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Zur Shop-Startseite › Didaktik - BWL, Wirtschaftspädagogik

Chancen und Risiken der Veränderung im Zeitmanagement unter besonderer Berücksichtigung der Subjektivierungsdebatte

Zu schnell, um frei zu sein?

Titel: Chancen und Risiken der Veränderung im Zeitmanagement unter besonderer Berücksichtigung der Subjektivierungsdebatte

Diplomarbeit , 2002 , 114 Seiten , Note: 2,3

Autor:in: Dipl.-Päd. Jan-Mirco Ernst (Autor:in)

Didaktik - BWL, Wirtschaftspädagogik

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Die Gesellschaft befindet sich in einem Beschleunigungsprozess, der - zumindest was die Geschwindigkeit anbelangt – wohl kaum mehr zu steigern sein dürfte. Deshalb die Ausgangsfrage: Zu schnell, um frei zu sein? Sie wird der vorliegenden Arbeit zugrunde liegen.
Sind wir innerhalb einer Epoche der (Post-) Moderne an einem Punkt angelangt, von dem aus es kein Zurück mehr gibt? Ein Zurück beispielsweise in eine die Vormoderne prägende natürliche Rhythmik.
Was hat die Beschleunigung und der epochale Wandel von einer Moderne zu einer heute im Volksmund geläufigen (Post-) Moderne mit Zeitmanagement zu tun? Der Fokus dieser Arbeit liegt auf den Chancen und Risiken der Entwicklung und Veränderung des Zeitmanagements liegen. Besondere Berücksichtigung findet diesbezüglich die Subjektivierungsdebatte. Es wird zu zeigen sein, inwieweit jeder einzelne entweder mehr Lasten zu tragen hat oder aber mehr Freiheiten genießen kann, über die er in Eigenregie disponieren kann.
Die Idee ist simpel. Man schaue sich nur einmal auf dem Marktplatz der Weiterbildung um. Augenscheinlich – und ohne dass man sich dagegen verwehren könnte – sticht das Thema „Zeitmanagement“ aus der breiten Masse der persönlichen Weiterbildungsmaßnahmen hervor. Was aus pädagogischer Sicht besonders interessant scheint, ist die Verbindung zwischen einem Zeitmanagement mit seinen geläufigen
Methoden und Techniken auf der einen und der (geschichtlich) epochalen Entwicklung unserer Gesellschaft auf der anderen Seite.
Das Individuum ist an seine „natürlichen“ Grenzen gelangt, die Aufnahmekapazität wurde bereits in der Moderne nahezu ausgeschöpft, und somit ist es nicht verwunderlich, dass in der (Post-) Moderne der Schrei nach einer Reduzierung der Handlungsalternativen laut wurde und bis heute wird.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

