher Definition und eigenständiger Identität.
  • Kritik an der wissenschaftlichen Reduktion des Jainismus auf einen Teilaspekt des Hinduismus.
  • Diskriminierung der Jain-Gemeinschaft bei der Zuteilung staatlicher Bildungsförderungen.
  • Notwendigkeit einer paradigmatischen Reevaluation der indischen Religionsgeschichtsschreibung.

Auszug aus dem Buch

The principle of ahimsa (non-violence) and the prescription of strict vegetarianism are the prime and unique characteristics of Jain religion and ethics. That the concept of ahimsa was foreign to Vedic culture is shown by the eminent Indologist Prof. W. Norman Brown in his Tagore Memorial Lectures, 1964-65, Man in the Universe:

"Though the Upanishads contain the first literary reference to the idea of rebirth and to the notion that one's action-karma determines the conditions of one's future existences, and though they arrive at the point of recognising that rebirth may occur not only in animal form but also in animal bodies, they tell us nothing about the precept of ahimsa. Yet that precept is later associated with the belief that a soul in its wandering may inhabit both kinds of forms. Ancient Brahmanical literature is conspicuously silent about ahimsa. The early Vedic texts do not even record the noun ahimsa nor know the ethical meaning which the noun later designated… Nor is an explanation of ahimsa deducible from other parts of Vedic literature. The ethical concept which it emdodies was entirely foreign to the thinking of the early Vedic Aryans, who recognised no kinship between human and animal creation, but rather ate meat and offered animals the sacrifice to the gods." (pp.53-54)

Therefore Prof. Brown concludes: "The double doctrine of ahimsa and vegetarianism has never had full and unchallenged acceptance and practice among Hindus, and should not be considered to have arisen in Brahmanical circles. It seems more probable that it originated in non-Brahmanical environment, and was promoted in historic India by the Jains and adopted by Brahmanic Hinduism."

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung und persönliche Perspektive zum Jainismus: Der Autor erläutert seine persönliche Verbindung zum Studium des Jainismus durch Übersetzungsarbeiten und betont die zentrale Bedeutung der Ahimsa für die jainistische Ethik.

2. Historische Einordnung des Prinzips Ahimsa: Dieses Kapitel belegt anhand wissenschaftlicher Analysen, dass Ahimsa und strenger Vegetarismus keine vedischen Ursprünge haben, sondern eigenständige Merkmale des Jainismus sind.

3. Evolution der Jain-Minderheitenfrage in den letzten hundert Jahren: Es wird die historische Anerkennung der Jains als eigenständige Religionsgemeinschaft seit den Volkszählungen der britischen Kolonialzeit aufgezeigt.

4. Verfassungsrechtliche und politische Herausforderungen des Minderheitenstatus: Die Arbeit kritisiert die zunehmende Tendenz, den Jainismus verfassungsrechtlich in den Hinduismus einzugliedern, und die damit verbundenen rechtlichen Benachteiligungen.

5. Kritik an der akademischen und historischen Darstellung des Jainismus: Der Autor prangert die Fehlinterpretation und Marginalisierung des Jainismus in der indischen Historiographie an, die den Jainismus fälschlicherweise oft als bloße Reformbewegung des Buddhismus oder Hinduismus darstellt.

6. Aktueller Stand und politische Forderungen der Jain-Gemeinschaft: Abschließend werden die Forderungen nach einem nationalen Minderheitenstatus unterstrichen, da die aktuelle staatliche Praxis zu Diskriminierungen der Gemeinschaft führt.

Schlüsselwörter

Jainismus, Ahimsa, Minderheitenstatus, Hinduismus, Indologie, Vegetarismus, Verfassungsrecht, Religionsgeschichte, Sramanische Tradition, Diskriminierung, Indien, Kolonialgeschichte, Minderheitenkommission, Identität, Mahavira.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit behandelt den jahrhundertelangen Kampf der Jain-Gemeinschaft um die offizielle Anerkennung als eigenständige religiöse Minderheit in Indien und kritisiert Versuche, den Jainismus als Teil des Hinduismus einzuordnen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentral sind die historische Herkunft der Ahimsa, die rechtliche Behandlung der Jains als Minderheit im modernen Indien und die Auseinandersetzung mit historisch verzerrten Darstellungen des Jainismus.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es, die Eigenständigkeit des Jainismus gegenüber dem Hinduismus zu beweisen und die politische Notwendigkeit einer nationalen Minderheitenanerkennung zu fordern, um Diskriminierungen zu beenden.

Welche wissenschaftliche Methode verwendet der Autor?

Der Autor stützt sich auf eine Kombination aus historischer Quellenanalyse, verfassungsrechtlicher Kritik und soziopolitischer Argumentation basierend auf Fachliteratur und offiziellen Regierungsdokumenten.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil werden sowohl die indologische Herleitung des Jainismus als auch die konkreten Beispiele für die politische und juristische Ausgrenzung der Jains, insbesondere im Kontext staatlicher Fördermaßnahmen, detailliert dargelegt.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Jainismus, Minderheitenstatus, Ahimsa, Verfassungskritik und die Abgrenzung zum Hindutva-Konzept.

Inwiefern spielt der britische Einfluss eine Rolle?

Der Autor hebt hervor, dass bereits während der britischen Kolonialzeit die Eigenständigkeit der Jains in Volkszählungen und Regierungsdokumenten explizit anerkannt wurde, was heute teilweise in Frage gestellt wird.

Was bedeutet der Begriff "Jain Apartheid" im Text?

Der Autor verwendet diesen Begriff, um die systematische Ausgrenzung der Jain-Schüler von staatlichen Stipendienprogrammen zu kritisieren, die nur für "nationale Minderheiten" zugänglich sind, da Jains national nicht offiziell als solche anerkannt sind.

Welche Rolle spielt die Verfassung Indiens?

Die indische Verfassung dient als rechtliche Grundlage für den Minderheitenstatus, wird aber nach Ansicht des Autors durch interpretative Hindutva-Parameter missbraucht, um Jains fälschlicherweise als Teil der hinduistischen Mehrheit zu definieren.

Wie bewertet der Autor die moderne indische Historiographie?

Er übt scharfe Kritik daran, dass der Jainismus in der Geschichtsschreibung oft "begraben" oder als unwichtiges Anhängsel von Buddhismus oder Hinduismus dargestellt wird, was den Blick auf seine eigenständige und bedeutende Rolle verstellt.

Ende der Leseprobe aus 15 Seiten  - nach oben

Details

Titel
The Jaina and the British
Untertitel
Bal Patil speech: Tübingen University International Jain Workshop 19. & 20. Feb. 2010
Autor
Bal Patil (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2010
Seiten
15
Katalognummer
V157283
ISBN (eBook)
9783640712403
ISBN (Buch)
9783640713301
Sprache
Deutsch
Schlagworte
British India Tuebingen University Jaina Workshop Nonviolence Minority right Schweitzer Jawaharlal Nehru Bal Patil
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Bal Patil (Autor:in), 2010, The Jaina and the British, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/157283
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  15  Seiten
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