Der für die Jahrgangsstufe 12 (Gymnasium) konzipierte Unterrichtsentwurf hat die Filmanalyse des Kurzfilms "Place des fêtes" von "Paris je t´aime" zum Gegenstand. Im Fokus der Unterrichtsstunde stehen die Analyse der weiblichen Hauptfigur Sophie und des Zusammenhangs zwischen künstlerischer und inhaltlicher Darstellung.
Das Thema der Unterrichtsreihe "Réalité et fiction: Paris" wird durch die Vorgaben zum Zentralabitur 2011 in NRW legitimiert. Zudem sollen sechs Episoden des Films "Paris je t´aime", der 18 Kurzfilme (u.a. Place des fêtes ) über Paris beinhaltet, behandelt werden.
Audiovisuelle Medien bieten die Möglichkeit, außersprachliche Wirklichkeit darzustellen und sowohl rezeptive als auch produktive Fertigkeiten zu fördern. Darüber hinaus wirken sie wegen ihrer Authentizität besonders motivierend. Aufgrund des landeskundlichen Themas Paris wird das interkulturelle Lernen gefördert, das laut Lehrplan unter anderem durch das Medium Film ermöglicht werden soll. Da die Einheitlichen Prüfungs-anforderungen sowohl „Entschlüsselungstechniken für Ton, Bild und Text“ als auch ein medienkritisches Urteilsvermögen der SchülerInnen fordern, soll in der heutigen Stunde der Film anhand eines analytischen Zugangs erschlossen werden.
Inhaltsverzeichnis
1. Thematik
2. Beschreibung der Lerngruppe
3. Legitimierung und thematische Einbettung in die Unterrichtsreihe
4. Methodisch-didaktischer Kommentar
5. Kompetenzen
6. Lernziele
Stundenziel
Teilziele
7. Verlaufsplan
8. Literatur
9. Anhang
Arbeitsblatt 1 Place des fêtes
Arbeitsblatt 2 Place des fêtes
Arbeitsblatt 3 Place des fêtes
Folie Sicherung
Hausaufgabenblatt
Antizipation der Schülerergebnisse
Zielsetzung & Themen
Das primäre Ziel der Unterrichtseinheit ist es, den Schülerinnen und Schülern durch eine analytische Auseinandersetzung mit dem Kurzfilm „Place des fêtes“ ein vertieftes Verständnis der Protagonistin Sophie zu ermöglichen, indem die filmischen Gestaltungsmittel und der dramaturgische Aufbau des Films kritisch untersucht werden.
- Analyse filmischer Mittel wie Kameraführung, Atmosphäre und musikalischer Gestaltung.
- Untersuchung der Charakterentwicklung der Protagonistin Sophie innerhalb des Films.
- Förderung des Hör-Sehverstehens sowie der mündlichen und schriftlichen Ausdrucksfähigkeit.
- Reflexion über interkulturelle Aspekte und gesellschaftliche Themen im Kontext der Großstadt Paris.
- Schulung der medienkritischen Urteilsfähigkeit durch analytische Filmarbeit.
Auszug aus dem Buch
Methodisch-didaktischer Kommentar
Zur inhaltlichen sowie sprachlichen Vorentlastung und Einstimmung auf die Hauptcharaktere haben die SchülerInnen die Parkhausszene der Binnenhandlung bereits in der vorherigen Stunde gesehen. Diese Voranstellung ist sinnvoll, da es in der heutigen Stunde u.a. um die Frage gehen soll, warum der Regisseur Oliver Schmitz die Szenen nicht der Chronologie nach ordnet, sondern die Handlung mittels eines Rückblicks unterbricht. Die SchülerInnen sollen neben der inhaltlichen Bedeutung der Szene durch die Voranstellung der Parkhausszene leichter die Funktion der Retrospektive und den künstlerischen Aufbau des Films herausstellen können. Mit Hilfe der Filmanalyse lernen die SchülerInnen die Mittel der Filmsprache kennen und untersuchen ihre Wirkung auf den Rezipienten.
Die heutige Stunde folgt einer Trias, bestehend aus Activités avant - pendant und après le visionnement. Die Activité avant und pendant le visionnement sind Teil der Stunde und die Hausaufgabe stellt eine Activité après le visionnement dar.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Thematik: Vorstellung des Reihenkontexts „Réalité et fiction: Paris“ sowie der spezifischen Einbettung der analysierten Kurzfilm-Episode.