EINLEITUNG: - (ZEIT-) MANAGEMENT UND (POST-) MODERNE

1 DIE RESSOURCE „ZEIT“

1.1 ZEIT - SUBJEKTIV ERLEBT? BEWUSST WAHRGENOMMEN?

1.2 PROBLEME MIT „DER“ ZEIT

1.3 MANAGEMENT

1.3.1 Managementlehre und Organisationen: Entstehung

1.3.2 Forderungen der Systemtheorie:

1.4 ZEITMANAGEMENT

1.4.1 Auf individueller Ebene

1.4.2 Auf betrieblicher Ebene

1.5 METHODEN UND TECHNIKEN DES ZEITMANAGEMENTS IM KRITISCHEN KONTEXT

1.5.1 Optimale Nutzung der Zeit:

1.5.2 Pareto-Prinzip (80:20-Regel)

1.5.3 ABC-Analyse

1.5.4 Ziele setzen

1.5.5 Zeitplanung

1.5.6 Delegation

1.5.7 Rationelle Information und Kommunikation

1.5.8 Konsequenz und Selbstdisziplin

1.6 PROBLEME DES ZEITMANAGEMENTS

1.6.1 Zum Verständnis der Zeit

1.6.2 Zu Wertvorstellungen und Vorentscheidungen

1.6.3 Zur Gegenwart, Zukunft (Zielorientierung) und einer fraglichen Effektivität?

1.6.4 Zur zusammenfassenden Kritik

1.6.5 Zu große(n) Versprechungen(?)

2 NEUE ZEITEN: - VON DER MODERNE ZUR (POST-) MODERNE?

2.1 VORMODERNE – MODERNE – (POST-) MODERNE

2.1.1 Zur Vormoderne

2.1.2 Zur Moderne

2.1.3 Zur (Post-) Moderne

2.1.4 Das Wichtigste in Kürze

2.2 VON DER RATIONALISIERUNG UND PLURALISIERUNG ZUR SUBJEKTIVIERUNG (INDIVIDUALISIERUNG) UND DIFFERENZIERUNG

2.3 DIE NOTWENDIGKEIT EINES (POST-) MODERNEN ZEITMANAGEMENTS?

2.3.1 „Zeitmanagement“ der Vormoderne?

2.3.2 Zum Managen der Zeit in der Moderne

2.3.3 (Post-) Modernes Zeitmanagement

2.4 ÜBER DAS AUFFANGEN DER (UN-) PÜNKTLICHKEIT...

2.5 (POST-) MODERNE: - FREIHEITSGEWINN ODER –VERLUST?

2.5.1 Effizienz und Effektivität oder: Wie man richtig das Falsche macht?

2.5.2 Die Deregulierung der Arbeitszeit – verlorene Rhythmik?

2.6 ZEIT ZU SCHLIEßEN

3 FAZIT: - ZEITMANAGEMENT UND (POST-) MODERNE

Zielsetzung & Themen

Ziel dieser Arbeit ist es, den epochalen Wandel von der Vormoderne bis zur (Post-) Moderne unter der zentralen Rolle des Zeitmanagements zu analysieren. Dabei wird der Frage nachgegangen, ob die zunehmende Beschleunigung und Veränderung des Zeitmanagements für das Individuum einen Freiheitsgewinn oder einen Freiheitsverlust darstellt, unter besonderer Berücksichtigung der Subjektivierungsdebatte.

  • Historische Entwicklung des Zeitverständnisses und des Zeitmanagements
  • Methoden und Techniken des Zeitmanagements im kritischen Kontext
  • Der Übergang von der Moderne zur (Post-) Moderne und die Auswirkungen auf das Individuum
  • Subjektivierungsdebatte und die Suche nach (neuer) Freiheit und Identität
  • Evaluation von Effizienz, Effektivität und Zeitnutzung in der modernen Arbeitswelt

Auszug aus dem Buch

1.5.2 Pareto-Prinzip (80:20-Regel)

Das Pareto-Prinzip besagt, dass man in 20 Prozent der Zeit 80 Prozent der zu leistenden Arbeit schafft und in Folge dessen in den restlichen 80 Prozent der Zeit nur mehr 20 Prozent (vgl. Schlote, A., 1999, S. 6; Seiwert, L. J., 1996, S. 36; Walgenbach, P., 1995, S. 194; Beyer, G., 1992, S. 49 f.).

In der gängigen Literatur wird deshalb die Forderung aufgestellt, den 20-80-„Erfolgsverursachern“ Priorität einzuräumen.

Zusammenfassung der Kapitel

EINLEITUNG: - (ZEIT-) MANAGEMENT UND (POST-) MODERNE: Die Einleitung führt in die Thematik der gesellschaftlichen Beschleunigung ein und stellt die zentrale Forschungsfrage, ob der Mensch angesichts dieser Entwicklung noch frei ist.

1 DIE RESSOURCE „ZEIT“: Dieses Kapitel behandelt das Verständnis von Zeit als Ressource, die Entstehung des Zeitmanagements und dessen Methoden vor dem Hintergrund ökonomischer Rationalisierungsbestrebungen.

2 NEUE ZEITEN: - VON DER MODERNE ZUR (POST-) MODERNE?: Das zweite Kapitel beleuchtet den historischen Wandel von der Vormoderne über die Moderne bis zur (Post-) Moderne und deren spezifische Anforderungen an die Selbstorganisation und Identitätsbildung des Individuums.

3 FAZIT: - ZEITMANAGEMENT UND (POST-) MODERNE: Das Fazit fasst die kritischen Erkenntnisse zusammen, reflektiert die Problematik der Pluralität und schlägt eine Rückbesinnung auf natürliche Rhythmen als humanere Alternative vor.

Schlüsselwörter

Zeitmanagement, Moderne, Postmoderne, Beschleunigung, Subjektivierung, Individualisierung, Zeitverständnis, Effizienz, Effektivität, Identitätsbildung, Fremdbestimmung, Selbstmanagement, Zeitnot, Rhythmik, Freiheitsverlust.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die Chancen und Risiken von Veränderungen im Zeitmanagement unter Berücksichtigung der Subjektivierungsdebatte und des Wandels der Gesellschaft von der Moderne zur (Post-) Moderne.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zu den Themenfeldern gehören das historische Zeitverständnis, ökonomische Prinzipien der Zeitnutzung, gesellschaftliche Transformationsprozesse sowie die psychologischen Auswirkungen auf das Individuum.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Die Forschungsfrage „Zu schnell, um frei zu sein?“ untersucht, ob modernes Zeitmanagement dem Menschen tatsächlich mehr Freiheit bietet oder ihn stattdessen in ein enges Korsett der Kontrolle und Beschleunigung zwängt.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine theoretische, wissenschaftliche Arbeit, die auf Literaturanalyse, historischen Vergleichen und der kritischen Auseinandersetzung mit managementwissenschaftlichen Theorien und soziologischen Debatten basiert.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert erstens die Methoden des traditionellen Zeitmanagements und deren kritische Hintergründe sowie zweitens den gesellschaftlichen Epochenwandel, der die strukturellen Rahmenbedingungen unseres Zeiterlebens maßgeblich verändert hat.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Zeitmanagement, Moderne, Postmoderne, Beschleunigung, Subjektivierung, Individualisierung sowie der Gegensatz von Effizienz und Effektivität.

Wie bewertet der Autor das Pareto-Prinzip in diesem Kontext?

Der Autor stellt das Pareto-Prinzip als Methode vor, die zur Priorisierung von Aufgaben genutzt wird, mahnt jedoch an, diese rein ökonomische Sichtweise kritisch zu hinterfragen.

Welche Schlussfolgerung zieht der Autor bezüglich der „Postmoderne“?

Der Autor argumentiert, dass die (Post-) Moderne eine eigenständige Epoche mit gravierenden Brüchen in den Lebensläufen ist, die zwar neue Möglichkeiten bietet, aber gleichzeitig den Druck zur Selbstdisziplinierung und die Gefahr der Identitätszersplitterung massiv erhöht.

Ende der Leseprobe aus 114 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Chancen und Risiken der Veränderung im Zeitmanagement unter besonderer Berücksichtigung der Subjektivierungsdebatte
Untertitel
Zu schnell, um frei zu sein?
Hochschule
Universität der Bundeswehr München, Neubiberg  (Fakultät für Pädagogik)
Note
2,3
Autor
Dipl.-Päd. Jan-Mirco Ernst (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2002
Seiten
114
Katalognummer
V156421
ISBN (eBook)
9783640694679
ISBN (Buch)
9783640695775
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Zeitmanagement Wirtschaftspädagogik Selbstmanagement Zielmanagement Subjektivierung Moderne Postmoderne
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Dipl.-Päd. Jan-Mirco Ernst (Autor:in), 2002, Chancen und Risiken der Veränderung im Zeitmanagement unter besonderer Berücksichtigung der Subjektivierungsdebatte, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/156421
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