2. Beschreibung der Lerngruppe: Analyse der Zusammensetzung des Grundkurses aus Stamm- und Kooperationsschülerinnen sowie deren aktueller Stand im Bereich der Filmanalyse.
3. Legitimierung und thematische Einbettung in die Unterrichtsreihe: Begründung der Unterrichtsinhalte durch die Vorgaben des Zentralabiturs 2011 und Einordnung in den landeskundlichen Kontext.
4. Methodisch-didaktischer Kommentar: Erläuterung der didaktischen Struktur sowie der methodischen Vorgehensweise bei der Filmanalyse und der Einbindung der Schüleraktivitäten.
5. Kompetenzen: Definition der in der Stunde schwerpunktmäßig zu fördernden Hör-Sehkompetenz und Methodenkompetenz.
6. Lernziele: Beschreibung der angestrebten Lernfortschritte in den Bereichen Sprache, interkulturelles Lernen, Arbeitsmethodik und Umgang mit Medien.
7. Verlaufsplan: Detaillierte tabellarische Darstellung der einzelnen Unterrichtsphasen mit Zeitplanung, Sozialformen und eingesetzten Medien.
8. Literatur: Auflistung der verwendeten Fachdidaktik-Literatur, Internetquellen, Filmmaterialien und Bildnachweisen.
9. Anhang: Enthält die konkret eingesetzten Arbeitsblätter, Sicherungsfolien sowie die Antizipation der erwarteten Schülerergebnisse.
Schlüsselwörter
Place des fêtes, Filmanalyse, Französischunterricht, Sophie, Kurzfilm, Paris, Kameraführung, Retrospektive, Filmdidaktik, Sekundarstufe II, interkulturelles Lernen, Ausdrucksfähigkeit, Hör-Sehverstehen, Charakterentwicklung, Medieneinsatz.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Unterrichtseinheit primär?
Die Arbeit fokussiert sich auf die detaillierte filmanalytische Untersuchung der Kurzfilm-Episode „Place des fêtes“ im Kontext der Reihe „Réalité et fiction: Paris“.
Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?
Im Zentrum stehen die künstlerische Gestaltung des Films, die Funktion der nicht-chronologischen Erzählweise (Rückblenden) sowie die emotionale Entwicklung der Hauptfigur Sophie.
Welches ist das primäre Ziel der Stunde?
Die Schülerinnen und Schüler sollen durch die Analyse filmischer Mittel wie Kameraeinstellungen, Atmosphäre und Musik ein tieferes Verständnis für die Motivation und Wandlung der Protagonistin entwickeln.
Welche wissenschaftliche Methode wird zur Analyse verwendet?
Die Unterrichtsreihe folgt der Filmanalyse-Methodik nach Mattes, welche in die Schritte „erstes Sehen“, „Spontanreaktionen“, „zweites Sehen unter arbeitsteiligen Beobachtungsaufträgen“ und „Auswertung“ unterteilt ist.
Was wird im methodisch-didaktischen Teil der Arbeit behandelt?
Dort wird begründet, warum die Parkhausszene zur Vorentlastung vorangestellt wurde und wie die dreiphasige Struktur des „Visionnement“ (avant, pendant, après) lernfördernd eingesetzt wird.
Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit ist durch Begriffe wie filmische Mittel, Rollenempathie, produktionsorientiertes Verfahren, Filmdidaktik und interkulturelle Kompetenz geprägt.
Warum ist die Analyse von Kameraeinstellungen in diesem speziellen Film so wichtig?
Sie ermöglicht es den Schülern zu erkennen, wie der Regisseur durch gezielte Einstellungen (z.B. Großaufnahmen) die emotionale Verfassung und den Kontrollverlust der Hauptfigur visualisiert.
Welche Rolle spielt der innere Monolog bei der Hausaufgabe?
Der innere Monolog dient als produktionsorientiertes Verfahren, um die Rollenempathie der Lernenden zu stärken und die Ergebnisse der Filmanalyse in eine schriftliche Reflexion aus Sophies Perspektive zu übertragen.
- Arbeit zitieren
- Christine Schaffrath (Autor:in), 2009, Analyse des Kurzfilms "Place des fêtes". Ein Unterrichtsentwurf für die 12. Klasse (Gymnasium), München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/156260